Draußen Wäsche trocknen im Winter – so geht’s

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Wo im Win­ter Wäsche trock­nen? Hast du dir diese Frage auch schon mal gestellt? Wir erk­lären, wie Wäschetrock­nen im Win­ter am besten funk­tion­iert. Dazu haben wir viele nüt­zliche Tipps zum Wäscheaufhän­gen und für die Wahl des richti­gen Ortes.

Waesche im Winter auf Balkon trocknen

Im Som­mer lassen wir die frisch gewasch­ene Wäsche gerne auf dem Balkon oder im Garten trock­nen – kein Prob­lem, denn meis­tens ist sie schon nach eini­gen Stunden trock­en. Aber Wäsche im Win­ter auf dem Balkon trock­nen? Stattdessen greifen viele lieber auf den Trock­n­er zurück. Der ver­braucht allerd­ings viel unnötige Energie und ist nicht beson­ders nach­haltig. Selb­st wenn er eine gute Energieef­fizienz hat. Deshalb zeigen wir dir, wie Wäschetrock­nen im Win­ter ganz unprob­lema­tisch funktioniert.

Hintergründe: Wäsche trocknen im Winter ohne Trockner

Waesche trocknen im Winter ohne Trockner

Wäschetrock­n­er gehören zu den größten Energiefressern im Haushalt und sind deshalb alles andere als nach­haltig. Ein Wärmepumpen­trock­n­er der Energieef­fizien­zk­lasse A+ ver­braucht im Jahr 258 kWh Strom und auch die beste Energieef­fizien­zk­lasse A+++ kommt immer­hin noch auf einen durch­schnit­tlichen Energie­ver­brauch von 158 kWh. Zugegeben: Trock­n­er sind prak­tisch, ger­ade in kleinen Woh­nun­gen, die wenig Platz haben, um Wäsche zu trock­nen. Aber wenn du die Möglichkeit hast, soll­test du ver­suchen, so oft wie möglich ohne Trock­n­er auszukom­men. So kannst du nicht nur Energie sparen, son­dern tust der Umwelt einen riesi­gen Gefall­en. Was näm­lich häu­fig vergessen wird: Alle Gegen­stände, Lebens­mit­tel und Geräte, die wir nutzen, ver­brauchen auch in ihrer Her­stel­lung Ressourcen wie Wass­er und Energie. Man spricht dabei vom virtuellen Wasserver­brauch und von grauer Energie. Rech­net man diese Werte zu unserem täglichen Energie- und Wasserver­brauch durch Waschen, Kochen, Fernse­hguck­en, Computer-/Handy-Nutzung, dann ergeben sich schnell besorgnis­er­re­gende Zahlen. So braucht es durch­schnit­tlich 30.000 kWh zur Her­stel­lung eines Klein­wa­gens und 3.000 kWh für die Pro­duk­tion eines Lap­tops. Deshalb soll­ten wir darauf acht­en, unseren Wasser- und Energie­ver­brauch – sei es nun aktiv oder pas­siv – so gut wie möglich zu reduzieren, um unser Kli­ma und die Natur zu ent­las­ten. Das geht z. B. durch kleine Umstel­lun­gen im All­t­ag wie beim Wäschetrock­nen im Winter.

Warum Wäsche auch im Winter draußen trocknen?

Waeschekorb mit weisser Waesche bei Kaelte trocknen

Während es für viele völ­lig selb­stver­ständlich ist, im Som­mer ihre Wäsche draußen an der frischen Luft zu trock­nen, stellt Wäsche trock­nen im Win­ter die meis­ten vor eine Her­aus­forderung. Dabei ändert sich eigentlich nicht viel außer das  Tim­ing: Warme Luft nimmt Feuchtigkeit schneller auf als kalte. Deshalb ist unsere Wäsche im Som­mer auch so schnell trock­en. Hinzu kommt natür­lich die Sonnene­in­strahlung, die das Wass­er ver­dun­sten lässt. Im Win­ter kön­nen wir dafür aber Minus­grade nutzen. Durch die soge­nan­nte Sub­li­ma­tion ver­dampft gefrorenes Wass­er ein­fach. Die Wäsche friert zwar zunächst ein, wird dann aber getrock­net. Das spart nicht nur Energie, son­dern ist auch scho­nen­der für die Stoffe, da sie nicht im Trock­n­er aneinan­der reiben und der Hitze aus­ge­set­zt sind. Ein weit­er­er Vorteil: Deine Wäsche wird unglaublich weich, ganz ohne Weich­spüler. Außer­dem wer­den Handtüch­er saugfähiger, weil die Fasern sich nicht so stark zusam­men­ziehen. Du kannst also ruhig Wäsche im Win­ter auf dem Balkon trock­nen oder auch im Garten auf der Wäscheleine. Wichtig ist nur, dass du den richti­gen Tag dafür abpasst. Bei Nebel oder Regen soll­test du die Wäsche natür­lich nicht draußen trock­nen. Das Gute: Wenn wir uns mehr Gedanken um das richtige Tim­ing machen müssen, kom­men wir nicht in Ver­suchung, zu viel zu waschen. Denn oft lan­det Klei­dung in der Waschmas­chine, die eigentlich nur aus­gelüftet wer­den müsste. Weit­ere Infor­ma­tio­nen und Tipps hierzu bekommst du in unserem Rat­ge­ber „Nach­haltig Waschen“.

Tipps: So trocknest du Wäsche im Winter draußen

Waesche trocknen Winter draussen

Wäsche trock­nen bei Kälte ist genau­so effek­tiv wie bei som­mer­lich­er Hitze. Das Prinzip haben wir dir ja schon erk­lärt: Wass­er gefriert und tritt vom fes­ten direkt in den gas­för­mi­gen Zus­tand über. Damit das schnell­st­möglich und effek­tiv passieren kann, soll­test du ein paar Dinge beacht­en. In unser­er Über­sicht erfährst du, welche das sind und wie Wäschetrock­nen im Win­ter ganz ein­fach gelingt:

  • Je trock­en­er die Wäsche aus der Waschmas­chine kommt, desto kürz­er braucht sie zum Trock­nen. Wäh­le deshalb eine möglichst hohe Schleud­erzahl, achte aber darauf, dass sie der Wäsche nicht schadet. Im Pflegeetikett ist ver­merkt, falls ein Klei­dungsstück speziell behan­delt wer­den muss.
  • Hänge die Wäsche möglichst glatt auf, damit keine Feuchtigkeit in den Fal­ten zurück­bleibt. So sparst du dir später auch das Bügeln. Hem­den, Blusen und Shirts kannst du schon auf dem Klei­der­bügel trocknen.
  • Nutze Wäscheklam­mern, um Handtüch­er, Hosen etc. aufzuhän­gen. Über­lap­pen sich Stoff­bah­nen, kann die Feuchtigkeit nicht richtig ver­dampfen, die Wäsche braucht länger zum Trock­nen. Hängst du sie mith­il­fe der Wäscheklam­mern am äußeren Saum auf, geht es schneller.
  • Ver­mei­de es, kleine Teile wie Sock­en und Unter­wäsche zwis­chen größeren aufzuhän­gen. So bekom­men sie mehr Luft und trock­nen schneller. Außer­dem sparst du dir beim Abhän­gen und Zusam­men­le­gen Arbeit, denn wenn du vorher sortierst, hast du die passende Wäsche bere­its beisammen.
  • Beim Frost­trock­nen soll­test du die Wäsche auf keinen Fall im gefrore­nen Zus­tand abnehmen oder auss­chüt­teln. Das Gewebe kön­nte son­st brechen. Warte, bis das Wass­er voll­ständig sub­lim­iert und die Wäsche nicht mehr steif ist.

Achtung: Frost­trock­nen funk­tion­iert nur bei Tem­per­a­turen unter null Grad. Draußen Wäsche trock­nen im Win­ter klappt aber auch bei wärmeren Tem­per­a­turen, es dauert nur etwas länger. Beacht­est du unsere Tipps, reduzierst du die Trocken­zeit jedoch deutlich.

Fazit Wäsche trocknen im Winter

Im Winter Waesche trocknen draussen

Manch­mal ist es gar nicht so ein­fach, die richtige Strate­gie zu find­en: Wäsche trock­nen im Win­ter – draußen, drin­nen oder schnell im Trock­n­er? Aus ökol­o­gis­ch­er Sicht soll­test du so viel wie möglich auf den Trock­n­er verzicht­en, denn obwohl die Wärmepumpen­trock­n­er mit Energieef­fizien­zk­lasse A+++ im Ver­brauch recht sparsam sind, ver­brauchen sie allein in der Her­stel­lung große Men­gen an virtuellem Wass­er und grauer Energie. Das geht auf Kosten unser­er Umwelt und unseres Kli­mas. Außer­dem lässt sich Wäsche auch bei Kälte auf dem Balkon trock­nen. Das braucht zwar länger als in der som­mer­lichen Hitze, aber acht­est du darauf, sie richtig zu waschen und richtig aufzuhän­gen, musst du nicht ewig auf trock­ene Wäsche warten. Ein weit­er­er Vorteil zum Wäschetrock­nen in der Woh­nung: Du ver­mei­dest Schim­mel­bil­dung und zusät­zliche Feuchtigkeit.

Möcht­est du dein eigenes natür­lich­es Waschmit­tel her­stellen? Dann schau doch in unseren Rat­ge­ber „Waschmit­tel sel­ber machen aus Kas­tanien“ rein.

Gärtnern ohne Garten

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Du hast Lust auf selbst angebautes Gemüse, aber keinen eigenen Garten? Kein Problem, wir zeigen dir, wie du deinen grünen Daumen trotzdem ausleben kannst.

Pflanzen Ohne Garten

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Hej, ich bin Jasmin, frische Hamburgerin und Foodie aus Leidenschaft. Ich liebe es neue vegane und nachhaltige Cafés und Restaurants in Hamburg zu entdecken. Für re:BLOG begebe ich mich außerdem...

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