Valentinstag: Geschenkideen zum Fairlieben

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Nachhaltigkeit und Valentinstag? Mal ehrlich – so richtig gut passt das nicht zusammen. Schließlich ist der Tag der Verliebten bei vielen vor allem eins: Kommerz. Umweltschonende und nachhaltige Geschenke sind da eher Mangelware. Das fängt schon beim Klassiker aller Valentinstagsgeschenke an: Rote Rosen. Die kommen nämlich, wie die meisten Schnittblumen, per Flugtransport nach Deutschland. Der ökologische Fußabdruck lässt grüßen! Aber das ist nicht nur hinsichtlich des CO2-Ausstoßes bedenklich, sondern auch wegen der Produktionsbedingungen vor Ort. Die Menschen, die auf den viele Blumenfarmen in Lateinamerika und Afrika arbeiten, bekommen Löhne unter dem Existenzminimum und sind dabei obendrauf auch noch Unmengen an Pestiziden schutzlos ausgeliefert.

Rosen Fairtrade
„Doch keine Panik, das soll hier keine Moralpredigt werden. ”

Den Valentinstag musst du nicht ausfallen lassen. Denn es geht auch anders: Mit den richtigen Ideen kann man seinem Lieblingsmenschen am Valentinstag nicht nur eine Freude machen, sondern gleichzeitig auch einen wertvollen Beitrag für die Umwelt leisten. Inspiriert? Hier kommen unsere nachhaltigen Alternativen zum Tag der Liebe.

Zeit verschenken: Gemeinsames Essen

Eigentlich soll es am Valentinstag nicht um Konsum gehen. Wie wäre es also mit einem schönen Candle-Light-Dinner zu zweit? Wem das zu kitschig ist, der kann auch ein schönes Frühstück im Bett zubereiten. Hauptsache es ist selbstgemacht und lecker. Denn Liebe geht bekanntlich durch den Magen.

Frühstück im Bett

Sich gemeinsam Zeit für ein tolles Frühstück zu nehmen – im stressigen Alltag kaum möglich. Deswegen ist es am Valentinstag umso besonderer. Wann gab es wohl zuletzt ein Frühstück ans Bett? Überrasche deinen Partner doch mit frischem Obst, leckerem Müsli, gesunden Bananenpfannkuchen oder anderen Leckereien.

Valentinstag Geschenk Fruehstueck

Wer es schafft, holt morgens Brot oder Brötchen vom Bäcker und dazu selbst gemachten Nuss-Nougat-Aufstrich. Mit solchen Aufmerksamkeiten zeigt man deutlich, wie gern man seinen Lieblingsmenschen hat – abseits von rosa Kitsch und teuren Geschenken.

Candle-Light-Dinner

Für alle nachhaltigen Romantiker da draußen: Gibt es etwas Schöneres als ein selbstgekochtes Abendessen für zwei? Wohl kaum! Wer also gerne selbst den Kochlöffel schwingt, beglückt mit einem selbst gekochten Menü und einem schön gedeckten Tisch. So hat man gleichzeitig auch noch den Überraschungseffekt auf seiner Seite. Alternativ kann das Essen aber auch gemeinsam zubereitet werden. Das macht Spaß und man kann Zeit gemeinsam verbringen. Zudem kann das Essen genau auf Vorlieben oder gegebenenfalls auf Allergien abgestimmt werden.

Valentinstagsdinner

Wie wäre es mit einer würzigen Möhren-Ingwer-Suppe als Vorspeise, einem veganen Süßkartoffel-Burger als Hauptgang und zum Nachtisch eine dunkle Schokoladen-Tarte? Mhmmm, da läuft uns schon das Wasser im Mund zusammen. Am besten plant ihr vorher ganz genau, was ihr zusammen kocht. Eine gute Vorbereitung vermeidet Stress – und den brauchen wir am Valentinstag ganz sicherlich nicht!

Alternativen zu Schnittblumen

Zimmerpflanzen

Wer auf den Klassiker der Valentinstags-Geschenke nicht verzichten möchte, kann hier auf die nachhaltige Fairtrade-Variante zurückgreifen. Die findet man mittlerweile sogar in einigen großen Supermärkten. Für ein bisschen mehr Geld gibt es hier Rosen mit Fairtrade-Zeichen zu kaufen. Wer die Blumen nicht in Plastikmanschette kaufen oder eine größere Auswahl will, bestellt rechtzeitig beim Blumenhändler. Eine schöne und dazu langlebige Alternative zu Schnittblumen: Topfpflanzen.

Urban Jungle Monstera Fensterblatt Pflanze

Auch (blühende) Zimmerpflanzen lassen Herzen höher schlagen. Neben edlen Orchideen machen sich auch Azaleen oder kleine Primeln gut als Valentinstagsgeschenk. Und das Tolle an so einer Pflanze: Keine Blume musste sterben und die Freude daran ist wesentlich länger als an einem Strauß in der Vase.

Schöne Zimmerpflanzen als Valentinstagsgeschenk: 

Nachhaltige Topfpflanzen Orchidee

Einen Baum pflanzen

Einmal im Leben einen Baum zu pflanzen, gehört ja sowieso zu den Dingen, die ein Mensch tun sollte. Warum also nicht zusammen? Schließlich ist der Baum ein schönes Symbol für Verbundenheit und gleichzeitig tut ihr der Umwelt etwas Gutes. Denn Bäume  absorbieren CO2 und geben Sauerstoff ab. Zudem sind sie der Lebensraum für viele Tiere. Wem die ganze Pflanzaktion zu anstrengend oder zu viel Aufwand ist, kann auch einen Baum pflanzen lassen. Zum Beispiel im Regenwald. Die Organisation BOS DEUTSCHLAND e.V. pflanzt stellvertretend für verliebte Paare einen Baum im südlichen Teil von Borneo. Damit werden außerdem die Orang-Utans unterstützt, denn das Geld fließt nicht nur in die Bäume, als neues Zuhause, sondern auch in Projekte, die den Affen zugute kommen.

Regenwald Baum Pflanzen

Eine weitere Alternative zum Baum selbst pflanzen, ist eine Baumpatenschaft. Im „Alten Land“ in Niedersachsen kann man zum Beispiel auf dem Herzapfelhof eine Apfelbaum-Patenschaft übernehmen. Das Tolle: Die Pflege wird komplett vom Hof übernommen und man selbst muss sich um nichts kümmern. Natürlich kann man jederzeit „seinen“ Baum besuchen und zur Erntezeit auch die Äpfel ernten. Achtung, es wird  kitschig: Man pflückt sozusagen die Früchte seiner Liebe.

Fairer Schmuck

Mit den Schmuckgeschenken verhält es sich ähnlich wie mit den Rosen: Sie sind ein klassisches Valentinstagsgeschenk, haben aber leider oft nichts mit Nachhaltigkeit oder Fairtrade zu tun.  Bei der konventionellen Goldgewinnung wird meistens keine Rücksicht auf Umwelt und Mensch genommen. Um nur ein paar Gramm des Edelmetalls zutage zu führen, werden weite Landschaften umgegraben, Wälder abgeholzt und einheimische Völker vertrieben. Zudem gleicht eine Goldmine einer Chemiefabrik: Täglich landen hier Tonnen von Zyanid- und Quecksilber-Lösungen in der Natur. Die Minenarbeiter sind den giftigen Dämpfen oft schutzlos ausgesetzt, viele von ihnen sind Kinder, die gerade einmal sechs Jahre alt sind. Mit der Gewinnung von edlen Kristallen sieht es nicht anders aus. Inzwischen dürfte ja jeder schon mal etwas von den sogenannten „Blutdiamanten“ gehört haben. Es bedeutet, dass mit dem Erlös von Diamanten gewalttätige Konflikte finanziert  werden. Doch das muss nicht sein: Es gibt nachhaltige Alternativen, Fairtrade-Schmuck, der nicht nur schön aussieht, sondern auch unter menschenwürdigen, umweltfreundlichen Bedingungen produziert wurde.

Faire Bedingungen Schmuck Fair Trade

So umweltschonend wie möglich arbeiten die beiden Gründerinnen von fremdformat. Sie stellen ihren individuellen Schmuck größtenteils aus den Resten der Metallindustrie her. Sollte es doch etwas edler werden, verwenden sie Recycling Gold bzw. Silber. Das heißt: Es wird so viel wie möglich  re- und upgecycelt. Zudem setzen sie auf Ökostrom und der Versand erfolgt klimaneutral über DHL GoGreen. Doch fremdformat sind nicht die einzigen: Auch Kerbholz stellt Schmuck aus nachhaltigen Materialien her. Ihre  Sonnenbrillen und Holzuhren sind ein tolles Geschenk für ihn und sie. Zudem unterstützt Kerbholz mit jedem verkauften Produkt Aufforstungsprojekte.

Hier findest du nachhaltig hergestellte Armbanduhren von Kerbholz:

Doch Schmuck kann nicht nur nachhaltig sein, er kann auch Leben retten: Wie zum Beispiel der von Bracenet. Für ihre Armbänder verwenden die Hamburger ausschließlich Fischernetze, die unkontrolliert durch die Meere treiben und für viele Tiere eine tödliche Falle darstellen.

Clean The Ocean Meere Befreien Von Plastik Upcycling

Die verwendeten Netze sind selbst geborgen, gereinigt und handgefertigt. Apropos Handarbeit: Selbst gemachter Schmuck ist auch eine tolle DIY-Geschenkidee. Mit ein bisschen handwerklichem Geschick und Kreativität kann man so ganz individuelle Armbänder, Ketten und Ohrringe herstellen.

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