Yoga: Mehr als ein Trend

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Stress bei der Arbeit, am Woch­enende vom Brunch-Date zum Geburt­stag und dazwis­chen noch mal schnell für die Woche einkaufen und den Haushalt schmeißen. Wir sind ständig in Action. Ab und zu schaf­fen wir es vielle­icht noch ins Fit­ness Stu­dio, aber auch dann kön­nen wir nur schw­er abschal­ten.

Euch kommt das bekan­nt vor? Dann geht es euch wie vie­len anderen Men­schen, denen es schw­er fällt, zur Ruhe zu kom­men und sich ab und zu auf sich selb­st zu besin­nen. Dabei ist es ger­ade in unser­er schnel­llebi­gen Zeit so wichtig, dass wir uns auf das Wesentliche konzen­tri­eren, unseren Kör­p­er und unseren Geist in Ein­klang zu brin­gen.

Yoga hilft

Ent­standen ist Yoga aus der indis­chen Philoso­phie her­aus , die Yoga als Mit­tel zur Rückbesin­nung auf das eigene Bewusst­sein sieht. Dafür wer­den mehr oder weniger kraftaufreibende Übun­gen, Atemtech­niken und Med­i­ta­tion­stech­niken prak­tiziert. Die Tra­di­tion des Yogas liegt schon rund 3.500 Jahre zurück, es dauerte aber, bis sich der Weg nach Deutsch­land gebah­nt hat­te.

Erst in den 1930er Jahren öffnete in Berlin die erste Yogaschule, doch bis Yoga so bekan­nt wurde, wie es heute ist, verg­ing einige Zeit. Ein wahrer Boom wurde durch das soge­nan­nte Pow­er Yoga, auch Vinasaya, aus­gelöst – das Image ging weg vom Eso­ter­ischen und wurde durch einen sportlichen Aspekt ergänzt. Immer mehr Fit­ness Stu­dios boten von nun an Yoga an und auch die Zahl der Yoga Stu­dios stieg gewaltig.

Warum der Hype?

yoga gruppe

Es ist wis­senschaftlich erwiesen:

  • Yoga hebt die Stim­mung
  • lässt uns weniger schnell altern
  • bess­er schlafen
  • und ist – wenn es richtig prak­tiziert wird – außeror­dentlich gut für den Rück­en, was beson­ders für Men­schen, die im Job viel sitzen, hil­fre­ich ist. Auch bei Angst­störun­gen wird Yoga als Ther­a­pie einge­set­zt.

Aber Vor­sicht: Wer sich nicht richtig aufwärmt oder Übun­gen schlichtweg falsch aus­führt, kann Prob­leme bekom­men. Daher ist es ger­ade am Anfang wichtig, Yoga unter Auf­sicht von qual­i­fizierten Lehrern zu üben.

Anson­sten gilt aber: Jed­er kann Yoga machen, ganz unab­hängig von Gewicht, Größe und kör­per­lichen Ein­schränkun­gen. Ger­ade weil es so viele unter­schiedliche For­men des Yogas gibt, find­et sich für jeden die ide­ale Übungs­form.

Yoga kommt in unterschiedlichsten Gewändern

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Hatha Yoga

Hatha bedeutet so viel wie Kraft, Aus­dauer und genau darauf ist es auch aus­gelegt. Hatha-Yoga ist die im West­en wohl am weitesten ver­bre­it­ete Form: Kör­per­liche Übun­gen, die soge­nan­nten Asanas, wer­den in unter­schiedlich­er Rei­hen­folge aus­ge­führt und immer für einen län­geren Moment gehal­ten. Der Unter­schied zum Vinyasa Yoga ist, dass alle Asanas einzeln prak­tiziert wer­den.

Vinyasa Flow

Auch das Vinyasa Yoga ist sehr kör­per­be­tont und kann einen ganz schön ins Schwitzen brin­gen. Hier wer­den die einzel­nen Asanas so miteinan­der ver­bun­den, das man in einen „Flow“ kommt, die Übun­gen gehen also ineinan­der über.

Sowohl zum Hatha als auch zum Vinyasa Yoga gehören übri­gens auch ruhige Phasen, Med­i­ta­tion, Atemübun­gen und eine Schlussentspann­nung.

Ein Bewe­gungsablauf, der Euch im Yoga sehr häu­fig begeg­nen wird, ist der Son­nen­gruß, eine dynamis­che Abfolge aus ver­schiede­nen Asanas. Er wärmt den Kör­p­er gut auf und bringt den Kreis­lauf in Schwung:

Kundalini Yoga

Es gibt natür­lich auch Yoga For­men, die weniger sportlich und dafür spir­itueller sind, so zum Beispiel das Kun­dali­ni Yoga, bei dem es vor allem darum geht, die Energie, die in einem ruht, zu bün­deln und Erleuch­tung zu erfahren. Dafür wer­den beson­ders die unter­schiedlichen Chakren (die Energiezen­tren unseres Kör­pers) aktiviert. Zum Kun­dali­ni gehören inten­sive Atemübun­gen und das Sin­gen von Mantren, die den Energiefluss unter­stützen sollen.

yoga entspannung

Bikram Yoga

Bikram Yoga oder auch Hot Yoga ist eine Form des Yogas, bei der Asanas unter beson­deren Bedin­gun­gen prak­tiziert wer­den: näm­lich bei rund 35-40 Grad, ihr kommt also ordentlich ins Schwitzen. Die Wärme ist super für die Muskeln und Sehnen, durch das Schwitzen kann der Kör­p­er ent­giften – wer allerd­ings unter Kreis­lauf­prob­le­men lei­det, sollte es beim Bikram Yoga langsam ange­hen lassen.

Generell gilt: Jed­er muss für sich selb­st her­aus­find­en, welche Form des Yogas am besten zu ihm passt, zumal zum Beispiel ein Hatha-Yoga-Kurs in einem Stu­dio ganz anders ausse­hen kann, als in einem anderen. Pro­biert ein­fach mal unter­schiedliche Stu­dios und Stunden aus, um „euer Yoga“ zu find­en, schließlich hat auch jed­er Lehrer seine eige­nen Prak­tiken. Und wer ein­mal seinen „per­fek­ten Lehrer“ gefun­den hat, der beibt auch dabei.

Yoga in den Alltag integrieren

yoga_draussen

Yoga ist für viele Men­schen nicht ein­fach nur eine sportliche Betä­ti­gung, son­dern ein Lifestyle. Das bedeutet, dass sie nicht nur auf eine aus­ge­wo­gene Beziehung von Kör­p­er und Geist acht­en, son­dern auch auf einen ganzheitlich nach­halti­gen Lebensstil, also auf eine aus­ge­wo­gene Ernährung, ein geschärftes Umwelt­be­wusst­sein und einen liebevollen Umgang mit seinen Mit­men­schen.

Doch das Bild vom „Hippie-Yogi“ ist zum Glück längst ver­al­tet – wer sich in einem Yoga-Studio umschaut, find­et hier die unter­schiedlich­sten Typen, denn Yoga ist inzwis­chen in alle gesellschaftlichen Schicht­en vorge­drun­gen. Und ja, es gibt auch Män­ner, die Yoga machen – sog­ar ganz schön viele!

Immer beliebter wer­den übri­gens auch Yoga-Reisen, die es in den ver­schieden­sten Vari­anten gibt: Vom Retreat auf  Bali bis zum Yoga-Kurztrip an die Nord­see oder ein­er Kom­bi­na­tion aus Yoga und Sur­fen – das Ange­bot ist groß und ver­spricht einen Urlaub, der einen wun­der­bar aus dem All­t­ag her­aus holt.

 

Yogis, die inspirieren

Auch in den sozialen Net­zw­erken ist Yoga ein richtiger Trend gewor­den. Ger­ade auf Insta­gram zeigen die Yogis gerne, was sie kön­nen – und ern­ten unseren vollen Respekt. Beim Anblick der Bilder glaubt man zwar manch­mal nicht, dass man selb­st je solch kom­plizierte Fig­uren aus­führen kann, aber vergesst nicht: Yoga ist vor allem Übungssache.

Je öfter ihr trainiert, desto weich­er und flex­i­bler wird euer Kör­p­er. Und beim Yoga geht es schließlich nicht darum, der Beste zu sein, son­dern darum, den richti­gen Weg für sich selb­st zu find­en. Über­fordert Euch nicht, atmet tief durch und genießt es, Kör­p­er und Geist in Ein­klang zu brin­gen.

So, hier aber nun meine Lieblings-Yogis:

Yoga Girl Rachel Bra­then lebt einen Lifestyle, der uns nei­disch macht: am Beach, in der Sonne und mit ihren über-niedlichen Ziegen. Wir guck­en ihr trotz­dem gerne zu.

Bei Beach Yoga Girl Ker­ri Ver­na ist der Name eigentlich Pro­gramm, sie zeigt aber auch, wie wun­der­bar man Yoga ÜBERALL im All­t­ag prak­tizieren kann.

 

Neue Yoga Trends zeigt uns das Yoga Jour­nal: zum Beispiel Yoga auf dem SUP Board, das einen beson­ders guten Gle­ichgewichtssinn erfordert.

Christi­na von Hap­py Mind Mag hat uns gezeigt, dass Yoga auch in der Schwanger­schaft super ist.

 

Hüb­schen Jungs beim Üben zuguck­en? Kann man machen – die Boys of Yoga beweisen, dass auch Män­nern Yoga richtig gut tut.

So, habt ihr jet­zt nicht auch richtig Lust auf eine Runde Yoga? Dann holt die Mat­te raus, schal­tet den Kopf aus und legt los!

6 Achtsamkeitsübungen für den Alltag

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Am Montag habt ihr ja schon meine Schwester Sabine Herrmann kennengelernt und sie hat uns erzählt, was es eigentlich bedeutet, ein achtsames Leben zu führen. Nun habe ich sie gebeten, mir und den re:BLOG-Lesern und -Leserinnen ein paar Achtsamkeitsübungen zu verraten, die sie in ihrem Beruf als Heilpraktikerin für Psychotherapie selbst anwendet und ihren Patienten mitgibt. Die Übungen sind super, um sie ganz einfach in unseren Alltag zu integrieren. Du kannst die Liste auch ausdrucken, so dass Du sie jederzeit griffbereit hast, wenn dir nach etwas mehr Achtsamkeit ist

6 Übungen für den Alltag

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Ich bin Henrietta und ich bin Nachhaltigkeits-Anfängerin. Nicht, dass ich früher Müll in die Natur geschmissen hätte, stundenlang mit dem Auto um den Block gefahren wäre oder kiloweise Billigfleisch gegessen...

Zum Autor

Geli
Dienstag, 20. Dezember 2016, 9:47 Uhr

Hal­lo, ich finde den Artikel sehr inter­es­sant und infor­ma­tiv. Bish­er traute ich mich noch nicht Yoga auszupro­bieren, habe jedoch immer wieder darü­ber nachgedacht. Suche die ganze Zeit schon eine Alter­na­tive zum Sport und Erhol­ung vom Alt­agsstress. Vie­len Dank, Grüße Ange­li­ka

    reblog2
    Dienstag, 20. Dezember 2016, 11:23 Uhr

    Liebe Ange­li­ka,
    vie­len dank für dein pos­i­tives Feed­back! Wir wün­schen dir einen guten Start mit Yoga 🙂
    Liebe Grüße vom re:BLOG-Team

Donnerstag, 18. August 2016, 14:06 Uhr

Wir sind inzwis­chen große Vinyasa Yoga-Fans. Die Mis­chung aus Entspan­nung und kör­per­liche Anstren­gung tut nach lan­gen Tagen am Schreibtisch total gut.