5 Tipps für weniger Plastikmüll im Badezimmer

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Zugegeben: Plas­tik ist ein sehr prak­tis­ches und viel­seit­ig ein­set­zbares Mate­r­i­al – auch im Badez­im­mer. Trotz­dem über­wiegen die Nachteile, denn syn­thetis­ches Plas­tik baut sich nicht biol­o­gisch ab, son­dern zer­fällt in immer kleinere Teile. Mikro­plas­tik nen­nt sich das Ganze, das ins­beson­dere für Meer­estiere gefährlich ist. Die Fol­gen für die Natur sind mit­tler­weile drama­tisch: Unsere Ozeane versinken in Plas­tik­müll. An manchen Küsten beträgt der Anteil an Plas­tik im Sand schon bis zu zehn Prozent. In jedem Quadratk­ilo­me­ter der Meere schwim­men heutzu­tage hun­dert­tausende Teile Plas­tik­müll.

Zwar gibt mit­tler­weile immer mehr Pro­jek­te, die ver­suchen, unser Meer und unsere Umwelt von Plas­tik zu befreien.  Und ich befür­worte diese Ini­tia­tiv­en sehr. Doch trotz­dem muss auch bei uns ein Umdenken stat­tfind­en. Es gibt mit­tler­weile so viele Möglichkeit­en, Plas­tik­müll in unserem All­t­ag zu reduzieren. Ich zeige dir heute fünf ein­fache Möglichkeit­en und Tipps, wie sich im Badez­im­mer Plas­tik ver­mei­den lässt.

1. Feste Handseife

Feste Handseife

Schon seit einiger Zeit benutze ich statt Flüs­sig­seife feste Seifen­stücke, die lose verkauft wer­den und so nicht im Plas­tik­con­tain­er kom­men. Wer sich gle­ich die Frage nach der Hygiene stellt: Bak­te­rien find­et man auf­grund der alka­lis­chen Beschaf­fen­heit von fes­ten Seifen über­haupt nicht oder kaum und sie mögen es auch über­haupt nicht, sich auf basis­ch­er Umge­bung zu ver­mehren. Ein Flüs­sig­seifen­spender ist jedoch ein Bak­te­rien­paradies, denn Plas­tik ist ide­al für die Entwick­lung ganz­er Bak­te­rien­stämme.

2. Festes Shampoo

Generell ver­wende ich viel weniger Pro­duk­te für meine Haare als noch vor ein paar Jahren. Das hat eine gewisse Gewöh­nungszeit beansprucht, aber mit­tler­weile tut dieser Min­i­mal­is­mus meinen Haaren sehr gut. Außer­dem finde ich ger­ade in Naturkos­metik­lä­den, Reformhäusern oder ähn­lichen Geschäften immer öfter festes Sham­poo oder Spülung. Meist braucht man davon auch nur sehr wenig und es hält länger.

3. Öle zum Abschminken

Seit einiger Zeit schminke ich mich nur noch mit Öl und einem feucht­en, weichen Baum­woll­tuch ab und meine Haut dankt es mir! Nicht jede Haut verträgt jedes Öl. Doch es gibt bes­timmte Öle, zum Beispiel pures Arganöl oder Han­f­samenöl, die die Haut­poren nicht ver­stopfen und deshalb sog­ar bei Akne angewen­det wer­den kön­nen. Hier benutzt man auch sehr wenig vom Pro­dukt und kann ein Baum­woll­tuch immer wiederver­wen­den. Außer­dem kom­men Öle meist in Glas­be­häl­tern.

4. DIY-Deo

Ich habe vor kurzem das erste Mal meine eigene Deocreme hergestellt und bin begeis­tert! Man schwitzt zwar weit­er­hin (was man auch sollte, die Poren soll­ten eigentlich nicht ver­schlossen wer­den …), aber es riecht nicht! Außer­dem hält sie sich sehr lange und die Inhaltsstoffe kom­men meist in Papi­er oder Glas. Weit­ere Ideen für die Her­stel­lung eines eige­nen Deos gibt es hier.

5. Selbstgemachte Zahnpasta

Feste Zahnpasta-Tabletten gibt es mit­tler­weile in vie­len plas­tik­freien Onli­neshops. Eine andere Möglichkeit ist es, sich mit drei Ess­löf­feln Kokos­nussöl, einein­halb Ess­löf­feln Natron (gibt es von Kaiser­na­tron) und ein paar Tropfen natür­lichen, ätherischen Ölen Zah­n­pas­ta selb­st zusam­men zu mix­en. Wer Bedenken hat, dass Natron zu aggres­siv für die Zähne ist, sollte mal einen Ver­gle­ich der gängi­gen Zah­n­pas­ten und Natron lesen.

Plas­tik­frei im Bad kannst du auch mit otto.de sein:

Fazit plastikfrei im Bad

Welche Fol­gen unser Kon­sumver­hal­ten und die Plas­tik­massen haben wer­den, ist noch nicht abzuse­hen. Unsere Auf­gabe ist es deswe­gen unseren Kon­sum Schritt für Schritt zu reduzieren. Plas­tik­müll im Badez­im­mer zu ver­hin­dern, ist schon ein guter Schritt in die richtige Rich­tung und auch gar nicht so schw­er! Noch mehr wichtige Infos rund um das The­ma Mikro­plas­tik find­est du hier. 

Grün fürs Zuhause: Urban Gardening in der Stadtwohnung

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Ihr möchtet gerne blühende Pflanzen um euch herum, habt aber keinen Garten? Macht doch nichts – wieso nicht auch mal in der Stadtwohnung in der Erde wühlen und ein bisschen ausprobieren? Wenn ihr zu den Glücklichen zählt, die einen Balkon ihr Eigen nennen, dann habt ihr sowieso ganz viele Möglichkeiten, aber selbst auf den Fensterbrettern lässt sich einiges anbauen, wenn man weiß wie: Urban Gardening ist der Schlüssel!

Zuhause gärtnern
Urban Gardening – so startet ihr! Am besten ist man dabei auf dem Bauernmarkt beraten. Am Stand kann man viel darüber erfahren, welche Sorten sich entsprechend der eigenen Möglichkeiten eignen und worauf…

Ich heiße Mia und bin Bloggerin, PR Beraterin, Psychologin, Sport- und Food-Vernarrte aus Berlin. Ich habe meinen Blog 2010, inspiriert von der New York Fashion Week, in den USA gestartet,...

Zum Autor

Löru 1988
Donnerstag, 23. November 2017, 7:34 Uhr

Toller Artikel! Ich habe einige Fra­gen zu dem Tipp mit dem Abschminken: woher bekomme ich diese Tüch­er? Ger­ade wenn diese mit Öl in Kon­takt kom­men, wie funk­tion­iert dann die Reini­gung? Zudem habe ich die genan­nten Öle bis­lang noch nicht im Einzel­han­del gesehen- lassen sich diese online kaufen?

Vie­len Dank im Voraus!

    reblog2
    Donnerstag, 23. November 2017, 15:59 Uhr

    Hal­lo, die Baum­wolltüch­er bekommt man in gut aus­ges­tat­teten Droge­rien und in Reformhäusern und kön­nen nach mehrma­li­gen Benutzen ein­fach mit in die Waschmas­chine gepackt wer­den. Alter­na­tiv kann man sie auch online kaufen. Bei­de Öle lassen sich eben­falls online bestellen. In Droge­rien wer­den diese Öle meist nicht geführt, aber in eini­gen Reformhäusern. Ich hoffe, das hil­ft etwas weit­er. Viele Grüße von Kar­la aus dem re:BLOG Team

felix
Montag, 29. August 2016, 18:14 Uhr

Super geschrieben. Wichtig ist das man das gefährliche mikroplastik(was fast über­all auss­er in Natur­pro­duk­ten) ver­mei­det. Und sich nicht täuschen lässt von Perlen, Kristallen und Peel­ings wie in Wer­bun­gen gewor­ben wird. Es gibt gott­sei­dank immer mehr Seifen Man­u­fak­turen.

Freitag, 6. November 2015, 19:46 Uhr

@Chrissi: Hast du da ein genaues Rezept? Klingt eigentlich ganz cool!

@Sonneswelt: die finde ich auch toll!

@nina: echt? ich liebe die von Lush! Aber vielle­icht hab ich mich auch ein­fach dran gewöh­nt 🙂

@kaya: ich will unbe­d­ingt eine!!! Ich habe aber noch eine elek­trische, aber zum Reisen habe ich schon ein paar mal eine aus Bam­bus benutzt!

@farina: hut ab das mit den Stof­fwick­eln. Würde das auch gerne machen, wenn ich mal Kinder habe, aber alle rat­en mir davon ab…die Cups sind übri­gens klasse 😉

Mittwoch, 4. November 2015, 11:29 Uhr

Super Zusam­men­stel­lung! Vieles davon mache ich auch schon eine Zeit lang. Dazu kommt noch (für mich als Mut­ter) das Stof­fwick­eln, wodurch auch enorm viel Plas­tik ges­part wird. Was auch noch empfehlenswert ist, sind Menstruations-Cups. Das Prinzip ist vielle­icht zunächst gewöh­nungs­bedürftig, beschäftigt man sich damit, macht es aber dur­chaus Sinn.
LG Fari­na

Kaya
Dienstag, 3. November 2015, 15:17 Uhr

+ Bam­buszahn­bürsten! Die ersten Male sind unge­wohnt, da man Holz im Mund hat, aber jet­zt möchte ich nicht mehr tauschen (gibt’s z.B. von hydrophil)

Dienstag, 3. November 2015, 15:09 Uhr

finde ich super! nur auf die Zah­n­pas­ta kön­nte ich nicht verzicht­en! habe schon die Tabs von lush aus­pro­biert, aber finde das lei­der grausam…und einen richtig frischen Atem bekommt man davon lei­der auch nicht! anson­sten bin ich voll dafür!

Dienstag, 3. November 2015, 10:15 Uhr

Tolle Tipps. Den mit dem Deo werde ich gerne aus­pro­bieren. Ich ver­wende zum Make-up ent­fer­nen Pads, die sich waschen und wieder ver­wen­den lassen. Mehr dazu unter: Link ver­bor­gen

Chrissi
Montag, 2. November 2015, 18:22 Uhr

Natron ist fast zu heftig für Zah­n­putzpul­ver. Hab meines mit Schlämmkrei­de (CaCO3, Apotheke), Xylith (Birken­zuck­er, Bio­laden) und ein paar Tropfen Backaro­ma gemacht. Als ich die Lush Tabs pro­biert habe, haben die mir viel zu sehr geschäumt. Also Mix­er, Schlämmkrei­de und Xylith dazu und jet­zt tunk ich nur noch die ange­feuchtete Holz­zahn­bürste ein – per­fekt! 🙂