Babyzimmer gestalten: Tipps & Ideen für ein niedliches Babyzimmer

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Weißes Babyzimmer mit Design Stuhl und Girlande

Wir leben jetzt mit unseren zwei Kindern und haben reichlich Erfahrungswerte gesammelt, was ein Baby eigentlich wirklich braucht und was nicht. Beim ersten Kind ist man Feuer und Flamme und kauft alles, was einem in den unterschiedlichsten Büchern ans Herz gelegt wurde. Doch nicht alles hat sich bewährt. Hier gebe ich meine Kenntnisse und Erfahrungen an diejenigen weiter, die sich gerade auf das „Weltwunder“ Baby vorbereiten.

Eigenes Zimmer oder nicht?

Ein ganzes Zimmer ist in der ersten Zeit eigentlich wirklich nicht nötig. Wenn man den Platz hat, ist es natürlich dennoch toll. Gerade, weil das Einrichten wirklich Spaß macht.

Hier sind drei grundsätzliche Tipps:

1. Lasst Euch das schenken, was noch fehlt.

2. Achtet beim Kauf von Babyzubehör immer auf Prüfsiegel, Garantien, die Verfügbarkeit von Ersatzteilen und aufs Rückgaberecht. Und denkt daran, dass neue Möbel immer einige Wochen vor Gebrauch auslüften sollten!

3. Überhaupt das Timing: Spätestens drei Monate vor dem ausgerechneten Termin sollte man das Wunschzimmer gefunden haben. Bis ein Monat vor dem ausgerechneten Termin sollte alles stehen und alles gestrichen und lackiert sein. Auch wenn Ihr zu lösungsmittelfreien Farben greift, was natürlich unbedingt anzuraten ist, sollte das Zimmer gut ausgelüftet sein, bevor das Baby einzieht.

Gut gewickelt: Wickeltisch & Co.

Wichtig ist natürlich ein sicherer und praktischer Platz zum Wickeln mit einer bequemen Unterlage. Bedenkt auch, dass das Wickeln eine ganze Zeit lang ein mehrmals täglich zu erledigender Job sein wird. Deshalb sollte bei einem Wickeltisch ähnlich wie bei einer guten Werkbank alles griffbereit und bequem wieder abstellbar sein.

Ich finde Schubladen sehr viel praktischer als Schranktüren. Ihr könnt dann immer die aktuelle Größe in die oberste Schublade räumen und habt alles griffbereit, ohne Euch bücken zu müssen. Das ist übrigens ein nicht zu unterschätzender Aspekt. Das Wickeln kann ganz schnell auf den Rücken gehen. Die Fläche sollte deshalb in Eurer Bauchnabelhöhe liegen. Wickeln auf dem Boden ist nur in Ausnahmefällen ratsam.

Wickeltisch und Deko für ein niedliches Babyzimmer Wickeltisch und Heizstrahler

 

Über dem Wickeltisch oder der Wickelkommode ist auch ein Regal sehr praktisch, falls Ihr die Windeln und anderen Utensilien nicht auf der Kommode abstellen könnt. Zur Sicherheit: Babys können wirklich leicht von der Kommode fallen, deshalb die Wickelstation am besten in einer Zimmerecke platzieren, so dass zwei Wände ein Unglück schon einmal verhindern. Eine Auflage mit hohem Rand sorgt ebenfalls dafür, dass ein „Rollkommando“ des Babys nicht auf dem Boden endet.

Was noch sehr hilfreich sein kann, ist eine Vorrichtung für einen kleinen Eimer mit Wasser zum Reinigen sehr hilfreich – aber Vorsicht, Babys sollten den Eimer nicht umstoßen können.

Denkt beim Babyzimmer einrichten auch daran, dass der Wickelplatz durch einen Heizstrahler erwärmt werden kann, damit dem Baby nicht kalt wird.

Hier findet Ihr verschiedene Wickelkommoden:

Wie Baby sich bettet

Ein schöner Schlafplatz gehört natürlich auch ins Babyzimmer oder die Babyecke. Ich habe bei meinem ersten Sohn das Babybay Konzept lieben gelernt. Das Baby liegt im eigenen Bett, aber trotzdem nah bei der Mama und für nächtliches Stillen gibt es für mich kaum eine einfachere Lösung. Allerdings solltet Ihr unbedingt in ein größeres Babybay investieren, damit Ihr möglichst lange etwas davon habt.

Ein von @manuela.selimovic gepostetes Foto am

Standard bei einem guten Babybett ist ein höhenverstellbarer Boden. Die Maße betragen in der Regel 70 x 140 Zentimeter. Der Boden darf, je jünger und noch unbeweglicher das Kind, höher gestellt sein, damit Ihr Euch nicht unnötig tief bücken müsst.

Wird das Kind größer, kann es irgendwann gewünscht sein, dass es selbst das Bettchen verlassen kann. Deshalb ist es praktisch, wenn man Gitterstäbe entfernen kann und ein Lücke öffnet, die Freiraum fürs Baby schafft. Ganz gleich, ob Ihr einen Stubenwagen, eine Wiege oder ein Babybett kauft, die Schlafgelegenheiten sollten die wichtigsten Sicherheitsnormen erfüllen.

Achtet deshalb auf das Siegel „Geprüfte Sicherheit“ (GS-Zeichen) und beim Kauf von Kinderbetten und Reisekinderbetten auf den Hinweis DIN EN 716-1/2. Diese Norm stellt sicher, dass der Abstand zwischen Matratze und oberer Bettumrandung so groß ist, dass das Baby nicht herausfallen kann, dass die Gitterstäbe den richtigen Abstand haben (4,5 bis 6,5 Zentimeter) und dass das Bett keine Aussparungen oder Stufen hat.

Hier findet Ihr eine Auswahl der schönsten Kinderbetten auf OTTO:

Beim Kauf einer Babymatratze ist vor allem folgendes wichtig: Die Unterlage muss perfekt ins Bett passt. Lücken am Rand, in denen Fussel und anderes verschwinden, nerven im Alltag. Wichtig ist der Härtegrad der Matratze: Das Kind sollte nicht tiefer als maximal drei Zentimeter einsinken. Die Matratze sollte zudem atmungsaktiv sein, denn so wird verhindert, dass sich Schimmel bildet.

All die Dinge wie Nestchen, Betthimmel oder Kuscheltiere sind zwar für Mama hübsch anzusehen, aber ein Baby braucht es eigentlich nicht und viele Hebammen raten sogar komplett davon ab. Daher macht es Euch doch lieber mit hübscher Wanddeko oder einem niedlichem Mobile schön.

Verschnaufpause

Neben dem praktischen Wickelplatz braucht Ihr auch im Babyzimmer einen Platz zum Sitzen. Ob zum Stillen, zur Beruhigung des Babys oder einfach nur zum Kuscheln. Beim Babyzimmer einrichten hilft ein bequemer Sessel einem durch so manche durchwachte Nacht. Zusammen mit einem bequemen Stillkissen ist er für die Mama einfach eine Entlastung.

Süße Accessoires für unsere kleinen Helden:

Platz da!

Fängt das Baby an zu krabbeln oder über den Boden zu robben, sollte der Boden und alles, was die kleinen Hände erreichen können mit anderen Augen betrachtet werden: Es kann nämlich potenziell im Mund landen. Pflanzenerde, Granulat und Blätter von Zimmerpflanzen zum Beispiel.

Möbel, die mitwachsen

Es ist am Anfang kaum vorstellbar, doch Babys wachsen rasant und machen enorme Entwicklungssprünge. Deshalb ist es klug, bei der Anschaffung von Kindermobiliar gleich von Beginn an auf Flexibilität zu achten. Betten, die in der Höhe verstellbar sind und deren Gitter später gegen eine einfache seitliche Begrenzung getauscht werden können oder Schränke, die anbaubar sind, bewähren sich.

Dem wechselnden Geschmack kann das Mobiliar mit ein wenig DIY-Geschick angepasst werden.

Das Babyzimmer gestalten: Deko und Style von Anfang an

Okay, die praktischen Dinge haben wir jetzt durch. Aber was wäre das Leben ohne Stil und Deko? Eben. Was also gibt es für Trends im Gestalten vom Babyzimmer? Da wären: Farben – aber keine zu intensiven – es gibt einen Unterschied zwischen farbenfroh und grellen Tönen, die das Kind erschrecken können.

Wandsticker und Tapeten-Bordüren mit Tier- oder Naturmotiven sind derzeit schwer angesagt. Vorteil: Sie lassen sich realtiv leicht wieder entfernen und machen ein Tapetenwechsel im wahrsten Sinne des Wortes leicht. Die Differenzierung über die Farbgestaltung von Jungen- und Mädchenzimmer nimmt allgemein ab.

Es wird mehr über Dekoration und Textilien differenziert. Achtet bei Stoffen, die im direkten Kontakt mit dem Baby sind, auf die Qualität. Beim Himmel, er kann ja über dem Bett schon ganz hübsch sein, solltet Ihr auf leichte, transparente Stoffe setzen. Er soll lediglich einen Blendschutz bieten. Zu schwere Stoffe schränken die Luftzirkulation ein.

Checkliste Babyzimmer

Ihr seht: Ihr könnt Euch entspannen. Babys benötigen weniger, als man denkt. Wir haben hier in einer Liste zum Abhaken noch einmal für Euch zusammengefasst, was tatsächlich nötig ist für die Einrichtung des ersten Babyzimmers.

  • Stubenwagen, Wiege (nur bis zum dritten Monat) oder Kinderbett
  • Matratze (nicht zu weich)
  • Wasserdichter Matratzenschoner oder Betteinlage
  • Drei Bettlaken
  • Bettdecke plus drei Bettbezüge oder Schlafsack (Körperlänge des Kindes minus Kopflänge plus 10 bis max. 15 cm)
  • Mückennetz
  • Wickelkommode mit Auflage (sie sollte Ihnen bis zum Bauchnabel reichen)
  • Wärmelampe
  • Windeleimer
  • Babybadewanne oder -eimer
  • Babywaage (auch in Apotheken ausleihbar)
  • Sinnvolle Accessoires
  • Spieluhr
  • Waschbare Stofftiere (mit aufgestickten Augen/Nase)
  • Greifringe aus Plastik oder Holz
  • Mobile
  • Kuscheldecke
  • Sterilisator für Milchfläschchen

Hier findet Ihr niedliches Spielzeug für Babys:

Worauf Ihr getrost verzichten könnt

Kopfkissen: Babys und Kleinkinder brauchen kein Kopfkissen. Im ersten Lebensjahr sollten Sie aus orthopädischen Gründen ganz darauf verzichten. Eine gefaltete Mullbinde unter dem Kopf fängt den Speichel des Kindes auf.

Babyfell: Babyfelle sind mittlerweile umstritten und wurden im Zusammenhang mit dem plötzlichen Kindstod kritisch betrachtet. Deswegen sollten Sie, wenn überhaupt, nur im Kinderwagen oder als Kuschelunterlage auf dem Boden verwendet werden. Lieber nicht im Babybettchen.

Wipper: Orthopäden raten von Babywippern ab. Da das Baby sich darin selbst nicht viel bewegen kann, werden wichtige Muskelgruppen nicht trainiert. Das kann zu Haltungsschäden führen.

Babykostwärmer: Im Wasserbad geht’s genauso gut.

Babyhopser oder Laufhilfen: Orthopäden raten davon ab. Das Baby hopst damit nur auf den Zehenspitzen. So lernen die Kleinen nicht das richtige Abrollen der kompletten Fußsohle, was Fehlhaltungen begünstigen kann. Wenn die Großeltern etwas zur Bewegungsförderung schenken möchten, sollte es lieber ein Bobby-Car sein.