12 gute Vorsätze für 12 Monate

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Laut ein­er Studie glauben 20% der Deutschen, dass die Umwelt zu den wichti­gen The­men in Deutsch­land gehört. Zwei Drit­tel denken sog­ar, dass der Umweltschutz ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt ist, um die Prob­leme weltweit in den Griff zu bekom­men. Wie schön! Dann fan­gen wir doch bei uns an und ändern im All­t­ag das eine oder andere. Wir alle kön­nen näm­lich einen Beitrag leis­ten. Wir entschei­den durch unseren Lebensstil und Kon­sum auch über Umweltschutz und die Zukun­ft der Erde mit. Ger­ade wir in Deutsch­land leben schon ein biss­chen über unsere Umweltver­hält­nisse. Das bedeutet ja nicht, dass wir das ganze Leben umkrem­peln müssen, aber wir kön­nten doch jeden Monat eine gute Umwelt­tat in unserem All­t­ag tun und dann min­destens das ganze Jahr, vielle­icht sog­ar das ganze Leben, weit­er durchziehen. Hier gibt’s eine Liste mit Tipps und Ideen für jeden Monat des neuen Jahres.

„Statt eines guten Vor­satzes am 31.12. um Mit­ter­nacht gibt es 12 gute Vorsätze – Monat für Monat. Schritt für Schritt.”

Energiesparen

Energie Sparen

Ja, ich weiß! Es ist saukalt draußen. Vielle­icht hat es sog­ar geschneit. Und es wird früh dunkel. Wir sitzen also öfter zuhause herum. Aber wir kön­nen ja trotz­dem Energies­paren. Auf­gabe des Monats: richtig lüften, richtig heizen, richtig Strom sparen und vielle­icht sog­ar noch über den Stro­man­bi­eter nach­denken. Auch wenn die Verträge für dieses Jahr schon gemacht sind, lässt sich jet­zt trotz­dem schon ein Anbi­eter für das näch­ste Jahr raus­suchen. Ein­fach den Antrag beim neuen Ökostrom und Ökoen­ergiean­bi­eter stellen und beim alten Anbi­eter kündi­gen. Strom sparen lässt sich durch Steck­dosen mit Schal­ter, dann ver­brauchen die ganzen Küchengeräte oder TV- und Hifi-Superanlagen nicht 24 Stunden täglich Strom, son­dern nur dann, wenn wir sie auch wirk­lich benutzen. Das kann bis zu 15% Strom sparen. Wenn lüften, dann kurz mal die Heizung aus­drehen. Ein­mal lüften bei laufend­er Heizung soll lock­er mal 200 Liter Heizöl im Jahres­durch­schnitt ver­puffen lassen. Und auch nachts ein­mal den Rundgang machen und die Heizung runter drehen. Jed­er Grad Heizung weniger spart etwa 6 Prozent Heizen­ergie. Nachts schlafen wir vor allem, da muss die Woh­nung nicht ganz so kusche­lig warm sein. Das ist zwar schon tausend­mal besprochen, aber trotz­dem wird es im All­t­ag oft vergessen. Mit ein paar ein­fachen Hand­grif­f­en lässt sich richtig viel Energie sparen.

Weniger Fleisch essen

Weniger Fleisch

Weniger Fleisch essen. Wir müssen ja nicht alle zu Veg­e­tari­ern oder Veg­an­ern wer­den. Auch wenn ich diese Lebensweise wirk­lich empfehlen kann. Aber auch für Fleis­chfans reicht ja ein oder zweimal pro Woche aus. Deswe­gen gilt in der guten Vor­sat­zliste ab Feb­ru­ar: Weniger Fleisch essen. Mal ganz abge­se­hen davon, dass die Fleischin­dus­trie für einen Großteil des weltweit­en CO2-Austoßes mitver­ant­wortlich ist und drin­gend benötigte Nahrung in der Tier­füt­terung lan­den statt bei den hungern­den Men­schen, ist es ein­fach auch grauen­voll wie die Tiere in der Massen­tier­hal­tung behan­delt wer­den. Ohne die ließe sich aber unser unfass­bar­er Fleis­chkon­sum gar nicht aufrecht erhal­ten. Wenn wir alle also weniger Fleisch essen, scho­nen wir nicht nur die Umwelt und leben nach­haltiger, wir leis­ten auch einen großen Anteil am Tier­wohl. Es ist doch eigentlich schreck­lich, dass viele Kühe in ihrem ganzen Leben keine Wiese sehen und männliche Küken geschred­dert wer­den oder Schweine sich gegen­seit­ig beißen, weil sie unter grausam­sten Bedin­gun­gen gehal­ten wer­den. Das ist nicht nur bru­tal, son­dern auch zutief­st unwürdig.

Weniger wegwerfen

Muell Rausbringen

Weniger weg­w­er­fen! Ein Halt­barkeits­da­tum ist vor allem dafür da, die Indus­trie vor Kla­gen zu schützen. Okay, das war jet­zt ziem­lich polemisch. Aber ein biss­chen wahr ist der Satz schon. Nahezu alle Lebens­mit­tel hal­ten deut­lich länger, als auf der Pack­ung ste­ht. Die Indus­trie will sich eben absich­ern und mal ehrlich: Würde das Datum bei einem Joghurt bei vier Wochen oder länger fest­ge­set­zt wer­den, wür­den wir doch weniger weg­w­er­fen und dann natür­lich auch weniger schnell wieder einkaufen. Der Nasen­test hil­ft da ganz gut. Ein­fach mal an den Sachen schnup­pern und genauer hin­se­hen – dann sagt einem der gesunde Men­schen­ver­stand meist ganz deut­lich, ob das Pro­dukt noch halt­bar ist oder nicht. Außer­dem kön­nten wir doch auch weniger einkaufen – zum Beispiel durch eine Wochen-Einkaufsliste. Also: Immer Son­ntags hin­set­zen und dann fes­tle­gen, was es jeden Tag zu essen geben soll. Genau das einkaufen. Mehr nicht. Dann lan­det nur das im Kühlschrank, was wir wirk­lich brauchen.

Weniger Plastik

Plastiktueten

Bleiben wir mal beim The­ma „Einkaufen“. Wie wäre es mit weniger Plas­tik? Muss jedes Obst und Gemüse in ein­er Plas­tik­tüte lan­den oder lässt es sich nicht ein­fach so abwiegen und in die Einkauf­s­tasche pack­en? Beim Einkauf im Super­markt ein­fach immer einen Jute­beu­tel oder Einkauf­sko­rb dabei haben, damit keine Plastik- oder Papiertüten an der Kasse fäl­lig wer­den. Vielle­icht auch den Joghurt lieber im Glas statt im Bech­er kaufen und auch die Milch aus der Flasche nehmen und nicht die im Tetra­pack. Oder den Frischkäse ein­fach aus Joghurt sel­ber machen, statt den Plas­tik­bech­er zu kaufen. Ein­fach Joghurt in ein Tuch pack­en und über Nacht über einem Sieb abtropfen lassen. Fer­tig ist der plas­tik­freie Frischkäse.

Fahrrad fahren

Mehr Fahrrad Fahren

Der Früh­ling ist da! Spätestens ab jet­zt gibt es keine Ausre­den mehr. Deswe­gen ist das To-Do für den Mai: Öfter mal das Auto ste­hen lassen und das Fahrrad nehmen oder zu Fuß laufen. Bei län­geren Arbeitswe­gen kann man natür­lich auch auf die Straßen­bahn oder den Stadt­bus set­zen. Wür­den das alle machen, hät­ten Städte wie Stuttgart kein so immenses Fein­staubprob­lem. 100 Autok­ilo­me­ter sollen etwa 19 Kilo­gramm CO2 verur­sachen. Krass, oder? Deswe­gen ist das Nach­haltigkeit­sziel für den Mai: Auto öfter mal ste­hen lassen und auf ein alter­na­tives Fort­be­we­gungsmit­tel set­zen!

Coffee-to-go-Becher vermeiden

Pappbecher Vermeiden

Kaf­fee! Wir alle lieben Kaf­fee! Und wir trinken ihn gerne und viel. Aber muss der Kaf­fee wirk­lich im Becher-To-Go gekauft wer­den? Oder kön­nte man nicht ein­fach einen schick­en Coffee-Mug in der Tasche mitschlep­pen und immer wieder auf­füllen lassen? Bei manchen Cafes gibt es sog­ar Rabatt, wenn der Kaf­fee­bech­er mit­ge­bracht wird. Oder diese unglaublich fiesen Kaf­feekapseln! Die kleinen Alu­mon­ster sind wirk­lich ein Und­ing. Coolness-Faktor „Nespres­so“ hin oder her – das ist die totale Umweltver­schmutzung. Allein in Deutsch­land sind es ver­schiede­nen Berech­nun­gen zufolge lock­er mal 3 Mil­liar­den Kapseln pro Jahr, die in der Müll­tonne lan­den. Das sind Unmen­gen! Dann doch lieber eine schöne Fil­ter­mas­chine oder eine Espres­sokanne kaufen und den Kaf­fee sel­ber kochen. Deswe­gen ist das Nach­haltigkeit­sziel für den Juni: Weniger Ver­schwen­dung für unsere Kaf­feesucht. Ein­fach kom­plett auf Papp­bech­er verzicht­en und einen eige­nen Bech­er mit­nehmen für unter­wegs!

Nachhaltig grillen

Nachhaltigkeit Beim Grillen

Grillen ist schön, gesel­lig und es macht ein­fach Spaß. Aber Gril­lkohle ist nicht gle­ich Gril­lkohle. Immer noch wer­den tro­pis­che Hölz­er ver­wen­det und sub­tro­pis­che Wälder für unsere Gril­lkohle gerodet. Jedes Jahr soll Deutsch­land über 200.000 Ton­nen Holzkohle aus der ganzen Welt importieren. Zum Beispiel aus Paraguay oder Südameri­ka. Aber es gibt auch Her­steller, die Gril­lkohle aus heimis­chen Bäu­men her­stellen. Bedeutet weniger CO2 für den Trans­port und es bedeutet, dass wichtige CO2 Spe­ich­er in den großen Waldge­bi­eten weltweit geschont wer­den. Wenn nichts auf der Pack­ung ste­ht, ist die Chance sehr groß, dass Tropen­holz drin ist. Gerne wer­den auch Hin­weise auf die Pack­ung geschrieben wie „Natur­pro­dukt“. Das alles sind typ­is­che „grüne Lügen“ der Indus­trie. Im Ide­al­fall ste­ht auf der Ver­pack­ung, dass die Gril­lkohle aus europäis­chen Laub­wäldern ist oder die ganz genaue Herkun­ft

Wasser sparen

Vorsatz Wasser Sparen

Ja, es ist heiß draußen. Da will man öfters duschen. Das ist auch vol­lkom­men okay – keine Panik. Es soll nicht darum gehen gar nicht mehr zu duschen. Aber es wäre deut­lich Wass­er sparen­der, wenn die Dusche aus­gestellt wird, während man sich ein­seift. Sollte die Dusche noch keinen Spar­duschkopf haben: Schnell loslaufen, einen im Bau­markt kaufen und ein­bauen. Das spart auch enorm Wass­er. Oder bei der Toi­lette die Stopp­taste drück­en und nicht ewig laufen lassen. Oder beim Zäh­neputzen zwis­chen­durch mal das Wass­er ausstellen. Immer daran denken: In manchen Teilen der Welt haben die Men­schen nicht mal genug zu trinken und wir lassen das Wass­er laufen, als ob es kein Mor­gen gäbe. Das muss nicht so sein.

Bewusster shoppen

Besser Shoppen

Kom­men wir mal zu den Klam­ot­ten. Da stellt sich natür­lich sofort die Frage, wie viel wir wirk­lich brauchen. Muss es ständig der neue Trend sein? Muss es bil­lige Masse sein? Oder wäre es nicht schön­er weniger zu haben, aber das ist dann fair und biol­o­gisch hergestellt? Deswe­gen ist das knappe aber schnelle Nach­haltigkeit­sziel für den Sep­tem­ber: Bei jedem Mod­e­teil und bei jed­er Klam­otte ein­mal kurz fra­gen, ob man das wirk­lich braucht und jedes zweite lieber liegen lassen und lieber im Schrank nach­schauen, ob nicht doch was Schönes im Schrank darauf wartet, endlich mal wieder aus­ge­führt wer­den. Und wer ganz beson­ders fleißig sein will: Wenn schon shop­pen, dann nur bei Eco-Labels einkaufen.

Nachhaltiger essen

Saisonal Einkaufen

Ein­fach­er essen! Im Okto­ber sind andere Früchte- und Gemüs­esorten auf den heimis­chen Feldern als im Sep­tem­ber als im August als im Juli. Wie wäre es also damit, wenn wir in diesem Monat ein­fach mal das in den Kochtopf wer­fen, was aktuell auch geern­tet wird. Am Besten beim Biobauern des Ver­trauens einkaufen. Wenn du keinen in der Nähe hast, kannst du beim Reformhaus vor­beis­chauen oder dir eine Biok­iste nach Hause liefern lassen. Dazu auf Indus­trien­ahrung verzicht­en. Je mehr ein Nahrungsmit­tel ver­ar­beit­et ist, desto mehr Energie und Zusatzstoffe wur­den in aller Regel einge­set­zt um irgend­wie noch Geschmack in die ganze Sache zu bekom­men. Deswe­gen ist das Nach­haltigkeit­sziel für den Okto­ber: Die neue Ein­fach­heit! Region­al und saison­al einkaufen, ein­fach­er essen und sel­ber kochen statt auf­back­en und aus der Tüte schüt­teln!

Sparsame Lampen

Leuchten

Es ist ein­fach früher dunkel draußen. Deswe­gen schal­ten wir natür­lich das Licht öfter an. Klar, wir wollen ja auch noch was sehen, wenn wir durch die abendliche Woh­nung geis­tern. Aber Licht ist ein echter Strom­fress­er. 40 Euro und mehr kostet das unnötige beleucht­en von ungenutzten Räu­men jedes Jahr. Also ein­fach mal das Licht aus­machen, wenn man einen Raum ver­lässt. Schon wurde wieder ein biss­chen Energie ges­part. Wenn schon Lampe, dann am Besten eine Energies­par­lampe oder LED-Lampe. Diese Lam­p­en ver­brauchen bis zu 90% weniger Energie als eine Glüh­birne. Denn die wan­delt die Energie vor allem in Wärme um. Merkt man, wenn man die Hand an eine Glüh­birne hält. Deswe­gen ist das Nach­haltigkeit­sziel für den Novem­ber: Sin­nvoll und sparsam leucht­en!

Spenden

Guter Vorsatz Spenden

Ein­fach einen Geschenkedeal mit den Lieb­sten machen. Jed­er bekommt nur eine Kleinigkeit zu Wei­h­nacht­en und das restliche Geld wird in einen großen Pott gewor­fen und für einen guten Umweltzweck gespendet. Dazu dann noch den guten Vor­satz um Mit­ter­nacht am 31.12. fassen, dass all die guten Umwelt-Vorsätze aus dem ver­gan­genen Jahr auch im kom­menden Jahr weit­er durchge­zo­gen wer­den. Oder zumin­d­est ein Teil davon. Weil jed­er Schritt in die richtige Rich­tung leis­tet einen kleinen aber feinen und wichti­gen Beitrag zu ein­er gesün­deren Umwelt.

Ideen für ein grünes Silvester

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Von Feinstaub bis Unmengen an Müll – es gibt viele Gründe, warum Silvester für die Umwelt nicht gerade ein Tag zum Feiern ist. Es geht aber auch anders: Hier erfährst du, wie du mit gutem Gewissen ins neue Jahr rutschen kannst.

Wunderkerze
Alle Jahre wieder geht es ziemlich schnell nach den besinnlichen Weihnachtstagen in die Vorbereitung für die nächste große Party: Silvester. Es sind vor allem die guten Vorsätze, die die Gesprächsthemen zu dieser Zeit bestimmen, viele von uns nehmen sich vor, im nächsten Jahr noch nachhaltiger zu leben. Bewusster zu essen, weniger Müll zu produzieren, auf die Umwelt zu…

Hi, ihr Lieben! Mein Name ist Petra und ich blogge auf „Hollightly“ über Fashion, Design und grünen Lifestyle. Ich bin bekennendes Modemädchen mit Hang zu schönen Dingen und überzeugt davon,...

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