Wandgestaltung

6 typische Fehler beim Gardinenaufhängen

Das Wohnzimmer ist fertig eingerichtet, aber etwas fehlt noch – ah, die Gardinen. Also los: Gardinenstange anbringen, Vorhänge dran, fertig. Sieht irgendwie komisch aus? Dann hast du vielleicht etwas falsch gemacht. Wir enttarnen die häufigsten Fehler beim Gardinenaufhängen und zeigen dir, wie es richtig geht.

1. Gardinenstange genauso breit wie das Fenster wählen

Grafik mit zu kurzer Gardinenstange und der richtigen Breite

Maßarbeit: Deine Gardinenstange ist exakt so breit wie das Fenster. Nur scheint jetzt leider kaum Licht in den Raum, auch wenn die Vorhänge aufgezogen sind – und das Ganze wirkt irgendwie unproportional.

Lieber so: Achte bei der Länge der Gardinenstange auf einen Überstand pro Fensterseite von ca. 10-15 cm. So hat der Vorhangstoff genug Platz, um das Fenster zu „rahmen“ – und das Tageslicht macht deinen Raum hell und freundlich.

Gardinen in sanften Naturtönen:

2. Vorhänge zu kurz wählen

Grafik mit zu kurzer und richtiger Gardinenlänge

Die kurzen Vorhänge waren im Angebot. Also hängt dein Gardinenschal jetzt mittig zwischen Fensterbank und Boden – und wirkt irgendwie verloren.

Lieber so: Bodenlange Vorhänge sehen am schönsten aus, wenn der Saum 1–2 cm über dem Boden endet. Kurzgardinen schließen etwa 5-10 cm unterhalb des Fensterrahmens ab. Einige Gardinen laufen beim Waschen ein – achte auf die Herstellerangaben oder berechne beim Kürzen ein paar Zentimeter extra ein.

Gardinen mit romantischen Blumenmustern:

3. Vorhänge nicht breit genug

Grafik mit zu schmalen Vorhängen und richtiger Breite

Im Einrichtungshaus sahen die Gardinen mit ihrem eleganten Faltenwurf richtig toll aus. Vor dem Fenster zuhause muss du sie glattziehen, damit sie das Fenster ganz bedecken – gemütlich geht anders.

Lieber so: Als Faustregel für geschlossene Gardinen gilt: Der Gardinenstoff sollte 1,5-2,5 Mal so breit wie das Fenster sein. Je dicker der Stoff und je größer der gewünschte Faltenwurf, desto mehr Breite brauchst du.

4. Gardinenstange direkt über dem Fensterrahmen aufhängen

Grafik mit zu niedriger und richtiger Gardinenstangenhöhe

Auf der Leiter balancierend, mit der Gardinenstange in der einen und dem Bleistift zum Anzeichnen in der anderen Hand, ist es gar nicht so leicht, die richtige Position für die Gardinenstange zu finden. Und dann hängt sie direkt über dem Fensterrahmen – und der Raum wirkt kleiner als vorher.

Lieber so: Bringe die Vorhangstange mindestens 10 cm über dem Fensterrahmen an. Eine Stange 20-30 cm über dem Fenster lässt den Raum großzügig wirken – kleiner als 10 cm sollte der Abstand zu Decke aber nicht sein.

Ausrufezeichen
Gardinenstangen am besten zu zweit anbringen. Wenn dein Helfer die Stange anhält, kannst du aus der Entfernung die richtige Höhe ermitteln.

5. Gardinen mit Stoffschlaufen statt Ösen

Silberne Gardinenstange mit schlichtem Endstück und schwarz-weißem Vorhang mit Retromuster

Du hast einen schönen Dekoschal mit Stoffschlaufen gekauft – nur beim Auf- und Zuziehen verheddern sich ständig die Schlaufen.

Besser so: Gardinen mit Stoffschlaufen eignen sich gut für rein dekorative Zwecke an den Seiten des Fensters. Wenn du Gardinen regelmäßig auf- und zuziehst, nimm lieber Gardinen mit Metallösen oder Haken – hier verheddert sich nichts.

6. Gardinenstoff zu transparent oder zu dicht wählen

Helles Schlafzimmer im Skandi-Stil mit Holzbett und Deko

Transparente Vorhänge machen dein Schlafzimmer luftig und hell – ein bisschen zu hell, um gut zu schlafen.

Lieber so: Wähle deine Gardinen passend zu ihrer Funktion: Im Schlafzimmer solltest du einen schweren Stoff mit hoher Webdichte oder Dim-out-Qualität wählen. Stoffe mit Dim-out-Qualität sind lichtundurchlässig und blickdicht – und sorgen so für beste Schlafbedingungen. Im Wohn- oder Esszimmer reichen transparente Schals, die viel Tageslicht hineinlassen.