Kinderzimmer

Babyzimmer gestalten: Tipps und Ideen für ein süßes Babyzimmer

Die Vorfreude auf das Baby wächst – und die Zeit vergeht viel zu langsam? Wir haben ein gutes Mittel gegen die Ungeduld: Babyzimmer einrichten!

1. 3 Tipps für die Babyzimmer-Einrichtung

Babyzimmer im Skandi-Stil mit Babybett und Wickelkommode in Weiß und Naturholz vor hellgrauer Wand
  1. Weniger ist mehr: Etwa die Hälfte der Baby-Ausstattung, die man dir empfiehlt, wirst du nicht brauchen. Und falls doch etwas Entscheidendes fehlt, kann man es auch nachträglich besorgen – wozu gibt es Online-Shopping?
  2. Schön ist nicht immer gleich praktisch: Verlass dich beim Babyzimmer einrichten nicht allein auf die Optik. Oft zeigt sich erst im Alltag, was Babyzimmermöbel und Zubehör wirklich können. Ein Tipp: Bei allen befreundeten Eltern nachfragen.
  3. Rechtzeitig anfangen: Es sollte nicht in Stress ausarten, aber im Idealfall ist das Babyzimmer etwa einen Monat vor dem Entbindungstermin fertig. Insbesondere Wandfarben und Lacke, aber auch Möbel, Matratze und Co. sollten gut auslüften können, bevor das Zimmer bezogen wird.
Helles Babyzimmer mit weißem Babybett und Kommode in Weiß und Naturholz mit schwarz-weißem Teppich
Kinderkommode im Skandi-Stil mit Holzdeko und rosa Sessel daneben

2. Diese Möbel brauchst du fürs Babyzimmer

Wirklich wichtig sind für den Anfang eigentlich nur drei Möbelstücke: der Wickeltisch, das Babybett und ein bequemer Sessel oder ein kleines Sofa für dich.

Babyzimmer mit Dielenboden, weißem Gitterbett, lila Sessel mit Stehlampe und rundem Sisalteppich, grauer Wickeltisch

Ein Kleiderschrank rundet die Babyzimmer-Einrichtung optisch ab und wird dir später sicher gute Dienste leisten. Erfahrungsgemäß reicht im ersten Jahr aber eine geräumige Wickelkommode völlig aus, um Windeln, Babykleidung und Co. zu verstauen.

3. Wickeltisch

In den ersten Baby-Monaten wird bis zu zehnmal am Tag – oder in der Nacht – eine neue Windel fällig. Daher sollte der Wickeltisch geräumig, praktisch und gut gesichert sein: Wer gleichzeitig mit der Müdigkeit und den Druckknöpfen am Babybody kämpft, der muss sich darauf verlassen können, dass das Baby nicht bei der ersten unerwarteten Bewegung fällt.

Helles Babyzimmer mit weißem Babybett, weißer Kommode, schwarzen Fensterrahmen, schwarz-weißer Wanddeko und schwarz-weißem Teppich

Höhe der Wickelfläche

Für ein rückenschonendes Wickeln sollte die Wickelfläche etwa auf deiner Bauchnabelhöhe liegen.

Weiße Nostalgie-Wickelkommode mit schwarz-weißer Auflage, Wäschekorb und Wandregal mit Bildern und Deko

Größe der Wickelfläche

Mindestens 70 cm Tiefe und 80–100 cm Breite ermöglichen dir komfortables Wickeln. Zudem sollte die Fläche eine seitliche Begrenzung haben, damit ein „Rollkommando“ des Babys nicht auf dem Boden endet. Ein weiterer Vorteil einer großen Wickelfläche. Sie bietet Platz für Feuchttücher, Waschlappen, Windeln und alles, was du zum Wickeln griffbereit haben musst.

Nahaufnahme weiße Wickelkommode mit Holzdekor und blauer Wickelauflage mit Waschtuch

Ausreichend Stauraum

Noch praktischer als Wickeltische sind Wickelkommoden mit großen Schubfächern. Viele Wickelkommoden haben abnehmbare Wickelaufsätze und können später als normale Kommode genutzt werden.

Nahaufnahme Wickelkommode mit Wickelauflage und Stofftier

Wickeltisch-Zubehör

Neben dem obligatorischen Windeleimer ist eine Wärmelampe über dem Wickeltisch praktisch, um den Wickelplatz schnell zu erwärmen. Auch ein kleiner Wascheimer mit Lappen sollte Platz haben. Nicht zu unterschätzen beim Babyzimmer gestalten: das Mobile über dem Wickeltisch. Im besten Fall lenken die sich drehenden Figuren dein Baby auf dem Wickeltisch ab, sodass das Windelnwechseln ruckzuck geht.

Weiße Wickelkommode mit Holzelementen und gelbem Mobile vor weißer Wand mit Punkte-Deko
Anni vom Bildhübschblog hat über dem Wickeltisch ein Mobile mit sonnengelben Kugeln ausgewählt, die perfekt zur fröhlichen Tapete passen (Wickelkommode „Calimero“ von Pinolino bei OTTO).
Praktische Wickelkommoden und Zubehör:

4. Babybett

Seien wir ehrlich: In vielen Familien wird das Babybett in der ersten Zeit kaum benutzt, weil das Baby letzten Endes doch immer im Elternbett landet. Trotzdem lohnt es sich, in ein Babybettchen zu investieren.

Holz-Babybett mit gestreifter Bettwäsche und Stoffelefant vor grauer Wand mit Tier-Wandtattoo

70 x 140 cm sind die Standardmaße für Babybetten und Babymatratzen. Es gibt aber auch größere Modelle, die sich später zu einem Kinderbett umbauen lassen. Ohnehin sind alle guten Babybetten umrüstbar, sodass du sie problemlos in den ersten zwei bis drei Lebensjahren deines Kindes nutzen kannst.

Höhenverstellbarer Boden: Mindestens zwei verschiedene Höheneinstellungen sollten es sein. In den ersten Monaten ist der Boden hoch, damit du dich nicht so tief bücken musst. Wenn sich das Baby aufzusetzen und hochzuziehen beginnt, muss der Boden nach unten gesetzt werden.

Helles Babyzimmer mit weißem Gitterbett, weißem Nachttisch mit Hasenfigur und weißem Kinder-Schalenstuhl

Herausnehmbare Seitenwand oder Gitterstäbe: Mindestens eine Seite des Bettchens sollte sich öffnen lassen, damit dein Kind später allein hinein- und herausklettern kann.

Weißes Gitterbett mit Stofftieren und drei herausgenommenen Gitterstäben auf flauschigem Teppich

Sicherheit: Das GS-Logo für „Geprüfte Sicherheit“ ist das Minimum. Die Gitterstäbe sollten einen Abstand von 4,5 bis maximal 6,5 cm haben. Alle Schrauben sollten abgedeckt und keine Ecken oder Aussparungen vorhanden sein.

Babyzimmer mit weißem Kinderbett, Dielenboden, Kinderfahrrad, Sitzpouf und Sessel vor weißer Wand mit schwarzem Zackenmotiv
Jana vom Blog @vonkopfbisfuss hat sich für einen schlichtes Babybett im skandinavischen Look mit gerundeten Kanten entschieden (Kinderbett „Riva“ von Pinolino bei OTTO).

Matratze: Die Matratze sollte nicht zu weich sein und genau den Maßen des Bettes entsprechen, damit keine Lücken an den Seiten entstehen. Atmungsaktive Materialien und ein waschbarer Bezug sind definitiv von Vorteil.

Weißes Babybett mit Matratze, Wolken-Kissen und Stoff-Eisbär vor hellgrauer Wand

Beistellbettchen statt Babybett und Stubenwagen

Ein Beistellbett ist eine gute Alternative für die ersten Monate. Dein Baby liegt dabei in seinem eigenen Bett direkt neben dem Elternbett. Durch eine Öffnung an der Längsseite des Bettchens hast du es immer „in Griffweite“ und musst nachts nicht so oft aufstehen. Im Idealfall ist das Beistellbett umrüstbar, sodass du es später auch als allein stehendes Babybett nutzen kannst.

Hellgraues Beistellbett aus Stoff neben modernem Bett

Alternative zum Babyzimmer: Babyecke im Schlafzimmer

Nicht jede Wohnung bietet Platz für ein Kinderzimmer. Und natürlich möchtest du in der ersten Zeit mit Baby möglichst kurze Wege – vor allem in den Nächten. Bloggerin Lisa von It’s pretty nice löst das Problem so: Statt eines kompletten Babyzimmers hat sie einfach eine Babyecke mit Wickeltisch und Sessel im Elternschlafzimmer eingerichtet. Das passt toll ins Einrichtungskonzept, spart Platz und das Baby ist immer in der Nähe.

Wärmelampe, Baby-Wanddeko und Wickeltisch neben grauem Sessel vor blauer Wand
Wickeltisch, Wärmelampe und ein gemütlicher Sessel:
Wickeltisch und Wärmelampe vor blauer Wand
Lisa vom Blog It’s pretty nice setzt das Babyzimmer auf kleinem Raum um.

Übrigens: Nestchen, Kissen und Stofftiere im Babybett sehen zwar süß aus, sind aber nicht unbedingt sinnvoll. Die meisten Kinderärzte raten von solchen Accessoires ab, da sie Babys am freien Atmen hindern können.

Träum süß, Baby: Wunderschöne Babybetten zum Umbauen:

5. Ein Sitzplatz für Mama und Papa

Nicht zu unterschätzen: eine Sitzgelegenheit zum Stillen, Füttern oder Kuscheln, wenn es mal nicht mit dem Schlafen klappt. Und natürlich eignet sich so ein Sessel im Babyzimmer auch für ein 10-Minuten-Nickerchen zwischendurch.

Moderner grauer Sessel mit Kissen und Stofftier vor blauer Wand
Lieblingsplatz für Mamas: Lisa von It’s pretty nice hat einen gemütlichen Still-Sessel ins Schlafzimmer gestellt.
Babyzimmer mit Babybett, Schaukelpferd, Spielzeugkiste, Tisch und Sessel vor großen Erkerfenstern

Ob Sessel oder Zweisitzer-Couch, Lehnstuhl oder Schaukelstuhl bleibt dir überlassen. Wichtig ist nur, dass die Sitzfläche nicht zu tief ist, damit du auch mit Kind im Arm bequem hochkommst. Gepolsterte Armlehnen erleichtern dir das Halten deines Babys über einen längeren Zeitraum hinweg. Ein kleines Wandlicht oder eine Stehleuchte spenden sanftes Licht in der Nacht.

Kleine Pause: bequeme Sitzmöbel fürs Babyzimmer

6. Wandgestaltung im Babyzimmer

Okay, die praktischen Dinge sind geklärt. Fehlen nur noch die Details: Mit sanften Wandfarben und liebevoller Deko wird das Babyzimmer zu einem echten Lieblingsraum.

Wickeltisch und Wärmelampe vor grauer Wand mit Wandbild
Wickeltisch vor grauer Wand mit Wandbild und Wandregal

Am besten wählst du Farben, Deko und Ausstattung für den Anfang etwas zurückhaltender aus: So siehst du dich nicht so schnell satt daran.

Rundes Babybett vor Fensterfront im Kinderzimmer, darüber Wandregale

Es hat noch einen Vorteil, deine Babyzimmer-Ideen erst mal etwas sparsamer umzusetzen: Auf diese Weise hast du später umso mehr Platz für die Unmengen an Fotos, Spielzeugen und Accessoires, die sich unweigerlich ansammeln werden.

Babyzimmer mit großem Fenster, hellgrauem Babybett und Wickelkommode in Weiß und Grau

Auch bei den Textilien im Babyzimmer – etwa bei Vorhängen, Teppich und Stoffhimmel für das Babybettchen – setzt du am besten auf helle Farben und leichte Materialien. Mit dunklen Akzenten oder Deko in leuchtenden Farben setzt du kleine Highlights.

Weißes Gitterbett neben schmaler weißer Kommode mit weißem Schalenstuhl und weißem Fell, schwarze Wanddeko

Eine Babyzimmer-Wandgestaltung in Schwarz-Weiß ist modern und lässt sich immer wieder verändern. Du kannst zum Beispiel einzelne Akzente in leuchtenden Farben hinzufügen oder die weißen Möbel später mit anderen Farben wie Dunkelblau oder Hellgrau kombinieren.

Babybett aus Holz mit weißem Schalen-Schaukelstuhl und Spielwürfeln vor Motivtapete mit Füchsen

Du hast Lust auf eine fröhliche Motivtapete? Dann tapeziere am besten nur eine Wand im Babyzimmer, am besten die hinter dem Bettchen oder hinter dem Wickeltisch. Die restlichen Wände kannst du in einem hellen, gedeckten Farbton lassen.

7. Zum Downloaden: Checkliste fürs Babyzimmer

Du siehst: In der Anfangszeit benötigen Babys eigentlich gar nicht viel. Unsere Checkliste hilft dir, alles Wichtige rechtzeitig zu besorgen. Hier kannst du dir die Liste herunterladen und ausdrucken:

Babyzimmer-Checkliste zum Download

Schlafen

  • Babybett mit passender Matratze
  • wasserdichte Matratzenauflage
  • 3 Spannbettlaken 70 x 140 cm
  • 2 Baby-Schlafsäcke (einen zum Wechseln)
  • Vorhänge oder Rollos für das Fenster

Wickeln

  • Wickelkommode bzw. Wickeltischaufsatz
  • Wasserdichte Wickelauflage
  • Windeleimer
  • Wärmelampe (wandmontiert)
  • Waschschüssel oder -eimer
  • 3 Waschlappen
  • 3 kleine Frottee-Tücher
  • Mobile
  • Kleiner Wäschekorb für Babywäsche

Füttern

  • Sessel, bequemer Lehnstuhl oder kleine Couch
  • Stillkissen
  • kleine Wand- oder Tischleuchte für nächtliches Stillen und Wickeln

Natürlich gibt es noch unzählige weitere nützliche, kuschelige oder einfach nur schöne Dinge, mit denen du das Babyzimmer gestalten kannst. Ein Tipp: Besorge nicht alles gleich selbst – Verwandte und Freunde freuen sich über gute Geschenkideen.

Babyspielzeug und andere Baby-Accessoires: