Esszimmer

Kleines Wohnzimmer mit Essbereich einrichten

Das separate Esszimmer ist selten geworden: In modernen Grundrissen sind Wohn- und Essbereich meist miteinander verbunden. Aber was, wenn das Wohnzimmer schwierig geschnitten und der Platz eher knapp bemessen ist? Dann brauchst du ein paar gute Ideen: Wir verraten dir, wie du auch in einem kleinen Wohnzimmer eine Essecke einrichten kannst.

1. Einrichtungstipps für kleine Wohn-Esszimmer

Warum überhaupt eine Essecke? In der Küche sitzt es sich doch so gemütlich. Stimmt – aber für ein festliches Essen mit Freunden ist dort meist kein Platz. Ein clever kombiniertes Wohn-Esszimmer lässt sich flexibel nutzen und bietet eine einladende Atmosphäre für deine Gäste.

Ungenutzte Ecken für den Esstisch nutzen

Wo Sofa oder Schrank nicht hinpassen, finden oft ein kleiner Esstisch und ein paar Stühle Platz: Runde Esstische nutzen den Raum in der Wohnzimmerecke optimal aus. Und wenn es doch mal mehr Gäste werden, kannst du den Esstisch weiter in die Raummitte ziehen.

Helles Wohn-Esszimmer mit Arbeitsplatz, rundem Esstisch mit Retro-Stühlen und vielen Spiegeln Tags: Esszimmer, Wohnzimmer
Schwere Möbel lassen kleine Räume schnell beengt wirken. Greife daher in einem kleinen Wohn-Esszimmer lieber zu leichten, modernen Tischen und Stühlen, zum Beispiel im Skandi-Stil oder im Retro-Look.

Möbel als Raumteiler

Möbel können Wohn- und Essbereich voneinander abgrenzen, ohne dass die offene Atmosphäre des Zimmers verloren geht. Als Raumteiler für ein kleines Wohn-Esszimmer bieten sich Regale ohne Rückwand an, die im rechten Winkel zur Wand gestellt werden. Oder du nutzt deine Couch als Raumteiler, indem du sie mit dem Rücken zur Essecke stellst und ihr einen Beistelltisch als Begleiter gibst.

Flexibles Regal auf Rollen als Raumtrenner mit Dekoelementen
Offene Regale auf Rollen trennen den Wohn- vom Essbereich und ziehen bei Bedarf an die Wand um. Die Regalfächer bieten Platz für Essgeschirr oder für deine Lieblingsdeko (Regal „Sten“ von Woodman bei OTTO).

Flexible Möbel nutzen

Not macht erfinderisch – und Platzmangel auch. Mit flexiblen Möbeln kannst du dein kleines Wohn-Esszimmer je nach Situation nutzen und auch mal schnell umstellen. Besonders praktisch sind stapelbare Stühle, ein Lowboard auf Rollen oder ein Beistelltisch, der bei Bedarf zum Serviertisch umfunktioniert wird.

Helles Wohnzimmer mit roter Kaminwand, weißem Sofa mit großem Ficus dahinter, Lehnsessel und weißem Esstisch
Es ist gar nicht so leicht, ein quadratisch geschnittenes Wohnzimmer mit Essbereich einzurichten. Am besten wählst du statt einem großen Ecksofa etwas leichtere Polstermöbel: Sie lassen sich bei Bedarf beiseiteschieben, sodass du mehr Platz rund um den Esstisch hast.
Möbel für dein kombiniertes Wohn- und Esszimmer:

2. Was steht wo

Zugegeben: In verwinkelten oder schmal geschnittenen Räumen hast du nicht allzu viele Möglichkeiten, was die Einrichtung angeht. Trotzdem gibt es ein paar grundlegende Tipps, die dir helfen, auch in einem kleinen Wohnzimmer einen Essbereich einzurichten.

kleines Wohnzimmer mit schwarzem Esstisch und halbtransparenten Stühlen
In schlauchartigen Räumen bist du fast immer gezwungen, Sofa und Esstisch hintereinander aufzustellen. Damit eine solche Wohn-Ess-Kombination nicht zu beengt wirkt, solltest du schlichte, leichte Möbel wählen und auf üppige Deko im Raum und an der Wand verzichten.

Sofa und Sessel

Die Couch ist meist das Herzstück des Wohnzimmers und nimmt relativ viel Raum ein. Ein kombiniertes Wohn-Esszimmer wird daher häufig um die Couch herum gestaltet. In rechteckigen und quadratisch geschnittenen Räumen kannst du das Sofa als Raumteiler frei in den Raum stellen, in sehr schmalen Räumen sollte sie eher an der längeren Wand stehen. Und wenn wirklich wenig Platz ist, ersetzt ein Beistelltischchen neben der Couch den Couchtisch.

Helles Wohn-Esszimmer mit hellgrauem Sofa und Glastisch, dahinter großer Esstisch mit weißen Stühlen
Steht das Sofa mit dem Rücken zum Esstisch im Raum, sind der Wohn- und Essbereich automatisch voneinander getrennt. Große Bilder und Hängeleuchten betonen die zwei verschiedenen Bereiche zusätzlich.

Esstisch und Esszimmerstühle

Auch im kombinierten Wohn-Esszimmer sollte der Esstisch möglichst in Küchennähe stehen. So hast du kurze Wege und musst dich nicht zwischen Sofa und Couchtisch hindurchschlängeln. Rechteckige Esstische kannst du mit der Stirnseite an die Wand stellen, um Platz zu sparen. In schmal geschnittenen Räumen stellst du den Esstisch mit der Längsseite an die Wand und ziehst den Tisch einfach ein Stück vor, wenn du zusätzliche Sitzplätze brauchst.

Wohnzimmer in Grautönen mit Sofa, rundem Esstisch mit Stühlen und grauer Vitrine
Runde Esstische sind ideal, um ungenutzte Ecken in kleinen kombinierten Wohn-Esszimmern auszunutzen. Zudem kannst du die Stühle so an den Tisch stellen, wie es gerade passt. Eine Einrichtung in ähnlichen Farbtönen bringt Ruhe in den Raum und lässt ihn weniger „vollgestellt“ aussehen.

Regale, Schränke und Konsolen

Für kleine Wohn-Esszimmer bieten sich schlanke, hohe Wandregale an. Sie bieten Stauraum und helfen gleichzeitig, die unterschiedlichen Wohnbereiche optisch einzurahmen. Wenn du wenig Stellfläche hast, bringst du die Regale am besten an der Wand über dem Sofa an. In deiner Essecke macht sich eine Vitrine gut, in der schönes Geschirr und Gläser Platz finden. Der TV-Tisch steht natürlich in der Nähe des Sofas – und am besten nicht direkt vor oder neben einem Fenster. So vermeidest du Lichtreflexe auf dem Bildschirm.

3. Ess- und Wohnbereich farblich trennen

Ganz klassisch trennst du eine kleine Essecke im Wohnzimmer optisch ab, indem du die Wand hinter dem Tisch in einer anderen Farbe gestaltest. Es gibt aber noch mehr Möglichkeiten, Wohn- und Essbereich farblich zu trennen – passend zu deinem Einrichtungsstil.

Essbereich und Wohnbereich mit Teppichen abgrenzen

Ein Teppich unter dem Esstisch oder vor der Couch – oder auch beides – schafft Gemütlichkeit und rahmt den jeweiligen Bereich optisch ein. In deiner kleinen Essecke sollte der Teppich eher gedeckte Farben haben, damit er nicht zu sehr vom Esstisch ablenkt. Auf einem Teppich mit niedrigem Flor (Höhe bis ca. 7 mm) kannst du problemlos die Stühle unter dem Esstisch hervorziehen, ohne dass sie hängen bleiben. Der Teppich vor der Couch darf ruhig ein Hingucker sein: Kräftige Farben, geometrische Muster oder eine auffällige Struktur setzen deinen Wohnbereich in Szene.

Helles Wohn-Esszimmer mit hellgrauem Sofa auf Teppich und Essecke aus Holz
Teppiche mit großen Mustern funktionieren gut als optische Abgrenzung von Wohnbereich und Essecke. Der Bodenbelag sollte dafür einfarbig und durchgängig gestaltet sein, sonst wirkt das Teppichmuster schnell unruhig.

Akzentwände und Mustertapeten als optischer Rahmen

Dunkel gestrichene Akzentwände lassen kleine Räume nicht nur offener wirken, sie wirken auch als optischer Rahmen für die verschiedenen Bereiche deines Wohnzimmers. Kühle Wandfarben wie Dunkelblau, Petrol oder auch ein Grauton bringen Ruhe in deine kleine Essecke, warme Farben wie Rot oder Beigetöne wirken warm und einladend. Gestalte immer nur eine Wand in Kontrastoptik – am besten die Wand, an der die Couch steht oder die Wand hinter dem Esstisch. Auch Mustertapeten sehen toll als Akzentwand aus. Hier gilt: Je auffälliger Farben und Muster an der Wand, desto schlichter sollten Deko und Teppich in der Essecke sein.

Wohn-Esszimmer mit Holzboden und Holzvertäfelung, graues Sofa, Esstisch und Stühle aus Holz vor leuchtend gelber Wand
Eine Aktzentwand in leuchtenden Farben grenzt den Essbereich klar ab. Als Faustregel gilt: Große Muster entweder auf der Wand oder auf dem Fußboden – beides zusammen ist schnell zu viel.
Deko und Accessoires, um dein Wohnzimmer mit Essbereich einzurichten:

4. Essecke beleuchten

Licht ist ein wichtiges Gestaltungselement, mit dem du bestimmte Stimmungen erzeugen kannst. In deinem kombinierten Wohn-Esszimmer kannst du die Beleuchtung zudem einsetzen, um den Wohnbereich und die kleine Essecke voneinander abzugrenzen: Im Bereich von Couch und Sesseln bietet sich ein weiches, indirektes Licht an, z. B. von Hängelampen, Stehlampen oder Bogenlampen. Für den Esstisch eignet sich eine direkte Lichtquelle, etwa von einer Hängelampe.

Wohnzimmer mit brauner Akzentwand, Klavier und Esstisch, im Hintergrund Wohnbereich mit Sofa, Sessel und Sideboard
Insbesondere im Essbereich kannst du Beleuchtung und Wandgestaltung kombinieren: Wandleuchten oder Leuchtschriften spenden warmes, gemütliches Licht für den Essbereich und grenzen gleichzeitig den Esstisch optisch vom Wohnbereich ab.

Wohn-Esszimmer mit unterschiedlichen Lichtfarben gestalten

Auch die Lichtfarben helfen, zwischen Wohn- und Essbereich zu unterscheiden: Warmweißes, sanft gedimmtes Licht aus mehreren Lichtquellen macht den Wohnbereich gemütlich. Für die kleine Essecke wählst du am besten ein etwas kühleres, neutralweißes Licht, das die Farben auf dem Teller zum Leuchten bringt.

5. Deko-Ideen für Wohn-Esszimmer

Je kleiner dein Wohnzimmer mit Essbereich, desto weniger Deko brauchst du. Setze Accessoires wie Bilder, Vasen oder Stehlampen gezielt ein, um einen bestimmten Bereich des Raumes zu betonen.

Wohnzimmer in Naturtönen mit Essbereich und Zugang zur Terrasse
Neben Akzentwänden und Teppichen kannst du auch Deko und Accessoires nutzen, um Wohn- und Essbereich voneinander zu trennen. Großformatige Bilder über dem Sofa oder dem Esstisch funktionieren dafür ebenso wie Beistelltischchen, Bodenvasen oder Poufs.

Typisch sind großformatige Bilder oder Bilder-Galerien an der Wand hinter dem Sofa oder hinter dem Esstisch. Du kannst deine kleine Essecke im Wohnzimmer aber auch mit zwei symmetrischen Wandleuchten einrahmen oder die Couch mit einer Bogenlampe oder mit großen Pflanzkübeln vom restlichen Raum abteilen.

Wohnzimmer mit Dachschrägen, grauem Ecksofa, Glastisch und Esstisch im Vordergrund
Kleine Räume wirken ruhiger, wenn sie in einem klaren Farbschema gestaltet sind. Eine Deko in Schwarz, Weiß und Grau wirkt modern – zudem geben die Kontraste dem Raum Struktur, sodass Wohn- und Essbereich gut zusammen funktionieren.