Glas einfrieren: Plastikfrei Lebensmittel aufbewahren

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Plas­tik­frei ist nicht nur gesün­der, son­dern schont auch Ressourcen und die Umwelt. Wir zeigen dir, wie du Lebens­mit­tel im Glas ein­frieren kannst und was es dabei zu beacht­en gilt.

Kraeuter im Glas einfrieren

Üblicher­weise frieren wir übrig gebliebene Lebens­mit­tel in Gefrier­beuteln oder Plas­tik­dosen ein. Eine gute Möglichkeit, Essen länger halt­bar zu machen, Vor­räte anzule­gen und Reste nicht ein­fach wegzuschmeißen. Ein­frieren ist also nach­haltig, allerd­ings gilt das nicht für Plas­tik. Kun­st­stoffe wer­den meist auf Basis von Erdöl pro­duziert und sind nicht abbaubar. Außer­dem belas­ten wir unsere Umwelt immer stärk­er mit Mikro­plas­tik. Im Glas ein­frieren ist deshalb eine umweltscho­nende und gute Alternative.

Warum Gläser einfrieren?

Weck Glas einfrieren ohne Platzen

Erdöl ist die Basis viel­er Kun­st­stoffe und ein­er der Gründe, warum sie so prob­lema­tisch sind. Denn Erdöl ist nicht nur eine schwindende Ressource, der wirtschaftliche Kampf um das „schwarze Gold“ führt auch zu mas­siv­er Umweltver­schmutzung, Ver­nich­tung von Leben­sräu­men und zu Kriegen. Drei gute Gründe, um auf Plas­tik zu verzicht­en. Wenn du mehr über diesen Rohstoff erfahren willst, schau doch ein­fach in unseren großen Rat­ge­ber zum The­ma „Was ist Erdöl“ rein. Erdöl ist allerd­ings nicht der einzige Grund, um auf Alter­na­tiv­en zu Plas­tik zurück­zu­greifen. Plas­tik belastet die Umwelt bere­its während sein­er Her­stel­lung, denn bei der Pro­duk­tion gelan­gen beden­kliche Stoffe ins Abwass­er und in die Luft.

Außer­dem lässt es sich nur schw­er entsor­gen, denn es kann biol­o­gisch nicht abge­baut wer­den. Es ver­schmutzt also unsere Umwelt und gelangt in Form von Mikro­plas­tik in unsere Lebens­mit­tel, ins Grund­wass­er und let­z­tendlich auch in unseren Organ­is­mus. Welche Fol­gen das hat, lässt sich nur schw­er ein­schätzen. Wis­senschaftler forschen noch an den Langzeit­fol­gen, stellen aber schon jet­zt die Hypothese auf, dass Mikro­plas­tik z. B. die Entste­hung von Krebs begün­sti­gen kann. Weit­ere Infor­ma­tio­nen zu diesem The­ma bekommst du in unserem Beitrag „Mikro­plas­tik: Die unsicht­bare Gefahr“. Wenn du Lebens­mit­tel im Glas ein­frierst, ver­mei­dest du den Kon­takt mit Plas­tik und das ist defin­i­tiv gesünder.

Glasbehälter einfrieren: Dos und Don’ts

Glaeser einfrieren ohne Platzen

Kann man Glas ein­frieren? Vielle­icht die erste Frage, die dir in den Sinn kommt. Die Antwort lautet: Ja! Allerd­ings soll­test du ein paar Dinge beacht­en, um zu ver­mei­den, dass die Glas­be­häl­ter platzen. Zunächst geht es natür­lich um das richtige Glas. Hier ist es rat­sam, dick­wandi­ge Schraubgläs­er oder auch Weck­gläs­er zu nehmen. Am besten recycelst du alte Marme­ladengläs­er oder auch Olivengläs­er, Bro­tauf­strichgläs­er etc. Alles mit einem möglichst großen Durchmess­er. Denn zum einen bekommst du die einge­frore­nen Lebens­mit­tel so ein­fach­er her­aus, zum anderen sind diese Gläs­er robuster als beispiel­sweise dünne Sen­fgläs­er. Ein­machgläs­er haben den Vorteil, dass sie so kon­stru­iert sind, dass sie die Span­nung durch extreme Tem­per­a­turen bess­er aushal­ten. Sie gehen also nur extrem sel­ten kaputt. Meist dann, wenn sie vorher bere­its einen kleinen Sprung haben. Was du son­st noch beacht­en musst, erfährst du in unseren Dos und Don’ts:

Dos Glas einfrieren:

  • Bak­te­rien ver­mei­den: Bevor du die Lebens­mit­tel ins Glas gib­st, soll­test du dieses heiß ausspülen und trock­nen. So ver­mei­dest du, dass Bak­te­rien und Keime mit einge­froren wer­den. Im Grunde ist dieser Vor­gang iden­tisch mit dem beim Einkochen mit Schraubgläsern. Hygiene spielt eine große Rolle, wenn es um die Halt­barkeit von Nahrungsmit­teln geht. Deshalb soll­test du beson­ders sorgfältig arbeiten.
  • Gefrier­brand ver­mei­den: Möcht­est du feste Lebens­mit­tel wie Kräuter, Beeren, Bohnen, Möhren, Blu­menkohl etc. ein­frieren, soll­test du sie zunächst gut waschen und abtrock­nen. Je weniger Feuchtigkeit im Glas ist, desto geringer das Risiko für Gefrier­brand. Tipp: Wenn du große Lebens­mit­tel vorher zerklein­erst, kannst du das Vol­u­men des Glases bess­er nutzen und hast weniger Hohlräume, in denen sich Feuchtigkeit und damit Eiskristalle sam­meln können.
  • Genug Platz für flüs­siges Gefriergut: Apfel­mus, Baby­brei, Soßen oder Sup­pen – auch Flüs­siges kannst du in Gläsern ein­frieren. Allerd­ings soll­test du darauf acht­en, dass du beim Befüllen immer zwei Fin­ger­bre­it Platz zum Deck­el lässt. Flüs­sigkeit­en dehnen sich beim Ein­frieren aus. Ist im Gefäß nicht genü­gend Platz vorhan­den, kommt es zu hohen Span­nun­gen, die das Glas zum Platzen brin­gen können.
Wie kann man Glas einfrieren

Don’ts Glas einfrieren:

  • Gläs­er nicht auf die Seite leg­en: Wichtig ist, dass sich der Druck, der beim Ein­frieren von Flüs­sigkeit­en durch das Aus­dehnen entste­ht, gle­ich­mäßig verteilt. Das gelingt am besten, wenn du die Gläs­er aufrecht hin­stellst. Legst du sie auf die Seite, entste­ht ein Ungle­ichgewicht und das Glas platzt schneller. Ist alles fest, kannst du die Weck- und Schraubgläs­er natür­lich auf die Seite leg­en, um Platz zu sparen.
  • Gefriergut vor dem Ein­frieren abkühlen lassen: Füllst du heiße Speisen ins Glas und stellst dieses dann sofort ins Gefrier­fach oder in die Gefriertruhe, kann der extreme Tem­per­atu­run­ter­schied zwis­chen innen heiß und außen kalt dazu führen, dass das Glas platzt. Lass deshalb das Ein­friergut voll­ständig erkalten, bevor du es in die Tiefküh­lung gib­st. Das Run­terkühlen von war­men Lebens­mit­teln frisst außer­dem jede Menge Strom, da das Gefrierg­erät über einen län­geren Zeitraum sehr stark kühlen muss. Nach­haltiger ist es deshalb, wenn du aufs Energies­paren achtest.
  • Keine Deck­el zum Auf­set­zen ver­wen­den: Nicht nur beim Ein­frieren von Flüs­sigkeit­en ist es wichtig, einen fest schließen­den Deck­el zu ver­wen­den. Benutzt du Gläs­er, deren Deck­el nur lose aufge­set­zt wer­den, wie beispiel­sweise bei eini­gen Sen­fgläsern, kann er sich hochdrück­en und es entste­ht schneller Gefrier­brand. Wer Glas ein­frieren will, sollte deshalb immer Schraubgläs­er oder Weck­gläs­er mit Klem­mver­schluss verwenden.

Eingefrorenes richtig auftauen

Im Glas einfrieren und wieder auftauen

Genau­so wichtig wie das richtige Vorge­hen beim Ein­frieren von Gläsern ist das richtige Auf­tauen. Denn auch hier kann das Glas bei falsch­er Hand­habung platzen. Feste Lebens­mit­tel lassen sich meist mit etwas Schüt­teln aus dem Glas bekom­men. Brauchst du nicht die volle Menge, kannst du den Rest ein­fach wieder ins Tiefkühlfach leg­en. Achte dabei darauf, dass nichts ange­taut ist. Son­st bildet sich Gefrier­brand. Flüs­sige Lebens­mit­tel müssen immer im Ganzen aufge­taut wer­den. Dazu ist etwas Pla­nung notwendig. Stelle das Glas am besten über Nacht in den Kühlschrank oder in die Spüle und lasse es dort langsam auf­tauen. Schnelle Meth­o­d­en wie das Auf­tauen im Wasser­bad erzeu­gen zu hohe Tem­per­atu­run­ter­schiede und kön­nen das Glas­ge­fäß zum Platzen brin­gen. Tipp: Muss es mal schnell gehen, ent­ferne den Deck­el und stelle das Glas in einen Topf mit kaltem Wass­er, bis es zu zwei Drit­teln bedeckt ist. Erwärme das Wass­er nun langsam, es darf nicht kochen. Durch das Ent­fer­nen des Deck­els kann die Span­nung entwe­ichen und das Glas bleibt heile.

Fazit zum Gläser einfrieren

Glasbehälter mit Lebensmitteln befuellen und einfrieren

Wenn du auf der Suche nach ein­er nach­halti­gen und umweltscho­nen­den Alter­na­tive zum Ein­frieren in Plas­tik­beuteln oder Plas­tik­dosen bist, dann soll­test du ein­mal ver­suchen, deine Lebens­mit­tel im Glas­be­häl­ter einzufrieren. Zum einen kannst du so alte Marme­ladengläs­er und Co. recyceln, zum anderen ver­mei­dest du den Kon­takt von Lebens­mit­teln mit schädlichen Inhaltsstof­fen wie Weich­mach­ern etc. Da Kun­st­stoffe meist auf Erdöl­ba­sis hergestellt wer­den, tust du mit dem Verzicht auf Plas­tik noch mal etwas mehr in Sachen Umweltschutz. Damit das Glas beim Ein­frieren nicht platzt, soll­test du möglichst dick­wandi­ge Behält­nisse ver­wen­den und nie warme Lebens­mit­tel ein­frieren. Beim Auf­tauen soll­test du dir Zeit lassen, denn der Kon­takt mit großer Hitze, z. B. im Wasser­bad oder der Mikrow­elle, kön­nte das Glas sprin­gen lassen. Lebens­mit­tel im Glas ein­frieren ist anson­sten gar nicht kom­pliziert und eine gute Möglichkeit, den eige­nen All­t­ag nach­haltiger zu gestal­ten. Übri­gens ist Ein­frieren auch ide­al, wenn du vorkochen willst. Wir haben dafür die besten Meal Prep Rezepte für dich.

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Moin, ich bin Marie. Waschechte Hamburgerin und nordisch by nature. Hier bei OTTO halte ich für re:BLOG Ausschau nach spannenden Ideen und Menschen, coolen Eco-Outfits und berichte für euch von...

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