Küche

Deckenbeleuchtung in der Küche

Arbeitsflächen, Herd, Küchentisch – in der Küche gibt es unterschiedliche Bereiche, die jeweils eine eigene Beleuchtung brauchen. Das Deckenlicht dient meist nur der „Grundbeleuchtung“: Die Lampen sollen hell genug sein und ansonsten nicht groß auffallen. Du kannst die Deckenbeleuchtung in der Küche aber auch als Gestaltungselement nutzen – wir zeigen dir, worauf es ankommt.

1. Mit Hängelampen

Weiße Küche mit Küchentresen und Bauernschrank

Hängelampen machen deine Küche gemütlich und passen toll zum Landhaus- und Skandi-Stil. Damit sie den Raum angenehm beleuchten, müssen die Lampen relativ niedrig hängen. Das funktioniert gut über der Arbeitsfläche und über dem Küchentisch, aber über dem Herd solltest du eine andere Beleuchtung wählen: Hitze und Fettspritzer könnten tiefhängende Lampen beschädigen.

Küche mit weißen Fronten, blaugrünen Hochglanz-Hängeschränken, Küchentresen mit Holzarbeitsplatte und Hängeleuchten

Grundregeln für Hängelampen in der Küche

  • Mehrere Hängelampen für unterschiedliche Bereiche wie Küchentisch und Arbeitsfläche.
  • Abgeschirmte Lampen für alle Bereiche, in denen du sitzt, z. B. am Küchentresen oder am Tisch.
  • Keine Hängelampe über dem Herd.
Weiße Wohnküche mit kleinem Essplatz, Holzarbeitsflächen und Hängeleuchten

2. Mit Einbauspots

Offene Küche mit Küchentresen und Deckenspots

Einbauspots sind ideal für eine gleichmäßige Deckenbeleuchtung. Die kleinen, in die Küchendecke integrierten LED-Lampen wirken zurückhaltend und sehr modern. Allerdings ist es sehr aufwendig, Einbauspots nachträglich einzusetzen – in der Regel werden Einbauspots beim Bau oder Umbau der Küche direkt mitgeplant.

Große Küche in Weiß mit Landhausfronten

Grundregeln für Einbauspots in der Küche

  • Gut geeignet für normalhohe und niedrige Küchen.
  • Schwenkbare Spots wählen und mit einer zweiten Person optimal ausrichten.
  • Neutralweiße Spots über den Arbeitsflächen, warmweiße Spots im Essbereich.
  • Einbauspots nicht direkt über Ceran-Kochfeldern anbringen, um Spiegelungen zu vermeiden.
Moderne Küche mit indirekter Beleuchtung

3. Mit Deckenstrahlern

Moderne, offene Küche mit grauen Fronten

Deckenstrahler mit schwenkbaren Leuchten sind ideal als Deckenbeleuchtung für die Küche: Sie sitzen direkt unter der Decke, sodass ihnen Fettspritzer und Wasserdampf nichts anhaben können. Zudem kannst du auch mehrflammige Deckenstrahler an jedem Deckenanschluss anbringen.

Große Küche in Weiß mit Landhausfronten

Grundregeln für Deckenstrahler in der Küche

  • Schwenkbare Strahler wählen – so kannst du die Küche flexibel beleuchten.
  • LED-Strahler wählen – sie werden nicht warm, haben eine lange Brenndauer und sind oft sogar dimmbar.
Moderne Küche mit schwarzen Fronten und großem Küchentresen

4. Wie viele Einbaustrahler pro m²?

Es gibt keine pauschale Angabe für die richtige Anzahl Einbaustrahler pro Quadratmeter in der Küche. Wie viele Spots du für deine Küchendecke benötigst, hängt davon ab,

  • welche Bereiche der Küche du beleuchten möchtest.
  • wie hell deine einzelnen Spots sind.

Installiere die Einbaustrahler so, dass du eine Helligkeit von etwa 300 Lumen pro Quadratmeter erreichst. Aber Achtung – dazu zählen nicht nur deine Spots, sondern auch alle anderen Küchenlampen wie Unterschrankleuchten, Arbeitsleuchten oder die Lampe über dem Esstisch.

5. Wie viel Lumen in der Küche?

Auch wenn du vielleicht gern gemütlich mit Freunden in der Küche sitzt – in erster Linie ist die Küche ein Funktionsraum, in dem du ausreichend Licht zum Kochen und Schnippeln brauchst. 300 Lumen (lm) pro Quadratmeter sind ein guter Richtwert für die Küche. Wie viel Lumen deine Küchenlampen haben, steht jeweils auf der Leuchtmittel-Verpackung und manchmal auch auf dem Leuchtmittel selbst.

Moderne weiße Küche im Landhausstil

Beispiel 12-m²-Küche

Benötigte Helligkeit insgesamt: 12 x 300 lm = 3600 lm

1 x Deckenstrahler, 3-flammig, 1500 lm

+

3 x Unterbauleuchten 500 lm = 1500 lm

+

1 x Hängelampe 600 lm

Grundriss einer kleinen Küche mit Deckenlampen

6. Abstrahlwinkel bei LED in der Küche

Der Abstrahlwinkel eines Leuchtmittels spielt vor allem bei Einbauspots und Deckenstrahlern eine Rolle. Er gibt an, wie stark eine Lichtquelle gebündelt wird – sprich, wie groß oder klein der Lichtkegel ist, den das Leuchtmittel produziert. Je größer der Abstrahlwinkel, desto größer ist der der Bereich, den die Lampe ausleuchtet.

LED-Leuchtmittel mit Reflektor
LED-Lampe „230V warmweiß 2er-Set“ von Xavax bei OTTO.

Der Abstrahlwinkel spielt vor allem bei solchen LEDs eine Rolle, bei denen das Licht durch eine aufgesetzte Linse gestreut wird. Bei diesen „Reflektor“-LEDs kann der Abstrahlwinkel zwischen 10° und 360° liegen. LEDs für Deckenstrahler haben typischerweise einen Abstrahlwinkel von 36° – diese Lampen eignen sich gut für eine gleichmäßige Grundbeleuchtung.