Nie wieder Küchenrolle!

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Die Küchen­rolle: Sie ist immer prak­tisch zur Hand, immer da und die meis­ten kön­nen sie sich gar nicht mehr aus der Küche weg denken. Ich habe dieses Einweg-Produkt jedoch schon länger aus meinem Haushalt verbannt.

Blaues Geschirrhandtuch

Im Schnitt bringt es jed­er Deutsche laut Ver­braucherzen­trale auf über 18 Kilo­gramm Küchen­rollen, Toi­let­ten­pa­pi­er, Papier­taschen­tüch­er und -servi­et­ten im Jahr. Natür­lich kön­nen Ver­brauch­er dabei auf Umwelt­siegel und Logos acht­en. Ich jedoch möchte die Bäume lieber so weit es geht im Wald ste­hen lassen. Deshalb ver­wende ich nur noch Geschirrhandtüch­er aus Stoff. Diese sind wiederver­wend­bar, saugfähiger und natür­lich reißfest. Ich schmeiße die dreck­i­gen Tüch­er ein­fach in die Mas­chine. Der Wasserver­brauch ist ver­glichen mit dem Ver­brauch in der ständi­gen Neupro­duk­tion übri­gens ver­schwindend ger­ing (dies kann man mit dem Wasserver­brauch für die Her­stel­lung von Papi­er auf http://virtuelles-wasser.de/ ganz gut schnell selb­st einschätzen).

1. Schritt für Schritt

Eventuell fällt es euch ein­fach­er, wenn ihr zuerst Papier-Servietten ver­ban­nt, dann im näch­sten Schritt die Feucht­tüch­er und zulet­zt Küchen­tüch­er aus Papi­er. Im langsamen Tem­po, Schritt für Schritt fällt einem der Wech­sel oft ein­fach­er, da er mit weniger Frus­tra­tions­mo­menten ver­bun­den ist.

2. Genügend Alternativen

Stellt sich­er, dass ihr eine große Anzahl an Geschirrhandtüch­ern bere­it liegen habt, um nicht jeden Tag die Wäsche machen zu müssen. Dazu soll­ten diese auch prak­tisch und griff­bere­it ver­staut wer­den. So langt ihr automa­tisch nach der Stoff-Variante und ver­misst die Papier-Version weniger.

Wiederverwertbare Putzlappen

Geschirrhandtüch­er für eine papier­lose Küche find­est du auch auf otto.de:

3. Unterschiedliche Alternativen

Wir besitzen ver­schiedene Tüch­er für diverse Anwen­dungs­ge­bi­ete: kleinere, dün­nere Tüch­er, die wir für den ein­ma­li­gen Gebrauch ver­wen­den, Dickere zum Aufwis­chen von Flüs­sigkeit­en sowie Größere, die wir ganz nor­mal zum Abtrock­nen und dementsprechend auch mehrmals ver­wen­den. Dazu haben wir ein paar robus­tere, saugstarke und nicht so schicke Tüch­er, die wir ohne mit der Wim­per zu zuck­en auch auf den Boden schmeißen.

4. Recycling & Upcycling

Ihr müsst trotz­dem nicht sofort ganz viele neue Tüch­er kaufen. Von mein­er Oma habe ich vor Kurzem einige Tüch­er geerbt, die sie sel­ten benutzt hat. Dazu lohnt es sich auch, eventuell alte Bett­tüch­er zu zer­schnei­den, umzunähen und so umzu­funk­tion­ieren. Auch alte Handtüch­er lassen sich pri­ma upcyceln, genau­so alte T-Shirts.

5. Einbeziehen

Bezieht die ganze Fam­i­lie oder eventuell auch die WG mit ein! Erk­lärt ihnen, warum genau ihr diese Umstel­lung macht. Wenn diese langsam ver­läuft und alles eigentlich in der Anwen­dung gle­ich prak­tisch wie vorher bleibt, wird es kaum Ein­wände geben. Und dann kön­nt ihr auch direkt den Rest Eur­er Putzge­wohn­heit­en auf ’nach­haltig‘ umstellen.

6. Gegen den Geruch

Wenn die Tüch­er nach einiger Zeit etwas komisch riechen, emp­fiehlt es sich, sie mit etwas Essig oder Zitro­nen­wass­er zu waschen.

7. Kreativ werden

Für den Fall, dass etwas richtig Ekliges daneben geht (Ich sage nur kaputtes Marme­laden­glas! Und jed­er, der Tiere hat, kann sich da auch bes­timmt einiges vorstellen!), habe ich auch ein paar Ideen: Ver­wen­det ein altes T-Shirt oder ein Tuch, das sowieso bald aus­rang­iert wird. Oder erset­zt mit einem Kar­ton­streifen und/ oder Zeitungspa­pi­er Schaufel und Feger. Nachgewis­cht wird dann wieder ganz nor­mal mit dem Bodentuch.

Fazit zur papierlosen Küche

Ich hoffe, ich kon­nte euch mit diesen Tipps die Umstel­lung ein biss­chen leichter machen! Lasst mich wis­sen, falls ihr noch weit­ere Ratschläge, aber natür­lich auch Fra­gen habt! Wenn ihr so gar nicht auf Küchen­pa­pi­er und Co. verzicht­en kön­nt, dann empfehle ich Euch, die nach­haltig pro­duzierten Alter­na­tiv­en wie von Smooth Pan­da zu wählen.

Ein Lastenrad als Auto-Ersatz

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Immer mehr Gepäck wandert aus dem Kofferraum in den Fahrradkorb. Das reduziert Emissionen, Kosten und faule Pfunde. Ich habe mein Auto weitestgehend durch ein Lastenrad ersetzt – in der Stadt und auf dem Land.

Mit Dem Lastenrad Durch Die Speicherstadt
Ich habe das Lastenrad der Marke muli im Jahr 2018 gekauft, gleich nachdem unser Hund Mücke aus einem spanischen Tierheim zu uns kam. Hamburgs Straßen hielt und halte ich für unzumutbar, um Mücke täglich zwölf Kilometer angeleint am Fahrrad laufen zu lassen. Bis heute waren wir knapp 6.500 Kilometer auf Hamburgs Straßen unterwegs und haben alle Jahreszeiten erlebt. Das kompakte Lastenrad mit dem Klappkorb wurde…

Ich heiße Mia und bin Bloggerin, PR Beraterin, Psychologin, Sport- und Food-Vernarrte aus Berlin. Ich habe meinen Blog 2010, inspiriert von der New York Fashion Week, in den USA gestartet,...

Zum Autor

Anny
Dienstag, 29. Mai 2018, 20:50 Uhr

Vie­len Dank für diese Tipps – habe schon längst die Nase voll mit diesem Küchenkrepp. Ich hole mir im 10-er Pack die dün­nen Geschirrtüch­er. Nach der Arbeit in der Küche nehme ich eine kleine Schüs­sel mit Wass­er, einem Ess­löf­fel Back­pul­ver gut aufgelöst und lasse das Geschirrtuch mit dem Spülschwamm für eine halbe Stunde keim­frei wer­den. Ges­tank gibt es danach auch nicht mehr. Danke nochmals für die Gewis­sheit, dass ich nicht in die Steinzeit zurück gegan­gen bin, wie von meinen Bekan­nten bemerkt.

Virginia Violett
Montag, 5. Februar 2018, 0:02 Uhr

Es gibt von Prowin Kehrwisch und Schaufel zum abwaschen. Hal­ten ein ganzes Leben lang und man kann ein­fach alles aufwischen

Sonntag, 4. Februar 2018, 17:59 Uhr

Liebe Doreen,

oh wie toll, sehr schön!!! Danke für deinen Kommentar!
Für was genau brauchst du die Feucht­tüch­er? Je nach­dem hätte ich vielle­icht ein paar Alter­na­tiv­en für dich! Und warum möcht­est du keine mit Öl? Hast du das schon ein­mal ausprobiert?

Bei Toi­let­ten­pa­pi­er kann ich z.B. Bam­bus Toi­let­ten­pa­pi­er empfehlen, das es in manchen Unver­packt Läden (auch online) gibt. Oder eine Wasser­dusche, die wird immer beliebter! Gibt es auch online zB bei Unver­packt oder Plas­tik­freien Läden zu kaufen!

Liebe Grüße!
Mia

Sonntag, 4. Februar 2018, 17:56 Uhr

Liebe Karin,

oh freut mich sehr! Da ich kein Fleisch esse, kann ich dir dazu lei­der keinen per­sön­lichen Tipp geben. Wusste auch gar nicht, dass man das abtrock­nen muss 🙂
Eventuell sep­a­rate, z.B. alte Bet­t­lak­en umgenäht, und die dann diese sehr heiß waschen/ kochen? Das kön­nte ich mir gut vorstellen!

Liebe Grüße
Mia

cmykarin
Samstag, 3. Februar 2018, 13:40 Uhr

Hal­lo Mia,

wir sind auch schon seit langem küchen­rol­len­los und das klappt pri­ma. Die einzige Sit­u­a­tion in der ich sie ver­misse, ist beim Abtrock­nen von Fleisch. Ver­wen­d­est du dafür auch die Stoffvariante?

Babyfeucht­tüch­er sind auch ver­ban­nt, geht super mit kleinen Stofftüch­ern und Wass­er. Nur für unter­wegs sind noch welche in der Wickeltasche.

Viele Grüße
Karin

Doreen
Freitag, 2. Februar 2018, 12:03 Uhr

Hey Mia, die Tipps finde ich toll und wir ver­suchen auch selb­st wiederver­w­ert­bare Pro­duk­te zu nutzen und weniger Müll zu produzieren.
Die Alter­na­tive zur Küchen­rolle ist pri­ma und set­zen wir auch schon seit langem ein.
Meine Frage wäre, welche Tipps und Alter­na­tiv­en du zu Feucht­tüch­er (außer selb­st­gemachte Öltüch­er) und eventuell zu Toi­let­ten­pa­pi­er hast. 

Viele Grüße