Wie der KeepCup zu OTTO kam

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Wir haben euch ja schon erzählt, dass bei OTTO jetzt der Mehrwegbecher für Kaffee und Tee eingeführt wurde, um firmenintern noch nachhaltiger zu werden. Heute stellen wir Euch die beiden Männer vor, ohne die das Projekt gar nicht möglich gewesen wäre und die den KeepCup zu OTTO geholt haben: Ben Köhler und Niels Mester.

Wie lange seid ihr schon bei OTTO und was macht ihr hier?

Ben Köhler Niels Mester OTTO KeepCup Kaffeebecher Mehrweg

Ben: Ich bin seit sechs Jahren bei OTTO und man nennt mich Senior Projektleiter Corporate Responsibility. Einfacher: Ich arbeite im Nachhaltigkeitsmanagement. Unsere Aufgabe ist es, das Thema Nachhaltigkeit bei OTTO in verschiedenen Unternehmensbereichen zu verankern.

Niels: Ich bin erst seit Oktober 2016 bei OTTO und gastronomischer Leiter beim Kochwerk. Alles was kulinarisch hier im Haus passiert, liegt bei mir und meinem Team. Von der Kantine bis zum Bistro.

 

Wie seid ihr in Sachen KeepCup zusammengekommen?

Ben: Ich habe Niels angesprochen. Wobei der KeepCup mit einer kleinen Bewegung bei OTTO einherging. Das war nichts, was sich einer von uns ausgedacht hat, da sind ein paar Dinge zusammen gelaufen. Wir haben das Thema Mehrwegbecher natürlich schon länger auf dem Zettel gehabt, aber es gab zwei Schlüsselmomente. Einmal war es, dass San Francisco Einwegverpackungen verboten hat und damit eine große Vorreiterrolle eingenommen hat. Außerdem gab es eine rege Diskussion im OTTO-Intranet: Da haben sich Mitarbeiter über das Thema Einwegbecher aufgeregt. Das war für mich der Auslöser, mit dem Kochwerk zu sprechen.

Niels: Bei mir ist Ben mit dem Thema natürlich auf offene Ohren gestoßen. Wir haben uns dann im nächsten Schritt intensiv damit auseinander gesetzt, was bei uns im Unternehmen möglich ist und was wir erreichen wollen. Anfang November saßen wir das erste Mal beisammen und dann ging es alles sehr schnell und am 30. Januar wurde der KeepCup eingeführt.

 

Wusstet ihr gleich, welcher Becher es sein sollte?

OTTO KeepCup Kaffeebecher

Ben: Wir haben uns natürlich mit den verschiedenen Produkten auseinander gesetzt und unterschiedliche Becher bewertet. Es ging nicht nur darum, eine ökologisch sinnvolle Variante zu finden, es musste auch gut in die Abläufe passen. Privat fällt die Wahl da natürlich leichter, als wenn tausende Mitarbeiter involviert sind. Der KeepCup hat eine super Öko-Bilanz.Nach 15 Verwendungen hat er sich schon ökologisch gerechnet. Außerdem hat der Keep Cup eine sehr lange Lebensdauer, laut Hersteller hält er 1500 Verwendungen durch.

Niels: Wir mussten uns hier im Kochwerk über die praktische Seite Gedanken machen. Wie bringen wir den Becher in das geschlossene System OTTO und mussten dementsprechend auch den hygienischen Aspekt, die Reinigung und die Befüllung berücksichtigen. Ich denke, wir haben da ein gutes Konzept erarbeitet. Die Becher bekommen ihre Erstspülung von uns, der Mitarbeiter zahlt 3,50 Euro für den Becher inkl. des ersten Getränks – so wird der Anreiz noch größer. Jede weitere Befüllung wird 10 Cent günstiger, wenn man den KeepCup mitbringt.

Ben: Nachhaltigkeit muss eben auch im Alltag funktionieren und praktikabel sein, mit dem KeepCup haben wir ein schönes und einfaches Bechersystem gefunden.

Niels: Außerdem ist der Becher auch sehr schick, damit schmückt man sich gerne.

 

Wie wird er denn bisher angenommen?

Niels: Sehr sehr gut! Von unseren rund 4000 Mitarbeitern haben jetzt nach gut einem Monat bereits 2000 Kollegen einen KeepCup. Die Zahl hat uns wirklich sehr positiv beeindruckt.

Ben: Der Becher kam wirklich toll an. Wir hatten nur einen Intranet-Artikel, über den die Aktion kommuniziert wurde. Und dann natürlich im Bistro direkt. Es hat sich aber vor allem über Mundpropaganda verbreitet. Außerdem laufen jetzt überall Mitarbeiter mit dem Becher rum, das erzeugt natürlich auch Aufmerksamkeit.

Niels: Es findet außerdem eine regelrechte Form von Selbsterziehung statt, die Kollegen mit Pappbecher werden schon manchmal angesprochen: „Nehmt doch einen KeepCup.“ Wir möchten unseren Kollegen natürlich nichts vorschreiben, aber wir bieten ihnen eben pro-aktiv eine Alternative an. Und das funktioniert.

 

Wie viel Kaffee verbraucht ihr bei OTTO im Jahr?

Niels: Hier am Hamburger Standort sind es 12 Tonnen im Jahr. Allein 5000 Kaffees aus Vollautomaten gehen täglich in den Coffee Pantries in den Abteilungen raus. Im Bistro kommen dann noch mal 500 Kaffeespezialitäten pro Tag dazu – und die Qualität kann sich absolut mit den Cafés draußen messen. Wir haben unsere Mitarbeiterinnen gezielt geschult und sie machen einen großartigen Job. Ich bin wirklich sehr stolz auf mein Team.

Bistro OTTO Hamburg KeepCup Mehrwegbecher

 

Ist irgendwas schief gelaufen in der KeepCup-Historie? Gab es Stolpersteine?

Niels: Natürlich ist es eine Herausforderung, wenn 3000 Becher auf einmal ankommen, die alle ausgepackt, auseinandergebaut, gespült und wieder zusammengesetzt werden müssen. Da kommen schon ein paar Stunden zusammen – aber der Aufwand war es wert.

Ben: Ein bisschen Bammel hatten wir außerdem beim Timing: Die Becher wurden aus England verschickt und unser Zeitplan war ziemlich eng. Zum Glück hat aber alles wunderbar geklappt.

 

Wurdet ihr schon von anderen Unternehmen auf das Projekt angesprochen?

Ben: Auf mich sind tatsächlich schon vier große Unternehmen zugekommen und haben nach unseren ersten Erfahrungen gefragt . Und das nur durch eine kleine Pressemeldung, die wir zum Start veröffentlicht haben. Es ist schön zu sehen, dass das Thema auch bei anderen großen Firmen Priorität hat.

Niels: Es war uns auch wichtig, in Sachen Mehrwegbecher Trendsetter zu sein und nicht nur dem Mainstream zu folgen. Wir wollten das erste große Hamburger Unternehmen sein, das ein eigenes Mehrwegbecher-System einführt. Und soweit ich weiß, sind wir das auch.

KeepCup OTTO Mehrwegbecher

 

Vielen Dank für das Gespräch!

Für weitere Informationen zu OTTO’s Nachhaltigkeitsengagement klicke hier.

 

 

 

Moin, ich bin Marie. Waschechte Hamburgerin und nordisch by nature. Hier bei OTTO halte ich für re:BLOG Ausschau nach spannenden Ideen und Menschen, coolen Eco-Outfits und berichte für euch von den kleinen und großen Schritten, die in Sachen Nachhaltigkeit gemacht werden. Das fängt für mich vor allem im Alltag bei jedem von uns an, wenn eben der Mehrweg-Kaffeebecher mitgenommen wird oder eben das köstliche vegane Gericht auf dem Teller landet.

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