Ein Fre­und bit­tet dich, einen sein­er Texte in einem Word-Doku­ment Kor­rek­tur zu lesen. Das machst du natür­lich gern – aber lei­der ist die Datei schreibgeschützt. Du kannst also keine Änderun­gen im Doku­ment vornehmen. Was tun? UPDATED zeigt dir Schritt für Schritt, wie du den Schreib­schutz von ver­schiede­nen Office-Doku­menten und PDF-Dateien aufheben kannst.

Schreibschutz bei Word, Excel und PowerPoint aufheben

Ob Bach­e­lo­rar­beit, Ein­nah­men-Aus­gaben-Rech­nung oder eine Präsen­ta­tion für den Kun­den – in manchen Word-, Excel- und Pow­er­Point-Dateien steckt viel Arbeit. Da wäre es richtig ärg­er­lich, wenn verse­hentlich etwas geän­dert oder gelöscht wird. Deshalb gibt es den Schreib­schutz: Er ver­hin­dert, dass ein Doku­ment bear­beit­et wer­den kann.

Musst du ein Doku­ment doch ein­mal bear­beit­en, zeigt dir unsere Anleitung, wie sich der Schreib­schutz aufheben lässt. Aber Vor­sicht: Bevor du etwas verän­der­st, frage den Ersteller der Datei bess­er nach sein­er Zus­tim­mung.

Tipp: Bist du unsich­er, spe­ichere das geän­derte Doku­ment ein­fach unter einem anderen Namen, damit die Orig­i­nal­datei erhal­ten bleibt.

Um den Schreib­schutz von Word-, Excel- und Pow­er­Point-Dateien (hier in der Ver­sion Office 2019) aufzuheben, gehst du fol­gen­der­maßen vor:

  1. Öffne die schreibgeschützte Datei per Dop­pelk­lick. Das Office-Pro­gramm (in diesem Fall han­delt es sich um eine Word-Datei) weist dich auf den Schreib­schutz hin.
  2. Klicke im Pop-up-Fen­ster auf Nein.

3. Klicke nun im schreibgeschützten Doku­ment oben links im Menüband auf Datei.
4. Im jet­zt geöffneten Reit­er Infor­ma­tio­nen klickst du auf die Schalt­fläche Doku­ment schützen (Word) bzw. Arbeitsmappe schützen (Excel) oder Präsen­ta­tion schützen (Pow­er­Point).
5. Durch einen Klick auf Immer schreibgeschützt öff­nen deak­tivierst du den Schreib­schutz. (Umgekehrt kannst du ihn auf diesem Weg auch aktivieren.)

Jet­zt ist der Schreib­schutz aufge­hoben. Spe­ichere das Doku­ment unter einem anderen Namen als die Orig­i­nal­datei ab, indem du auf Datei > Spe­ich­ern unter gehst und einen Abla­geort auswählst. Beim näch­sten Öff­nen per Dop­pelk­lick ist das Doku­ment nicht mehr schreibgeschützt.

Schreibschutz aufheben in den Datei-Eigenschaften

Falls das oben beschriebene Vorge­hen nicht funk­tion­iert, liegt das möglicher­weise am aktivierten Schreib­schutz in den Datei-Eigen­schaften. In diesem Fall lässt sich die Orig­i­nal­datei nicht verän­dern. Du müsstest sie mit anderem Namen als neue Datei abspe­ich­ern, um sie bear­beit­en zu kön­nen. Oder du heb­st den Schreib­schutz direkt in den Datei-Eigen­schaften auf:

So funktioniert’s an einem Win­dows-PC:

  1. Klicke im Explor­er mit der recht­en Maus­taste auf die entsprechende Datei.
  2. Das Kon­textmenü erscheint. Klicke auf Eigen­schaften.
  3. Ent­ferne im Reit­er All­ge­mein den Hak­en bei Schreibgeschützt.

So funktioniert’s bei einem iMac oder Mac­Book:

  1. Öffne den Find­er und wäh­le das Doku­ment aus, dessen Schreib­schutz aufge­hoben wer­den soll.
  2. Das Pop-up-Menü Aktion erscheint. Klicke auf Infor­ma­tio­nen.
  3. Deak­tiviere unter All­ge­mein das Kon­trol­lkästchen Ges­per­rt.

In welchen Fällen lässt sich der Schreibschutz nicht aufheben?

Lässt sich der Schreib­schutz nicht deak­tivieren? Dann liegt das wahrschein­lich daran, dass du als Benutzer nicht über die erforder­lichen Rechte ver­fügst, um die Datei-Eigen­schaften zu ändern. In diesem Fall spe­ich­erst du die Datei unter einem neuen Namen ab.

Alter­na­tiv markierst du inner­halb des Doku­ments den kom­plet­ten Inhalt mit STRG + A, kopierst ihn mit STRG + C in die Zwis­chen­ablage und fügst ihn mit STRG + V in ein neues Doku­ment ein.

Schreibschutz bei OpenOffice aufheben

Auch die kosten­lose Bürosoft­ware-Alter­na­tive OpenOf­fice bietet die Möglichkeit, Doku­mente mit einem Schreib­schutz zu verse­hen. Außer­dem lassen sich einzelne Textbere­iche sich­ern. Um den Schreib­schutz eines OpenOf­fice-Doku­ments aufzuheben, gehst du wie fol­gt vor:

  1. Öffne das schreibgeschützte Doku­ment.
  2. Klicke oben im Menü auf das Sym­bol für Datei bear­beit­en.
  3. Klicke nach der Bear­beitung noch ein­mal auf das Sym­bol, wenn du wieder in die schreibgeschützte Ansicht wech­seln möcht­est.

Einzelne Textbere­iche gib­st du fol­gen­der­maßen frei:

  1. Klicke im Menü auf For­mat.
  2. Wäh­le Bere­iche.
  3. Ent­ferne das Häkchen bei Geschützt.
  4. Bestätige mit Spe­ich­ern.

Schreibschutz bei PDF aufheben

Ist der Schreib­schutz in einem PDF-Doku­ment aktiviert, kann der Benutzer es nur druck­en oder bear­beit­en, wenn er das Pass­wort ken­nt.

PDF-Schreibschutz deaktivieren mit Passwort

Wenn du das Pass­wort kennst, hil­ft dir beispiel­sweise das Free­ware-Pro­gramm “PDFill PDF Edi­tor”. So gehst du vor:

  1. Instal­liere PDFill PDF Edi­tor und öffne das Pro­gramm.
  2. Klicke auf Option Nr. 3 Encrypt and Decrypt Options.
  3. Wäh­le die schreibgeschützte PDF-Datei aus.
  4. Gib das Pass­wort ein und klicke auf die Schalt­fläche Decrypt As.
  5. Lege einen Dateina­men und den Spe­icherort fest und klicke auf Spe­ich­ern.

PDF-Schreibschutz deaktivieren ohne Passwort

Wenn du das Pass­wort der PDF-Datei vergessen hast, kannst du ver­schiedene Pro­gramme aus­pro­bieren, um den Schreib­schutz aufzuheben.

  • Es gibt einige Online-Tools, die den Schreib­schutz dein­er hochge­lade­nen PDF-Datei ent­fer­nen kön­nen, z.B. “Online2PDF”, “PDF24 oder “Free­MyPDF”.
  • Manche PDFs lassen sich auch mit Hil­fe der “PDFill PDF Tools” in ungeschützte Dateien umwan­deln.

Exkurs: Welche unterschiedlichen Beschränkungen gibt es in MS Office?

Für ein Office-Doku­ment lassen sich unter­schiedliche Schreib­schutz-Stufen fes­tle­gen. Diese bes­tim­men, worauf ein Benutzer zugreifen und was er bear­beit­en darf. Die Beschränkun­gen find­est du, indem du im Menüband auf Datei > Infor­ma­tio­nen und dann auf die Schalt­fläche Doku­ment schützen (Word) bzw. Arbeitsmappe schützen (Excel) oder Präsen­ta­tion schützen (Pow­er­Point) klickst.

Wie sich die Option Immer schreibgeschützt öff­nen auswirkt, haben wir dir weit­er oben erk­lärt. Das bedeuten die anderen Optio­nen:

  • Mit Ken­nwort ver­schlüs­seln: Nutzer kön­nen die Datei nur dann öff­nen, wenn sie das vom Doku­ment-Ersteller fest­gelegte Pass­wort ken­nen.
  • Bear­beitung ein­schränken (nur Word): Hier legt der Ersteller des Doku­ments fest, ob und wie die For­matierung verän­dert wer­den darf.
  • Aktuelle Tabelle schützen (nur Excel): Damit lässt sich für das aktuelle Arbeits­blatt fes­tle­gen, welche Aktio­nen (z.B. For­matieren, Ein­fü­gen, Löschen) Benutzer aus­führen dür­fen.
  • Arbeitsmap­pen­struk­tur schützen (nur Excel): Mit dieser Funk­tion wird der Benutzer am Ändern, Ver­schieben oder Löschen wichtiger Dat­en gehin­dert.
  • Als abgeschlossen kennze­ich­nen: Wenn diese Funk­tion aktiviert ist, erscheint beim erneuten Öff­nen der Datei der gelb unter­legte Hin­weis ALS ABGESCHLOSSEN GEKENNZEICHNET und das Doku­ment kann nur verän­dert wer­den, wenn der Benutzer auf die Schalt­fläche Trotz­dem bear­beit­en klickt.

Schreibschutz aufheben mit links

Für Office-Dateien, in die man viel Zeit und Mühe investiert hat, ist der Schreib­schutz sin­nvoll. Denn er ver­hin­dert, dass finale Doku­mente verän­dert oder gar gelöscht wer­den. Wer allerd­ings mit mehreren Benutzern zusam­men an ein­er Sem­i­narar­beit oder ein­er Präsen­ta­tion arbeit­et, für den ist diese Sicher­heits­maß­nahme ein lästiges Hin­der­nis. Aber keine Sorge: Mit unseren Tipps kannst du den Schreib­schutz kün­ftig im Han­dum­drehen aufheben – egal, ob bei Word, Excel, Pow­er­Point, OpenOf­fice oder bei PDF-Dateien.

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