Wie man auch mit Baby die Müllberge klein halten kann

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Neun Monate lang trägt man das Mini-Me mit sich durch die Gegend. Es ist neun Monate lang absolut nachhaltig, ökologisch korrekt und verursacht 0% Müll. Das ändert sich rabiat, sobald das Mini-Me auf der Welt ist. Das kann man sich auch gar nicht schön reden. Babys verbrauchen und Babys verursachen Müll. Berge von Müll! Allein die Windeln sind eine Art ökologischer Mini-Supergau.

Punkt 1 auf der Müllvermeidungsliste: Stoffwindeln!

Nicht jeder Müll lässt sich vermeiden. Jetzt könnte ich als ökologisch korrekte Mutti natürlich auf Stoffwindeln setzen und waschen was das Zeug hält. Aber ganz ehrlich? Ich bin ja wirklich bereit nachhaltig und fair zu leben, rase von Reformhaus zu Reformhaus, kaufe beim Bauern ums Eck und vermeide Plastik wo es nur geht – aber das ist die Grenze. Da will ich ehrlich sein. Auch wenn man wirklich gut Müll sparen kann mit Stoffwindeln. Mir ist das neben all den Veränderungen und Waschrunden einfach eine Runde zuviel. Aber das wäre natürlich der Tipp Nummer 1 an alle Ökomuttis zur Müllvermeidung: Stoffwindeln! Schicke Teile gibt es übrigens bei der Windelmanufaktur.

Wer wie ich faul und bequem ist, kannt auch auf Windeln setzen, die nachhaltig produziert sind und ohne Silikone und Parabene auskommen. Wir haben ein Windelabo auf Lillydoo gebucht. Die Windeln sind aus Zellstoffen von FSC-zertifizierten Waldbeständen, werden ohne Duftstoffe und Zusatzstoffe hergestellt und sehen zuckersüß aus!

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Punkt 2 auf der Müllvermeidungsliste: Selber kochen!

Als Ausgleich mache ich alle Breis einfach selbst – kaufe weder im Plastik noch im Gläschen ein, sondern koche Karotten, Kartoffeln und Äpfel und Birnen und was man so in das Mini-Me stopft selbst ein und hebe es im Kühlschrank auf. Noch besser: Einfach tieffrieren und in Stücke hacken. Dann spart man als Ökomum schon mal viele viele Gläschen und Plastikpötte voller Brei. Das ist mein persönlicher Tipp Nummer 2, um Müll zu vermeiden.

Punkt 3 auf der Müllvermeidungsliste: Feuchttücher!

Feuchttücher Kind Baby selber machen

Feuchttücher. Ja, die verbrauchet man ohne Ende. Und weil ich schon Windeln kaufe, setze ich immerhin auf Mehrfach-Feuchttücher. Die mache ich einfach selbst. Auch weil ich der zarten Babyhaut die Fertigtücher ungerne zumuten möchte. Was da oft alles drin ist … Parabene, Silikone, Duftstoffe und noch viel mehr. Die pure Chemie! Das Rezept für die selbstgemachten Feuchttücher ist geradezu gnadenlos einfach: Stell dir eine hübsche Wasserschale mit warmem Wasser neben den Wickeltisch. Dazu ein Waschlappen und fertig ist das Selfmade-Feuchttuch. Waschbar, wiederverwendbar und frei von Chemie.

Punkt 4 auf der Müllvermeidungsliste: Qualität pur!

Kinder Baby Spielzeug Holz

Stichwort: Spielzeug! Da lässt sich auch Müll sparen. Genau wie bei Baby-Klamotten. Wenn man auf Qualität setzt. Die Sachen werden tausendmal gewaschen und können danach immer noch weitergegeben werden. Von Ökomum zu Ökomum zum Beispiel – via Kleiderkreisel oder über Freundinnen.

Umso besser die Qualität ist, umso länger halten sie und umso öfter können sie wiederverwendet und weitergegeben werden. Auch das spart Müll. So albern das vielleicht klingt. Aber die Müllberge weltweit wachsen auch weil wir ständig Billigware einkaufen, die dann keine drei Waschgänge übersteht. Wenn du also beim Spielzeug auf Chemiefreie Holzsachen setzt und bei den Klamotten auf Babysachen aus Ökobaumwolle von guter Qualität, kann man auch zu kleineren Müllbergen beitragen.

Punkt 5 auf der Müllvermeidungsliste: Zuhause Essen!

Zuhause! Kinder werfen gerne alles auf den Boden. Wenn man also bruchsicheres Kindergeschirr aus Edelstahl oder Bambus nimmt, dann kann man sich auch da sicher sein, dass es sämtliche Wurfattacken des Kindes gut überstehen wird.

Heißt also: Langlebiges auf den Tisch packen, das mehrere Jahre überstehen kann. Das gilt übrigens auch für unterwegs. Wenn man vorher plant und genug mitnimmt, muss man keine Spontankäufe tätigen, wenn das kleine Mini-Me plötzlich Hunger bekommt. Spontankäufe in Sachen Essen und Trinken haben sehr oft mit Plastik und Müll zu tun. Papiertüten für die Butterbrezel oder Plastik für die Wasserflasche. Wo landet das alles am Ende? Im Müll!

Punkt 6 auf der Müllvermeidungsliste: Glas statt Plastik!

Ganz grundsätzlich gilt sowieso – lieber auf Glasflaschen für das Wasser setzen oder sogar aus der Leitung trinken, als immer alles schön in Plastikflaschen zu kaufen. Egal ob Saft oder Wasser. Das schont die Umwelt enorm. Mal ganz abgesehen von den ganzen Weichmachern, die oft in den Plastikflaschen stecken. Da weiß noch keiner, ob die vielleicht eine Langzeitwirkung auf dein Baby haben können. Es spart also nicht nur Müll, sondern ist auch noch gesünder.

 

Hi, ihr Lieben! Mein Name ist Petra und ich blogge auf „Hollightly“ über Fashion, Design und grünen Lifestyle. Ich bin bekennendes Modemädchen mit Hang zu schönen Dingen und überzeugt davon, dass sich Design-Liebe mit gutem Öko-Gewissen vereinbaren lässt. Öko muss nicht nach Jute, Sack und Asche aussehen. Deswegen suche ich für meine Leser wie ein kleines Eco-Trüffelschweinchen nach stylischen Fair Trade Labels und nachhaltigen Eco-Spots.

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