O-TON: OTTO startet neues Podcast-Format
Kultur

O-TON: OTTO startet neues Podcast-Format

O-TON heißt der neue OTTO-Podcast, der hinter die Kulissen von Deutschlands zweitgrößtem Onlinehändler schaut. Ein Gespräch mit Moderator Ingo Bertram

14.11.2019 Von Elena Rasmussen Lesedauer: 3 Minuten
Wie kann sich ein Traditionsunternehmen in einen Tech-Konzern verwandeln? Und was für Stolpersteine gibt es? Der neue OTTO-Podcast O-TON stellt ab sofort regelmäßig Menschen vor, die bei OTTO einen der spannendsten Verwandlungsprozesse der deutschen Wirtschaft mitgestalten – oder ihn als Expert*in von außen beobachten. Den Auftakt macht OTTO-Chef Marc Opelt:

OTTO O-TON gibt's auch bei Spotify, Apple Podcasts und Deezer. Google Podcasts folgt in Kürze.

Ingo, Du bist O-TON Moderator, deshalb an Dich zuerst die Gretchenfrage: Weshalb ein Podcast von OTTO?

Ich finde es extrem faszinierend, wie es Podcasts gelingen kann, auf eine anschauliche, persönliche, ja fast schone intime Art und Weise komplexes Wissen zu vermitteln und gleichzeitig eine gewisse Nähe zu schaffen. Zu OTTO passt so ein Format ziemlich gut, finde ich.

Aber braucht Deutschland wirklich noch einen Corporate Podcast?

Das muss jede*r Hörer*in selbst für sich entscheiden. Ich finde: Ja. Wir haben bei OTTO tolle Menschen, echte Charaktere, spannende Geschichten. Für einen Podcast ist das super. Warum sollten wir so ein Format also nicht starten?

Dann hättet ihr aber auch schon früher auf Podcasts setzen könnten.

Ja, hätten wir, allerdings lagen unsere Prioritäten auf anderen Kanälen, allen voran auf der Etablierung unseres Newsrooms. Das hatte Vorrang und das ist auch gut so, die Gefahr des Verzettelns ist sonst zu groß. Für mich definiert sich der Erfolg eines Podcasts ohnehin nicht darin, der Erste auf dem Markt zu sein.

Sondern?

Ziel unseres neuen Podcasts ist es OTTO eine Stimme zu geben, Nähe zu schaffen, Persönlichkeit zu erzeugen. Und wir wollen zeigen, wie vielfältig wir und unsere Themen hier bei OTTO sind. Indem wir Kolleg*innen und Expert*innen auf unsere Audiobühne hieven, gelingt uns genau das – unabhängig davon, ob es schon andere Podcasts gibt oder nicht. Das ist zweitrangig für mich.

Was unterscheidet den O-TON von den Podcasts anderer Konzerne?

Allen voran unsere sehr eigene Identität. Wie kein anderes großes deutsches Unternehmen durchlebt OTTO einen Kultur- und Arbeitswandel, wie er essentieller kaum sein kann. Der Katalog ist App und Website gewichen, statt Bestellkarten gibt's heute Chatbot, New Work und CGI-Bildwelten. Und: Der Wandel ist längst nicht vorbei. So einen Prozess zu begleiten, mit den Menschen dahinter zu sprechen und Einblicke in den Maschinenraum eines Handelsriesen zu gewähren, der als „Otto Versand“ schon das deutsche Wirtschaftswunder der 1950er Jahre mitprägte – das macht unseren O-TON ziemlich einzigartig.

Ingo Bertram Ziel unseres neuen Podcasts ist es OTTO eine Stimme zu geben, Nähe zu schaffen, Persönlichkeit zu erzeugen

Ingo Bertram, Pressesprecher bei OTTO und Moderator O-Ton

Der Podcast der Otto Group ist also keine hausinterne Konkurrenz?

Nein, das sind zweierlei paar Schuh. Die Kolleg*innen der Otto Group nehmen in ihrem „Unterwegs“-Podcast qua Amt die Holding-Brille ein, behandeln also Themen aus dem gesamten Konzern der Otto Group – der ja neben OTTO weit über 100 weitere Einzelfirmen umfasst, von EOS und Hermes bis Franconia und myToys. Dementsprechend breit ist die Themenvielfalt dort, von Logistik bis FinTech und noch viel weiter. Der O-TON hingegen konzentriert sich voll auf OTTO. In die Quere kommen wir uns da nicht.

Plant ihr weitere Podcast-Formate?

Unsere Personalabteilung startet in Kürze mit dem „job talk“ einen eigenen Karrierepodcast. Davon abgesehen konzentrieren wir uns erst einmal auf den O-TON. Weitere Formate möchte ich aber ausdrücklich nicht ausschließen, zumal wir zu 100 Prozent inhouse produzieren, die Technik also ohnehin vor Ort ist.

Auf was dürfen sich O-TON Hörer*innen freuen?

Wir stellen unsere Verwandlung in ihrer gesamten Bandbreite vor. Marketing- und E-Commerce-Themen umfasst das ebenso wie Kantinenessen, New Work, Diversity. Mindestens genauso wichtig sind für uns die Menschen dahinter. Ein Podcast ist schließlich keine Excel-Tabelle.

Den Podcast könnt ihr euch auch über Spotify, Deezer und iTunes anhören und abonnieren.

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