Badezimmer

Badezimmer: Duschst Du noch oder wellnesst Du schon?

Das Badezimmer ist längst nicht mehr nur ein Funktionsraum, mittlerweile ist es für viele ein Rückzugsort vor dem Alltagsstress geworden. Mit diesen Tipps wird aus jedem Bad eine kleine Wohlfühloase.

Badezimmer_Details

Wer kann – und das Eigenheim gestalten darf –, investiert sicher gern in bodengleiche Duschtassen, die Heimsauna oder maßgeschneiderte Waschtisch-Lösungen. Die Möglichkeiten sind unglaublich vielfältig. So stellt sich zudem die Frage nach der Wunsch-Oberfläche der Möbel, der Traumfliese im richtigen Format (eine sehr schwierige Frage!) und den schönsten Bad-Armaturen. So eine Badplanung kann viel Geld und Zeit verschlingen. Und allen, die nicht das Bad im Eigenheim bestücken, bleibt sowieso nur ein vermieterfreundlicher Kompromiss ohne große Umbauten.

Deshalb widmen wir uns heute dem kleinen Wellness-Tempel. Wie kann ich mit einfachen Mitteln mein Bad gestalten, ohne gleich eine große Renovierungsaktion zu starten? Vier Aspekte sind dabei wichtig.

1. Mobiliar: Mit der Wahl des Mobiliars wird die Stilrichtung im Badezimmer festgelegt. Lieber puristisch weiß, hochglänzend oder matt, oder vielleicht doch lieber Naturholzmöbel und Rattangeflecht? Wer sich schnell an Sachen sattsieht, sollte seine Badmöbel so neutral wie möglich halten – dann lässt es sich ganz einfach mit den entsprechenden Accessoires und Textilien schnell umdekorieren. Außerdem sollte gerade im Nassraum daran gedacht werden, wie oft und gerne man den Putzlappen schwingen möchte! Gerade im Bad sammeln sich schnell Staub und fliegende Haare an. Ein Grund, weshalb ich persönlich gern mehr geschlossenen Stauraum im Badezimmer hätte…

Badezimmer-Waschbecken

2. Accessoires: Accessoires können den Style eines Raums stark verändern. Über die richtigen „Kleinteile“ lassen sich Ideen schnell umsetzen und Trendstücke finden im Badezimmer ihren Platz, ohne dass gleich das komplette Mobiliar ausgetauscht werden muss. Knallige Farben wie saftiges Gelb oder Türkis und Materialien wie Kupfer und Messing verändern den Raumeindruck sofort. Geflochtene Körbe und Aufbewahrungsboxen unterstützen das Wellness-Gefühl.

Jedoch gilt auch hier: Achtung, Staubfänger! Zu viele Kleinteile können den Spaß verderben. Wenige, aber dafür ausgewählte Stücke sind deshalb häufig die bessere Wahl. Witzige Details, wie Folienbeklebung auf unschönen, alten Badfliesen, sind praktisch und schön zugleich – probiert Euch hier einfach aus! Ich finde, dass gerne Grünpflanzen auf der Fensterbank im Badezimmer stehen dürfen. Weitere Tipps in der Zusammenfassung:

• Um Bohrlöcher im Fliesenspiegel zu vermeiden, funktionieren Haken an Saugnäpfen ganz wunderbar. Und wenn Ihr doch mal bohren müsst, versucht, die Löcher in die Fugen zu setzen.

• Große Spiegelflächen sorgen für eine optische Vergrößerung des Raums – und kosten selbst maßangefertigt kein Vermögen.

• Durch das Austauschen von Möbelgriffen erstrahlen Schränke in neuem Glanz.

• Helle Farben – große Raumwirkung! Dunkle Farben sind super für Akzente, lassen den Raum optisch jedoch schnell schrumpfen.

Badezimmer-Handtuchhalter
Keinen Platz für einen Handtuchheizkörper? Einfach eine ausrangierte Leiter (gibt’s zum Beispiel bei ebay oder einfach den Maler in der Nachbarschaft fragen) an die Wand stellen.

3. Armaturen/Waschbecken: Mit einfachen Mitteln kann eine unschöne oder durch schlechte Pflege sehr kalkig gewordene Waschbecken-Armatur ersetzt werden. Sollte das eigene handwerkliche Geschick nicht ausreichen, kann natürlich der Fachmann befragt werden. Bei mir zu Hause ist leider eine Standard-Armatur am Waschbecken verbaut – diese passt nicht wirklich zum Waschbecken. Sprich: Das Wasser plätschert recht eng am Waschbeckenrand entlang, wodurch beim Händewaschen ständig das gesamte Waschbecken unter Wasser steht. Ein Austausch steht ganz oben auf meiner Liste!

Bei der Dusche verhält es sich ähnlich: Hier kann bereits mit der Wahl des richtigen Duschkopfs Wellness-Charakter gezaubert werden. Rainshower, Massage-Funktionen, Wassersparkopf – vieles ist möglich. Der Austausch einer Duschbrause ist kinderleicht und schnell erledigt. Wir haben zum Beispiel einen fröhlichen gelben Duschkopf statt dem alten installiert. Technisch ein meilenweiter Unterschied zum vorigen Modell und in vielen verschiedenen Farben erhältlich. Und beim Auszug? Da wird der alte Duschkopf einfach wieder montiert und der neue zieht mit um. Schöne Exemplare findet ihr im Web – und auch der Baumarkt hat einiges zu bieten.

Badezimmer-Duschkopf

4. Textilien: Ein Farbkonzept bei der Wahl der Handtücher macht optisch Einiges her. Weiße Handtücher sind zum Beispiel in der Kombination mit hölzernen Oberflächen klasse, sehen jedoch leider schnell schmuddelig aus. In meinem Badezimmer setze ich auf Türkis/Blau und Grau. Die passen gut zu meinen Möbeln – und meinen orangefarbenen und rosafarbenen Handtücherrelikten. Gefällt das Farbkonzept einmal nicht mehr, kann alles mit ein paar Handgriffen ausgetauscht werden.

Auch Dinge wie ein witziger Duschvorhang können dem Bad eine persönliche Note geben. Derzeit setze ich dabei ganz auf den Marmor-Trend und habe (passend zum Zahnputz-Becher) einen Marmordruck vor der Badewanne hängen.

Badezimmer-Marmortrend

Einige Eindrücke aus meinem Badezimmer habe ich Euch mitgebracht –  wir haben versucht, dem Raum eine persönliche und gemütliche Note zu geben und das mit einfachen Mitteln. Was meint Ihr dazu?