Arbeitszimmer

Arbeitszimmer einrichten nach Feng Shui: So geht‘s

Lass das Chi fließen! In keinem anderen Raum sind Konzentration und Ruhe so wichtig wie im Arbeitszimmer. Auch, wenn Feng Shui Neuland für dich ist: Im Grunde geht es doch einfach darum, eine Umgebung zu schaffen, in der du dich gern an den Schreibtisch setzt und produktiv bist. Die Grundregeln des Feng Shui helfen dir dabei: Wir erklären dir, wie du dein Arbeitszimmer nach der fernöstlichen Harmonielehre einrichtest.

1. Darum geht’s beim Einrichten nach Feng Shui

Feng Shui ist eine chinesische Lehre, die seit rund 3.500 Jahren praktiziert wird. Im Mittelpunkt steht die Lebensenergie, das „Chi“. Es wird von den zwei Elementen Wind (chin. „feng“) und Wasser („shui“) gelenkt und verstärkt. Feng Shui lässt sich auf alle Lebensbereiche anwenden. Bei der Wohnungseinrichtung geht es vor allem darum, das Chi ungehindert durch die Räume fließen zu lassen, um ein Gefühl von Ausgeglichenheit und Harmonie zu schaffen. Das erreichst du zum Beispiel durch die Anordnung von Möbeln und Deko und durch die Gestaltung einzelner Raumzonen.

So lässt du das Chi im Arbeitszimmer fließen

Es gibt mehrere Einrichtungselemente, mit denen du das Chi in deinem Arbeitszimmer verstärken kannst. Neben den verwendeten Materialien spielen auch die Form von Möbeln und Accessoires sowie die Licht- und Farbgestaltung des Raumes eine Rolle. Nicht zuletzt haben Pflanzen eine große Bedeutung im Feng Shui: Am Fenster positioniert, erhalten sie das Chi und fördern Konzentration und Produktivität.

Das Arbeitszimmer: aktiver Bereich nach der Lehre des Feng Shui

Nach der Harmonielehre kommt jedem Raum in deiner Wohnung eine bestimmte Bedeutung zu – ähnlich einem Körper, bei dem jeder Körperteil seine Aufgabe erfüllt. Das Arbeitszimmer ist ein produktiver, aktiver Bereich, daher sollte es nach Möglichkeit von den Ruhezonen deiner Wohnung abgetrennt sein.

2. Feng Shui im Arbeitszimmer: Die Grundregeln

Lage des Arbeitszimmers

Seien wir ehrlich: In den meisten Fällen kannst du dir die Lage deines Arbeitszimmers nicht unbedingt aussuchen. Der Arbeitsplatz wird dort eigerichtet, wo noch ein Zimmer frei ist. Wenn du aber doch die Wahl hast, empfiehlt sich als Arbeitszimmer ein Raum, der nach Osten oder Südosten ausgerichtet ist. Diese Richtung verstärkt Kreativität und Kommunikation. Westräume dagegen fördern strategisches Denken und Durchsetzungskraft.

Klar und aufgeräumt

Dass es sich an einem aufgeräumten Schreibtisch besser arbeiten lässt, ist nichts Neues. Nach den Regeln des Feng Shui solltest du aber auch offene Regalfächer nach Möglichkeit vermeiden. Zum einen wirkt der Raum viel klarer, wenn Akten, Bücher und Papierkram hinter geschlossenen Türen „versteckt“ sind. Zum anderen wirken horizontale Regelbretter wie eine Grenze im Raum, die den Energiefluss durchtrennt. Grundsätzlich solltest du potenzielle Ablenkung durch Kleinkram vermeiden; du kannst zum Beispiel Kabelgewirr hinter dem Schreibtisch verstecken und Unterlagen in einer Ablage sammeln.

Optimale Lichtverhältnisse schaffen

Im Idealfall fällt viel natürliches Licht in dein Arbeitszimmer: Das lässt nicht nur das Chi besser fließen, sondern tut auch Augen, Stimmung und Konzentration gut. Die Beleuchtung sollte ausreichend und möglichst abwechslungsreich sein. Sehr harmonisch wirkt eine Grundbeleuchtung mit Tageslicht-Lampen (5400 Kelvin und größer), die durch warmweiße Lichtquellen ergänzt wird. Das können eine Schreibtischlampe, eine Tischleuchte auf der Fensterbank oder eine Stehlampe sein. Die verschiedenen Lichtzonen lassen den Raum ausgewogen und freundlich erscheinen.

Zimmerpflanzen und Deko gezielt einsetzen

Für die Deko im Arbeitszimmer gilt: nicht zu viel und mit Bedacht auswählen. Deko-Objekte mit scharfen Kanten oder Spitzen solltest du ebenso vermeiden wie grellbunte Bilder oder Ansammlungen kleiner Deko-Figuren. Wähle einzelne Stücke mit organischen Formen, um sie auf unterschiedlichen Höhen zu positionieren, etwa auf dem Boden und der Fensterbank. Für die Wände wählst du am besten ein oder zwei großformatige Bilder mit ruhigen Motiven. Grün- und Blautöne bieten sich besonders an, da diese Farben die Kreativität fördern. Pflanzen positionierst du am besten vor dem Fenster oder auf dem Boden – auf dem Schreibtisch wirken sie zu unruhig.

3. Die richtige Position für den Schreibtisch finden

Der Schreibtisch ist das Zentrum des Arbeitszimmers – auch in räumlicher Hinsicht. Statt an der Wand solltest du den Schreibtisch im Raum positionieren, um die Raummitte zu betonen und seine Energie zu zentrieren. Ideal ist dafür ein Schreibtisch mit einer massiven Holzplatte, die möglichst frei bleiben sollte. Auch mit weiteren Möbeln gehst du am besten sparsam um: Ein guter Schreibtischstuhl, ein Schrank oder ein Sideboard – mehr braucht es zum Arbeiten eigentlich nicht.

Mit dem Rücken zur Wand

Unseren Rücken zu schützen, ist ein natürlicher Instinkt – offene Räume oder Bewegungen, die wir nicht sehen können, irritieren uns und stören die Konzentration. Daher sollte der Schreibtisch im Arbeitszimmer so ausgerichtet sein, dass du mit dem Rücken zur Wand sitzt. Falls sich Schränke oder Regale an dieser Wand befinden, sollten sie geschlossene Fronten haben.

Am besten seitlich zum Fenster

Auch, wenn an einer schönen Aussicht normalerweise nichts auszusetzen ist: Im Arbeitszimmer sollte der Schreibtisch möglichst nicht auf die Fensterfront ausgerichtet sein. Durch die Fensteröffnung wird der Energiefluss abgelenkt und das frontale Tageslicht stört die Konzentration. Besser: Den Schreibtisch so stellen, dass das natürliche Licht seitlich auf die Schreibtischplatte fällt – bei Rechtshändern von links, bei Linkshändern von rechts.

Schreibtische und Büromöbel für dein Feng-Shui-Arbeitszimmer: