Superfood Okra | Warum wir süchtig nach der Okraschote sind? Lest hier!

Okraschoten auf Holztisch
Mittwoch, 7. Februar 2018, 16:36

Wie ihr wahrscheinlich schon erahnt habt, sind wir in der Redaktion absolute Superfood-Addicts! Vor allem, wenn uns ein neues, spannendes Lebensmittel über den Weg läuft, sind wir sofort Feuer und Flamme und wollen einfach alles über den Neuling der Superfood-Familie wissen. Nun hat es uns die Okraschote angetan. Der grüne Exot aus dem Asia-Markt sieht nicht nur ziemlich cool aus – er hat auch so einiges drauf! Was genau? Erfahrt ihr alles hier!

Okraschoten auf Tisch

Eine grüne Schote erobert die Foodie-Welt

Gambo, Gombo, Gumbo, Grünschnabel oder auch griechisches Horn – die Okraschote ist nicht nur vielseitig zuzubereiten, sie hat auch sehr vielseitige Bezeichnungen. Kein Wunder, denn die grüne Schote gehört in etlichen Ländern – wie etwa Thailand, Griechenland oder Brasilien – zum festen Bestandteil des Speiseplans. Auf sozialen Netzwerken ist das Okra-Foodie schon seit Längerem zu beobachten. Höchste Zeit also, diesem exotischen Gemüse auch in unserer Küche Einzug zu gewähren!

Was genau ist Okra?

Okra ist eine lange, grüne Gemüseschote, die vor allem in warmen und subtropischen Regionen der Welt angebaut wird. Sie ist eine der ältesten Gemüsepflanzen und wurde schon vor über 4000 Jahren angepflanzt. Ursprünglich stammt sie aus Afrika. Die Okraschote kann eine Länge von 5 bis 15 cm erreichen und besitzt im Inneren kleine, weiße Samen, die von transparentem Schleim umgeben sind. Das erntereife Gemüse wird handverlesen und am allerbesten frisch verzehrt.

Okraschoten erinnern geschmacklich stark an Bohnen. Sie haben ein herb-würziges, säuerlich-pikantes Aroma, schmecken dabei aber trotzdem noch sehr mild. Sie können roh gegessen werden oder gedünstet, gebraten, eingelegt oder blanchiert werden. Okra wird üblicherweise als Gemüsebeilage oder in Eintöpfen verwendet. Der Geschmack der Schote passt aber auch perfekt zu frischen Salaten (siehe Rezept unten)

Das macht die Okraschote so gesund

Die Okraschote ist nicht nur super lecker, sie ist vor allem äußerst gesund. In ihr stecken viele wichtige Nährstoffe: Vor allem ihr hoher Anteil an Ballaststoffen, Antioxidantien und Vitamin C (35mg/100 g) macht die zarte Schote zum absoluten Healthy Food! Das Vitamin C stimuliert die Bildung weißer Blutkörperchen, die euch vor Krankheitserregern und schädlichen Stoffen schützen. Zusammen mit den Antioxidantien wird das Immunsystem perfekt gestärkt und ihr zum Beispiel gegen fiese Erkältungen geschützt.

Darüber hinaus enthält Okra Kalzium (gut für die Knochen), Kalium (unterstützt den Magen-Darm-Trakt) und Eisen (lebensnotwendig!). Der Gehalt an Kalium hilft die Arterien zu entspannen, den Blutdruck zu senken und so das Herz zu entlasten. Das in Okra vorkommende Beta-Carotin ist für seine die Augen schützende Funktion bekannt. Es verbessert nicht nur die Sehkraft, sondern schützt zudem die Netzhaut vor gefährlichen Einflüssen. Außerdem wird aus Beta-Carotin im Körper Vitamin A gebildet, was für die Gesundheit der Haut und Schleimhäute benötigt wird. Das antioxidative Vitamin A hat außerdem eine hautverschönernde Wirkung, bei der Falten, Akne und sogar Narben verringert werden können. Das Resultat: Ein klares, frisches Aussehen! Auch Folsäure sowie Vitamin B 1, B 2 und B 3 sind in den grünen Schoten enthalten. Durch diese B-Vitamine, sowie durch die vielen hochwertigen Proteine, verhelfen Okraschoten unter anderem zu kräftigen, wunderschön glänzenden Haaren. Die Schleim- und Ballaststoffe helfen, den Blutzuckerspiegel konstant zu halten und regen die Verdauung an. Außerdem werden überschüssiges Cholesterin und Stoffwechselgifte ganz easy aus dem Körper geschleust. Zusätzlich enthalten Okraschoten viel Wasser, das hilft, Verstopfungen und Blähungen zu vermeiden bzw. zu lösen.

Ganz nebenbei sind Okraschoten auch noch kalorienarm: So haben 100 g nur knapp 30 kcal zu verbuchen. Sie besitzen weder Cholesterin noch ungesättigte Fettsäuren. Zudem erleichtert Okra die Verbreitung guter Bakterien im Darm und verhilft so zu einem gut funktionierenden Stoffwechsel. Es ist also das ideale Gemüse, um abzunehmen bzw. das Gewicht auf gesunde Art und Weise zu halten. Mit diesen Argumenten haben uns die Ladyfingers, wie sie in Südasien genannt werden, überzeugt! Aber Achtung: Wie die meisten anderen Gemüsesorten, enthält auch Okra eine kleine Menge Oxalsäure. Leidet ihr also an Nierensteinen, solltet ihr Okra lieber nicht in großen Mengen verzehren.

Woher bekommt ihr Okraschoten?

Bevor es ans Zubereiten geht, müssen natürlich die Zutaten besorgt werden. Leider könnte sich das bei den Okraschoten als etwas schwierig herausstellen… Es sei denn, ihr wisst, wo es sie zu kaufen gibt! Unser Tipp: Einfach im nächstgelegenen türkischen Gemüseladen nachschauen, ob es die Schoten zu kaufen gibt. Wenn nicht, bitte die Suche nicht direkt aufgeben! Eigentlich sind Okraschoten in fast jedem asiatischen oder afrikanischen Supermarkt zu finden. Sogar die ein oder andere Supermarktkette hat das grüne Powerfood mittlerweile in ihr Sortiment aufgenommen. Also am besten einfach mal nachfragen!

Tipp: Beim Einkauf unbedingt darauf achten, nur kleine, hellgrüne Sorten von höchstens 10 cm Länge zu wählen. Diese sind besonders knackig!

Exotischer Okraschoten-Salat

Zutaten
200 g Okraschoten
1 rote Zwiebel
2 große Tomaten
1 kleines Bund Koriander
1 Prise Salz
1 Zitrone
2 EL Olivenöl
1,5 EL Sonnenblumenöl
Zubereitung

1. Tomaten abspülen und würfeln. Koriander waschen, trocken schütteln, verlesen und fein hacken. Zwiebel schälen und fein würfeln. Okraschoten waschen und in einem Küchentuch trocken reiben.
2. Tomaten, Zwiebel und Koriander vermengen und mit Salz abschmecken. Den Saft der Zitrone auspressen und über den Salat verteilen.
3. Sonnenblumenöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen. Okraschoten darin auf höchster Stufe goldbraun braten. Anschließend auf zwei Tellern anrichten.
4. Salat über die Okraschoten verteilen und zum Schluss alles mit dem Olivenöl gleichmäßig beträufeln.

Wir wünschen euch viel Spaß beim Kochen der Okraschoten!

XX, Die Redaktion

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