DIY
Adventskalender fürs Kind

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Im Herbst geht es irgendwann los: wir werden in den Läden mit Weihnachtsgebäck und Fertig-Adventskalendern überhäuft. Als Pappversion, mit bunten Bildern oder Schokolade oder Teebeuteln oder Wellness-Goodies oder irgendeinem anderen Kram hinter den Türchen. Für mich persönlich kommen die gekauften Teile aber nicht in Frage. Der selbstgemachte Adventskalender hat bei uns Familientradition. Meine Mutter hat unsere Adventskalender jedes Jahr selbst gebastelt und gefüllt. Aber bevor wir zu den praktischen Tipps kommen, habe ich erst einmal ein paar Infos und Facts zum Adventskalender und seiner Historie recherchiert.

Weil Selbermachen Tradition hat

Kerzen Adventskalender

Adventskalender gibt es weltweit schon seit vielen Jahrzehnten. Vermutlich sind sie im 19. Jahrhundert erfunden worden. Damals waren sie eine Art Zählhilfe oder auch Zeitmesser. Dafür mussten dann zu Beginn beispielsweise 24 kleine Kerzen oder kleine Bilder herhalten! Jeden Tag wurde eins an die Wand gehängt, bis die 24 Dezembertage abgezählt waren. Oder: 24 Kreidestriche! Diese wurden an die Wand oder eine Tafel gemalt und die Kinder durften dann jeden Tag einen Strich wegwischen.

Der Weihnachts-Countdown

DIY Advents Kalender

Der Pastorensohn und Verleger Gerhard Lang hat im Jahr 1904 schließlich den ersten gedruckten Adventskalender in die Ladenregale gebracht. Inspirationsquelle dafür war seine Mutter, die ihm als Kind jedes Jahr im Dezember 24 „Wibele“ (ein schwäbisches Baisergebäck) in kleine Stoffsäckchen eingenäht hatte, um ihm das Warten aufs Weihnachtsfest zu verkürzen. Sein erster gedruckter Adventskalender bestand damals aus zwei Bögen. Der eine bedruckt mit durchnummerierten Sinnsprüchen. Der andere bestand aus 24 Bildchen. Jeden Tag konnte man jetzt ein Bild ausschneiden und auf den passenden Sinnspruch kleben. 

Basteln oder kaufen?

„In meinen eigenen vier Wänden gab es noch nie einen gekauften Adventskalender und es wird auch nie einen geben.”

Die Adventskalender waren nicht nur so schön, weil sie die Vorfreude auf Weihnachten erhöht haben, sondern auch, weil meine Mutter sie für uns Kinder liebevoll selbst gebastelt und gefüllt hat. Jedes Jahr in einer etwas anderen Verpackung und jedes Jahr mit vielen kleinen Überraschungen. Mal hingen 24 selbst gestrickte Socken am Fenster, mal waren es 24 kleine Kartons, mal 24 Stoffsäckchen oder 24 Krepppapierbonbons.

Papierbonbons Adventskalender DIY

Und auch als ich schon Studentin war, hat meine Mutter mir die Adventskalender heimlich, still und leise als Überraschung an das WG-Fenster gehängt. Und einmal während einer Costa-Rica-Reise im Dezember wurde mir vorher ein kleines Köfferchen mit 24 klitzekleinen Tüten vor die Wohnungstüre gestellt. Für mich waren diese Adventskalender eine heimelige, kuschelige und nicht wegzudenkende Tradition und ein kleines bisschen auch ein täglicher morgendlicher Mamagruß. 

How to: Adventskalender

Dieses Jahr durfte ich also für das Mini-Me basteln, suchen, füllen und grübeln. Und dabei zum ersten Mal feststellen, dass nicht nur das Aufmachen der 24 Türchen Spaß macht, sondern auch das Aussuchen und Füllen des Kalenders.

DIY Adventskalender How To

Dieses Jahr habe ich mich für ungebleichtes Packpapier, graue Tütchen und passendes Schleifenband entschieden. Dazu mit einem puren Stift die Zahlen auf die Tütchen geschnörkelt. Fertig.

Gefuellter Adventskalender

Möglichkeiten, die Tütchen zu verpacken und zu verschnüren, gibt es endlos viele. Wem das zu wenig nachhaltig ist, der kann auch auf einen Kalender aus Stoff oder Holz setzen und genau den jedes Jahr wieder neu füllen.

Adventskalender zum Befüllen findest du hier:

3 Tipps zum Adventskalender füllen

Inhalt Ideen Fuer Adventskalender

Kommen wir noch zum Inhalt – denn der kann so vielfältig sein, wie es Geschmäcker und Kinder auf dieser Welt gibt. Je nach Alter variieren die Inhalte natürlich auch.

„Ein Teenager will etwas anderes als ein Kleinkind oder ein Kind im Grundschulalter. Ist klar.

Da ich eine waschechte Öko-Mom bin, die Wert auf gute, umweltbewusst produzierte Dinge legt und ihrem Kind sämtlichen Süßkram verweigert (zumindest bis es in den Kindergarten kommt), war das eine kleine Herausforderung: Denn ich musste klitzekleine Sachen finden, die meinem Anspruch gerecht werden und gleichzeitig meinem Kind jeden Morgen Freude machen.

Tipp Nr. 1: Puzzle, Stapeltürmchen oder Memory!

Adventskalender Puzzle

Puzzle, Würfelspiele und kleine Stapeltürme lassen sich perfekt im Adventskalender verteilen. So gibt es jeden Tag etwas Neues und gleichzeitig müssen wir Mütter nicht 24 teure Einzelteile kaufen. Die Botschaft beim Adventskalender ist für mich ganz bewusst: „Weniger ist mehr.“ Schließlich geht es nicht um einen Geschenkerausch fürs Kleinkind, sondern um nette und schöne Kleinigkeiten. Wenn diese dann am Ende ein ganzes Puzzle ergeben, macht es das Auspacken der Päckchen doch umso spannender. Deswegen ist im diesjährigen Kalender unter anderem auch ein Memory aus Holz gelandet. Die insgesamt 16 Memory-Teilchen wurden auf acht Adventskalendertürchen verteilt. Dazu Spielobst aus Holz.

FSC Zertifiziertes Obst Aus Holz

Auch das lässt sich super auf mehrere Türchen verteilen – aus FSC-zertifiziertem Holz mit umweltguten Farben lackiert natürlich.

Tipp Nr. 2: Etwas Praktisches

Weil für kleine Kinder alles spannend ist, landet in unserem Adventskalender direkt zum 1. Dezember ein neuer Schal für eiskalte Tage. Passend zum neuen Wollwalkoverall vom Ökolabel Internaht.

Oeko Wollsachen Internaht

Da wird alles in liebevollster Handarbeit mitten in Deutschland produziert. Das Kind ist happy und die Mutti ist auch glücklich, weil sie den Kalender mit etwas Sinnvollem gefüllt hat. Das könnten zum Beispiel auch schöne Wollsöckchen, ein zweites Paar Handschuhe oder eine kleine Packung Kindertee sein. Oder die Mütze vom zweiten Winter-Lieblingslabel JIMMI WOW, die aus den alten Pullovern von meiner Mutter upgecycelt wurde. Die Idee dahinter: Eltern können ihre alten Pullover dort hinschicken und gegen ein bisschen Kohle zu stylischen neuen Kindersachen umnähen lassen.

Upcycling Kindersachen Von JimmI WOW

Tipp Nr. 3: Was zum Mitmachen!

Was Kinder am allermeisten lieben, sind bunte Farben und Zeit mit ihren Eltern. Deswegen muss im perfekten Öko-Mom-Adventskalender auch ein bisschen Zeit und Liebe landen. Zum Beispiel in Form von Wachsmalstiften und einem kleinen Malbuch.

Kritzel Malbuch

Und am 24. Dezember – als kleiner Vorausblick auf Weihnachten – wartet dann noch eine besonders große Kleinigkeit. Für das Mini-Me, das Traktoren und Bagger liebt, landet deswegen der supervariable Spitzenbaggertraktor von Everearth im 24. Türchen. Aber psssst! Nicht verraten! Das Kind weiß ja noch nichts von seinem Glück.

Holz Bagger EverEarth

Inspiriert? Hier findest du tolle Kleinigkeiten für deinen DIY-Adventskalender:

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Hi, ihr Lieben! Mein Name ist Petra und ich blogge auf „Hollightly“ über Fashion, Design und grünen Lifestyle. Ich bin bekennendes Modemädchen mit Hang zu schönen Dingen und überzeugt davon,...

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