Nachhaltig leben: Verzichte ab jetzt auf diese Alltagsprodukte!

| von 
„Lerne aus der Ver­gan­gen­heit, Träume von der Zukun­ft und lebe im Hier und Jet­zt.”
Albert Ein­stein

In unser­er sich schnell verän­dern­den Welt fällt es nicht leicht, die Worte Albert Ein­steins stets im Kopf zu behal­ten. Alarmierende Bilder des Kli­mawan­dels, die Abholzung von Regen­wäldern und die grausame Massen­tier­hal­tung schock­ieren uns für einen Moment, im All­t­ag aber vergessen wir lei­der zu oft, welche Kon­se­quen­zen unser Han­deln hat.

Alltag Mehr Nachhaltigkeit

Streiche ab jetzt diese Alltagsprodukte für ein nachhaltigeres Leben:

Nahrungsmittel

1. Fleisch und Fisch aus dem konventionellen Handel

Fischtheke

Fleisch und Fisch aus dem Super­markt erfüllen keine ökol­o­gis­chen Nach­haltigkeit­skri­te­rien und kön­nen somit weg. Weniger kon­sum­ieren aber dafür bess­er – so lautet die Devise bei tierischen Pro­duk­ten.

2. Nicht-saisonale und nicht-regionale Lebensmittel

Gemüse ist gut und sollte die Basis der Ernährung sein. Wichtig ist, dass das Gemüse nicht extra aus dem Aus­land beschafft wer­den muss und ohne kün­stliche Wärmezu­fuhr im Frei­land wächst. Am besten druckst du dir einen Saisonkalen­der für Gemüse und Obst aus und hängst diesen neben den Kühlschrank.

3. Lebensmittel ohne Bio-Siegel

Bio Siege Nahrungsmittel

Nur Nahrungsmit­tel aus ökol­o­gis­ch­er Land­wirtschaft sind nach­haltig. Daher beim Einkauf immer auf das Bio-Siegel acht­en.

4. Einwegflaschen

Plas­tik­flaschen müssen ver­ban­nt wer­den! Wie bere­its in diesem Artikel erläutert, hat deutsches Leitungswass­er eine sehr gute Qual­ität und macht Ein­wegflaschen über­flüs­sig.

5. Konservendosen

Konserven Dosen

Dosen sind meist mit einem Harz beschichtet, das hor­monähn­liche Schad­stoffe in die Nahrung trans­portieren kann. Frische, tiefge­frorene oder getrock­nete Lebens­mit­tel sind die Alter­na­tive zu Dosenkon­ser­ven.

Haushalt und Konsum

1. Herkömmliches Waschmittel

Waschmittel

Die meis­ten im Waschmit­tel enthal­te­nen Stoffe sind biol­o­gisch nicht abbaubar und ver­schmutzen unsere Umwelt. Dazu kommt, dass beim Waschen Unmen­gen an Wass­er und Energie ver­braucht wer­den. Deshalb soll­test du darauf acht­en, dass die Trom­mel kom­plett voll ist und einen Öko- oder Spar-Waschgang ver­wen­den. Mit Maries Anleitung kannst du dazu noch dein eigenes Kastanien-Waschmittel her­stellen.

2. Weichspüler

Weich­spüler enthal­ten umweltschädliche Ten­side, die in der Entsorgung viel Wass­er und Strom fressen. Als Gegen­mod­ell dient ein Schuss Essig in der Wäsche. Das macht die Wäsche fast genau­so weich, wie ein chemis­ch­er Weich­spüler.

3. Haarfärbemittel

Haarfarbe Nachhaltig

Dauer­haftes Haare­fär­ben ist für Gesund­heit und Umwelt sehr schädlich. Färbe­mit­tel von Naturkos­metik­fir­men sind eine Alter­na­tive, aber vielle­icht reicht es auch, dein Haar mit Kamil­len­tee oder Zitro­nen­saft san­ft aufzuhellen.

4. Lufterfrischer und Reinigungsmittel

WC-Steine und andere Reini­gungsmit­tel enthal­ten viele syn­thetis­che Stoffe, die die Umwelt und unsere Gesund­heit belas­ten.

Fol­gende Alter­na­tiv­en sind umwelt­fre­undlich­er und kostengün­stiger:

  • Back­pul­ver als WC-Reiniger ver­wen­den
  • Essig als Haushalt­sreiniger
  • Natron ist ein pri­ma Ble­ich­mit­tel, um Geschirrtüch­er wieder sauber zu bekom­men
  • Olivenöl poliert jeden Tisch
  • Mit dem Sauberkas­ten kannst du dein eigenes Reini­gungsmit­tel her­stellen

5. Baby Nuckelflaschen aus Kunststoff

Nuckelflasche Kunststoff

Wie auch bei Kon­ser­ven­dosen, kann aus Plas­tik der Schad­stoff Bisphe­nol A in die Milch überge­hen und dadurch vom Baby aufgenom­men wer­den. Als Alter­na­tive dienen Nuck­elflaschen aus Glas oder ein­fach Stillen.

6. Glühbirnen

Glüh­bir­nen sind echte Strom­fress­er, denn sie wan­deln Energie in Wärme anstatt in Licht um. Energies­par­lam­p­en ver­brauchen sehr viel weniger Strom und soll­ten daher einge­set­zt wer­den.

7. Silvester-Kracher

Feuerwerkskoerper Nachhaltigkeit

Die Far­ben­pracht des Feuer­w­erks ist zwar schön anzuse­hen, allerd­ings sind Silvester-Böller alles andere als nach­haltig. Die in den Krachern enthal­te­nen Schw­er­met­alle und PVC ver­schmutzen die Luft und und unsere Gesund­heit. Deshalb lieber auf jegliche Art von Krachern verzicht­en.

8. Konventioneller Strom

Mit­tler­weile bieten nicht nur kleine Energie­un­ternehmen, son­dern auch große Stromkonz­erne Ökostrom an. Dieser wird aus Wind-, Wasser- oder Sonnenen­ergie gewon­nen und ist damit nach­haltig. Um sich­er zu gehen, dass der Anbi­eter auch in den Aus­bau der Ökostro­man­la­gen investiert, unbe­d­ingt auf die Ökostrom-Zertifizierung acht­en.

9. Pappbecher

Einwegbecher Nachhaltigkeit

Der Kaf­fee auf die Hand ist prak­tisch, im Papp­bech­er aber die pure Umweltver­schmutzung. Dabei sind viele Coffee-Shops bere­it, den Cap­puc­ci­no to go in einen mit­ge­bracht­en Bech­er zu füllen.

10. Papierberge

Ver­mei­de es, E-Mails, To Do-Listen oder Tick­ets zu druck­en und nutze stattdessen Apps auf dem Smart­phone, die deinen Papierkram online ver­wal­ten. Any-do ist eine App, die To Do-Liste, Ter­minkalen­der, Tage­s­plan­er und Leben­sor­ga­niz­er in einem ist. Mit Tablets kannst du auch die Tageszeitung oder Zeitschriften online lesen.

11. Toilettenpapier aus Frischzellstoff

Erset­ze kur­zlebige Pro­duk­te wie Taschen­tüch­er oder Toi­let­ten­pa­pi­er durch Recy­cling­pa­pi­er. Auch Schreib­hefte, Notizbüch­er, Kopier­pa­pi­er und Brief­pa­pi­er gibt es in recycel­ter Vari­ante und erset­zen so Frischfaser­pro­duk­te.

12. Kosmetik aus der Drogerie

Konventionelles Makeup Kosmetik Produkte

In vie­len herkömm­lichen Kos­metikpro­duk­ten ver­steck­en sich syn­thetis­che Duft­stoffe, Paraf­fine und Mikro­plas­tik, was schlecht für Men­sch, Tier und Umwelt ist. Am besten greif­st du zu Pro­duk­ten aus dem Bio­laden oder stellt deine eige­nen Cremes her.

13. Plastiktüten

Plas­tik­müll ist der Killer unser­er Zeit. Lass also die Fin­ger von Plas­tik­tüten und nimm immer einen Jute­beu­tel mit, sobald du das Haus ver­lässt.

14. Billig-produzierte Kleidung

Billig Klamotten

Es ist ger­adezu erschreck­end, wie die Fast-Fashion-Industrie uns weis­machen will, dass wir jede Sai­son eine kom­plett neue Garder­obe brauchen. Dabei gibt es bere­its so viel Klei­dung, dass über­haupt nichts mehr pro­duziert wer­den müsste. Wer sich den­noch etwas Neues kaufen will, sollte beim Kon­sum hin­ter­fra­gen: Wer hat meine Klei­dung wo und unter welchen Bedin­gun­gen pro­duziert? Fair-Fashion-Labels sind dabei eine echte Alter­na­tive, denn sie ver­wen­den auss­chließliche Bio-Baumwolle und Natur­fasern und acht­en auf sozial vertret­bare Pro­duk­tion­s­stan­dards. Anson­sten gibt es unzäh­lige Vintage-Läden, die Mode mit ein­er Geschichte verkaufen.

Reisen

1. Autos

Ein eigenes Auto braucht heutzu­tage kein­er mehr. In den Städten gibt es etliche Carsharing-Anbieter. Außer­dem sind die meis­ten Strecken­net­ze der öffentlichen Verkehrsmit­tel so gut aus­ge­baut, dass man mit Bus und Bahn über­all schnell hinkommt. Wer den­noch auf das eigene Auto nicht verzicht­en kann, sollte nicht alleine damit fahren, son­dern eine Mit­fahrgele­gen­heit anbi­eten.

2. Fernreisen streichen

Reisen Mit Dem Fluzeug

Fliegen ist eine große Umwelt­sünde und sollte so gut wie möglich ver­mieden wer­den. Wer aus beru­flichen Grün­den öfters reisen muss, kann seinen Flug über atmos­fair kom­pen­sieren und mit ein­er Spende Kli­maschutzpro­jek­te unter­stützen. Und es muss ja nicht immer die Reise nach Übersee sein, Deutsch­land hat auch viele schöne Eck­en.

Mit kleinen Schrit­ten kön­nen wir Großes bewirken, wenn wir gemein­sam an ein­er nach­haltigeren Zukun­ft arbeit­en.

Die besten Filme über Nachhaltigkeit

| von 
Filme und Dokumentationen können viel mehr sein als reines Entertainment: Sie helfen Probleme zu verdeutlichen, zu erklären und lassen uns hinter die Kulissen schauen. Sie können emotional berühren, wachrütteln und dafür sorgen, dass wir schwierige Themen und Zusammenhänge am Ende viel besser verstehen. Außerdem: Es gibt so viele Umweltprobleme, von denen wir noch nicht einmal wissen! Und die meisten sind so komplex, dass Filme eine gute Möglichkeit sind, um sie aufzudröseln und uns einen Denkanstoß zu geben. Wir haben eine Reihe an beeindruckenden Filmen und Dokumentationen zusammengestellt, die verschiedene, nachhaltige Themen beleuchten und – ganz wichtig – auch zum Handeln auffordern.…

Hallo, mein Name ist Michael, ich komme aus dem wunderschönen Bayern und arbeite als freier Journalist, Blogger und DJ. Am liebsten schreibe ich über Reisen, Kultur, Lifestyle, Musik und Mode,...

Zum Autor

Neffe
Donnerstag, 25. Oktober 2018, 8:10 Uhr

Das meiste davon set­ze ich schon seit Jahren um. Zumal jed­er der auch nur ein klein wenig Grips hat, prob­lem­los selb­st auf diese Dinge kom­men sollte. Auf 3 Dinge möchte ich aber den­noch näher einge­hen.

1. „Ein eigenes Auto braucht heutzu­tage kein­er mehr.“ Obwohl ich selb­st noch nie ein Auto besessen habe, klingt das in meinen Ohren ziem­lich anmaßend. Viele kön­nen aus beru­flichen und famil­iären Grün­den nicht auf´s Auto verzicht­en.

2. „Nur Nahrungsmit­tel aus ökol­o­gis­ch­er Land­wirtschaft sind nach­haltig. Daher beim Einkauf immer auf das Bio-Siegel acht­en.“

Stimmt so nicht ganz. Bio ist näm­lich nicht gle­ich Bio. Das bet­rifft vor allem Bio-Produkte aus dem Super­markt. Diese sind kaum bess­er als kon­ven­tioneller Kram. Und „echte“ Bio-Produkte von Deme­ter, Natur- oder Bioland kann sich unsere­ins als Min­destlöh­n­er oder ein durch­schnit­tlich­er Nor­malver­di­ener auf Dauer nicht leis­ten.

3. Fair-Fashion-Labels sind dabei eine echte Alter­na­tive

Aber nur für Leute die über­durch­schnit­tlich gut ver­di­enen. Einen Pul­li für 149,00 Euro kann sich näm­lich nicht jed­er leis­ten.

Und einen ganz wichti­gen Tip habt ihr übri­gens vergessen: keine Kinder zeu­gen!

Gruß
Neffe

Hendrik
Dienstag, 16. Oktober 2018, 16:56 Uhr

Auto: Wie komme ich zur Arbeit bei unregelmäs­siger Tätigkeit ???
Eigenes Auto muss sein für viele Men­schen, aber nicht jed­er Weg muss mit dem Auto sein.
10. Papier­berge? Das meiste Papi­er wird kom­merziell ver­schwen­det. Liefer­scheine Fracht­briefe Zoll­doku­mente. Und das in x fach­er Aus­führung. Hat der Nor­mal­bürg­er keinen Ein­fluss drauf.

Manu
Montag, 1. Oktober 2018, 0:24 Uhr

Eine nette Utopie! Auf das Auto verzicht­en ? Dann komme ich nicht zur Arbeit dank schlechtem öffentlichen Nahverkehrs. Bio-Nahrung? Unbezahlbar bei meinem Ver­di­enst! Keine Fer­n­reisen? Kreuz­fahrten haben wohl auch keine gute Öko-Bilanz. Faire Klam­ot­ten? Viel zu teuer für Nor­malver­di­ener! Strom-Großverbraucher soll­ten erst mal zur Kasse gebeten wer­den. LKW von der Straße, Atom­kraft weg und Braunkohle auch. Alter­na­tive Energien fördern!

    Jana
    Dienstag, 2. Oktober 2018, 15:07 Uhr

    Hey Manu, natür­lich ist es nicht für jeden möglich. Ein Denkanstoß ist es doch trotz­dem, oder? Und jed­er noch so kleine Schritt in Rich­tung Nach­haltigkeit ist ja auch ein Schritt in die richtige Rich­tung 🙂 Ganz liebe Grüße!