Haushaltsratgeber

Pflastersteine reinigen – So einfach geht’s

Pflastersteine sind eine super Lösung, um Gartenwege, die Hofeinfahrt, den Weg zum Haus oder eine gesamte Terrasse schön anzulegen. Leider verlieren die Steine mit der Zeit ihren Glanz und unschöne Verfärbungen und Schmutz machen sich auf ihnen breit. Erfahrt hier, wie Ihr Eure Pflastersteine am besten reinigt:

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Die Mühe zahlt sich aus: Wie oft sollten Pflastersteine gereinigt werden?

Für einen schön gepflegten Eingangsbereich und Garten solltet Ihr Eure Pflastersteine mindestens einmal im Jahr reinigen. Die Steine können durch verschiedene Witterungsverhältnisse sehr schnell verschmutzen und in den Ritzen macht sich Unkraut und Moos breit. Leider ist die Reinigung recht mühsam, doch wer saubere Steine möchte, kommt um diese Prozedur nicht herum.

Tipp: Wenn Ihr die Pflastersteine in regelmäßigen Abständen säubert, haben Verschmutzungen, Grasbüschel und Co. erst gar keine Chance, sich auszubreiten.

Saubere Pflastersteine: Unterschiedliche Reinigung von Natur- und Betonsteinen

Wie Ihr Eure Pflastersteine am besten reinigt, hängt in erster Linie vom Material der Steine ab. Dabei wird in der Regel zwischen Beton- und Natursteinen unterschieden, die jeweils eine andere Pflege benötigen.

Vor jeder Reinigung solltet Ihr Eure Pflastersteine zunächst von lose aufliegendem Schmutz wie Sand, Staub und Laub befreien. Dafür eignet sich am besten ein Besen. Greift zu einer weichen Bürste, denn kratzige Borsten können die Steine beschädigen und die Oberfläche aufrauen.

Vorsicht Hochdruckreiniger:

Ein zu starker Wasserdruck kann Pflastersteine beschädigen und Schmutz lagert sich leichter und schneller wieder an. Nutzt den Hochdruckreiniger daher nur auf Hartgesteinen wie Quarzit, Granit oder Basalt, die gegenüber hohem Wasserdruck unempfindlich sind.

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Betonsteine reinigen:

Um Pflastersteine aus Beton zu reinigen, empfiehlt sich die Verwendung eines Soda-Wasser-Gemischs (Soda ist in Drogeriemärkten erhältlich):

Schritt 1: Etwa zehn Liter Wasser zum Kochen bringen und anschließend in einen stabilen Eimer füllen.

Schritt 2: Direkt 100 Gramm Soda unterrühren.

Schritt 3: Das Gemisch umgehend auf die Pflastersteine geben und mit einem weichen Besen oder Gummiabzieher gleichmäßig verteilen.

Schritt 4: Die Anwendung sollte nur bei gutem Wetter durchgeführt werden, da das Mittel mindestens fünf Stunden einwirken sollte. Danach die Lösung mit klarem Wasser abspülen und die Steine trocknen lassen.

Nach spätestens zwei Tagen erstrahlen Eure Steine wieder in neuem Glanz.

Natursteine reinigen:

Handelt es sich bei den Pflastersteinen um Natursteine wie beispielsweise Granit, Marmor oder Kalkstein sollten aggressive säure- und tensidhaltige Reinigungsmittel unbedingt im Schrank bleiben. Wenn möglich, sollte stattdessen nur klares Wasser und ein pH-neutrales Reinigungsmittel zur Anwendung kommen. Zudem solltet Ihr auf scharfkantige Kratzer und Bürsten verzichten, um die Steine nicht zu beschädigen.

Schritt 1: In einen Eimer lauwarmes Wasser und etwas mildes Reinigungsmittel mischen.

Schritt 2: Die Lösung auf die Steine geben und mit einer Bürste gleichmäßig verteilen.

Schritt 3: Die Steine anschließend mit einem farblosen Tuch gut trocknen. Achtet darauf, dass keine Wasserreste auf der Oberfläche verbleiben, da dies dem natürlichen Material schadet.

Nützliche Geräte zum Pflastersteine reinigen findet Ihr hier:

Das muss weg! So entfernt ihr Moos und Unkraut

Nach einiger Zeit können sich in den Ritzen Eurer Pflastersteine Moos und Unkraut bilden. Das Grün sieht alles andere als schön und gepflegt aus und kann sogar die Steine anheben. Leider ist das Entfernen des Unkrauts aus Pflasterfugen eine mühsame Arbeit. Doch das richtige Werkzeug und die richtige Technik erleichtern Euch die Arbeit erheblich. Erfahrt hier, wie Ihr am besten vorgeht:

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Ihr habt keine Lust auf lästiges Fugenkratzen und wollt zu chemischen Unkrautvernichtungsmitteln greifen? Bloß nicht! Die Anwendung von chemischen Mitteln im Garten oder auf versiegelten und befestigten Flächen wie etwa Gehwegen ist in Deutschland verboten, denn dadurch können schädliche Substanzen ins Oberflächen- oder Grundwasser gelangen. Also Finger weg – Unkraut beseitigen geht auch anders!

Alternative 1: Unkraut per Hand entfernen

Eine sehr effektive und gründliche Methode ist das Unkraut per Hand zu entfernen. Leider ist diese Methode aber mindestens genauso mühsam und zeitintensiv. Alles, was Ihr dafür benötigt, ist ein Fugenkratzer, mit dem Ihr das Unkraut aus den Zwischenräumen beseitigen könnt, sowie eine Wurzelbürste. Am besten ist es, das Unkraut nach einem Regenguss zu jäten, wenn die Erde noch schön feucht ist. Versucht das Unkraut mitsamt der Wurzel aus der Erde herauszuziehen, sonst belästigt Euch das Unkraut wenige Wochen später erneut.

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Tipp: Um mühsames Bücken zu vermeiden und Rücken und Knie zu schonen, bietet sich ein Fugenkratzer mit einer in der Höhe verstellbaren Teleskopstange an. Dadurch könnt Ihr ganz bequem im Stehen arbeiten.

Alternative 2: Unkraut mit Kartoffelwasser entfernen

Ein gutes Hausmittel, um Unkraut in den Steinritzen den Kampf anzusagen, ist Kartoffelwasser. Wichtig dabei ist, dass das Wasser noch heiß und gesalzen ist. Einfach eine Handvoll Kartoffeln im heißen Wasser kochen, die Kartoffeln herausnehmen und das Wasser direkt auf die befallenen Fugen gießen. Fertig! Das Salz und die hohen Temperaturen sowie der hohe Vitamin- und Kaliumgehalt zerstören Unkraut und Moos. Nach zwei bis drei Tagen können die abgestorbenen Pflanzen ganz einfach mit der Hand herausgezogen werden. Das Ganze funktioniert mit Reiswasser natürlich genauso gut.

Alternative 3: Unkraut mit Hochdruckreiniger entfernen

Alternativ könnt Ihr zum Beseitigen des Unkrauts auch einen Dampf- oder Hochdruckreiniger zur Hilfe nehmen.

Vorsicht: Achtet unbedingt darauf, dass der Druck nicht zu hoch ist, denn viele Pflasterbeläge und Fugenfüllungen können so in Mitleidenschaft gezogen werden. Viele Pflasterbeläge sind zudem in Sand verlegt. Werden die Fugen mit dem Hochdruckreiniger ausgespült, verlagert sich das Bettungsmaterial, wodurch große Hohlräume unter den Belägen entstehen. Dadurch kann es passieren, dass Steine oder Platten kippen oder absacken. Der Wasserstrahl sollte daher nicht mit voller Härte und nicht senkrecht auf die Fugen auftreffen. Beginnt mit einem geringen Wasserdruck, optimal ist ein Aufprallwinkel von etwa 45 Grad.

Flecken weg! So entfernt Ihr fiese Fettflecken, Kaugummi und Co.

Oh Schreck – ein Fleck! Gerade im Außenbereich kann es schnell mal dazu kommen, dass sich auf  Euren Pflastersteinen fiese Verschmutzungen anlagern. Doch keine Sorge: Hier kommen ein paar kleine Notfalltipps, mit denen Ihr die Flecken einfach entfernen könnt:

Öl- und Fettflecken

  • Frische Fettflecken direkt mit einem Küchenpapier aufnehmen.
  • Die Flecken mit lauwarmen Wasser, mildem Reiniger und einer weichen Bürste leicht einreiben und mit klarem Wasser nachspülen. Wenn nötig die Prozedur wiederholen.
  • Ölflecken können mit Sand oder Katzenstreu gebunden und anschließend mit einem in Wasser aufgelösten Spülmaschinen-Tab entfernt werden.

Vogelkot

  • Die Verschmutzungen im trockenen Zustand mit einer weichen Bürste abkehren.
  • Anschließend mit klarem, lauwarmem Wasser nachspülen.

Kaugummi

  • Um Kaugummi von Pflastersteinen zu entfernen, empfiehlt sich Eisspray aus dem Drogeriemarkt.
  • Das Vereisungsspray auf die Verschmutzungen geben und einige Sekunden schön durchkühlen lassen.
  • Anschließen mit einem Messer oder einer harten Bürste vorsichtig abtragen.

Tipp: Regelmäßiges Imprägnieren der Pflastersteine verhindert das Eindringen der Verschmutzungen in die Steine und erleichtert Euch die Reinigung.

Die besten Tipps für die Pflege von Pflastersteinen

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  • Regelmäßiges Reinigen! Je öfter Ihr Eure Pflastersteine reinigt, desto weniger setzen sich Unkraut und Moos in den Fugen an.
  • Regelmäßige Imprägnierung: Durch die Imprägnierung perlt Schmutz, Wasser und Co. von den Pflastersteinen ab. Das Mittel unbedingt vorher an einer kleinen, verdeckten Stelle testen, da nicht jede Steinoberfläche auf jedes Mittel optimal reagiert.
  • Unkrautvlies verlegen: Unkrautvlies eignet sich super für die langfristige Unkrautbekämpfung. Der Aufwand, das Vlies unter die Steinplatten zu verlegen, ist zwar recht groß, dafür habt Ihr über Jahre hinweg Ruhe vor lästigem Unkraut.
  • Pflastersteine regelmäßig – vor allem im Herbst – von herabfallendem Laub sowie Gras befreien. Durch die Zersetzung und den Abbau der organischen Substanzen aus Laub oder Gras entstehen Gerbsäuren, die in die Steinoberflächen einziehen und unschöne Verfärbungen mit sich bringen.

Wie Ihr seht, lassen sich Natursteine mit ein paar Tipps ganz einfach reinigen. Wer sich regelmäßig um seine Steine kümmert, wird noch lange Freude daran haben.