5 Tipps: So reduziert ihr Plastikmüll im Badezimmer

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Warum sollte denn überhaupt auf Plastik verzichtet werden?

Plastik ist ein sehr praktisches und vielseitig einsetzbares Material, auch im Badezimmer – doch leider kommt es mit Nachteilen und negativen Folgen für Mensch und Gesundheit: Synthetisches Plastik baut sich nicht biologisch ab, sondern zerfällt in immer kleinere Teile. Teile, die insbesondere für Meerestiere gefährlich werden können.

An manchen Küsten beträgt der Anteil an Plastik im Sand bis zu zehn Prozent. Ein weiteres Problem: die Masse an Plastikabfall. Im Pazifik hat sich östlich von Hawaii ein Wirbel aus drei Millionen Tonnen Plastikmüll gebildet (das ist die Größe von Mitteleuropa), der sich durch die Meeresströmung im Kreis dreht. Hier haben wir mehr Infos zum Thema Mikroplastik für euch.

Ja, es gibt mittlerweile immer mehr Projekte, die versuchen, unser Meer und unsere Umwelt von Plastik zu befreien. Ich befürworte diese Initiativen sehr. Doch wenn ein kaputter Wasserschlauch einfach immer weiter Wasser herausströmen lässt, versuche ich dann nicht auch, den Schlauch wieder irgendwie zu reparieren und zuzudrehen, anstatt nur die Pfütze wegzuwischen?

Was ich damit sagen will: Es gibt mittlerweile so viele Möglichkeiten, Plastikmüll in unserem Alltag zu reduzieren. Sophie hat es zum Beispiel versucht, einen Monat ohne Plastik zu leben. Ihren Erfahrungsbericht findet ihr hier. Und ich stelle euch heute fünf einfache Möglichkeiten und Tipps vor, im Badezimmer Plastik zu reduzieren.

Tipp No. 1: Feste Handseife

Feste Handseife plastikfreies Badezimmer

Schon seit einiger Zeit benutze ich statt Flüssigseife feste Seifenstücke, die lose verkauft werden und so nicht im Plastikcontainer kommen. Wer sich gleich die Frage nach der Hygiene stellt: Bakterien findet man aufgrund der alkalischen Beschaffenheit von festen Seifen überhaupt nicht oder kaum und sie mögen es auch überhaupt nicht, sich auf basischer Umgebung zu vermehren. Ein Flüssigseifenspender ist jedoch ein Bakterienparadies, denn Plastik ist ideal für die Entwicklung ganzer Bakterienstämme.

Tipp No. 2: Festes Shampoo oder Spülung

Festes Shampoo plastikfreies Badezimmer

Generell verwende ich viel weniger Produkte für meine Haare als noch vor ein paar Jahren. Das hat eine gewisse Gewöhnungszeit beansprucht, aber mittlerweile tut dieser Minimalismus meinen Haaren sehr gut. Außerdem finde ich gerade in Naturkosmetikläden, Reformhäusern oder ähnlichen Geschäften immer öfter festes Shampoo oder Spülung. Meist braucht man davon auch nur sehr wenig und es hält länger.

Tipp No. 3: Öle zum Abschminken

Plastikfreies Badezimmer

Seit einiger Zeit schminke ich mich nur noch mit Öl und einem feuchten, weichen Baumwolltuch ab und meine Haut dankt es mir! Nicht jede Haut verträgt jedes Öl. Doch es gibt bestimmte nicht-komedogene Öle, zum Beispiel pures Arganöl oder Hanfsamenöl, die die Haut nicht verstopfen und deshalb sogar bei Akne angewendet werden können. Hier benutzt man auch sehr wenig vom Produkt und kann ein Baumwolltuch immer wiederverwenden. Außerdem kommen Öle meist in Glasbehältern.

Tipp No. 4: Deo selbst herstellen

Ich habe vor kurzem das erste Mal meine eigene Deocreme hergestellt und bin begeistert! Man schwitzt zwar weiterhin (was man auch sollte, die Poren sollten eigentlich nicht verschlossen werden …), aber es riecht nicht! Außerdem hält sie sich sehr lange und die Inhaltsstoffe kommen meist in Papier oder Glas. Weitere Ideen für die Herstellung eines eigenen Deos findet ihr hier.

Selbstgemachtes Deo plastikfreies Badezimmer 

Tipp No. 5: Feste Zahnpasta oder Zahnpasta selbst herstellen

Feste Zahnpasta-Tabletten gibt es mittlerweile in vielen plastikfreien Onlineshops. Eine andere Möglichkeit ist es, sich mit drei Esslöffeln Kokosnussöl, eineinhalb Esslöffeln Natron (gibt es von Kaisernatron) und ein paar Tropfen natürlichen, ätherischen Ölen Zahnpasta selbst zusammen zu mixen. Wer Bedenken hat, dass Natron zu abrasiv für die Zähne ist, sollte mal einen Vergleich der gängigen Zahnpasten und Natron lesen.

Wir haben noch ein paar Ideen für die Aufbewahrung von plastikfreien Produkten, die auch gleich euer Badezimmer verschönern:

Aufbewahrung im Bad

Versucht ihr vielleicht sogar schon, Plastikmüll im Badezimmer und auch anderswo so gut es geht zu vermeiden? Welche Tipps und Tricks habt ihr so?

Ich heiße Mia und bin Bloggerin, PR Beraterin, Psychologin, Sport- und Food-Vernarrte aus Berlin. Ich habe meinen Blog 2010, inspiriert von der New York Fashion Week, in den USA gestartet, um auch ein Teil des verrückten Modezirkus zu werden. Über die Jahre hat sich der Blog zu mehr als nur einem Fashion-Blog entwickelt. Ich teile meine Leidenschaft für vegane Rezepte, Events, Beauty, Reisen, Interior, Videos, Sport, Fashion-Tipps und seit einiger Zeit auch zu fairer und nachhaltiger Mode sowie zu Naturkosmetik.

Letzte Kommentare (7)

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felix
Montag, 29. August 2016, 18:14 Uhr

Super geschrieben. Wichtig ist das man das gefährliche mikroplastik(was fast überall ausser in Naturprodukten) vermeidet. Und sich nicht täuschen lässt von Perlen, Kristallen und Peelings wie in Werbungen geworben wird. Es gibt gottseidank immer mehr Seifen Manufakturen.

Freitag, 6. November 2015, 19:46 Uhr

@Chrissi: Hast du da ein genaues Rezept? Klingt eigentlich ganz cool!

@Sonneswelt: die finde ich auch toll!

@nina: echt? ich liebe die von Lush! Aber vielleicht hab ich mich auch einfach dran gewöhnt 🙂

@kaya: ich will unbedingt eine!!! Ich habe aber noch eine elektrische, aber zum Reisen habe ich schon ein paar mal eine aus Bambus benutzt!

@farina: hut ab das mit den Stoffwickeln. Würde das auch gerne machen, wenn ich mal Kinder habe, aber alle raten mir davon ab…die Cups sind übrigens klasse 😉

Mittwoch, 4. November 2015, 11:29 Uhr

Super Zusammenstellung! Vieles davon mache ich auch schon eine Zeit lang. Dazu kommt noch (für mich als Mutter) das Stoffwickeln, wodurch auch enorm viel Plastik gespart wird. Was auch noch empfehlenswert ist, sind Menstruations-Cups. Das Prinzip ist vielleicht zunächst gewöhnungsbedürftig, beschäftigt man sich damit, macht es aber durchaus Sinn.
LG Farina

Kaya
Dienstag, 3. November 2015, 15:17 Uhr

+ Bambuszahnbürsten! Die ersten Male sind ungewohnt, da man Holz im Mund hat, aber jetzt möchte ich nicht mehr tauschen (gibt’s z.B. von hydrophil)

Dienstag, 3. November 2015, 15:09 Uhr

finde ich super! nur auf die Zahnpasta könnte ich nicht verzichten! habe schon die Tabs von lush ausprobiert, aber finde das leider grausam…und einen richtig frischen Atem bekommt man davon leider auch nicht! ansonsten bin ich voll dafür!

Dienstag, 3. November 2015, 10:15 Uhr

Tolle Tipps. Den mit dem Deo werde ich gerne ausprobieren. Ich verwende zum Make-up entfernen Pads, die sich waschen und wieder verwenden lassen. Mehr dazu unter: http://sonneswelt.ch/2015/09/21/make-up-pads-organisch-und-nachhaltig/

Chrissi
Montag, 2. November 2015, 18:22 Uhr

Natron ist fast zu heftig für Zahnputzpulver. Hab meines mit Schlämmkreide (CaCO3, Apotheke), Xylith (Birkenzucker, Bioladen) und ein paar Tropfen Backaroma gemacht. Als ich die Lush Tabs probiert habe, haben die mir viel zu sehr geschäumt. Also Mixer, Schlämmkreide und Xylith dazu und jetzt tunk ich nur noch die angefeuchtete Holzzahnbürste ein – perfekt! 🙂