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Barocker Stilmix: So setzt Christoph sein Wohnzimmer in Szene

Steckbrief:

Hier wohnt: Christoph, 41 Jahre
Stadt: Hamburg
Quadratmeter:
Wohnzimmer, 35 m²
Wohnungstyp: Altbau
Lieblingsstück: Bemalte Kommode

Raumskizze eines Wohnzimmers

Als Projektmanager und Vater einer kleinen Tochter hat Christoph immer viel um die Ohren. In seinem 35 Quadratmeter großen Wohnzimmer hat der 41-Jährige einen perfekten Rückzugsort geschaffen. Hier ist genug Raum für all die Dinge, die er liebt – ganz egal, wie groß, klein, alt oder neu sie sind.

„Das älteste Objekt, das ich habe, ist über 400 Jahre alt.”

Große Räume vertragen dunkle Farben

Eine wohnliche Atmosphäre ist Christoph wichtig. Deswegen entschied er sich für eine dunkle, warme Wandfarbe, die den Raum einladend macht. Weiß, da ist er sich sicher, hätte das große Zimmer weniger gemütlich aussehen lassen. „Die Farbfamilie hatte ich mir schon im Kopf überlegt“, erzählt er. Die endgültige Wahl traf er erst im Baumarkt. Bereut hat er seine Entscheidung nicht. Damit das Ganze nicht zu wuchtig wirkt, hat er die dunkle Wandfarbe mit einem großen weißen Sofa aufgelockert. Bunt gemusterte Kissen bringen zusätzliche Farbe und Frische ins Wohnzimmer. Außerdem hat Christoph darauf geachtet, dass sich die grafischen Muster der Kissen in anderen Textilien wie dem Teppich wiederholen. So ergibt sich ganz von selbst ein harmonisches Gesamtbild.

Wohnzimmer mit dunkler Wandfarbe, weißem Sofa und bunt gemusterten Kissen
In seinem großen Wohnzimmer setzt Christoph auf eine dunkle Wandfarbe, die dem Raum eine gemütliche Grundstimmung verleiht.
Couchtisch aus altem Holz mit Kerze und Deko auf gemustertem Teppich im Wohnzimmer
Bunte Kissen mit grafischen Mustern bringen Farbe in den Raum und lockern ihn optisch auf.
Dunkler Sessel im 50er-Jahre-Stil im Wohnzimmer mit dunkler Wandfarbe
Der Sessel dient als Gegengewicht zum großen Sofa und setzt einen dunklen Akzent.
Mann auf einem Sessel im Wohnzimmer vor dunkler Wand mit Bildergalerie
In seinem Wohnzimmer hat Christoph genug Platz, um seine Lieblingsstücke optimal zu arrangieren.
Couchtisch aus alten Holzbrettern auf gemustertem Teppich im Wohnzimmer
Bei der Auswahl des Teppichs hat Christoph darauf geachtete, dass er die grafischen Muster der Kissen aufgreift

Viel Deko in Szene setzen? Am besten paarweise!

Christophs Liebe zum Einrichten zeigt sich vor allem in den vielen kleinen Dingen, mit denen er sein Wohnzimmer dekoriert hat. Damit das Zimmer trotzdem aufgeräumt und ordentlich aussieht, hat Christoph einen einfachen Trick. „Unruhe vermeidet man, indem man die Stücke paarweise aufstellt“, sagt er. Dass dieses Prinzip funktioniert, zeigen die Lampen, die er zu Paaren arrangiert hat. Ein weiterer Pluspunkt: Mit den Lampen-Arrangements kann sich Christoph eine Deckenlampe sparen. Die Lichtquellen in verschiedenen Ecken bringen harmonisches Licht ins Zimmer und machen es noch gemütlicher.

Dekoration, Tischlampe und alte Bücher auf einem Koffer im Wohnzimmer daneben ein Stapel Zeitschriften und ein goldenes Deko-Kreuz
Christoph hat ein Herz für barocke Deko und setzt sie in seinem Wohnzimmer gerne ins rechte Licht.
Wohnzimmer mit dunkler Wandfarbe, weißem Sofa und leuchtender Tischlampe auf einem Koffer
Wenn es ums Dekorieren geht, hat Christoph eine klare Richtlinie: Wiederkehrende Elemente tragen zur Harmonie des Raums bei.
Weißer Beistelltisch mit leuchtender Tischlampe neben dem weißen Sofa
Die beiden Lampen beim Sofa bilden den perfekten Rahmen zum Entspannen und tauchen den Raum in ein angenehmes Licht.
Gold-Weißes Deko-Arrangement im Wohnzimmer vor dunkler Wand
Dank des barocken Stils und der Gold- und Weißtöne bildet dieses Arrangement eine optische Einheit, die alle Blicke auf sich zieht.
Weiße Büste auf weißem Wandsockel an der dunklen Wohnzimmerwand
Christoph liebt auffällige Stücke wie diese weiße Büste und stellt sie gern einzeln aus. So kommen sie am besten zur Geltung.
Drei Hufeisen als Deko auf der Fensterbank im Wohnzimmer
Auch auf der großen Fensterbank kommen Christophs Stücke oft in kleinen Gruppen daher.
Bunte Textilien und schöne Lampen – Christophs Stil zum Nachshoppen:
Teppich »Debora«, my home, rechteckig, Höhe 13 mm
Kissenhüllen »Open Squares«, Tom Tailor
TRIO Leuchten Tischleuchte »LUXOR«, 1-flammig
Wagner & Apel Figur »Papagei« aus Porzellan
Kissenbezüge »Luisa«, my home, mit leichtem Glanzeffekt
Villeroy & Boch Tischleuchte »PRAG«, 1-flammig
H.o.c.k. Kissen »Happy Chic Outdoor Sunproof« 45/45/10 cm
Wagner & Apel Figur »Eisvogelgruppe« aus Porzellan
Nino Leuchten Tischleuchte »SUSA«, 1-flammig
Teppich »Dina«, my home, rechteckig, Höhe 20 mm

Alten Möbeln und Erbstücken neues Leben einhauchen

Viele Teile in Christophs Wohnzimmer haben ihre eigene Geschichte. Der alte Reisekoffer, so erzählt er, ist ein Erbstück seines Vaters. Mit einer Glasplatte, die Christoph dafür einpassen ließ, wurde daraus schnell ein schönes Dekoboard für seine antiken Bücher. Auch der Couchtisch ist ein echtes Ausstellungsstück: In seinem vorherigen Leben diente er in einer Druckerei als Papierwagen. Wenn man genau hinsieht, kann man sogar noch einige Papierreste auf dem Holz erkennen. Diese kleinen Fehler verleihen dem Möbelstück Charme und Charakter. Gefunden hat Christoph den Couchtisch übrigens in einem kleinen Vintage-Laden im Hamburger Stadtteil Ottensen.

Zeitungen, Papier und eine alte Taschenuhr auf dem Dekoboard im Wohnzimmer
Es sind die vielen kleinen Elemente, die Christophs Wohnstil ausmachen. Manche sind geerbt, andere hat er im Laufe der Zeit gekauft und seiner Sammlung hinzugefügt.
Alte Bücher hinter einer weißen Büste auf dem Dekoboard
Die Bücher über Kirchengeschichte wurden von Christophs Vorfahren geschrieben und haben deshalb einen besonderen Platz auf dem Dekoboard bekommen.
Deko und alte Bücher auf einem Koffer mit Glasplatte im Wohnzimmer
Durch die extra angefertigte Glasplatte wurde aus dem alten Reisekoffer schnell ein Beistelltisch mit viel Ausstellungsfläche für Christophs Deko.
Wohnzimmer mit weißer Couch, blau gemustertem Teppich und Couchtisch aus Holz
Der Couchtisch hat in Christophs Wohnzimmer ein neues Zuhause gefunden. Früher diente er als Papierwagen in einer Druckerei.
Couchtisch aus alten Holzbrettern
Papierreste und andere Schönheitsmakel zeugen von der bewegten Vergangenheit des Couchtischs und verleihen ihm einen besonderen Charme.
„Man kann alte Stücke super mit neuen Stilrichtungen mischen.
Dadurch heben sie sich gegenseitig hervor.”

Der Schlüssel zu einer schönen Wand sind die Bilder

Auch unter den Wandbildern befinden sich einige antike Stücke. So ist das große Bild eines italienischen Malers schon rund 250 Jahre alt – auch wenn es nur eine Kopie ist. „Solche Kopien haben gutbetuchte Bürger früher gerne bei Malern in Auftrag gegeben, um ihr Interesse an Kunst und Kultur zu zeigen“, erzählt Christoph. „Das Original hängt heute in der Alten Galerie in Dresden und ist schon 400 Jahre alt.“

 

Aber wie hat er entschieden, wie die Bilder arrangiert werden? Dabei solle man sich am besten von seinem Bauchgefühl leiten lassen, meint Christoph. Für ihn war das große Bild der Schlüssel. Alle anderen Stücke sind drum herum angeordnet. Ein echtes Highlight sind die goldenen Bilderrahmen, die Christoph in Handarbeit selber mit Blattgold verziert hat. Eine langwierige Sache, wie er erklärt, denn der Untergrund muss mehrfach beschichtet werden, ehe das Blattgold angelegt werden kann. Das großartige Ergebnis ist ihm diese Mühe aber wert.

Großes Wandgemälde mit biblischem Motiv und breitem Goldrahmen im Wohnzimmer
Obwohl nur eine Kopie, hat dieses Bild in seiner 250-jährigen Geschichte so einiges erlebt. In Christophs Wohnzimmer ist es der Ausgangspunkt für seine Bildergalerie.
Bildergalerie aus Miniatur-Stichen und kleinen Bildern mit goldenen Rahmen
An Christophs Wand haben auch Kleinode ihren Platz – zum Beispiel das Porträt eines Vorfahren, das er im Goldrahmen mit einem rosa Passepartout eingefasst hat.
Bildergalerie und Deko-Figur in der Ecke im Wohnzimmer
Auch zum Esszimmer hin setzt sich die Bildergalerie fort.
Wohnzimmerecke mit Bar, Union Jack und Wandbild
In jeder Ecke wiederholen sich stilistische Elemente, sodass der Raum eine Einheit bildet.

Ein harmonischer Mix aus Alt und Neu – so funktioniert‘s

Dass Christoph ein Herz für barocke Stilelemente hat, ist offensichtlich. Trotzdem entschied er sich für ein Sideboard mit klaren Linien. „So heben sich die Sachen gegenseitig hervor“, sagt er. „Dadurch bilden sie wieder eine Einheit.“ Auch die Kommode, die sein Großvater mit Bauernmalerei verschönert hat, steht im Kontrast zu Christophs übriger Einrichtung. Trotzdem hat er einen Weg gefunden, die Kommode mit wiederkehrenden Deko-Elementen an seinen Wohnstil anzupassen.

 

Das klappt auch im Esszimmer: Hier hat Christoph einfach zwei Pferdesättel zur Wanddeko umfunktioniert. Die Idee hat er sich bei der Ledermarke Timothy Oulton abgeschaut und damit einen echten Blickfang in seiner Wohnung geschaffen, der seine Liebe zum Reitsport perfekt zum Ausdruck bringt.

Schlichtes, weißes Sideboard mit Fernseher und Deko vor dunkler Wand im Wohnzimmer
Beim Sideboard trifft barocke Pracht auf moderne und klare Linien.
Dekofigur und Kerze auf dem weißen Sideboard im Wohnzimmer
Durch die Mischung aus Alt und Neu heben sich beide Stilrichtungen wunderbar voneinander ab.
Tischleuchte auf weißem Sidebard mit Deko-Elementen in Gold und Weiß
Bringt zusammen, was zusammengehört: Indem Christoph farblich passende Objekte miteinander kombiniert, werden sie zu einer optischen Einheit.
Dunkel gestrichenes Wohnzimmer mit goldenen Bilderrahmen an den Wänden und Kommode mit Bauernmalerei
Die alte Kommode passt nicht hundertprozentig zu Christophs Einrichtung –das hält ihn nicht davon ab, sie in den Stilmix zu integrieren.
Dunkle Büste und Deko-Elemente auf Kommode mit Bauernmalerei im Wohnzimmer
Die Bauernmalerei auf der Kommode stammt noch von Christophs Großvater, der dem Möbelstück damit den letzten Schliff verlieh.
Ledersättel als Wanddeko an der dunklen Wand
Auch im Esszimmer beweist Christoph Mut zum Stilbruch, indem er zwei Pferdesättel in einen echten Hingucker verwandelte.
Mann auf weißem Sofa mit bunt gemusterten Kissen
Stilmix gelungen: Mit dunklen Wänden, Farbakzenten und klaren Richtlinien bei der Dekoration hat Christoph das Wohnzimmer zu seinem Lieblingsraum gemacht.
Bunte Kommoden und helle Möbel mit klarer Linie – Christophs Stil zum Nachshoppen:
Borchardt Möbel Sideboard »Vaasa« Breite 190 cm mit Push to Open-Funktion
heine home Kommode im Vintage-Look
COTTA Ecksofa »Caluso«, inklusive Kopfteilverstellung, wahlweise mit Bettfunktion
massivum Sideboard aus Akazie massiv »Malange«
Tecnos Sideboard »Vega«, Breite 200 cm
heine home Kommode im angesagten Antik-Finish
hülsta sofa 3-Sitzer Sofa »hs.450« wahlweise in Stoff oder Leder, im modernen Landhausstil