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So sieht das hybride Arbeitsmodell bei OTTO aus
Kultur

So sieht das hybride Arbeitsmodell bei OTTO aus

Wie sieht OTTO´s Arbeitswelt von morgen aus? Das erklärt Irene Oksinoglu, Leiterin der Initiative FutureWork bei OTTO

28.06.2021 Autorin Irene Oksinoglu (Gastkommentatorin) Lesedauer: 3 Minuten
Wir erleben eine Transformation der Arbeitswelt, die unter dem Begriff „New Work“ schon lange vor 2020 begonnen und durch Corona nochmals deutlich an Dynamik gewonnen hat. Wir werden in die Arbeitswelt, wie wir sie noch bis Anfang 2020 kannten, nicht zurückkehren. Sondern bei OTTO das hybride Arbeitsmodell etablieren. Wie sieht das dann aus?

Die Welt der Arbeit wird räumlich und zeitlich flexibler und aus individueller Sicht spürbar selbstbestimmter. New Work ist dabei viel mehr als nur ein Sammelbegriff für neue Arbeitsweisen und -tools. Bei New Work geht es darum, sich im Job immer wieder neu zu finden und zu definieren. Wir müssen anpassungsfähig bleiben. Deshalb verfolgen wir bei OTTO bei der Ausgestaltung der postpandemischen Arbeitswelt ein iteratives Vorgehen und keine "One size fits all"-Lösung.

Wir haben bei den Kolleg*innen nachgefragt

Wissenschaftliche Erkenntnisse bilden unser Fundament. Wir haben eine Umfrage unter rund 5.000 Mitarbeitenden durchgeführt, deren Ergebnisse mit aller Deutlichkeit bestätigen, dass wir in die Arbeitswelt, wie wir sie noch bis Anfang 2020 kannten, nicht zurückkehren werden. Im Gegenteil: Wir werden uns von der gewohnten Schreibtischkultur und einem Präsenzrhythmus von Montag bis Freitag, 9 bis 17 Uhr, verabschieden. Mehr noch: Wir werden uns endgültig von dem Gedanken verabschieden müssen, dass Leistung nur von einem Ort aus erbracht werden kann.

Das bedeutet, dass wir in der Zukunft weder komplett mobil noch komplett auf dem Campus arbeiten werden. Wir werden mobile- und Präsenzarbeit kombinieren, um das Beste aus den zwei Welten zu vereinen und somit die optimalen Arbeitsbedingungen für alle OTTO-Kollegen*innen zu gewährleisten. Wir sind fest davon überzeugt, dass die Zukunft in einem hybriden Arbeitsmodell liegt, das die reale und virtuelle Arbeitswelt effizient und sinnvoll miteinander verbindet. Das neue Arbeitskonzept berücksichtigt sowohl unsere individuellen Präferenzen als auch die Unterschiede, Bedürfnisse und Arbeitsweisen jedes einzelnen Teams.

Irene Oksinoglu, Leiterin der Initiative FutureWork bei OTTO Das bedeutet, dass wir in der Zukunft weder komplett mobil noch komplett auf dem Campus arbeiten werden.

Irene Oksinoglu, Leiterin der Initiative FutureWork bei OTTO


Im Zentrum steht dabei nach wie vor der Leitgedanke des Activity Based Working, dem tätigkeitsbasierten Arbeiten. Konkret heißt das: Ich wähle im Einklang mit den Teamprozessen für meine Arbeit und mein Tätigkeitsprofil exakt den Ort, der zur bestmöglichen Erfüllung meiner jeweiligen Aufgabe am geeignetsten ist. Egal ob remote, im Büro oder woanders. Dafür wähle ich die Tools und Methoden, die mich darin bestmöglich unterstützen. Während etwa Konzentrations-, Programmier- oder Konzeptionsarbeiten zu Hause vielen Menschen leichter fallen, sind zum Beispiel gewerbliche oder handwerkliche Tätigkeiten nicht oder nur schwer remote abbildbar. Gleiches gilt oft für kreative oder strategische Tätigkeiten wie Teamfindungsprozesse oder auch für die soziale, spontane Interaktion, die in Präsenz häufig besser funktionieren als remote.

Eigenständige Regelungen im Team

Um ein effektives Miteinander zu gewährleisten, wird die Wahl der Arbeitsorte, -tools und -methoden von den Organisationseinheiten eigenständig geregelt. Dafür stellen wir unseren Teams eine innovative Methodik zur Verfügung: den Kollaborationssprint. Es handelt sich dabei um einen partizipativen Prozess zur Ausgestaltung der Zusammenarbeit im Team. Die Teams werden künftig die für ihre Arbeitsinhalte am besten passende Kombination von mobiler und präsenter Arbeit erarbeiten.

Die Matrix der Zusammenarbeit

Zusätzlich zu dem Kollaborationssprint dient unsere „Matrix der Zusammenarbeit“ zur Orientierung für Teams, welche Tätigkeiten welche Art der Interaktion benötigen und wo sie daher am effektivsten verrichtet werden können. Demnach heißt es: Je emotionaler ein Thema, desto synchroner und persönlicher sollte die Kommunikation sein und desto eher ist der Otto Campus der richtige Ort für die jeweilige Tätigkeit.

Der Büroraum hat weiterhin eine besondere Bedeutung

Mit dieser Entwicklung geht ein neues Verständnis für den Arbeitsraum in Unternehmen einher. Wichtig dabei ist: Das Büro an sich hat längst nicht ausgedient – es verändert sich aber. Wir werden zwar künftig dem Remote Work einen höheren Stellenwert als vor der Pandemie einräumen, dennoch hat der Büroraum weiterhin eine besondere Bedeutung: Er dient als zentraler Anker für die Identifikation mit der Unternehmenskultur, ist Ort für Interaktion und Kollaboration und ideal für den Austausch unter Kolleg*innen. Dafür braucht es, über die reine Funktion als Arbeitsort hinaus, emotional gestaltete Flächen mit vielfältigen Begegnungsmöglichkeiten sowie Räume, die der Projektarbeit und dem fachlichen Austausch dienen. Es gilt, funktionale und inspirierende physische Räume zu schaffen, wobei die Bedürfnisse des Menschen in den Mittelpunkt gestellt werden.

Wir können die Öffnung unseres Campus' im Bramfeld kaum erwarten und freuen uns darauf, dann das hybride Arbeitsmodell schrittweise einzuführen, es gemeinsam zu erleben, auszuprobieren und somit zusammen mit allen OTTO-Kolleg*innen die neue Arbeitswelt aktiv mitzugestalten.

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