Miau auf Bio: Tipps für eine nachhaltige Katzenhaltung

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Katzen sind clever, sie sind intel­li­gent und ver­schmust. Sie sind hochsozial und flauschig. Sie sind indi­vidu­ell und sie sind Charak­tertiere. Katzen haben ihren eige­nen Kopf. Man sagt zu Recht, dass Men­schen ihre Hunde erziehen und Katzen ihre Menschen.

Das muss Frau sowieso wis­sen, wenn sie sich Katzen als fel­lige Mit­be­wohn­er sucht. Die Woh­nung gehört dann der Katze. Wie? Ihr zahlt doch Miete? Ihr habt zuerst dort gewohnt? Na, entschuldigt bitte! Das ist der Katze ziem­lich egal. Die Woh­nung ist ab ihrem Einzug ihr Revi­er. Das flauschig­ste Sofakissen? Gehört dann der Katze! Wann ihr auf­ste­ht? Bes­timmt die Katze! Was es zu fressen gibt? Wann gespielt wird und wie gespielt wird? Bes­timmt die Katze.

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Ein Schnurren und man ist verliebt

Das Ver­rück­te daran: Es ist egal! Ein Schnur­ren reicht und ihr werdet ver­liebt sein. Sie muss nur ein­mal ihr kleines Katzenköpfchen senken und zufrieden auss­chnaufen und ihr werdet euch keinen Zen­time­ter mehr bewe­gen. Stun­den­lang. Egal, ob ihr Hunger habt, die Beine schon eingeschlafen sind oder ihr auf die Toi­lette müsst. Mit einem Lächeln, weil die Katze doch so süß schläft und sie hat euch endlich mal ihre Gun­st gewährt. Die Katzen haben uns Men­schen im Griff. Da dür­fen wir uns nichts vor­ma­chen. Wir wollen ja, dass sie glück­lich sind. Dafür tun Katzenbe­sitzer ziem­lich viel.

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Alles bio für die Katz

Wir ab jet­zt auch. Vor Kurzem sind zwei kleine Katzen bei uns einge­zo­gen. Was für uns gilt, gilt auch für die Katzen. Man solte ver­suchen, Katzen­hal­tung so nach­haltig, fair und biol­o­gisch wie möglich zu gestal­ten. Deswe­gen lan­det Biokatzen­fut­ter im Töpfchen und nicht das indus­triell hergestellte Bil­lig­fut­ter, in dem auch noch Zuck­er und massen­weise Getrei­de steckt. Bei­des ste­ht näm­lich nicht auf dem natür­lichen Speise­plan der Katzen. Weil mein Bio­fa­natismus nicht so groß ist, dass ich den bei­den Mäuse und Spatzen vorset­zen will, set­ze ich eben stattdessen auf Katzen­fut­ter aus Biofleisch und natür­lichen, katzen­typ­is­chen Zutat­en. Bei Pfoten­liebe gibt es zum Beispiel tolles Katzen­fut­ter. Und Katzen­fut­ter von Yarrah ist tierver­suchs­frei und aus biol­o­gisch kon­trol­liertem Anbau. Auch die Bio­marke Defu hat eine Tierfutterlinie.

Dann haben wir natür­lich einen nach­halti­gen Kratzbaum. Es ist sog­ar ein Kratzmö­bel – hergestellt aus recycel­ter Pappe und sehr stylish.

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Der kleine aber feine Her­steller Cat On aus Deutsch­land sorgt dafür, dass die Woh­nung nicht durch einen pot­thässlichen Kratzbaum aus chemiege­färbtem Poly­ester­plüsch entstellt wird. Und wir haben Stoffmäuse und Stofff­is­che aus Biobaum­wolle für unsere Kätzchen besorgt. Die gabs aus­nahm­sweise im Fut­ter­laden ums Eck. Und wir haben ihnen natür­lich auch ein Kuschelkissen genäht – passend zum Style der Woh­nung – natür­lich aus Biobaumwoll-Jersey.

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Wichtig: Wissen über Katzen aneignen

Viel wichtiger aber als das ganze Fut­ter und die Acces­soires, finde ich das Wis­sen, dass man sich als Katzen­men­sch aneignen sollte. Viel zu viele Tierbe­sitzer haben keine Ahnung davon, wie ihr Tier tickt. Katzen sind Reviertiere. Sie brauchen ihre gewohnte Umge­bung und wer­den ungerne woan­der­shin ver­frachtet. Sie laufen täglich ihr Revi­er ab. Der Men­sch merkt es vielle­icht nicht, aber die Katze über­prüft jeden Tag, ob alles an seinem gewohn­ten Platz ist. Deswe­gen kann es Katzen ver­wirren, wenn der Kratzbaum heute hier und mor­gen dort steht.

Katzen-Missverständnisse

Zum Beispiel wird Katzen immer wieder unter­stellt, dass sie hin­terlistig seien. Weil Katzen ja aus Men­schen­sicht gerne plöt­zlich mal die Krallen aus­fahren und dem stre­ichel­nden Men­schen eine verpassen.

Der Men­sch denkt: „Sie hat doch ger­ade noch so schön geschnur­rt und plöt­zlich kratzt sie mir mit den Krallen über die Hand.“

Die Katze denkt: „Jet­zt habe ich diesem begriff­sstutzi­gen Men­schen doch schon zehn Mal gesagt, dass er endlich mit dem Stre­icheln aufhören soll. Nun muss ich wohl doch deut­lich werden.“

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Katzen reden mit uns. Nicht nur wenn sie maun­zen. Sie haben auch eine aus­geprägte Kör­per­sprache. Wenn eine Katze zum Beispiel nicht mehr gestre­ichelt wer­den will, fängt sie an, mit der Schwanzspitze zu zuck­en. Erst ganz wenig, dann immer mehr. Die Ohren gehen ein kleines Stück nach hin­ten. Die Augen wer­den vielle­icht sog­ar ein klein biss­chen zusam­mengeknif­f­en, die Pupille verän­dert sich. Das sind winzige Sig­nale aus Men­schen­sicht. Aus Katzen­sicht sagt sie ihrem Men­schen immer deut­lich­er, dass sie jet­zt ihre Ruhe will.

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Eigentlich war die Katze ganz schön höflich und hat uns fre­undlich darauf hingewiesen, dass jet­zt Schluss ist. Nur wir tram­peli­gen Men­schen haben ihr eben nicht zugehört.

Noch so ein Punkt. Wir freuen uns ja immer wahnsin­nig, wenn Katzen ihr Kinn an uns reiben. Hach ist das süß! Sie mag mich, denkt der eine oder andere Men­sch vielle­icht. Das tut sie tat­säch­lich, irgend­wie. Sie hat uns damit näm­lich markiert. „Meins!“ heißt das. Genau­so markiert sie auch den Stuhl, das Sofa, das Spielzeug und das Lieblingskissen. Wir sind damit hochof­fiziell teil des Katzen­in­terieurs gewor­den und haben endgültig den Zus­tand des Katzen­sklaven erreicht.

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Katzen sind keine „Lonesome Cowboys“

Ein großer Irrtum ist übri­gens das Klis­chee von der Katze als „Lone­some Cow­boy“. Katzen sind keine Einzel­gänger. Das ist sozusagen eine Urban Leg­end der Katzen­welt. Es gibt Einzel­gänger unter den Katzen, so wie es auch Einzel­gänger unter den Men­schen gibt. Aber das hat meis­tens etwas damit zu tun, wie die Katze aufgewach­sen ist. Kommt sie aus einem kleinen Wurf und wurde vielle­icht zu früh von den Geschwis­tern und der Mut­ter getren­nt, dann wird sie ver­mut­lich ein Einzel­gänger wer­den. Sie hat in ihrer Kind­heit ein­fach nicht gel­ernt, dass es zusam­men mit anderen auch schön sein kann. Im Grunde genau wie beim Menschen.

Die meis­ten Katzen sind sehr anlehnungs­bedürftig und sozial. Sind sie aus einem großen Wurf, durften entspan­nt aufwach­sen und lange genug bei der Katzen­fam­i­lie bleiben, wer­den sie kuschelbedürftige Samtp­foten werden.

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Unsere zwei Katzen putzen sich jeden Tag gegen­seit­ig, sie spie­len miteinan­der, sie kuscheln miteinan­der und schlafen nebeneinan­der, sie reden miteinan­der und manch­mal stre­it­en sie sich auch. Sie fressen miteinan­der und sie gehen sog­ar zusam­men aufs Katzenklo.

Deswe­gen ist die Grun­dregel Num­mer eins bei Katzen, dass Frau sich nie eine einzelne Katze holen sollte. Es sei denn, sie ist eine dieser sel­te­nen Einzel­gänger. Katzen, die alleine wohnen müssen, wer­den über kurz oder lang lei­den. Sie brauchen nicht nur den Kon­takt zu ihrem Men­schen, son­dern auch zu anderen Katzen. Wenn dann noch der Men­sch da ist, sich küm­mert und ihnen ihre Zeit, ihre Ruhep­ausen und ihre Regeln lässt, ist die Katze ziem­lich glücklich.

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Einfach mal analog bleiben: Brettspiele-Abend

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Als ich noch klein war, wollte ich bei „Mensch ärgere Dich nicht“ immer eine Sechs Würfeln. Manchmal hab ich auch ganz schön gemogelt und jeder hat es mir abgekauft, als die Sechs urplötzlich da war. Eine Sechs bei dem wahrscheinlich bekanntesten aller Brettspiele heißt nämlich, dass man 1. noch einmal würfeln darf und 2. den nächsten Mann ins Spiel bringen kann. Je schneller die Spielfiguren draußen sind, desto fixer geht es auch ins Ziel. Natürlich hatte ich ganz zufällig viele Sechsen hintereinander und der Sieg war in trockenen Tüchern. So ist das halt als Kind. Inzwischen lässt man mich allerdings nicht mehr…

Hi, ihr Lieben! Mein Name ist Petra und ich blogge auf „Hollightly“ über Fashion, Design und grünen Lifestyle. Ich bin bekennendes Modemädchen mit Hang zu schönen Dingen und überzeugt davon,...

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