Nachhaltige Babydinge, die man wirklich braucht!

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Du bist schwanger? Herzlichen Glückwunsch! Das ist wunderschön und wenn das Baby erst da ist, wird es noch viel schöner, lustiger und cooler, als du dir je vorstellen kannst. Babies sind grandios.

Das finden übrigens nicht nur Eltern, das findet leider auch die Industrie. Denn die redet jungen Eltern gerne ein, was sie alles brauchen. Und das ist wirklich viel – wenn es nach der Industrie geht. Dazu gibt es aber nicht nur tausende von Produkten, die man aus Sicht der Industrie braucht, sondern auch noch tausende Labels, die tausend Varianten dieser Produkte herstellen.

Als Erstmama steht man dann davor und fragt sich, was man wirklich braucht und vor allem, wo und wie man das ganze in Nachhaltig bekommt. Denn an die zarte Babyhaut soll ja keine Chemie oder Baumwolle aus gespritzten Feldern. Der Kinderwagen soll auch bitte Öko sein, aber wirklich Öko und nicht nur so tun als ob. Das gleiche gilt für Schnuller und Kuscheltiere. Schließlich kaut und beißt und saugt das Mini-Me daran den lieben langen Tag herum. Dann steht man als werdende Eltern in den Babyläden, der Duft von Plastik liegt in der Luft und eifrige Verkäufer wollen dafür sorgen, dass sich der Einkaufswagen bis ganz oben füllt.

Was man wirklich für das Baby braucht

Ist das Baby dann da, stellt man fest, dass man Zweidrittel des Einkaufs gar nicht gebraucht hätte. Denn in Wirklichkeit ist die Liste der Dinge – neben Kinderwagen, Babybettchen und Autositz –  die man wirklich braucht, gar nicht so lang und nicht alles, was es zu kaufen gibt ist Praxistauglich geschweige denn Bio oder Fairtrade oder nachhaltig. Das habe ich in den ersten Monaten nach der Geburt immer wieder gemerkt. Dann gibt es aber wieder andere Dinge, die viel besser sind als vorher gedacht. Wie der Biopucksack von Cosyme oder ein Babytragetuch. Aber dazu gleich mehr. Fangen wir doch gleich hier und jetzt mit der Hitlist der Babydinge an, die wirklich nützlich sind.

Erstes und bestes Beispiel: Bodies. Die braucht man wirklich. Und je nach Baby und dessen Spuckfreude ein paar mehr. So eine Windel kann auch mal explodieren. Kann man sich bei einem so zarten und kleinen Wesen erstmal nicht vorstellen, ist aber so. Deswegen ist die Nummer 1 auf der Liste der Biobaby-Dinge, die man wirklich braucht: Bodies. Auch zum wechseln und für jeden Tag. Aber nicht irgendwelche Bodies.

Da geht es nämlich schon los. Die sehen ja alle so süß aus. Leider sind die Mehrzahl das Modell „Über Kopf“. Nur mögen Babies es ganz und gar nicht, wenn man ihnen Dinge über den Kopf zieht. „Nicht mögen“ ist da auch sehr dezent ausgedrückt. Bodies, die man über den Kopf ziehen muss, lösen bei den meisten Babies mittlere bis schwere Dramen aus. Und das will man nicht. Das wird nämlich laut.

Deswegen ist der Tipp Nummer 1: Wickelmode!

Nur Wickelstrampler, Wickelbodies und Wickelschlafanzüge kaufen. Den Rest benutzt man sowieso nicht, der versauert nämlich im Schrank. In Sachen Wickelmode gibt es diverse Biolabels, die Wickelbodies und andere Wickeldinge anbieten. Das Baby ist glücklich beim an- und ausziehen und die Eltern sind es dann auch.

Tipp Nummer 2: Nachhaltige Windeln!

Windeln sind auch unerlässlich. Natürlich kann man ganz ökologisch sein und einfach waschbare Windeln nutzen. Das ist vorbildlich und ich habe den größten Respekt vor Eltern, die sich dieser niemals endenden Aufgabe stellen. Ich persönlich bin zu bequem. Ja, ich gebe es ehrlich zu. Aber die 7-8x Windeln wechseln pro Tag gibt meine Waschmaschine und mein Balkon wirklich nicht her – geschweige denn mein Zeitkonto. Ich nutze deswegen ganz klassische Wegwerf-Windeln. Da kommt jetzt Lillydoo ins Spiel. Dort gibt es nachhaltige Windeln – im praktischen Abo. Sie sind aus dem nachwachsenden Rohstoff Bambusfaser und umweltfreundlich produziert.

Tipp Nummer 3: Kuschelzeug!

Man braucht nicht viel. Auch wenn die ganzen Babysachen so waaaahnsinnig süß sind und man so waaaaaahnsinnig gerne alle auf einmal kaufen würden… Eigentlich braucht man nur zwei Dinge. Erstens: Eine Rassel – denn Babies lieben Geräusche.

Zweitens: Ein Kuscheltier zum kauen und knuddeln und spielen. Denn Babies kauen nunmal gerne auf allem herum und greifen und werfen mit Dingen. Fertig! Mehr ist nicht nötig. Am Besten hat das Plüschtier große und weiche Gliedmaßen, so dass das Baby leicht greifen kann, wie der „Hoppelhase“ hier von Steiff aus kontrolliert biologischem Anbau.

Und dann eine nachhaltige Babyklapperrassel vom Ecolabel Everearth aus FSC-zertifiziertem Holz.

Tipp Nummer 4: Schlafkram!

Man braucht gar nicht viel. Ein Bettchen, eine Matratze, einen Schlafsack und das war es schon. Keine Kissen, keine Decken, kein weiteres Zeug. Babies schlafen im Schlafsack oder in ihren Schlafklamotten. Sie brauchen keine Kissen und Decken und Bettzeug. Darin können sie sich nur verwickeln und sich das Zeug im schlimmsten Fall über das Gesicht ziehen. Das Einzige, was neben 2-3 Schlafanzügen (mit Füsschen, immer alles mit Füsschen) eine super Sache ist, ist eine Merinowolldecke. Weshalb Wolle? Wolle wärmt angenehm trocken im Sommer und heizt kuschelig im Winter. Merinowolle ist leicht, weich und macht eine ganz kuschelige natürliche Wärme, die Babies einfach lieben. Die beste Decke ever aus meiner Sicht ist die superleichte und superkuschelige Merino-Fleecedecke vom Biolabel Maas Natur.

Tipp Nummer 5: Der perfekte Schlafsack und eine der beste Anschaffungen!

Ich sage nur ein Wort: Cosyme. Pucksack, Schlafsack und Matratze in einem. Entwickelt von Hebammen und getestet von Ärzten in einer unabhängigen Studie. Darin schläft das Baby superfriedlich, es kann überall mithingenommen werden, man hat das Babybettchen immer dabei und kann auch Abends bei Freunden das Mini-Me einfach mitnehmen und kuschelig schlafen lassen. Die Stoffe sind Bio und Fairtrade, die Herstellung findet komplett in Deutschland statt.

Tipp Nummer 6: Ein Tragetuch!

Baby lieben es getragen zu werden. Ob das für die Mütter und Väter auch nur ansatzweise bequem ist, ist dem Baby vollkommen egal. Eltern brauchen kein Fitnessstudio mehr, die Armmuskeln und der Rücken werden den ganzen Tag trainiert. Deswegen sind Tragetücher die weltbeste Erfindung. Besser noch als all die ganzen Babytragen, weil sie eine ganz natürliche und kuschelige Haltung für das Baby simulieren. Fast wie im Bauch. Deswegen kann man sie auch stundenlang darin durch die Gegend tragen und gleichzeitig viele schöne Dinge mit den frei gewordenen Armen erledigen. Mein Biobabytragetuch ist vom kleinen aber feinen Label „little wombat“ aus Stuttgart. Alles Bio und produziert in Deutschland. Neben dem stylischen Look, sind sie auch sehr praktisch. Das Material ist fest, aber schon weich dank der enthaltenen Buchenfasern. Mit dem Tragetuch ist das Baby also sicher aufgehoben und gleichzeitig schön eingekuschelt. Und sie haben einen angenähten Beutel am Tuchende, so dass man sie auch unterwegs einfach zusammenfalten und verstauen kann.

Tipp Nummer 7: Forget Söckchen!

Es gibt so süße und flauschige Söckchen. Kein einziges Paar davon sollte in der Babyschublade landen. Söckchen haben nämlich die fiese Angewohnheit ständig von den Babyfüsschen zu rutschen. Umso flauschiger sie sind, umso schneller rutschen sie. Das Beste sind Hosen mit Füsschen dran und Schlafanzüge mit Füsschen dran und Strampler mit Füsschen dran. Maximal noch ganz dünne und fester gestrickte Söckchen. Aber eigentlich kann man sie ganz vergessen. Sie ALLE rutschen! Spätestens wenn man die Söckchen gefühlt 100x pro Stunde hochgezogen hat, verzichtet man lieber ganz.

Tipp Nummer 8: Wickeltäschlein!

Ich schreibe bewusst „Wickeltäschlein“ – diese ganzen großen Wickeltaschen machen irgendwie alle keinen Sinn. Denn am Ende nimmt jede Frau ja doch ihre Handtasche mit. Aber es gibt diese kleinen und praktischen Wickeltäschlein. Sehen aus wie eine Clutch und haben gerade genug Platz und Fächer für einen Wechselbody, zwei Windeln, eine Wickelauflage und eine Mini-Packung Feuchttücher. Die kann man dann einfach in die aktuelle Handtasche der Wahl packen und hat immer alles dabei. Schicke Wickeltäschlein gibt es zum Beispiel auch bei Dawanda oder Etsy. Der ganz heiße Tipp: Unbedingt eine Wickeltasche mit dazugehöriger Wickelauflage kaufen. Da die wenigsten Cafes und Restaurants in „Baby“ denken, muss man sein Kleines an den merkwürdigsten Orten wickeln. Ohne eine Wickelunterlage wäre das manchmal ganz schön schwierig.

Tipp Nummer 9: Babyjacken!

2-3 braucht man. Das reicht. Aber die braucht man. Babies funktionieren am Besten nach dem Zwiebelprinzip. Mal ist ihnen kalt, mal ist ihnen warm. So eine Jacke ist schnell an- und ausgezogen. Die gibt es bei jedem Biolabel. Am besten ohne Reissverschluss, weil Babies oft auch auf den Eltern liegen und der Reissverschluss dann drückt.

Tipp Nummer 10: Spucktücher!

Es ist leider so. Spucktücher sind unerlässlich. Am Besten keine kleinen, sondern große Spucktücher nehmen. Nicht weil die Babies soooo viel spucken, sondern weil Spucktücher auch super als Decke funktionieren und als Sonnenschutz am Kinderwagen. Mein Lieblingsspucktuch ist vom Biolabel „Sense Organics“. Die haben überhaupt sehr hübsche Dinge. Aber die Spucktücher haben die perfekte Größe, sind weich und kuschelig und absolut Bio.

Tipp Nummer 11: Niemals alles im voraus kaufen.

Egal wie süüüüüüß und awwwwww und gooooldig die Klamotte ist. Egal wie genau man berechnet, was das Baby wann ungefähr tragen wird. Babies wachsen wie sie wachsen wollen und Labels fallen unterschiedlich aus. Das ist eine Falle, in die alle Eltern tappen. Man kann sie sich auch einfach ersparen und immer erst dann größere Klamotten kaufen, wenn die alten langsam zu klein werden. Das Baby träg im Sommer andere Dinge als im Herbst oder Winter. Die 5 Monate im voraus gekaufte sooo süüüüüße Jacke, passt dann plötzlich im Herbst nicht mehr. Dann liegt sie unbenutzt im Schrank und fristet ein trauriges Dasein. Das ist weder besonders nachhaltig, noch besonders sinnvoll.

Eine tolle Idee ist da zum Beispiel das Projekt „Cottonbudbaby“ – da kann man sich ein Klamottenabo buchen und bekommt immer die neue Größe zugeschickt, wenn die alte nicht mehr passt. „80% sparen statt kaufen“ ist das Motto der Firmengründer. Die Klamotten hat man nur leihweise und schickt sie wieder zurück, sobald sie nicht mehr passen. Cottonbudbaby bereitet sie auf und schickt sie dann an die nächste Abonnentin weiter. Die Sachen sind supersüß und sehen gar nicht gebraucht aus.

Tipp Nummer 12: Zum Schluss noch ein Basteltipp

Bevor man sich irgendwo ein teures Mobile kauft, das dann ja auch erst einmal Bio und Eco und Nachhaltig sein sollte, kann man einfach recyceln und ein altes Geschirrtuch nehmen. In kleine Stücke schneiden, einen hübschen Faden darumherum knoten und die ganzen Vierecke dann über das Babybettchen binden. Fertig ist das Babyspielzeug.

Einkaufsliste – Zusammengefasst

  • 1 Badetuch
  • 1 Schnuller aus Naturkautschuk (ökologischer und darauf kaut es sich so viel schöner)
  • 2-3 Wickelbodies
  • 2-3 Jacken
  • 2-3 Hosen mit Füsschen
  • 2-3 Strampler / Schlafanzüge mit Füsschen
  • 2 Spucktücher
  • 1 Tragetuch
  • 1 Schlafsack / Pucksack
  • 1 Kuscheldecke aus leichter Merinowolle
  • 1 Kuscheltier
  • 1 Rassel
  • 1 Schnuller
  • 1 kleine Wickeltasche mit Wickelauflage für unterwegs
  • Und natürlich: Autokindersitz und Kinderwagen mit Matratze (super sind Matratzen aus Kokosfaser, da liegt das Baby so gemütlich und natürlich)
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Hi, ihr Lieben! Mein Name ist Petra und ich blogge auf „Hollightly“ über Fashion, Design und grünen Lifestyle. Ich bin bekennendes Modemädchen mit Hang zu schönen Dingen und überzeugt davon,...

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