Regrow: Diese 10 Gemüsereste wachsen wieder nach!

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Einmal kaufen und immer wieder nachwachsen lassen – das klingt ja zu gut um wahr zu sein. Doch genau so funktioniert es mit vielen Gemüsesorten. Statt die Reste unnötig wegzuschmeißen oder zu kompostieren, kann man daraus auch neue Pflanzen ziehen. Das kommt nicht nur unserem Geldbeutel zugute, sondern ist auch ein wichtiger Schritt gegen Lebensmittelverschwendung. Besonders toll: Solche „Küchenabfälle“ wieder wachsen zu lassen ist 1. gar nicht schwer und 2. braucht man neben den Gemüseresten nur eine Fensterbank und etwas Geduld. Wir zeigen dir, welche Lebensmittel wieder nachwachsen und wie das Ganze funktioniert!

Gemuese Pflanzen

Das Wichtigste ist, dass sich beim Anbau von Gemüseresten kein Schimmel bilden darf. Dafür einfach auf eine ausgewogene Bewässerung achten. Zudem kann die Wahl der richtigen Erde die Anzucht erleichtern, denn spezielle Bodenverhältnisse fördern das Pflanzenwachstum. Worauf du dabei achten solltest, kannst du hier nachlesen. 

Frühlingszwiebeln 

Frühlingszwiebeln lassen sich ganz einfach auf einer sonnigen Fensterbank großziehen. Man benötigt dafür nicht einmal Erde – Wasser reicht! Mit der richtigen Pflege lässt sich dieser Vorgang übrigens mehrmals wiederholen!

Fruehlingszwiebeln Anpflanzen

Und so geht’s:
Der Rest der Frühlingszwiebel sollte noch mindestens zwei bis drei Zentimeter lang sein. Dann kannst du den Wurzelrest einfach in einen Behälter mit Wasser legen und das Ganze anschließend auf einer sonnigen Fensterbank platzieren. Wenn du alle drei Tage das Wasser wechselst, bilden sich bereits nach drei bis fünf Tagen die ersten Triebe. Nach rund einer Woche ist der grüne Teil der Lauchzwiebel so nachgewachsen, dass du bei Bedarf schon etwas davon abschneiden kannst. Kleiner Tipp: Mit der gleichen Methode wachsen auch Zitronengras und Porreestangen wieder nach.

Zwiebeln

Perfekt für Anfänger: Die Reste von Zwiebeln lassen sich noch unkomplizierter direkt in die Erde pflanzen.

Zwiebeln Anpflanzen

Und so geht’s:

Ob in der Wohnung oder im Garten – Zwiebeln lassen sich sowohl drinnen als auch draußen neu pflanzen. Dafür einfach das übergebliebene Wurzelende der Zwiebel in den Boden oder in einen Blumentopf mit Erde stecken und mit etwas Mutterboden (Humus) bedecken. Dann sollte das Ganze an einen sonnigen Platz gestellt werden. Sehr wichtig während der Aufbauphase der Zwiebel ist, dass die Erde stets feucht gehalten wird. Nach einiger Zeit wächst aus dem Rest eine gesunde Zwiebelpflanze nach.

Zwiebelgrün

Aus einer Zwiebel wächst nicht nur eine neue Pflanze. Statt sie also neu einzupflanzen, kann man auch das Grün der Zwiebel zum Wachsen bringen und verwenden. Zwiebelgrün ist ein tolles Gewürz, um Gerichte zu verfeinern und lässt sich spielend leicht züchten.

Regrow Zwiebel Gruen

Und so geht’s:

Um Zwiebelgrün zu züchten, müssen die Wurzeln der Zwiebel in einen mit Wasser gefüllten Behälter gelegt und an einen sonnigen Platz gestellt werden. Dann solltest du alle paar Tage das Wasser wechseln. Mit dieser Pflege beginnt das Grün der Zwiebel wieder zu wachsen. Dieses kannst du nun ernten und zum Verfeinern von Rührei oder Hüttenkäse nutzen. Das Schöne: Wenn du den Zwiebelrest richtig pflegst, wird das Grün solange nachwachsen, wie du möchtest.

Salat Nachwachsen lassen

Und so geht’s:

Blattsalate, wie Eisbergsalat, kann man problemlos zu Hause nachwachsen lassen. Dafür einfach übriggebliebene Salatblätter in ein Gefäß mit Wasser legen und anschließend an einen warmen, sonnigen Platz stellen. In den folgenden Tagen können die Salatblätter zusätzlich mit Wasser besprüht werden. Schon bald beginnen die Blätter zu keimen und neue Wurzeln fangen an zu wachsen. Dann können die Salatreste in Erde eingepflanzt werden.

Stangensellerie

Sellerie Nachzuechten

Und so geht’s:

Den übrig gebliebenen Selleriestrunk in eine flache Schale mit Wasser legen und anschließend auf einem sonnigen Fensterbrett platzieren. Achte darauf, dass der Strunk gerade mit Wasser bedeckt ist und dieses alle paar Tage gewechselt wird. Nach gut einer Woche beginnen frische Blätter aus dem Strunk zu sprießen. Jetzt kannst du das Ganze in einen Topf mit Erde setzen. Ein paar Wochen später wirst du bereits neuen Stangensellerie ernten können.

Ingwer

Inger Nachwachsen Lassen

Und so geht’s:

Ingwer ist nicht nur gesund und lecker, sondern lässt sich auch ganz einfach selbst ziehen. Alles was man dafür braucht, ist Geduld. Lässt man die Knolle einige Zeit liegen, bildet sie von selbst kleine, grüne Triebe. Diese kann man abbrechen und in einem Topf mit Erde einpflanzen. Durch regelmäßiges Gießen wächst aus den Trieben nach kurzer Zeit ein Spross. Einige Monate später, wenn die Blätter abgestorben sind, kann die Ingwerknolle geerntet werden. Dafür einfach die Wurzel ausgraben!

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Knoblauch

Regrowing Knoblauch

Und so geht’s:

Knoblauchzehen, die etwas länger liegen, bilden kleine Triebe. Das Wachstum kann beschleunigt werden, wenn die Zehen in eine Schale mit ein bisschen Wasser gelegt werden. Bereits nach einigen Tagen sind die Knoblauchsprossen gut zehn Zentimeter lang und können geerntet werden. Sie schmecken milder als die Zehen und eignen sich perfekt um Verfeinern von Gerichten. Möchtest du eine neue Knoblauchknolle ziehen, pflanze eine Zehe in einen Topf mit Erde. Der Topf sollte anschließend an einem sonnigen Platz stehen und regelmäßig gegossen werden. Schon bald kannst du eine neue Knolle ernten.

Kartoffeln

Kartoffelpflanze Ziehen

Und so geht’s:

Um Kartoffeln neu zu pflanzen, brauchst du eine Knolle, die bereits viele „Augen“ hat, aus denen sich Keimlinge entwickeln. Diese Kartoffel kannst du einfach in Stücke schneiden, wobei du darauf achten musst, dass jedes Stück zwei „Augen“ hat und mindestens einen Zentimeter dick ist. Die Kartoffelstücke sollten anschließend an einem luftigen Ort stehen und trocknen. Nach zwei Tagen können sie in feuchte Erde gepflanzt werden. Da die Knollen sehr nährstoffreichen Boden brauchen, sollte die Erde am besten mit etwas Kompost vermischt werden. Jetzt kann eine neue Kartoffelpflanze wachsen!

Möhren

Karotten Selber Ziehen

Und so geht’s:

Aus Karottenresten lassen sich zwar nicht neue Möhren ziehen, aber man kann schöne Pflanzen anbauen und das Karottengrün verwenden! Dafür muss man nur das obere Ende einer Möhre in einer Schale mit wenig Wasser platzieren. Tipp: Hilfreich ist es, wenn du das Karottenstück vorher auf Zahnstocher steckst, sodass nur die Unterseite des Stücks mit dem Wasser in Berührung kommt. Achte darauf, dass dieser Teil der Karotte stets feucht gehalten wird. Das Wasser sollte regelmäßig ausgetauscht werden. Wenn nach ein paar Tagen Wurzeln zu sprießen beginnen, kann die Möhre in Erde umgepflanzt werden.

Avocado

Avocado Pflanzen

Und so geht’s:

Aus dem Avocadokern lässt sich recht einfach eine Avodacadopflanze ziehen. Allerdings wird sie keine Früchte tragen, denn leider wachsen Avocados bei uns nicht. Trotzdem ist die Pflanze sehr dekorativ. Um sie zu ziehen, muss der Kern gewaschen werden. Danach werden drei Zahnstocher hinein gesteckt. Mit dieser „Halterung“ wird er in Wasser gestellt, sodass nur der untere Teil des Kerns mit Wasser in Kontakt kommt. Nach ein paar Wochen bilden sich dort Wurzeln und nach oben beginnt der Spross der Avocadopflanze zu wachsen. Wenn die Wurzel deutlich ausgebildet ist, kannst du sie in Erde umpflanzen.

Auch was sich nicht nachziehen lässt, ist manchmal trotzdem noch zu gut für die Tonne. Hier findet ihr weitere Tipps zur Verwertung von Gemüse- und Speiseresten.

Good Product: Lesesessel mit FSC-Siegel im Test

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Hurra, Hurra, der Winter ist da. Endlich brauchen wir keine Ausrede mehr, wenn wir unser Haus nicht verlassen wollen und uns viel lieber in unseren Lesesessel kuscheln möchten. Der ist so groß, dass ich dort gemütlich mit meinen beiden Kleinen drinnen sitze und wir in abenteuerlichen Geschichten auf große Reisen zu den Feen, Riesen, Zwergen, Königen oder Prinzessinnen gehen. Denn draußen ist es früh dunkel und meistens nass und kalt. Warum sich das große Abenteuer also nicht gemütlich ins Wohnzimmer holen? Unser neuer Lieblingsplatz Seit wir unseren riesengroßen Lesesessel haben, gibt es in unserem Haus ein neues Zentrum, einen neuen…

Moin, ich bin Marie. Waschechte Hamburgerin und nordisch by nature. Hier bei OTTO halte ich für re:BLOG Ausschau nach spannenden Ideen und Menschen, coolen Eco-Outfits und berichte für euch von...

Zum Autor

Dienstag, 8. Mai 2018, 15:55 Uhr

Hallo Marie,

toller Beitrag! Ich fand es auch immer schade, die ganzen Gemüsereste wegzuwerfen. Hab daher auch ein Experiment mit Frühlingszwiebeln und Salat gestartet. Meine Erfahrungen hab ich hier aufgeschrieben: https://www.studibuch.de/blog/gemuese-nachwachsen-lassen-ein-selbstexperiment/

Andere Gemüsereste wie Zwiebel- und Karottenschalen friere ich einfach ein und koche regelmäßig Gemüsebrühe daraus. Das bietet eine tolle Basis für Suppen und Eintöpfe. 🙂

Liebe Grüße,
Janina

katharina
Sonntag, 8. April 2018, 15:46 Uhr

also das gefällt mir sehr gut , vor allem weil Du wirklich praktische tips gegeben hast , super