Badezimmer

Bad ohne Fliesen: Ideen für die Badgestaltung

Klar, so ein Badezimmer muss funktional sein. Aber wäre es nicht toll, wenn die Wände optisch perfekt zu deinen modernen Badezimmermöbeln passen? Fliesen sind längst nicht mehr die einzige Option für Feuchträume: Wir haben jede Menge Tipps und Ideen, wie du dein Bad ohne Fliesen gestalten kannst.

1. Vorteile der Badgestaltung ohne Fliesen

Langlebig und pflegeleicht: Ganz gleich, für welche Art der Wandgestaltung du dich entscheidest: Ein Bad ohne Fliesen ist in der Regel sehr pflegeleicht. Schon deshalb, weil es keine Fliesenfugen gibt, die sich verfärben könnten. Während man gefliesten Wänden ihr Alter mit den Jahren ansehen kann, sind verputzte oder mit Stein verkleidete Flächen weniger anfällig für Kalkablagerungen und Risse oder Kratzer.

Modern und vielseitig: Ohne das typische Gittermuster der Fliesen wirken die Badezimmerwände klar und modern – und deutlich ruhiger, zumindest wenn du dich für eine einfarbige Wandgestaltung entscheidest. Das ist ein großer Vorteil für kleine Badezimmer, die durch einheitlich gestaltete Wände optisch gestreckt werden.

Flexible Wandgestaltung im Bad: Typischerweise werden die einzelnen Bereiche des Badezimmers unterschiedlich stark beansprucht. Eine fugenlose Wandgestaltung wird den unterschiedlichen Anforderungen im Bad optimal gerecht – ohne dass du Kompromisse bei der Wandgestaltung machen musst. So ist zum Beispiel die Wand rund um das Waschbecken selten starker Feuchtigkeit ausgesetzt – dafür landen aber vielleicht öfter mal Seifenschaum oder ein Zahnpasta-Spritzer an der Wand. Hier funktioniert eine abwaschbare Tapete ebenso gut wie eine verputzte Wand – für die Dusche benötigst du dann aber eine wasserabweisende Alternative.

Badezimmer mit modernem Waschtisch vor dunkler Wand und Dusche mit Marmor-Wandverkleidung
Eine glatt verputzte Wand hinter dem Waschtisch und edle Verkleidung in Marmoroptik im Duschbereich – so abwechslungsreich kann ein Badezimmer ohne Fliesen aussehen.

2. Welche Möglichkeiten hast du für ein fugenloses Bad?

Lange Zeit waren Fliesen die bevorzugte Wandverkleidung im Badezimmer: Schließlich sorgen die versiegelte Oberfläche und die abgedichteten Fliesenfugen dafür, dass Feuchtigkeit nicht in die Wände eindringen kann. Moderne Bäder werden ohnehin schon länger nicht mehr durchgefliest – inzwischen gibt es viele fugenlose Alternativen für die Wandgestaltung im Bad. Wirklich wasserabweisend müssen eigentlich nur die Wände im Duschbereich und rund um die Badewanne sein. Dafür eignen sich zum Beispiel ein Kunstharzputz oder Wandpaneele. Alle anderen Wände im Badezimmer kannst du zum Beispiel auch mit einem mineralischen Putz gestalten oder tapezieren und in deiner Wunschfarbe streichen.

Badezimmer mit weiß verputzten Wänden, rundem Spiegel und Badmöbeln aus Holz
Es ist zwar auch heute noch üblich, aber eigentlich sind Fliesen rund um den Waschtisch gar nicht nötig: Glatt verputzte Wände erfüllen ihren Zweck ebenso und wirken wunderbar klar und modern.

Wände verputzen

Putz ist ein Gemisch aus Sand, Wasser und einem Bindemittel. Bei mineralischen Putzen ist das zum Beispiel Kalk oder Lehm, bei Kunstharzputz ist es ein synthetisches Bindemittel. Putze werden feucht auf die saubere, trockene und möglichst ebene Wand aufgetragen. Einer der größten Vorteile von Putz ist, dass es sich für nahezu jeden Untergrund eignet – von gemauerten Wänden über Feuchtraumplatten bis hin zu alten Fliesen. Zudem lassen sich mit Putz die unterschiedlichsten Effekte erzielen, zum Beispiel komplett geglättet oder mit leicht angerauter Oberfläche. Für die individuelle Wandgestaltung kannst du den Putz einfach mit einer feuchtraumgeeigneten Farbe überstreichen, ihn tapezieren oder zum Beispiel Highlights mit Mosaikfliesen setzen.

Mineralische Putze haben eine leicht poröse Struktur. Sie nehmen die Feuchtigkeit aus der Umgebung auf und geben sie wieder ab, sodass sich kein Schimmel in den Wänden bilden kann. Wirklich wasserfest sind mineralische Putze aber nicht. Daher eignen sie sich nicht für die Wände rund um Dusche und Badewanne. Für diese Bereiche sind synthetische Kunstharz-Putze besser. Sie haben eine wasserundurchlässige Oberfläche, sind leicht elastisch und können sehr dünn aufgetragen werden. Kunstharz-Putze sind beständig gegen Stöße, Spritzwasser und Reinigungsmittel. Allerdings sind sie teurer als mineralische Putze.

Badezimmer mit weißen wandmontierten Badezimmermöbeln, grauer, glatt verputzter Wand und Flamingo-Wandbild
Glatt verputzte Wände wirken edel und minimalistisch, während Rauputz eine Spur Shabby Chic mit ins Bad bringt. Besonders schön auf glatten Wänden: kräftige Farbkontraste in Form von Bildern oder Badezimmermöbeln.

Wände tapezieren

Tapeten werden in klassischen Bädern häufig in Kombination mit Fliesen verwendet. Dabei werden in der Regel nur die Bereiche tapeziert, die nicht gegen Spritzwasser geschützt werden müssen. Der Vorteil von Tapeten ist, dass sie leicht und flexibel zu verarbeiten sind und sich problemlos überstreichen lassen – eigentlich die erste Wahl für ein schnelles, günstiges Badezimmer-Makeover. Grundsätzlich gilt aber: Für die Dusche und rund um die Badewanne ist selbst die stärkste Tapete nicht geeignet. Für alle anderen Bereiche solltest du eine robuste, abwaschbare Tapete wählen und sie rund um das Waschbecken evtl. mit einem transparenten Schutzanstrich behandeln.

Badezimmer mit weißen Wänden, großer Glasdusche und Regalen aus Holz
Weiß tapezierte Wände sind auch im Bad durchaus möglich – für den Bereich rund um Dusche und Badewanne solltest du allerdings besser einen wasserabweisenden Acrylputz oder weiße Wandpaneele wählen.

Verkleidung mit Wandpaneelen

Wer die Badezimmerwände nicht aufwendig renovieren möchte, der kann es sich auch leicht machen – und einfach eine Wandverkleidung darüber setzen. Wandpaneele sind in den unterschiedlichsten Designs zu haben, und nicht immer sind sie sofort als Paneele zu erkennen. Eine Verkleidung aus Naturstein zum Beispiel sieht mit ihrer rauen, leicht unregelmäßigen Struktur wirklich so aus, als hätte ein Maurer die Steine einzeln gesetzt. Es gibt aber auch hochglänzende Paneele aus farbigem Acrylglas, Verkleidungen in Marmoroptik oder aus transparentem Glas. Die Paneele müssen passgenau auf dein Bad zugeschnitten und sicher in der Wand verschraubt werden. Ist das geschafft, sind sie extrem langlebig und pflegeleicht. Wichtig für die Wandgestaltung im Bad ohne Fliesen: Zwar werden die Paneele an der Wand aneinandergefügt, es entstehen aber keine Fugen wie beim Verfliesen – die fertig verkleidete Wand hat eine geschlossene Oberfläche.

Badezimmer mit grauen Naturstein-Verblendern und weißen Badezimmermöbeln sowie weißer Badewanne
Naturstein liegt im Trend – nicht nur für Küchen und Fußböden, sondern auch fürs Bad. In diesem Fall sind es Paneele aus Feinsteinzeug, die an der Wand fixiert werden. Sie sorgen für den typischen Mix aus modern und rustikal.
Schöne Bad-Accessoires und Badezimmer-Deko:

3. 5 Ideen für Badezimmer ohne Fliesen

Mauerstein statt Fliesen für die Badezimmerwand

Badezimmer mit weißer gemauerter Wand, Badspiegel und modernen Badezimmermöbeln aus Holz
Auch unverputzter Backstein eignet sich für die Wandgestaltung im Bad. Der offenporige Stein nimmt Feuchtigkeit aus dem Bad auf und gibt sie auch wieder an die Luft ab. Ein leichter Kalkanstrich sorgt für einen frischen, modernen Look.

Rau verputzte Wand in Betonoptik

Die modernen Badmöbel in Verbindung mit der rau verputzten Wand in Betonoptik bilden einen interessanten Kontrast. Zugleich geben beide Materialien durch ihre feinen Strukturen dem Bad eine lebendige Atmosphäre und einen natürlichen Look.

Wand und Badmöbel Ton in Ton

Badezimmer mit grau verputzter Wand, Badezimmermöbeln aus Holz und weißem, rundem Waschbecken
In diesem Bad dominiert angesagtes Grau. Die dunkle Farbe der Wände und Möbel strahlt eine angenehme Ruhe aus, das Auge darf sich ausruhen. Das weiße Waschbecken und die braunen Holztöne setzen helle Highlights.

Badezimmerwand in Marmor-Optik

Badezimmer mit weißen, modernen Badmöbeln und Boden und Wänden in grauer Marmor-Optik
Hier gibt puristische Sachlichkeit den Ton an – als Farben dominieren Weiß und Grau. Durch die Marmoroptik an Wänden und Boden weht ein Hauch von Luxus durch das Badezimmer.

Minimalismus mit Metallic-Highlights im Bad

Minimalismus macht sich besonders in kleinen Bädern gut. Hier gilt das für den betont schlichten Waschtisch ebenso wie für die Wände ohne das typische Fugengitter. Die einheitlichen Wände strecken den Raum optisch. Highlights kannst du zum Beispiel durch Lampen in Metallic setzen.
Badezimmermöbel für dein modernes Bad: