Abfallvermeidung: Ein Leben ohne Müll

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Alles ist ver­packt: Nudeln, Käse, Sham­poo – sog­ar bei Süßigkeit­en ist jedes einzelne Bon­bon fast immer extra mit Plas­tik umwick­elt. Bei jedem Gang in den Super­markt kauft man also nicht nur die jew­eili­gen Pro­duk­te ein, son­dern zwangsweise auch eine Menge Müll. Die prall gefüllte Müll­tonne wird von der Mül­lab­fuhr geleert ­– aus den Augen, aus dem Sinn.

Der amerikanis­che Fotograf Gregg Segal hat sich genau darü­ber Gedanken gemacht und diese Prob­lematik in sein­er Fotor­ei­he „7 Days of Garbage“ dargestellt. Er bat Fam­i­lie, Fre­unde und Bekan­nte, ihren Müll eine Woche lang zu sam­meln, um sie dann darin liegend zu fotografieren.

Seven Days of Trash Familie Müllvermeidung

© Gregg Segal

Das Ergeb­nis macht sicht­bar, dass wir uns der Massen an Müll, die wir täglich pro­duzieren, oft nicht bewusst sind. Zum Glück machen sich immer mehr Men­schen Gedanken darü­ber, wie sie Abfall ver­mei­den können.

Die Diskus­sion darü­ber, wer den Müll raus­bringt, gibt es bei Fam­i­lie John­son aus Kali­fornien gar nicht. Bei ihnen gilt die Philoso­phie: Zero Waste – ein Leben ohne Müll. Recy­cle, kom­postiere, oder iss es ein­fach auf – mit dieser Ein­stel­lung pro­duziert der Haushalt (zwei Erwach­sene und zwei Kinder) ger­ade mal ein Ein­mach­glas voll Müll – pro Jahr!

Zero Waste Familie

© Zero Waste Home

Bea John­son, die Mut­ter der Fam­i­lie, schreibt in ihrem Blog Zero Waste Home über den All­t­ag der Fam­i­lie und gibt grundle­gende Tipps zum abfall­freien Leben. Ein ganz ein­fach­er erster Schritt? Ver­ban­nt Handtüch­er aus Papi­er aus eurem Haushalt und nutzt stattdessen welche aus Mikrofaser!

Lauren Singer Müllvermeidung

© Lau­ren Singer, Trash is for Tossers

Wenn das eine vierköp­fige Fam­i­lie schafft, schaffe ich das auch, dachte sich die 23-jährige Lau­ren Singer aus New York City und krem­pelte ihr Leben um. Ihr Essen trans­portiert sie in ver­schließbaren Gläsern, die Zähne putzt sie sich mit ein­er kom­postier­baren Zahn­bürste und wenn sie in ein­er Bar gefragt wird, ob sie einen Stro­hhalm möchte, lehnt sie dank­end ab. Viele weit­ere Tipps von Lau­ren Singer zum täglichen Zero Waste-Lifestyle find­et ihr hier. Jet­zt grün­det sie sog­ar ihre eigene Fir­ma namens The Sim­ply Co. und verkauft selb­st gemacht­es Waschmit­tel – natür­lich ohne dabei Abfall zu produzieren!

Lauren Singer Müllvermeidung

© Lau­ren Singer, Trash is for Tossers

Auch OTTO hat immer im Blick, Abfall gar nicht erst entste­hen zu lassen. Und wenn Abfal­lver­mei­dung nicht möglich ist – dann sorgt OTTO für best­mögliche Abfall­tren­nung und -ver­w­er­tung. Als großer Konz­ern ist das manch­mal gar nicht so ein­fach, trotz­dem herrscht am Stan­dort in Ham­burg eine Recy­clingquote von 99 %. Wie das funk­tion­iert? Kon­se­quentes Abfall­man­age­ment, indem man das Prinzip von Ver­mei­dung, Ver­w­er­tung und Entsorgung in Gang hält.

80 % der Büropa­piere beste­hen aus Recy­cling­ma­te­r­i­al und die restlichen sind FSC®-zertifiziert. Im gesamten Außen­bere­ich in Ham­burg wird zukün­ftig außer­dem keine einzige Glüh­birne mehr ver­wen­det – was nicht bedeutet, dass die OTTO-Mitarbeiter im Dunkeln tap­pen. Die Beleuch­tung wurde auf LED-Lichter umgestellt und sorgt nicht nur für weniger Abfall, son­dern auch für einen ver­ringerten Ausstoß von CO₂. Die Mitar­beit­er von OTTO spie­len bei der Abfal­lver­mei­dung natür­lich eine zen­trale Rolle – nur wenn jed­er Einzelne auf sein täglich­es Ver­hal­ten achtet, ist eine solche Bilanz möglich.

Mehr Qualität: Tipps für ein minimalistisches Leben (Teil 2)

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Bald ist es wieder soweit, für viele ist ein neues Jahr der Startpunkt für die guten Vorsätze, die man dieses Mal unbedingt einhalten will. Im November habe ich euch bereits ein paar Tipps gegeben, die ihr in den Alltag integrieren könnt, um somit einem minimalistischerem Lebensstil einen Schritt näher zu kommen. Wie angekündigt, findet ihr hier meinen zweiten Teil mit Tipps für ein minimalistisches Leben. Egal, ob ihr sie als Vorsätze für das neue Jahr mitnehmen wollt oder nicht – wie auch schon beim ersten Teil gilt hier: Vieles lässt sich im Alltag ganz leicht umsetzen – viel Spaß dabei!…

Moin, ich bin Marie. Waschechte Hamburgerin und nordisch by nature. Hier bei OTTO halte ich für re:BLOG Ausschau nach spannenden Ideen und Menschen, coolen Eco-Outfits und berichte für euch von...

Zum Autor

Montag, 3. April 2017, 22:49 Uhr

Ein­fach eine tolle Geschichte, die auf ein echt­es Prob­lem aufmerk­sam macht. Ich finde es klasse, dass sich da mehr als ein Trend auf­tut, der den ZeroWaste und den Plastikfrei-Lifestyle bet­rifft. Danke für den schö­nen Beitrag, LG Bunny

Mittwoch, 18. März 2015, 10:52 Uhr

Großar­tig, dass OTTO so viel Ini­tia­tive zeigt, sich sein­er Ver­ant­wor­tung als bekan­ntes und tra­di­tion­sre­ich­es Großun­ternehmen bewusst ist und damit Vor­bild für andere sein kann! Gregg Segal, Bea John­son und Lau­ren Singer sind wun­der­bar inspiri­erende Beispiele für den Zero Waste Lifestyle und mit­tler­weile gibt es auch in Deutsch­land eine immer größere Begeis­terung dafür! Geschäfte mit unver­pack­ten Lebens­mit­teln, plas­tik­freie qual­i­ta­tive Pro­duk­te und auch deutsche Blogs wie simplyzero.de, auf dem ich den deutschen Lesern zeige, wie ein­fach wir auch hier bei uns zero waste leben kön­nen, ohne Müll, aber mit Spaß! 😉

Kom­pli­ment an den reblog, der seinen Beitrag dazu leis­tet, unsere Zukun­ft zu gestalten!!

Vreni

    reblog2
    Dienstag, 4. April 2017, 11:54 Uhr

    Hi Vreni,

    danke für dein Lob und dein Inter­esse an unserem Blog! 🙂 Wir freuen uns immer, wenn wir Men­schen für unsere The­men, die uns alle betr­e­f­fen, begeis­tern kön­nen. Viel Erfolg weit­er­hin mit deinem Blog! 🙂 

    Liebe Grüße,
    dein re:BLOG-Team