10 nachhaltige Babydinge, die du wirklich brauchst

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Es gibt unzäh­lige Pro­duk­te für Babys, und die Indus­trie ver­sucht, jun­gen Eltern weiszu­machen, dass sie alles brauchen. Stimmt aber gar nicht. Wir zeigen, welche Basics du wirk­lich benötigst und wie du dein Baby nach­haltig ausstattest.

Babyausstattung nachhaltig und fair produziert

Du bist schwanger? Her­zlichen Glück­wun­sch! Das ist wun­der­schön, denn Babys sind grandios.
Das find­et lei­der auch die Indus­trie. Denn die redet jun­gen Eltern gerne ein, was sie alles brauchen. Als Erst­ma­ma ste­ht man dann da und fragt sich, was man wirk­lich braucht und vor allem, wo und wie man das Ganze in nach­haltig bekommt. Denn an die zarte Baby­haut soll ja keine Chemie oder Baum­wolle von gespritzten Feldern. Der Kinder­wa­gen soll auch bitte öko sein, das gilt auch für Schnuller und Kuscheltiere. Schließlich kaut, beißt und saugt der Nach­wuchs den lieben lan­gen Tag daran herum. Wir stellen dir 10 Dinge vor, die in ein­er nach­halti­gen Baby-Erstausstattung nicht fehlen dür­fen. Mehr brauchst du defin­i­tiv nicht.

Wickelmode statt Über-Kopf-Zieher

Baby Wickelbody aus Bio Baumwolle

Egal, ob ein Spuck-Unfall, Kleck­ern beim Füt­tern oder wenn die Windel doch nicht ganz dicht hält – Babys machen sich öfter dreck­ig. Deshalb brauchst du Wech­sel­wäsche in aus­re­ichen­der Zahl. 6-10 Bodys soll­ten es sein, damit du nicht immer in ein­er halb vollen Waschmas­chine waschen musst. Übri­gens: Tipps zum nach­halti­gen Waschen bekommst du in unserem Rat­ge­ber. Da Babys sehr schnell wach­sen, soll­test du nicht zu viele Bodys in der kle­in­sten Größe kaufen. Außer­dem soll­test du darauf acht­en, dass sie mit Druck­knöpfen ganz geöffnet wer­den kön­nen und nicht über den Kopf gezo­gen wer­den müssen. Das mögen Babys näm­lich über­haupt nicht. Zudem sind Wick­el­bodys auch für dich ein­fach­er beim Anziehen. Gilt auch für Jäckchen, Pullover, Schlafanzug und Co. Wenn du für dein Baby nach­haltig einkauf­st, dann achte darauf, dass nur Bio-Baumwolle mit dem Fair-Trade-Siegel ver­wen­det wurde. So gehst du sich­er, dass keine Chemikalien an die Haut deines Babys gelan­gen und die Babyk­lei­dung unter men­schen­würdi­gen Arbeits­be­din­gun­gen hergestellt wurde.

Nachhaltige Stoffwindeln statt Einwegwindeln

Nachhaltige Stoffwindeln

Die zweite Sache, die du in größer­er Menge brauchst, sind Windeln. Ein paar Mal pro Tag wirst du sie wech­seln müssen. Das ergibt einen ganz schö­nen Müll­berg. Möglichst umwelt­fre­undlich sind Stof­fwindeln, die du waschen und wiederver­wen­den kannst. In unserem Rat­ge­ber zum The­ma Stof­fwindeln bekommst du viele nüt­zliche Tipps und Infos, falls du dich für diese nach­haltige Alter­na­tive zu Ein­weg­windeln inter­essierst. Favorisierst du hinge­gen Ein­weg­windeln, kannst du auch hier zu nach­halti­gen Pro­duk­ten greifen: Die Marke Lil­ly­doo bietet nach­haltige Windeln im prak­tis­chen Abo. Sie sind aus dem nachwach­senden Rohstoff Bam­bus­fas­er und umwelt­fre­undlich pro­duziert.

Wenig hochwertiges Spielzeug statt viel aus Plastik

Nachhaltigkeit bei Baby Spielzeug

Wir neigen dazu, schon Babys mit Spielzeug zu über­fluten, dabei brauchen sie gar nicht viel, um sich zu beschäfti­gen und ihre motorischen Fähigkeit­en zu trainieren. Wenn du dein Baby nach­haltig ausstat­test, dann bitte mit fol­gen­den Tipps im Hin­terkopf: Es braucht nur wenige Dinge – eine Ras­sel, denn Babys lieben Geräusche, und ein Spielzeug zum drauf Herumkauen, Greifen und Herumw­er­fen. Achte darauf, dass Kuscheltiere aus zer­ti­fiziert­er Bio-Baumwolle sind und gewaschen wer­den kön­nen. Bei Ras­seln aus Holz sollte das Holz FSC-zertifiziert sein. Dieses Siegel garantiert Holz aus gewis­senhaft bewirtschafteten Wäldern. Um die Umwelt zu scho­nen, soll­test du möglichst auf Plastik-Spielzeug verzicht­en, denn das Mate­r­i­al kann nur schlecht abge­baut wer­den und ist schon in der Pro­duk­tion alles andere als umwelt­fre­undlich. Weit­ere Infos bekommst du in unserem Rat­ge­ber zum The­ma Mikro­plas­tik.

Schlafsack statt Kissen & Decke

Nachhaltige Baby Produkte zum Schlafen

In die nach­haltige Erstausstat­tung für Babys gehören keine Kopfkissen oder Bettdeck­en. Darin kön­nen sich die Kleinen ver­fan­gen oder sich die Decke über den Kopf ziehen, was zu Atem­prob­le­men und Erstick­en führen kann. Deshalb schlafen Babys in einem gefüt­terten Schlaf­sack. Der hat außer­dem den Vorteil, dass sich dein Kind nicht freis­tram­peln kann, was schnell passiert, da sich Babys nachts viel bewe­gen. Im Schlaf­sack bleibt alles kuschlig warm ver­packt. Auch hier sollte der Einkauf fürs Baby nach­haltig sein. Bio-Baumwolle statt Syn­thetik. Das schont nicht nur die Umwelt, son­dern du kannst Baum­wolle auch bei höheren Tem­per­a­turen waschen, um hart­näck­ige Fleck­en zu entfernen.

Babybett, das mitwächst

Nachhaltiges Baby Zimmer einrichten

Das Baby­bett ist ein viel disku­tiertes The­ma, denn heute möcht­en viele Eltern im großen Bett zusam­men mit Baby schlafen. Das Fam­i­lien­bett soll die Bindung stärken und das nächtliche Stillen erle­ichtern. Es gibt spezielle Beis­tell­bet­ten, die dem Nach­wuchs genug Platz bieten. Allerd­ings ist er nach ein paar Monat­en her­aus­gewach­sen. Ein Baby­bett, das mitwächst und sich später auch fürs Kleinkind weit­er nutzen lässt, ist die nach­haltigere Alter­na­tive. Tipp: Es gibt mit­tler­weile viele Plat­tfor­men, auf denen du gebrauchte Baby­dinge kreisen lassen kannst. So musst du nichts weg­w­er­fen oder teuer kaufen. Super für den Geld­beu­tel und die Umwelt. Entschei­dest du dich für ein mitwach­sendes Baby­bett, achte auf nach­haltige Mate­ri­alien und FSC-Zertifizierung.

Tragetuch statt Babytrage

Tragetuch nachhaltig fuer Babys

Babys lieben es, getra­gen zu wer­den. Ob das für die Müt­ter und Väter bequem ist, ist dem Baby egal. Eltern brauchen kein Fit­nessstu­dio mehr, die Arm­muskeln und der Rück­en wer­den den ganzen Tag trainiert. Deswe­gen sind Tragetüch­er eine geniale Erfind­ung. Bess­er noch als all die ganzen Baby­tra­gen, weil sie eine ganz natür­liche und kusche­lige Hal­tung für das Baby ermöglichen, fast wie im Bauch. Deswe­gen kann man den Nach­wuchs auch stun­den­lang darin durch die Gegend tra­gen und gle­ichzeit­ig viele andere Dinge mit den frei gewor­de­nen Armen erledi­gen. Zudem stärkt der enge Kon­takt die Eltern-Kind-Bindung. Das Mate­r­i­al sollte fair pro­duzierte Bio-Baumwolle sein, die sich gut waschen und angenehm tra­gen lässt.

Angenähte Füßchen statt Söckchen

Baby Einteiler mit Fuessen

Wenn du fürs Baby nach­haltig shop­pen gehst, wirst du fest­stellen, dass es viele süße Söckchen gibt. In der Erstausstat­tung haben die aber nichts zu suchen. Nicht nur lassen sie sich schwierig anziehen, sie rutschen auch immer wieder. Außer­dem haben Babys die Ange­wohn­heit, sich Sock­en immer wieder auszuziehen. Das kann Mamas und Papas Ner­ven ganz schön stra­pazieren. Deshalb kaufe lieber Bodys und Hosen mit angenäht­en Füßchen. Oder du nutzt im Win­ter Strumpfho­sen. Auch hier soll­test du beim Kauf auf nach­haltige, schad­stoff­freie Mate­ri­alien achten.

Wickeltäschlein statt Wickeltasche

Nachhaltige Wickeltasche

Egal, ob Wick­eltaschen oder Wick­el­ruck­säcke – die Mod­elle sind meist sehr klo­big und fast so groß wie ein Kof­fer. Man hat das Gefühl, den gesamten Haus­stand mit sich rumzu­tra­gen. Dabei sind kleinere Mod­elle abso­lut aus­re­ichend. Sie soll­ten Platz für 3-4 Windeln, eine kleine Pack­ung Feucht­tüch­er bzw. als nach­haltigere Alter­na­tive ein Behält­nis mit Waschlap­pen, einen Wech­sel­body, Baby­pud­er oder eine pfle­gende Creme bei Winde­lauss­chlag und eine Wick­e­lau­flage bieten. Mehr musst du gar nicht mit­nehmen. Denn Nach­haltigkeit mit Baby bedeutet nicht nur umweltscho­nende Pro­duk­te, son­dern auch weniger Über­flüs­siges kaufen.

Dünnere Jäckchen statt dicke Jacken

Nachhaltige Babykleidung

Sich­er müssen Babys war­mge­hal­ten wer­den, aber das funk­tion­iert am besten mit dem Zwiebel­look, nicht mit extrem dick­en Klei­dungsstück­en. Denn so lässt sich die Tem­per­atur viel bess­er reg­ulieren. Ziehst du die dicke Jacke aus, wird deinem Kind wom­öglich schnell kalt. Ziehst du sie wieder an, wird ihm zu warm. Lieber mit mehreren dün­neren Schicht­en arbeit­en. Dazu reichen 2-3 Jäckchen, die du über den Body ziehen kannst. Am besten ohne Kapuze, da Babys viel auf dem Rück­en liegen und die dann unan­genehm im Nack­en sitzt. Du kannst gestrick­te Jäckchen kaufen bzw. sel­ber machen oder aber Jäckchen aus Baum­wolle. Druck­knöpfe sind nicht nur prak­tisch, sie stören auch nicht beim Tragen.

Nachhaltige Baumwollspucktücher statt Einwegprodukte

Baby Erstausstattung nachhaltig kaufen

Spuck­tüch­er sind uner­lässlich, denn Babys spe­icheln viel. Klar kön­ntest du auch han­del­sübliche Taschen­tüch­er ver­wen­den, um die Spucke abzuwis­chen. Aber das würde einen enor­men Müll­berg bedeuten – nicht sehr nach­haltig gedacht. Bess­er für die nach­haltige Erstausstat­tung: Baum­woll­spuck­tüch­er. Sie lassen sich ein­fach waschen und wiederver­wen­den. Außer­dem kannst du sie im Som­mer noch als Son­nen­schutz und leichte Decke nutzen.

Fazit nachhaltige Baby-Produkte

Nachhaltig mit Baby

Willst du dein Baby nach­haltig ausstat­ten, geht es nicht nur um schad­stoff­freie Pro­duk­te und umweltscho­nende Mate­ri­alien, son­dern auch darum, nicht zu viel zu kaufen. Es gibt einige Dinge, die du brauchst, aber eine Menge, die ein­fach über­flüs­sig sind. Hosen mit Füßchen, Wick­el­jack­en und Wick­el­bodys, Spuck­tüch­er, Baby­bett, Schlaf­sack, aus­gewähltes Spielzeug, Windeln, Wick­eltasche und ein Trage­tuch sind essen­zielle Basics. Wichtig bei Klei­dung: Kaufe nicht zu viel im Voraus, denn du weißt nie, welche Größe dein Baby braucht. Es gibt zwar immer die Hin­weise, welche Größe in welchem Monat getra­gen wird, aber die Schnitte fall­en sehr unter­schiedlich aus. Deshalb immer guck­en, wie schnell der Nach­wuchs wächst und welche Marken die für euch opti­malen Schnitte ver­wen­den. Falls dich das The­ma Beikost und ökol­o­gis­che Baby­nahrung inter­essiert, schau doch mal in unseren Rat­ge­ber „Beikost ein­führen“.

Virtuelles Wasser: Was ist das?

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Wer Wasser sparen will, sollte nicht nur seinen sichtbaren Wasserbrauch im Blick behalten, sondern auch die Menge an virtuellem Wasser. Was das ist und wie du deinen Wasserfußabdruck wirklich verringerst, erfährst du hier.

Wasserverbrauch reduzieren

Nicht nur der sichtbare Wasserverbrauch beim Duschen, Baden oder Waschen zählt in unseren Wasserfußabdruck, sondern auch der unsichtbare. Dieser Wert wird als virtuelles Wasser bezeichnet und schließt unseren täglichen Konsum von durstigen Gütern mit ein. So kommen wir auf einen erschreckend hohen Wasserverbrauch. Wir zeigen, worauf du achten solltest, was durstige Güter sind und wie du möglichst nachhaltig kaufst, um Wasser zu sparen.

So erkennst…

Hi, ihr Lieben! Mein Name ist Petra und ich blogge auf „Hollightly“ über Fashion, Design und grünen Lifestyle. Ich bin bekennendes Modemädchen mit Hang zu schönen Dingen und überzeugt davon,...

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