Neuer Trend in Berlin: Elektro-Roller zum Mieten

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Carsharing-Anbieter wie „Car2go“ oder „Dri­ve Now“ haben sich längst in deutschen Großstädten etabliert. Per App reservieren, fahren, irgend­wo wieder abstellen: Viele Kun­den wis­sen den prob­lem­losen Ser­vice zu schätzen. Jet­zt sollen auch Elektro-Roller zum Mieten langfristig das Straßen­bild prä­gen. In Stock­holm und Barcelona gibt es die Möglichkeit bere­its schon länger, in Berlin konkur­ri­eren jet­zt zwei Unternehmen um die Gun­st der Roller-Fans.

„Emio“ vs. „Coup“

Das Berlin­er Start-up „Emio“ hat bere­its im ver­gan­genen Jahr 150 ihrer knal­li­gen E-Roller im Retro-Look zur Test­phase auf die Straße geschickt. Per Smartphone-App wer­den die leuch­t­end roten Maschi­nen reserviert, via App lässt sich die Helm­box öff­nen, wo Helm und Schlüs­sel bere­it liegen.

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Anbi­eter „Emio“ set­zt auf Retro-Feeling im Vespa-Look. © dpa

Das Prob­lem ist allerd­ings (noch) die man­gel­nde, flächen­deck­ende Ver­füg­barkeit: Im Som­mer 2016 waren an lauen Aben­den nahezu alle Roller ver­mi­etet. Die weni­gen, die man hätte fahren kön­nen, lagen oft kilo­me­ter­weit in am anderen Ende der Stadt. „Emio“-Gründer Valer­ian Sei­ther besän­ftigt und kündigt an, dass man die Flotte im kom­menden Früh­jahr „mehr als ver­dop­peln“ will.

Einen Tag lang für 20 Euro fahren

Bosch-Tochter „Coup“ tritt im Herb­st 2016 mit 200 Elektro-Rollern in der Haupt­stadt an. Erste Test­fahrten fall­en pos­i­tiv aus, allerd­ings „sind die Roller weniger Fahrzeug, son­dern mehr Lifestyle“, wie die „FAZ“ berichtet.

Laut Branchen­blatt „Wirtschaftswoche“ beschle­u­ni­gen die „Coup“-Roller deut­lich schneller und sind mod­ern­er, dafür punk­tet Konkur­rent „Emio“ mit Retro-Look und zwei hin­ter­legten Hel­men, statt nur einem wie bei „Coup“. Auch im Preisver­gle­ich tun sich einige Unter­schiede auf: Bei „Emio“ wird ab der ersten Minute mit 19 Cent abgerech­net, danach alle zehn Minuten einen Euro. Eine volle Stunde kostet 11,40 Euro. Für „Coup“-Roller zahlt man für die ersten 30 Minuten pauschal drei Euro. Eine Stunde Coup kostet sechs Euro, ein ganz­er Tag pauschal 20 Euro.

Ob die Bosch-Roller tat­säch­lich das Berlin-Verkehrsmittel der Zukun­ft sind, muss sich erst noch zeigen. Aktuell läuft noch die Test­phase. In der Fir­men­zen­trale möchte man bald eigentlich bis zu 1000 Maschi­nen auf die Straßen brin­gen, so die Pla­nun­gen. „Wir kön­nen nicht jed­er Idee unendlich lang Zeit geben. Wenn es gut läuft, ist es pri­ma, wenn nicht, dann kommt die näch­ste Idee dran“, sagt Markus Heyn aus der Geschäfts­führung.

„Toms“: Der Schuh, der die Welt verändern soll

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Wie heißt es in einer alten Kleiderregel: Schuhe sagen viel über den Charakter eines Menschen aus. Und wer im Sommer die bunten und leichten Toms-Slipper an den Füßen von pflichtbewussten Großstädtern gesehen hat, ahnte auf den ersten Blick wahrscheinlich noch nicht, dass sich hinter den Espadrilles mit der himmelblauen Argentinien-Flagge auf der Ferse einer der kommerziell größten Erfolge der aktuellen Nachhaltigkeitskultur verbirgt. Ein von @toms gepostetes Foto am 19. Okt 2016 um 16:07 Uhr Die Schuhe kommen eigentlich gar nicht aus Argentinien. Blake Mycoskie, der amerikanische Firmengründer von Toms, reiste vor über zehn Jahren durch Südamerika und entdeckte dort die…

Moin, ich bin Jana und ich möchte nicht in einer Welt leben, in der es bald mehr Plastik im Ozean gibt als Fische. Genau diese schreckliche Prognose hat mich dazu...

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