Terrasse

Pflastersteine reinigen – So einfach geht’s

Pflastersteine sind eine tolle Lösung, um deine Gartenwege, die Hauseinfahrt oder die gesamte Terrasse schön zu gestalten. Aber so robust die Steine auch sind, mit der Zeit verlieren sie ihren Glanz: Unschöne Verfärbungen oder hartnäckige Flecken machen sich auf dem Pflaster breit. Du möchtest deinen Außenbereich neu erstrahlen lassen? Hier findest du praktische Tipps, wie du deine Pflastersteine effektiv reinigen kannst.

1. Wie oft die Pflastersteine reinigen?

Für einen schön gepflegten Eingangsbereich und Garten solltest du das Pflaster einmal im Jahr reinigen. Abhängig von den Witterungsverhältnissen und je nachdem, ob Bäume oder Büsche in der Nähe wachsen, verschmutzen die Steine und in den Fugen machen sich Unkraut und Moos breit.

Leider ist eine gründliche Reinigung deiner Pflastersteine etwas zeit- und arbeitsintensiv. Aber dafür wirst du mit einem sauberen, ansehnlichen Pflaster belohnt. Wenn du die Steine in regelmäßigen Abständen mit einem Straßenbesen säuberst, können sich Verschmutzungen, Gras und Moos nicht so leicht ausbreiten – das erleichtert die jährliche Grundreinigung.

Herbstlaub auf gepflastertem Weg

2. Unterschiedliche Reinigung von Natur- und Betonsteinen

Wie du deine Pflastersteine am besten reinigst, hängt in erster Linie vom Material der Steine ab. Dabei wird in der Regel zwischen Beton- und Natursteinen unterschieden, die jeweils eine individuelle Pflege benötigen.

Vor jeder Reinigung solltest du deine Pflastersteine zunächst von lose aufliegendem Schmutz wie Sand, Staub und Laub befreien. Dafür eignet sich am besten ein Straßenbesen. Ideal ist ein Besen mit relativ weichen Borsten, denn harte Borsten können einige Steinarten verkratzen oder ihre Oberfläche aufrauen.

Vorsicht beim Reinigen mit dem Hochdruckreiniger: Ein zu starker Wasserdruck kann die Oberfläche deiner Pflastersteine ebenfalls beschädigen. So lagern sich Schmutz und Staub schneller wieder an. Nutze den Hochdruckreiniger am besten nur auf Hartgesteinen wie Quarzit, Granit oder Basalt, die gegenüber hohem Wasserdruck unempfindlich sind.

3. Natursteine reinigen

Wenn du ein Pflaster aus Natursteinen wie Granit, Marmor oder Kalkstein säubern möchtest, sollten aggressive chlor- oder säurehaltige Reinigungsmittel unbedingt im Schrank bleiben. Verwende stattdessen am besten klares Wasser und ein pH-neutrales Reinigungsmittel zum Putzen. Auch auf scharfkantige Kratzer, harte Schrubber oder Drahtbürsten solltest du verzichten, um die Steine nicht zu beschädigen.

Du brauchst:

  • Putzeimer
  • 5-10 Liter lauwarmes Wasser
  • 1-2 EL mildes Reinigungsmittel, z. B. Handspülmittel
  • Schrubber oder Bürste
  • Reichlich klares Wasser zum Nachspülen
  • Wischmopp oder Lappen

So geht‘s

  1. Mische in einem Eimer das lauwarme Wasser und das Spülmittel. Alternativ eignen sich auch Gallseife oder Schmierseife.
  2. Gib etwas von der Lösung auf die Steine und verteile sie gleichmäßig mit dem Schrubber oder mit einer Bürste.
  3. Spüle die Steine anschließend gründlich mit klarem Wasser ab.
  4. Nimm eventuell zurückbleibende Wasserpfützen mit einem Wischmopp oder einem Tuch auf. An warmen Tagen kannst du die Steine auch von der Sonne trocknen lassen.

4. Pflastersteine aus Beton reinigen

Um Pflastersteine aus Beton zu reinigen, kannst du dir eine Putzlösung aus Wasser und Natron selbst anmischen. Natron, auch als Soda oder Waschsoda bekannt, bekommst du im Drogeriemarkt oder in der Apotheke.

Du brauchst:

  • Großen Topf
  • 10 Liter Wasser
  • 10-Liter-Putzeimer (hitzebeständig)
  • 100 g Natron
  • Besen oder weichen Schrubber
  • Reichlich klares Wasser zum Nachspülen

So geht‘s

  1. Bringe in einem großen Topf ca. 10 Liter Wasser zum Kochen. Fülle das Wasser anschließend in einen hitzebeständigen Eimer um.
  2. Rühre sofort 100 g Natron in das Wasser ein.
  3. Gib die Sodalösung noch warm auf die Pflastersteine und verteile sie gleichmäßig mit einem Besen oder einem weichen Schrubber.
  4. Lass das Hausmittel für mindestens 5 Stunden auf den Betonsteinen einwirken.
  5. Spüle die Steine mit reichlich klarem Wasser ab und lasse sie vollständig trocknen.

Am besten suchst du dir einen trockenen, sonnigen Tag aus, um deine Pflastersteine zu reinigen. So kann das selbstgemachte Reinigungsmittel ausreichend einwirken, und die Steine können nach der Reinigung trocknen, ohne dass gleich neue Verschmutzungen entstehen.

5. Pflastersteine mit Essig reinigen

Essig ist ein effektives Hausmittel gegen Verschmutzungen aller Art. Auf Pflastersteinen kannst du es vor allem gegen Moos, Unkraut und Flechten einsetzen. Wähle am besten einen trockenen Tag für die Reinigung aus, denn der Essig sollte mindestens einen Tag einwirken. Vorsicht bei Pflasterflächen, die direkt an ein Beet angrenzen: Dringt der Essig in die Erde ein, kann er Blumen und Pflanzen beschädigen.

Du brauchst:

  • 2 Liter Essig
  • 2 Liter kaltes Wasser
  • Putzeimer
  • Schrubber oder Straßenbesen
  • Klares Wasser zum Nachspülen

So geht’s:

  1. Mische Essig und Wasser im Verhältnis 1:1 in einem Putzeimer.
  2. Gib die Essiglösung auf den Pflastersteinen und verteile sie gleichmäßig mit einem Besen oder Schrubber.
  3. Lass die Lösung einen Tag lang einwirken. Spüle die Steine anschließend mit reichlich klarem Wasser ab. Achte darauf, die Essiglösung beim Abspülen stark zu verdünnen, damit keine konzentrierte Essiglösung in den Boden gelangt.

6. Moos und Unkraut aus Pflasterfugen entfernen

Fast immer breiten sich mit der Zeit Moos, Gräser und Unkraut in den Ritzen deiner Pflastersteine aus. Auf gepflasterten Wegen und Flächen sehen die grünen Fugen schnell ungepflegt aus. Werden die Pflanzen nicht entfernt, können die Wurzeln die Steine sogar anheben und das Pflaster uneben werden lassen. Daher solltest du mindestens einmal im Jahr die Pflasterfugen reinigen. Leider ist das Entfernen des Unkrauts ziemlich mühsam. Aber das richtige Werkzeug und die richtigen Techniken erleichtern dir die Arbeit.

Gras, das zwischen Waschbetonplatten wächst, wird mit dem Fugenkratzer herausgekratzt
Fugenkratzer »combisystem-Set, 3001-20« von Gardena bei OTTO.

Unkraut von Hand entfernen

Eine sehr effektive und gründliche Methode ist, das Unkraut einfach mit der Hand zu entfernen. So entfernst du die Wurzeln gleich mit und die Gräser wachsen nicht so schnell nach. Du brauchst dafür einen Fugenkratzer, um die Pflanzen aus den Ritzen zu lösen, und eine Wurzelbürste, um loses Wurzelwerk und Erde aus den Zwischenräumen zu entfernen. Der beste Zeitpunkt für das Unkrautjäten ist direkt nach einem Regenguss, wenn die Erde schön feucht und locker ist. Versuche das Unkraut mitsamt der Wurzel aus der Erde herauszuziehen, sonst kommen die Pflanzen schon nach wenigen Wochen wieder.

Tipp: Wenn du keinen Fugenkratzer hast, tut es auch ein altes Küchenmesser – allerdings musst du dann im Hocken oder Knien arbeiten.

Unkraut mit Kartoffelwasser entfernen

Ein gutes Hausmittel gegen Unkraut in den Steinritzen ist Kartoffelwasser – also das Wasser, das nach dem Kartoffelkochen übrigbleibt. Wichtig ist, dass das Wasser noch heiß und gesalzen ist. Einfach eine Handvoll Kartoffeln im heißen Wasser kochen, die Kartoffeln herausnehmen und das Wasser direkt auf die befallenen Fugen gießen. Das Salz und die hohe Temperatur sowie der Kaliumgehalt zerstören Unkraut und Moos. Nach zwei bis drei Tagen kannst du die abgestorbenen Pflanzen ganz einfach mit der Hand herausziehen. Das Ganze funktioniert mit Reiswasser genauso gut.

Hochdruckreiniger entfernt Schmutz von Pflastersteinen
Hochdruckreiniger „K 3 Full Control Home T 350“ von Kärcher bei OTTO.

Unkraut mit dem Hochdruckreiniger entfernen

Du kannst zum Beseitigen des Unkrauts auch einen Dampf- oder Hochdruckreiniger zur Hilfe nehmen. Achte darauf, dass der Wasserdruck nicht zu hoch ist. So verhinderst du zum einen, dass empfindliche Natursteine Schaden nehmen. Zum anderen sind Pflasterbeläge häufig in Sand verlegt. Werden die Fugen mit dem Hochdruckreiniger ausgespült, kann sich das Bettungsmaterial verlagern. So entstehen Hohlräume unter den Belägen und es kann passieren, dass die Pflastersteine kippen oder absacken. Der Wasserstrahl sollte mit geringem Wasserdruck und einem Winkel von etwa 45 Grad auf die Pflasterfugen treffen.

Hier findest du nützliches Zubehör zum Reinigen deiner Pflastersteine:

Unkraut nicht mit Herbiziden entfernen

Du hast keine Lust oder keine Zeit, die Fugen Reihe für Reihe sauber zu kratzen? Verständlich – aber auf chemische Unkrautvernichter solltest du trotzdem verzichten. Die Anwendung von Herbiziden im Garten oder auf befestigten Flächen wie Gehwegen und Terrassen ist in Deutschland aus Umweltschutzgründen verboten. Schädliche Bestandteile der chemischen Substanzen können ins Erdreich und ins Grundwasser gelangen. Also greif lieber zum Fugenkratzer oder zu anderen Hausmitteln, um deine Pflastersteine von Unkraut zu befreien.

7. Ölflecken vom Pflaster entfernen

In deinem Garten wird gegrillt, gegessen und gespielt – da kann es schnell mal passieren, dass sich Öl- und Fettflecken auf deinen Pflastersteinen breit machen. Aber keine Sorge: Wir haben ein paar praktische Erste-Hilfe-Tipps, wie du auch schwierige Flecken von den Pflastersteinen entfernen kannst.

Du brauchst:

  • Für frische Flecken: Küchenpapier, Sand oder Katzenstreu
  • Eimer
  • 2 Liter lauwarmes Wasser
  • 1 TL Spülmittel oder Gallseife
  • Weiche Bürste
  • Klares Wasser zum Nachspülen

So geht’s:

  1. Tupfe frische Fett- oder Ölflecken vorsichtig mit Küchenpapier ab. Alternativ kannst du auch etwas Sand oder Katzenstreu auf den Fleck geben.
  2. Mische lauwarmes Wasser und Spülmittel in einem Eimer. Gib etwas davon auf den Fleck und reibe das Putzmittel mit einer weichen Bürste leicht ein.
  3. Spüle mit klarem Wasser nach. Wenn der Fleck jetzt noch zu sehen ist, die Prozedur wiederholen.
  4. Bei hartnäckigen Fettflecken kannst du einen Spülmaschinen-Tab in etwas Wasser auflösen und den Fleck damit bearbeiten.

8. Kaugummi, Vogelkot und andere schwierige Flecken

Gartenvögel sind etwas Schönes – aber nicht selten hinterlassen sie ihre Spuren auf Gartenwegen und Terrasse. So rückst du den unschönen weißen Flecken zu Leibe.

Vogelkot vom Pflaster entfernen

Du brauchst:

  • Weiche Bürste
  • Lauwarmes Wasser

So geht’s:

  1. Lass die Flecken zunächst vollständig trocknen – wenn der Vogelkot noch feucht ist, riskierst du, ihn beim Säubern eher in die Steine einzureiben.
  2. Bürste die getrockneten Verschmutzungen mit einer weichen Bürste von den Pflastersteinen ab.
  3. Spüle die Flecken anschließend mit klarem, lauwarmem Wasser nach.

Kaugummi vom Pflaster entfernen

Kaugummi lässt sich am besten entfernen, wenn es hart gefroren ist. Um es von deinen Pflastersteinen zu entfernen, empfiehlt sich daher Eisspray aus dem Drogeriemarkt. Auch ein Kühlakku oder ein Eisbeutel funktioniert.

Du brauchst:

  • Eisspray
  • Messer, alternativ harte Bürste

So geht’s:

  1. Sprüh das Vereisungsspray direkt auf den Kaugummi und lass es einige Sekunden lang durchkühlen.
  2. Trage anschließen den gefrorenen Kaugummi mit einem Messer oder einer harten Bürste vorsichtig ab.

9. 5 Tipps für schöne Pflastersteine

  1. Regelmäßig reinigen: Je häufiger du deine Pflastersteine reinigst, desto weniger Staub, Moos und Verschmutzungen setzen sich fest – so werden die Steine auch schneller sauber.
  2. Regelmäßig imprägnieren: Eine spezielle Imprägnierung versiegelt die Pflastersteine, sodass Schmutz, Wasser und Co. einfach abperlen. Teste das Mittel vorher an einer kleinen, verdeckten Stelle, da nicht jede Steinoberfläche auf jedes Mittel optimal reagiert.
  3. Regelmäßig fegen: Befreie deine Pflastersteine regelmäßig mit einem weichen Besen von Staub und Sand. Straßenstaub enthält oft Gras- und Unkrautsamen, die sich in den Ritzen zwischen den Steinen festsetzen.
  4. Laub harken: Im Herbst solltest du Wege und Terrasse regelmäßig von Laub und Pflanzenteilen befreien. Das braune Herbstlaub enthält Gerbsäuren, die in die Steinoberflächen einziehen und unschöne Verfärbungen verursachen können.
  5. Unkrautvlies verlegen: Ein Unkrautvlies unter dem Steinpflaster ist eine zusätzliche Maßnahme zur Unkrautvermeidung. Das Verlegen ist allerdings sehr aufwendig. Zudem kann ein solches Vlies Moos und Unkraut nicht komplett verhindern, da viele Samen von oben auf die Pflastersteine fallen.

10. Pflastersteine FAQ

  • Kann man Pflastersteine mit Hochdruck reinigen?

    Hartes Gestein wie Granit- und Quarz kannst du problemlos mit dem Hochdruckreiniger säubern. Andere Natursteinarten wie Sandstein oder Marmor können durch den harten Wasserstrahl Kratzer oder Risse davontragen, sodass sich Schmutz und Algen noch schneller festsetzen Bei Betonpflaster solltest du den Wasserdruck auf eine niedrige Stufe stellen. Vorsicht bei beschädigten oder rissigen Pflastersteinen – sie können durch den Wasserdruck zusätzlichen Schaden nehmen.

  • Was hilft gegen Flechten auf Pflastersteinen?

    Meist reicht es, die Flechten mit Essig zu besprühen. Nach 30 Minuten Einwirkzeit kannst du sie mit einer Bürste entfernen. Ein anderes Hausmittel gegen Flechten ist eine selbstgemachte Natronlauge aus Natron und Wasser.

  • Was kostet eine Pflasterreinigung?

    Je nach Grad der Verschmutzung fallen für eine professionelle Pflasterreinigung zwischen 5 Euro und 15 Euro pro Quadratmeter an. Hartnäckige Verschmutzungen, zum Beispiel großflächige Ölflecken, können etwas teurer werden.

  • Wo kann ich Maschinen für die Pflasterreinigung mieten?

    Flächenreiniger und Hochdruckreiniger kannst du in vielen Baumärkten tage- oder stundenweise mieten. Es gibt auch Maschinenhersteller, die Geräte für die Pflasterreinigung zur Miete anbieten.

  • Was kostet es, Pflastersteine zu versiegeln?

    Eine einfache Versiegelung der Pflastersteine kostet zwischen 5 Euro und 10 Euro pro Quadratmeter. Es gibt auch spezielle Imprägnierungen, die das Pflaster wasserabweisend machen. Sie kosten ab 10 Euro pro Quadratmeter.

    Wie du siehst, lassen sich deine Pflastersteine mit ein paar guten Tipps und den richtigen Hausmitteln ganz einfach reinigen. Und wenn du dich regelmäßig um deine gepflasterten Wege und Flächen kümmerst, wirst du lange Freude daran haben.