Menstruationstasse und andere Alternativen

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Ob Binden oder Tam­pons – in Sachen Nach­haltigkeit und Zero Waste überzeu­gen bei­de Pro­duk­te nicht unbe­d­ingt. Dabei gibt es erstaunlich viele nach­haltige Pro­duk­te für die Damen­hy­giene: von der Men­stru­a­tion­stasse, über Bio-Binden und andere Tampon-Alternativen. Hier erfährst du, wie du deine Men­stru­a­tion so nach­haltig wie möglich gestal­ten und so gut wie möglich auf Weg­w­er­far­tikel verzicht­en kannst.

Alternativen Fuer Die Damenhygiene

Menstruationstasse

Menstruationstasse Als Tamponalternative

Die Men­stru­a­tion­stasse (auch Men­stru­a­tions­bech­er oder Men­stru­a­tion­skappe genan­nt) ist eine cle­vere Alter­na­tive zu Tam­pons und Binden und es gibt sie bere­its seit Jahrzehn­ten. Doch seit einiger Zeit bekommt sie ihre wohlver­di­ente Anerken­nung und immer mehr Frauen steigen auf die umwelt­fre­undliche Alter­na­tive um. Wie das Ganze funk­tion­iert? Eine Men­stru­a­tion­stasse ist eine Art kelchar­tiger Behäl­ter, der ähn­lich wie ein Tam­pon einge­führt wird und dann ein Vaku­um erzeugt, sodass das Blut aufge­fan­gen wird. Je nach Stärke der Peri­ode wird die Men­stru­a­tion­stasse zwis­chen zwei bis fünf Mal am Tag „gewech­selt“. Dabei wird sie ein­fach ent­nom­men, entleert, mit Wass­er abge­spült und anschließend wieder eingeführt.

Formbar Menstruationstasse

Menstruationstassen-Vergleich

Men­stru­a­tion­stassen gibt es von unter­schiedlichen Anbi­etern. Sie beste­hen aus medi­zinis­chen Kun­st­stof­fen wie Latex oder Silikon, aber sie vari­ieren nicht nur in Sachen Mate­r­i­al, son­dern auch in ihrer Größe oder im Weich­heits­grad. Erhältlich sind die Men­stru­a­tion­stassen in Drogeriemärk­ten, in der Apotheke, Im Bio-Supermarkt oder natür­lich online. Sie kosten in der Regel zwis­chen 10 und 35 Euro.

Hier find­est du ver­schiedene Menstruationstassen:

Fun Factory Menstruationstasse »FUN CUP«, Set, 2-tlg., Size A
Libimed Menstrual Cup Small, verrutscht nicht im Körper
Libimed Menstrual Cup Large, verrutscht nicht im Körper

Die wichtig­sten Anbi­eter im Überblick:

  • Ruby Cup: Wer eine Men­stru­a­tion­stasse von Ruby Cup kauft, tut nicht nur der Natur etwas Gutes, son­dern spendet gle­ichzeit­ig eine zweite Tasse an ein Mäd­chen in Afri­ka. Für Frauen in Entwick­lungslän­dern bedeutet die Nutzung der Men­stru­a­tion­stasse ganz konkret eine Steigerung der Leben­squal­ität. Denn oft fehlt ihnen das Geld für gängige Monat­shy­gien­e­pro­duk­te und sie bleiben aus Scham oder eben aus ganz prak­tis­chen Grün­den der Schule oder der Arbeit fern. Ruby Cups beste­hen zu 100% aus medi­zinis­chem Silikon und sind hypoallergen.
  • Moon­cup: Auch die Moon­cup Men­stru­a­tion­stasse beste­ht aus Silikon. Es gibt sie in zwei unter­schiedlichen Größen. Wer sich nicht sich­er ist, welche Größe die richtige ist, find­et auf der Web­site nüt­zliche Infos. Zudem wird ein Beratung­steam zur Ver­fü­gung gestellt, an das man sich wen­den kann. Im Nor­mal­fall ist die größere Größe für Frauen gedacht, die über 30 sind und/oder bere­its vagi­nal ent­bun­den haben und die Kleinere für diejeni­gen, die jünger sind und noch kein Kind zur Welt gebracht haben.
  • Lunette: Men­stru­a­tion­stassen von Lunette wer­den eben­falls aus Silikon hergestellt. Es gibt auch hier zwei ver­schiedene Größen, aus denen man wählen kann, doch diese unter­schei­den sich nicht nur in Durchmess­er und Höhe, son­dern auch im Weich­heits­grad. Während das Mod­ell 1 sehr elastisch ist, ist das Mod­ell 2 aus etwas fes­terem Silikon. Welch­es zu einem passt, entschei­det hier nicht das Alter, son­dern die Stärke der Blutung.
Menstruationstasse Unterschiedliche Groesse

Die Men­stru­a­tion­stasse ist aber nicht für jede Frau passend. Wer es aus­pro­bieren möchte, sollte sich inten­siv­er mit sich und seinem Kör­p­er auseinan­der­set­zen und darf keine Scheu vor den eige­nen Kör­per­flüs­sigkeit­en haben. Wichtig für jede Frau ist, die passende Meth­ode zu find­en, mit der sie sich gut und sich­er fühlt. Bei Unsicher­heit­en am besten die Gynäkolo­gin fragen.

Wie funktioniert die Menstruationstasse?

Menstruationstasse: Pro & Kontra

Pro

Natür­lich ist der Umweltaspekt ein großer Vorteil zu den herkömm­lichen Hygie­n­eartikeln. Durch das Benutzen ein­er Men­stru­a­tion­stasse ver­mei­det man in fein­ster Zero-Waste-Marnier eine Menge Müll – und zwar kilo­weise. Zwar ist eine Tasse auf den ersten Blick etwas teur­er als eine Pack­ung Binden oder Tam­pons, doch das Geld hast du schnell wieder raus, denn nach der Anschaf­fung hält sie auch erst mal die näch­sten zehn Jahre. Sprich: Im End­ef­fekt ist eine Men­stru­a­tion­stasse gün­stiger und wirkt sich pos­i­tiv auf deinen Geld­beu­tel aus. Und damit nicht genug: Ein großes Pro-Argument ist der Hygiene-Aspekt. Durch eine Men­stru­a­tion­stasse kön­nen Bak­te­rien nicht so leicht in den Kör­p­er gelan­gen. Die Tasse beste­ht aus medi­zinis­chem Silikon und trock­net daher die Schei­den­flo­ra nicht aus.

Tampon Oder Menstruationsbecher

Kon­tra

Bemän­gelt wird von manchen Nutzerin­nen der Umgang mit der Men­stru­a­tion­stasse auf öffentlichen Toi­let­ten. Denn wer will schon mit ein­er blut­ge­füll­ten Tasse zum Gemein­schaftswaschbeck­en laufen, um sie zu reini­gen? Natür­lich kann die Tasse, wenn ger­ade kein Wass­er zur Hand ist, auch mit einzeln ver­pack­ten Desin­fek­tion­stüch­ern gere­inigt wer­den. Doch damit würde natür­lich der große Vorteil in Sachen Umweltschutz weg­fall­en. Außer­dem muss ein klein­er Hygiene-Aufwand betrieben wer­den: Nicht nur die Reini­gung der Men­stru­a­tion­stasse sollte sorgfältig aus­ge­führt wer­den. Die Tasse sollte zudem min­destens ein­mal im Monat aus­gekocht wer­den. Wer das ignori­ert, kann nicht nur sein­er Gesund­heit schaden, die Men­stru­a­tion­stasse kann auch einen unan­genehmen Geruch entwickeln.

Bio-Binden

Damenbinde Periode

Nicht jede Frau kommt mit Men­stru­a­tion­stassen zurecht. Doch auch, wer auf Binden nicht verzicht­en möchte, find­et nach­haltige Alter­na­tiv­en wie zum Beispiel Bio-Binden. Diese beste­hen grund­sät­zlich aus (meist GOTS-zertifizierter) Bio-Baumwolle und kom­men ohne den Zusatz von Latex, Chlor oder Duft­stof­fen aus. Zu kaufen gibt es nach­haltig pro­duzierte Binden unter anderem in Biolä­den, in eini­gen Droge­rien und natür­lich auch im Internet.

Bio Binde Aus Bio Baumwolle

Die Vorteile von Bio-Binden

Warum Bio-Binden nach­haltige Pro­duk­te sind, liegt auf der Hand: Sie beste­hen zu 100% aus natür­lichen Mate­ri­alien und auch ihre Her­stel­lung beachtet nach­haltige und ethis­che Aspek­te. Statt in Plas­tik wer­den die Binden in ein­er ökol­o­gis­chen Folie aus pflan­zlich­er Stärke ver­packt. Doch neben der Umwelt tun wir auch der Gesund­heit etwas Gutes, denn Bio-Binden kom­men ohne Chemie und prob­lema­tis­che Stoffe, wie beispiel­sweise Formalde­hyd und Glyphosat, aus. Diese kom­men dage­gen in der kon­ven­tionellen Land­wirtschaft zum Ein­satz und wur­den schon in herkömm­lichen Binden nachgewiesen. Dass solche gesund­heits­be­den­klichen Sub­stanzen nichts auf der Haut und schon gar nichts im Intim­bere­ich ver­loren haben, liegt ja qua­si auf der Hand. Bio-Binden verzicht­en darü­ber hin­aus aber auch auf kün­stliche Stoffe wie Par­füm, welch­es aller­gis­che Reak­tio­nen aus­lösen kann. Deswe­gen eignen sie sich nicht nur für umwelt­be­wusste Frauen, son­dern beson­ders auch für diejeni­gen, die unter Neu­ro­der­mi­tis oder Allergien leiden.

Bio-Tampons

Nachhaltig Produzierte Tampons

Genau­so wie Bio-Binden beste­hen auch Bio-Tampons auss­chließlich aus nach­haltig pro­duziert­er Baum­wolle aus biol­o­gis­chem Anbau. Sie sind somit nicht nur frei von Pes­tiziden, son­dern auch von Viskose, Plas­tik und syn­thetis­chen Inhalts- sowie Duft­stof­fen. Der Gebrauch von Bio-Tampons ist zwar ein­ma­lig, den­noch ist der „Müll“, der durch sie entste­ht, biol­o­gisch abbaubar und kom­postier­bar. Wer die nach­haltige Ver­sion des Tam­pons aus­pro­bieren möchte, find­et sie in Biolä­den, in der Apotheke, gut sortierten Droge­rien oder online.

Bio Baumwolle Tampon

Die nachhaltige Tampon-Alternative vs. konventionelle Tampons

Bio Tam­ponsKon­ven­tionelle Tampons
beste­hen aus 100% zer­ti­fiziert­er Biobaum­wolle, sind biol­o­gisch abbaubar, kom­postier­bar und wer­den auch nicht von ein­er Kun­st­stoff­schicht umhülltbeste­hen in der Regel aus Viskose in Kom­bi­na­tion mit ver­schiede­nen Kun­st­stof­fen, enthal­ten oft syn­thetis­che und chemis­che Zusatzstoffe und sind von ein­er Plas­tikschicht umhüllt
die Her­stel­lung ist nach­haltiger, da die Tam­pons nicht geble­icht wer­den müssen, sprich es wer­den bei der Pro­duk­tion weniger Energie und Wass­er verbrauchtdie Tam­pons wer­den geble­icht, zum Teil durch den Ein­satz von kri­tis­chen Stof­fen wie Formalde­hyd und Chlor
Öko-Applikator-Tampons haben App­lika­toren aus Pappe und sind somit biol­o­gisch abbaubarbei kon­ven­tionellen Applikator-Tampons beste­hen die App­lika­toren aus Plastik
16 Bio-Tampons gibt es ab ca. 4 Euro zu kaufenkon­ven­tionelle Tam­pons kosten in der Regel nur die Hälfte von Öko-Tampons
es gibt noch keine Bio-Tampons der Größe "mini" auf dem Marktgibt es in unter­schiedlichen Größen (von "maxi" bis "mini") zu kaufen

Vorteile der ökologischen Tampons

Wer keine Men­stru­a­tion­stasse benutzen kann oder möchte, fährt mit der Bio-Tampon-Alternative gut. Neben den ganzen Umweltaspek­ten überzeu­gen sie auch durch ihre Anwen­dung: Denn durch den Verzicht von Pes­tiziden und frag­würdi­ger Chemie ist die Anwen­dung viel gesün­der und unbe­den­klich­er für die Nutzerinnen.

Stoffbinden

Es gibt natür­lich auch Frauen, die entwed­er nicht so gerne Tam­pons benutzen oder es auch nicht kön­nen (Die Gründe kön­nen hier ganz indi­vidu­ell und ver­schieden sein.) und für die Bio-Tampons oder die Men­stru­a­tion­stasse somit keine Alter­na­tive in Sachen Monat­shy­giene darstellen. Waschbare, wieder benutzbare Binden und Slipein­la­gen kön­nten hier die Lösung sein. Zugegeben: Die Vorstel­lung, eine Binde immer wieder und wieder zu benutzen und zu waschen, mag etwas gewöh­nungs­bedürftig sein. Aber im End­ef­fekt ist es eben genau das: eine Sache der Gewohn­heit. Stoff­binden beste­hen im All­ge­meinen aus rein­er (Bio-)Baumwolle, die nicht nur unter Rück­sicht auf die Umwelt gewon­nen wurde, son­dern auch ganz unbe­den­klich für die Trägerin­nen ist. Zu kaufen gibt es die waschbare Binde im Bio­laden oder im Inter­net. Wer handw­erk­lich geschickt ist, kann sich eine Stoff­binde auch selb­st nähen. Online gibt es Schritt-für-Schritt-Anleitungen, die zeigen, wie man eine Stoff­binde selb­st nähen kann.

Wie funktioniert eine Stoffbinde?

Waschbare Binden und Slipeinlagen: Pro und Kontra

Pro

Der große Vorteil lautet: Zero Waste, Zero Waste, Zero Waste! Durch die mehrma­lige Ver­wen­dung ein­er Stoff­binde entste­ht logis­cher­weise weniger bis gar kein Müll. Natür­lich wird durch das Waschen Wass­er ver­braucht, was aber im Ver­gle­ich zum Energieaufwand und Wasserver­brauch in der Her­stel­lung nor­maler Binden sehr ger­ingfügig ist. Die meis­ten Mod­elle lassen sich der eige­nen Peri­ode, durch unter­schiedliche Stärken der Ein­la­gen, anpassen. Da sie mit Druck­knöpfen befes­tigt wer­den, haben sie zudem einen deut­lich fes­teren Halt als herkömm­liche Binden.

Bauch Einer Frau

Kon­tra

Da die Binden in der Waschmas­chine gründlich gewaschen wer­den müssen, eignen sie sich nicht (oder sind recht unprak­tisch), wenn man länger unter­wegs ist. Zwar kann man die Ein­la­gen zwis­chen­durch wech­seln, doch die benutzten Binden müssen dann wohl oder übel mit­geschleppt werden.

Menstruationsschwamm

Natuerliche Alternative Periode Schwamm

Ein Men­stru­a­tion­ss­chwamm ist im End­ef­fekt nichts anderes als ein klein­er Naturschwamm, der wie ein Tam­pon in die Schei­de einge­führt wird, weshalb er auch „Soft­tam­pon“ genan­nt wird. Dort schmiegt sich das weiche, natür­liche Mate­r­i­al gut an und saugt die Men­stru­a­tions­blu­tung auf. Ist das Schwämm­chen voll, wird es wieder her­ausgenom­men, aus­ge­waschen und kann anschließend wieder benutzt wer­den. Ein Natur­pro­dukt als echte Tampon-Alternative qua­si! Da der Men­stru­a­tion­ss­chwamm (noch) rel­a­tiv unbekan­nt ist, bekommt man ihn noch nicht über­all, er kann aber online prob­lem­los für 4–5 Euro bestellt wer­den. Ein Ange­bot für einen Men­stru­a­tion­ss­chwamm find­est du hier.

Menstruationsschwamm: Pro und Kontra

Pro

Der Men­stru­a­tion­ss­chwamm ist eine natür­liche, wiederver­wend­bare Tampon-Alternative und zeich­net sich vor allem durch einen hohen Tragekom­fort aus. Das weiche Mate­r­i­al ist nicht nur beson­ders form­bar und anschmiegsam, auch das Ein­führen gelingt sehr san­ft. Durch die ver­schiede­nen Größen (meist ist so ein Schwämm­chen 5 bis 7 Zen­time­ter groß) kann es bei ver­schiede­nen Blu­tungsstärken opti­mal einge­set­zt werden.

Menstruationsschwaemme

Der Schwamm ist kein Weg­w­erf­pro­dukt und kann mehrere Jahre lang benutzt wer­den. Ein weit­er­er Vorteil: Seine Anwen­dung ist auch in gesund­heitlich­er Hin­sicht unbe­den­klich, da es sich um ein reines Natur­pro­dukt han­delt, welch­es ohne Chemie und kün­stliche Stoffe auskommt. Die gute Hautverträglichkeit ist unter anderem ein Grund dafür, dass der Soft­tam­pon beson­ders für Frauen geeignet ist, die zu Schei­den­trock­en­heit neigen. Denn im Gegen­satz zu nor­malen Tam­pons trock­net der Schwamm die Vagi­na nicht aus und passt sich ihr an. Mit ein­er Schere kann man ihn sog­ar zurechtschnei­den und so die Größe des Schwamms ganz indi­vidu­ell bes­tim­men. Ein weit­er­er Vorteil: Der Schwamm ist so weich, dass man ihn sog­ar während des Geschlechtsverkehrs tra­gen kann. Er ist wed­er für dich noch für deinen Part­ner spür­bar. Achtung: Natür­lich ist der Men­stru­a­tion­ss­chwamm kein Ver­hü­tungsmit­tel! Alles in allem ist der soge­nan­nte Soft­tam­pon eine gesunde, unauf­fäl­lige (es gibt kein Rück­hol­bänd­chen wie beim Tam­pon!), gün­stige und umweltscho­nende Alter­na­tive zu Tampons.

Kon­tra

Beim Men­stru­a­tion­ss­chwamm han­delt es sich let­z­tendlich um einen Naturschwamm, einem der ein­fach­sten mehrzel­li­gen Lebe­we­sen der Welt. Oder genauer gesagt: um das gere­inigte, getrock­nete Skelett. Fakt ist: Streng genom­men ist ein Men­stru­a­tion­ss­chwamm nicht veg­an und für Frauen, die streng auf tierische Stoffe verzicht­en möcht­en, ungeeignet. Ein weit­er­er Minus­punkt ist der Hand­habungsaufwand. Im Gegen­satz zum Tam­pon, den man nach der Ver­wen­dung in den Müll schmeißt, muss der Men­stru­a­tion­ss­chwamm nach jed­er Anwen­dung durch ein Essig­bad gere­inigt und desin­fiziert wer­den. Das kann vor allem auf öffentlichen Toi­let­ten unan­genehm sein. Das fehlende Rück­hol­bänd­chen, das gle­ichzeit­ig den Vorteil des unauf­fäl­li­gen Tra­gens darstellt, ist für manche Frauen ein Negativ-Faktor. Denn das Greifen und Her­aus­holen des Schwamms erfordert etwas Übung und ist ger­ade am Anfang für die ein oder andere etwas unangenehm.

Fazit

„Go for it, girl! Gründe zu wech­seln, gibt es viele.” 
Alternativen Zu Tampons Und Binden

Sollte es so etwas wie einen Endgeg­n­er in Sachen Nach­haltigkeit geben, ist es wohl die weib­liche Peri­ode. Warum? Ganz ein­fach: Nehmen wir an, eine Frau braucht während ihrer Men­stru­a­tion rund 5 Tam­pons bzw. Binden am Tag. Dauert die Peri­ode dann 7 Tage, kommt EINE Frau allein auf ca. 35 Weg­w­er­far­tikel in einem Monat. Bei ein­er Frucht­barkeit von rund 40 Jahren ver­braucht sie in ihrem Leben ins­ge­samt unfass­bare 16.800 Tam­pons bzw. Binden, die meis­tens nicht aus natür­lichen, kom­postier­baren Mate­ri­alien beste­hen, son­dern aus Viskose und anderen Kun­st­fasern, sprich Plas­tik. Und damit nicht genug: Aus hygien­is­chen Grün­den wird jed­er einzelne Tam­pon oder Binde auch noch einzeln in Plas­tik ver­packt. Also im End­ef­fekt entste­ht Monat für Monat ein gigan­tis­ch­er Berg an Plas­tik­müll, der noch Jahrhun­derte auf unseren Müllde­ponien, Meeren und Strän­den auffind­bar sein wird. Und alles wegen der natür­lich­sten Sache der Welt. Allein das ist doch schon Grund genug, um über nach­haltige Alter­na­tiv­en in Sachen Monat­shy­giene nachzu­denken. Oder nicht?

Uterus

Und was oft­mals ganz außer Acht gelassen wird, ist, dass kon­ven­tionelle Hygie­n­eartikel neben den ökol­o­gis­chen Risiken auch noch gesund­heitliche bergen. Schließlich kom­men Tam­pons und Binden an den intim­sten, empfind­lich­sten Stellen unseres Kör­pers zum Ein­satz. Welche Fol­gen kön­nten also die Rei­he ver­schieden­er Kun­st­stoffe, gen­ma­nip­uliert­er und mit Schad­stof­fen ver­set­zter Baum­wolle auf unsere Gesund­heit haben? Zugegeben – die meis­ten Tam­pons, die vom Ökotest geprüft wur­den, haben gute Noten erhal­ten, den­noch: Pes­tizidrück­stände kön­nen nicht zu 100% aus­geschlossen wer­den. Es ist also nicht verkehrt, auch das kri­tisch zu hinterfragen.

„Das Wichtig­ste: Die Peri­ode ist kein Tabu und kein Grund sich zu schämen. ” 

Bei den vie­len grü­nen Alter­na­tiv­en, die Frauen zur Ver­fü­gung haben, kann die Peri­ode im Nu wieder zu ein­er natür­lichen Angele­gen­heit wer­den. Und durch die große Band­bre­ite der nach­halti­gen Pro­duk­te ist garantiert für jede eine passende Option dabei. Also: Let’s talk about peri­ods! Es reicht ja schon, dass wir uns Monat für Monat mit Schmerzen und Stim­mungss­chwankun­gen herumärg­ern müssen, da sollte uns nicht noch zusät­zlich das schlechte Gewis­sen pla­gen. Also pro­bier es doch ein­fach mal aus – ganz egal für welche Alter­na­tive du dich entscheidest.

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