Erkältungen vorbeugen: So bleibst du gesund

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Kaum wer­den die Tage wieder kürz­er und käl­ter, scheint es qua­si ein Ding der Unmöglichkeit zu sein, erkäl­tungs­frei durch den Win­ter zu kom­men. Ob in der Bahn, im Büro oder im Restau­rant – ein­er niest und schnieft immer. Zu dieser Jahreszeit fühlt es sich fast so an, als wür­den uns Viren und Bak­te­rien zeigen, wer hier wirk­lich das Sagen hat. Doch ganz taten­los müssen wir die Kon­trolle nicht abgeben. Mit ein paar Maß­nah­men kön­nen wir unser Immun­sys­tem auf ganz natür­liche Art und Weise stärken und Erkäl­tun­gen abwehren.

Erkaeltungen Abwehren

Raus ins Freie

Der erste und vielle­icht auch wichtig­ste Tipp, um gesund und fit durch die dun­kle Jahreszeit zu kom­men, lautet: Geh viel an die frische Luft! Ja ja, immer die gle­iche Leier. ABER wir ken­nen es alle: Je dun­kler und käl­ter die Tage wer­den, desto weniger Lust haben wir rauszuge­hen. Und noch weniger Lust haben wir, uns die Sportk­lam­ot­ten anzuziehen und uns zu bewe­gen. Am lieb­sten möchte man sich zu Hause in eine Decke ein­rollen und erst wieder rauskom­men, wenn Früh­ling ist. Jet­zt muss der innere Schweine­hund über­wun­den werden!

Joggen Im Wald Im Winter

Hier bewahrheit­et sich mal wieder die Reden­sart: Es gibt kein schlecht­es Wet­ter, es gibt nur falsche Klei­dung! Am besten stat­test du dich also mit ordentlich­er Sport­bek­lei­dung aus, sodass du auf Wind und Wet­ter bestens vor­bere­it­et bist. „Es ist so kalt und nass“ ist ab heute keine Ausrede mehr. Übri­gens schön­er Neben­ef­fekt von der ganzen Bewe­gung: Du kannst so nicht nur eine dicke Erkäl­tung ver­hin­dern, son­dern auch den nervi­gen Win­ter­speck! Es fällt dir trotz allem schw­er, rauszuge­hen und zu sporteln? Na gut, dann ver­suche die „Draußen-Zeit“ in deinen All­t­ag zu inte­gri­eren. Solange es nicht schneit oder glatt ist, schwing dich aufs Rad, statt Auto oder Bahn zu fahren!

Buntes auf dem Teller

Ja, Lebkuchen ist leck­er, Schoko­lade auch und das Marzi­pan erst! Trotz­dem: Ver­suche auch im Win­ter und in der Wei­h­nacht­szeit auf eine gesunde, abwech­slungsre­iche Ernährung zu acht­en. Ger­ade jet­zt, wenn so viele Infek­te im Umlauf sind, brauchen unsere Abwehrkräfte viel Energie. Schon mal einen Rote-Bete-Salat mit Lin­sen­sprossen pro­biert? Oder eine Winter-Minestrone? Es ist gar nicht so schw­er, vit­a­m­in­re­ich im Win­ter zu essen, denn – anders als man vielle­icht denkt – haben viele Gemüse- und Obst­sorten Sai­son. Beispiel­sweise sind Zitrusfrüchte, wie Clemen­ti­nen oder Orangen, wahre Vit­a­m­in­bomben! Eine selb­st­gemachte Ingwer-Limonade mit Minze hält nicht nur fit, son­dern schmeckt auch toll.

Zitronen Limonade Selfmade

Die vie­len Vit­a­mine und Min­er­alien, die wir durch eine bunte, aus­ge­wo­gene Ernährung zu uns nehmen, stärken unser Immun­sys­tem und liefern uns viel Energie. Heißt: Wir sind nicht nur viel fit­ter, son­dern fühlen uns auch so. Und so haben wir auch viel mehr Lust, etwas zu unternehmen oder Sport zu machen.

Lachen ist die beste Medizin

Lachen ist gesund – das weiß jed­er. Aber auch wenn es oft daher gesagt wird, stimmt es wirk­lich. Wenn wir lachen, wer­den in unserem Organ­is­mus eine Vielzahl von bio­chemis­chen Prozessen aktiviert. Und die machen uns nicht nur glück­lich, son­dern wirken sich auch pos­i­tiv auf unseren Kör­p­er aus. Denn durch Lachen steigt die Konzen­tra­tion von Immun­glob­u­lin A im Spe­ichel und im gesamten Hals-Nasen-Rachenraum – das ist ein kör­pereigen­er Abwehrstoff, der hil­ft, Hus­ten oder Schnupfen abzuwehren. Viel lachen hil­ft also, um gesund zu bleiben.

Lachen Um gesund Zu Bleiben
„Wusstest du, dass Kinder bis zu 400 Mal am Tag lachen und Erwach­sene im Durch­schnitt ger­ade 15 Mal?” 

Viel zu wenig. Denn Lachen hat jede Menge pos­i­tiv­er Neben­ef­fek­te: Es hil­ft auch gegen Stress oder Schmerzen, macht fit und glück­lich. Eigentlich eine totale Win-Win-Situation, oder? Also: Lieber ha-ha statt ha-tschi.

Viel schlafen

„Der Him­mel hat den Men­schen als Gegengewicht gegen die vie­len Müh­seligkeit­en des Lebens drei Dinge gegeben: die Hoff­nung, den Schlaf und das Lachen.“ – das wusste auch schon der deutsche Philosoph Immanuel Kant vor 200 Jahren. Schlaf gehört neben viel Bewe­gung und ein­er aus­ge­wo­ge­nen Ernährung zu den Grund­maß­nah­men, die vor Erkäl­tun­gen schützen. Denn wer wenig schläft, fühlt sich schlapp und hat auch schlappe Abwehrkräfte. Der Kör­p­er pro­duziert bei Schlaf­man­gel näm­lich nicht nur weniger Immun­zellen, sie arbeit­en auch viel „schlechter“.

Ausgewogener Schlaf

Wie viel Schaf nötig ist, um sein Immun­sys­tem zu unter­stützen, ist ganz indi­vidu­ell, denn jed­er Men­sch braucht ein anderes Schlaf­pen­sum. Doch Forsch­er aus San Fran­cis­co haben her­aus­ge­fun­den, dass Men­schen, die weniger als sechs Stunden pro Nacht schlafen, ein vier­mal so hohes Erkäl­tungsrisiko haben wie Per­so­n­en, die mehr als sieben Stunden Schlaf bekom­men. Also: Achte auf genü­gend Schlaf, es ist gewis­ser­maßen eine Gesundheitsvorsorge.

Gelassenheit

Früh auf­ste­hen, schnell einen Kaf­fee herun­terkip­pen, die Kinder zur Schule fahren, ab zur Arbeit. Dort warten dann jede Menge Abgaben und Ter­mine. Und der Haushalt erledigt sich ja auch nicht von alleine. Puh. Kommt dir das bekan­nt vor? In unserem hek­tis­chen All­t­ag ist es gar nicht so leicht, sich zu entspan­nen. Trotz­dem soll­ten wir es drin­gend ver­suchen. Denn: Dauer­hafter Stress raubt nicht nur uns unnötig viel Energie, son­dern auch unserem Immun­sys­tem. Und das braucht diese drin­gend, um uns gesund und fit zu hal­ten. Also: Tief dur­chat­men, zurück­lehnen und bewusst eine Pause einlegen.

Auszeiten Nehmen

Vielle­icht ist es leichter gesagt als getan, aber eine gute Möglichkeit, um wieder mehr Gelassen­heit in den All­t­ag zu brin­gen, ist es, ihn neu zu struk­turi­eren. Set­ze dich dafür hin und schreib alles auf, was du diese Woche noch erledi­gen musst. Ist es zu viel? Wahrschein­lich ja! Dann ver­suche zu entschei­den, was wirk­lich drin­gend erledigt wer­den muss und was nicht. Und diese Punk­te wer­den dann rig­oros von der To-do-Liste gestrichen. Die neuge­wonnene Zeit soll­test du dann ganz für dich und deine Entspan­nung nutzen. Schon mal Med­i­ta­tion­sübun­gen aus­pro­biert? Es gibt mit­tler­weile tolle Apps, die dabei helfen.

Küssen, küssen, küssen

„Küssen ver­boten? Von wegen!” 

Es darf geknutscht wer­den, was das Zeug hält – und zwar ganz im Sinne der Gesund­heit! Ja richtig gele­sen, denn Küssen hat einen pos­i­tiv­en Effekt auf unser Immun­sys­tem und unser Herz. Je nach Kuss­in­ten­siv­ität wer­den nicht nur bis zu 34 Gesichtsmuskeln aktiviert, son­dern auch jede Menge Glück­shormone aus­geschüt­tet, der Herz­schlag beschle­u­nigt und natür­lich: Spe­ichel aus­ge­tauscht. Und ger­ade dieser Aus­tausch von Bak­te­rien kurbelt unser Immun­sys­tem so richtig an. Es wer­den ver­mehrt Antikör­p­er pro­duziert, was uns vor Erkäl­tun­gen schützt.

Knutschen Fuer Die Gesundheit

Und nicht zu unter­schätzen: Küssen macht die meis­ten Men­schen vor allem eines – und zwar ziem­lich glück­lich. Vor allem, wenn wir den oder die „Richtige“ küssen. Denn, wenn wir ver­liebt sind und dann auch noch knutschen, dann lässt es unser Organ­is­mus so richtig krachen und die Boten­stoffe fliegen hin und her. Zu guter Let­zt führt das auch noch zu mehr Gelassen­heit, denn Küssen lässt unseren Cor­ti­sol­spiegel sinken und so auch den Stresspegel, was uns wiederum noch stärk­er gegen Erkäl­tun­gen macht. Also: Spread the love!

Warm anziehen

„Zieh dich warm an, son­st erkäl­test du dich“ – wer ken­nt diesen Spruch nicht? Der gut gemeinte Ratschlag, den wir meist von unser­er für­sor­glichen Oma zu hören bekom­men, stimmt zwar nur so halb, denn eine Erkäl­tung wird nicht direkt durch Kälte aus­gelöst. Fakt ist aber: Frieren schwächt das Immun­sys­tem. Deswe­gen soll­ten wir uns – ger­ade zur Erkäl­tung Hochkon­junk­tur – warm anziehen oder zumin­d­est so, dass wir nicht frieren. Denn durch die Kälte ziehen sich unsere Blut­ge­fäße zusam­men, was die Immunab­wehr schwächt. Erkäl­tungsviren haben dann ein leicht­es Spiel.

Warme Anziehsachen Erkaeltung Vorbeugen

Wer sich allerd­ings zu warm anzieht, fängt an zu schwitzen. Zieht man sich dann aus, verkühlt man sich erst recht. Klein­er Tipp: Der gute alte Zwiebel­look. So kann man sich jed­er Tem­per­atur klam­ot­ten­tech­nisch anpassen.

Händewaschen

„Wusstest du, dass bis zu 80 Prozent aller ansteck­enden Krankheit­en über die Hände über­tra­gen werden?” 

Logisch: Kom­men wir mit Erkäl­tungsviren gar nicht erst in Kon­takt, kön­nen wir uns auch nicht ansteck­en. Eine banale, aber sehr wichtige Maß­nahme lautet deswe­gen: Regelmäßig die Hände zu waschen. Denn diese kom­men jeden Tag mit unzäh­li­gen Gegen­stän­den in Berührung, an denen die Viren lauern. Fassen wir uns dann ganz unbe­dacht ins Gesicht, kön­nen wir uns schnell eine Erkäl­tung ein­fan­gen. Hän­de­waschen unter­bricht diesen Übertragungsweg.

Hygiene Haendewaschen Um Erkaeltung Zu Verhindern

Aber nur, wenn man es auch richtig macht. Also die Hände nicht ein­fach lieb­los kurz unter Wass­er hal­ten, son­dern sorgfältig ein­seifen. Macht man das gründlich, sollte das Ganze min­destens eine halbe Minute lang dauern. Danach die Hände unter fließen­dem Wass­er wieder abspülen. So kann die Anzahl der Keime auf bis zu ein Tausend­s­tel gesenkt werden!

Füße baden

Nach den Hän­den sind dann auch die Füße an der Rei­he. Heiße Fußbäder sind ein bewährtes Haus­mit­tel, das schon beim ersten Niesen, Hus­ten oder Frösteln eine Erkäl­tung stop­pen kann. Denn sie führen unserem Kör­p­er nicht nur Wärme zu, son­dern regen auch die Durch­blu­tung der oberen Atemwege an, was die Viren­ver­mehrung hemmt. Beson­ders effek­tiv ist das ganze übri­gens, wenn beim Fußbad die Wärme langsam gesteigert wird.

Hausmittel Fussbad Gegen Erkaeltung

Alles was du brauchst, ist eine kleine Wanne oder einen Eimer, den du mit ca. 35 Grad warmem Wass­er füllst. Anschließend bei­de Füße rein­stellen und inner­halb von 10 Minuten langsam heißes Wass­er nachgießen. Und zwar solange bis eine Tem­per­atur von ca. 41 Grad erre­icht ist. Bade deine Füße ins­ge­samt rund 15 Minuten, trockne sie anschließend gut ab und ziehe dann dicke Sock­en an. Klein­er Tipp: Alle Nach­tak­tiv­en soll­ten das Fußbad nicht zu spät am Abend machen, da es durch die steigende Durch­blu­tung wach machen kann.

Haarausfall natürlich entgegenwirken

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Alopezie, Alopecia, Effluvium – es gibt viele Fachbegriffe für Haarausfall. Doch wo liegen die Ursachen und wie kann man dem immer lichter werdenden Haar entgegenwirken?

Haarausfall
Zunächst einmal: Wenn ab und zu mal ein paar Haare mehr in der Bürste hängenbleiben, ist das noch kein Grund zur Sorge. Haare fallen aus und wachsen nach. Erst wenn mehr als 100 Haare täglich ausfallen, spricht man von Haarausfall. Dass einer Person die Haare ausgehen, kann viele unterschiedliche Gründe haben. Die häufigste Ursache ist allerdings der erblich bedingte Haarausfall (auf Fachchinesisch: androgenetische Alopezie), bei dem die Gene für den Verlust verantwortlich sind. In…

Moin, ich bin Jana und ich möchte nicht in einer Welt leben, in der es bald mehr Plastik im Ozean gibt als Fische. Genau diese schreckliche Prognose hat mich dazu...

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Sonntag, 2. Dezember 2018, 12:19 Uhr

Oh Mann, also bish­er ist der einzige Tipp den ich befolge, das mit dem Küssen, haha. Keine gute Bilanz. Meine Eltern kom­men mich gle­ich besuchen, ich hab mir über­legt, dass ich ihnen jet­zt ent­ge­gen­laufe. Frische Luft fehlt mir wirk­lich so ein biss­chen. Manch­mal hab ich das Gefühl durch die ganze Heizungsluft auszutrocknen.
Schön­er Post, Gruß, Jana
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