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Die Start-up Vermittler
Kund*innenfokus

Die Start-up Vermittler

Wie OTTO mit jungen Unternehmen zusammenarbeitet

17.11.2021 Autorin Felicitas Vach Lesedauer: 3 Minuten
Mit seiner Venture Client Unit (VCU) OTTO DOCK 6 baut OTTO die Zusammenarbeit mit Start-ups aus. In einem der ersten Projekte machen die Hamburger*innen gemeinsam mit dem Schweizer Start-up „South Pole“ den CO2-Abdruck von mehreren Tausend Artikel im Shop auf otto.de sichtbar. Anhand dieses Cases erklären Julia und Arno von OTTO DOCK 6: Was macht eine Venture Client Unit genau?

Julia Kunstmann und Arno Baltruschat sind Teil des Innovator*innen Teams von OTTO DOCK 6 und in dieser Rolle immer auf der Suche nach Start-up-Lösungen: „Wir sprechen mit Kolleg*innen aus allen Fachbereichen und versuchen herauszuhören, an welchen Stellen die Kooperation mit einem passenden Start-up weiterhelfen könnte. Dann priorisieren wir die Probleme anhand der Unternehmensstrategie, damit wir wissen, wo wir am besten anfangen“, erklärt Arno.

Im Nachhaltigkeitsteam kam zum Beispiel auf die Fragestellung auf, wie OTTO den CO2-Fußabdruck von Produkten sichtbar machen kann. „Das Team wollte Aufmerksamkeit für CO2-Emissionen einzelner Produkte schaffen und Kund*innen die Möglichkeit geben, diese direkt zu kompensieren – ähnlich, wie es bei Fluganbietern heute schon üblich ist“, ergänzt Arno. Dafür hat OTTO DOCK 6 sich in Absprache mit dem Fachbereich auf die Suche nach passenden Start-ups gemacht – und South Pole gefunden.

Wanted: Passendes Start-up gesucht

„Wir scannen verschiedene Start-up Datenbanken, recherchieren und hören uns in der Branche um“, erzählt Julia. Nicht jedes Start-up kommt überhaupt in Frage. Das Team hat bestimmte Kriterien erarbeitet, um die Auswahl zu vereinfachen. Und auch die Fachbereiche bringen eigene Anforderungen mit. Um es auf die Long List zu schaffen, also eine erste längere Auswahlliste über infrage kommende Start-ups, müssen die Anbieter beispielsweise ein erstes Produkt am Markt haben. „Für uns bedeutet das einfach eine größere Erfolgschance. Die standardisierten und schnellen Prozesse der VCU helfen uns, in der Auswahl-Phase die passende Start-up-Lösung für unsere interne Herausforderungen zu finden“, begründet Julia.

Julia Kunstmann Die standardisierten und schnellen Prozesse helfen uns die passende Start-up-Lösung für unsere interne Herausforderungen zu finden.

Julia Kunstmann, von OTTO DOCK 6

Vor der finalen Entscheidung präsentieren meist drei Start-ups aus der engeren Auswahl ihre Ideen vor dem jeweiligen Fachbereich und OTTO DOCK 6. So auch bei der Frage nach einem transparenten CO2-Fußabdruck. Gemeinsam mit dem Nachhaltigkeitsteam haben Julia und Arno sich für South Pole entschieden. „South Pole gibt die CO2-Emissionen für unsere Produkte auf Sortimentsebene an. Das passt genau zu unserer Fragestellung”, so Julia.

Start-up gefunden. Wie geht’s weiter?

Arno erklärt den weiteren Prozess: „Wir als Venture Client Unit bringen den Fachbereich mit einem konkreten Problem und das Start-up mit einer passenden Lösung zusammen. Sobald sich die zwei gefunden haben, überlassen wir den Fachexpert*innen die inhaltliche Ausgestaltung. Bei komplexeren Problemstellungen begleiten wir die Teams noch weiter. Dann unterstützen wir zum Beispiel auch bei der Entwicklung des ersten Pilot-Tests und freuen uns, wenn der so erfolgreich läuft, wie die CO2-Transparenz mit South Pole.“ Gemeinsam hat das Team es geschafft die CO2-Emissionen der Herstellung von über 5.000 Produkten direkt im Shop sichtbar zu machen. Kund*innen können die Emissionen auf Wunsch mit nur wenigen Klicks direkt kompensieren.

Arno Baltruschat Wir unterstützen auch bei der Entwicklung des ersten Pilot-Tests und freuen uns, wenn der erfolgreich läuft.

Arno Baltruschat, von OTTO DOCK 6

Bevor es in die Adaptions-Phase geht, erfolgt noch die Evaluation der meist drei-monatigen Pilot-Phase mit dem Start-up. Dafür orientiert die Venture Client Unit sich an Messgrößen, die Fachbereich, VCU und Start-up zu Beginn des Tests gemeinsam definiert haben. Dazu zählen etwa technische Skalierbarkeit, die Passfähigkeit an OTTOs Prozesse und vor allem die Frage danach, ob das Start-up wirklich die Anfangsfragestellung lösen kann.

„Das ist immer spannend“, sagt Julia. „Hier zeigt sich wie gut die Zusammenarbeit zwischen dem Fachbereich und dem Start-up harmoniert. Und wenn alle mit den Ergebnissen zufrieden sind, steht auch einer langfristen Kooperation nichts mehr im Weg.“ Ein Gewinn für OTTO und für das jeweilige Start-up, das OTTO als langfristigen Kunden gewonnen hat. „Der erste Test mit South Pole läuft super“, verrät Julia.

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