Wenn Sie Kin­der haben, wis­sen Sie, wie schnell bereits die Kleins­ten die Bedie­nung eines Smart­pho­ne- oder Tablet-Touch­screens begrei­fen. Aber wenn sie schon mit die­ser Tech­nik auf­wach­sen, war­um nicht ihre Fer­tig­kei­ten für etwas Sinn­vol­les nut­zen? Es gibt zahl­lo­se Lern-Apps für Kin­der, mit denen der Nach­wuchs spie­le­risch neu­es Wis­sen erwer­ben kann. Wir haben für Sie 8 inter­es­san­te Bei­spie­le aus unter­schied­li­chen Berei­chen zusam­men­ge­stellt.

Apps zum Lesen, Schrei­ben und Spra­chen ler­nen

Ein gro­ßer Anteil der ange­bo­te­nen Lern-Apps befasst sich damit, den Kin­dern ers­te Kennt­nis­se einer Fremd­spra­che zu ver­mit­teln. Eben­so gibt es Anwen­dun­gen, um die Grund­stei­ne für die Fer­tig­kei­ten im Lesen und Schrei­ben zu legen.

“Die Zebra Schreib­ta­bel­le”: Bild­haft Buch­sta­ben ler­nen

“Die Zebra Schreib­ta­bel­le” wur­de bereits mit einem Preis als “Bes­tes Lern­pro­gramm Deutsch für Kin­der zwi­schen 6 und 10 Jah­ren” aus­ge­zeich­net. Das Kon­zept basiert auf inter­ak­ti­ven Fel­dern mit einer Kom­bi­na­ti­on aus Bil­dern und den Anfangs­buch­sta­ben des gezeig­ten Objekts – also bei­spiels­wei­se das Bild einer Maus in Ver­bin­dung mit einem “M”.

Tippt das Kind eine Kar­te an, spielt das Smart­pho­ne oder Tablet den ent­spre­chen­den Laut des Buch­sta­bens ab. So las­sen sich spie­le­risch die Zusam­men­hän­ge zwi­schen Buch­sta­ben und Lau­ten erken­nen. Die App ver­fügt zudem über ein Text­feld: Mit Tip­pen auf ver­schie­de­ne Buch­sta­ben kann das Kind hier Stück für Stück gan­ze Wör­ter oder ein­fa­che Sät­ze ein­tra­gen. Ein inte­grier­ter Film erläu­tert den Umgang mit der Schreib­ta­bel­le.

Die “Zebra Schreib­ta­bel­le” gibt es kos­ten­los für iPhone/iPad und Andro­id.

“Squir­rel & Bär”: Tie­ri­sches Aben­teu­er zum Eng­lisch ler­nen

“Squir­rel & Bär” ist ein mehr­fach preis­ge­krön­tes Lern­spiel für Kin­der im Alter von 3 bis 9 Jah­ren. Die Spie­ler beglei­ten hier einen ani­mier­ten Bären und ein Eich­hörn­chen bei einer aben­teu­er­li­chen Mis­si­on zur Ret­tung von Bie­nen. Dabei müs­sen Sie sich mit ande­ren Wald­be­woh­nern auf Eng­lisch ver­stän­di­gen. Das lernt der Spie­ler ent­spre­chend mit.

Das Spiel bie­tet:

  • 22 wie­der­holt spiel­ba­re Kapi­tel in zwei Schwie­rig­keits­stu­fen
  • Über 900 eng­li­sche Voka­beln
  • 6 Stun­den Spiel­zeit

Der Ein­stieg ist dank intui­ti­ver Bedie­nung ohne Anlei­tung mög­lich, es wer­den auch kei­ne sprach­li­chen Vor­kennt­nis­se gefor­dert. Die Sprach­auf­nah­men wur­den pro­fes­sio­nell mit Mut­ter­sprach­lern durch­ge­führt und die Aus­wahl der Voka­beln erfolg­te auf Basis des Euro­päi­schen Refe­renz­rah­mens A1 für Sprach­ler­nen­de (Grund­schu­le).

“Squir­rel & Bär” ist kos­ten­pflich­tig für iPhone/iPad und Andro­id.

“Lau­ras Stern – Spra­chen ler­nen”: Lern­spiel mit dem Ani­ma­ti­ons-Star

“Lau­ras Stern” ist eine sehr erfolg­rei­che ani­mier­te Film- und TV-Rei­he, basie­rend auf einem Bil­der­buch über ein klei­nes Mäd­chen und ihren Lieb­lings­stern. Jetzt ist Lau­ra auch der Auf­hän­ger für eine App für das Ken­nen­ler­nen meh­re­rer Spra­chen:

  • Deutsch
  • Eng­lisch
  • Spa­nisch
  • Fran­zö­sisch

Mit der mehr­fach prä­mier­ten App ler­nen Kin­der im Alter von 4 — 8 Jah­ren die Namen von über 200 All­tags­ge­gen­stän­den in die­sen Spra­chen ken­nen. Durch einen Tipp auf das Objekt wird des­sen Name in der gewähl­ten Spra­che vor­ge­le­sen, sodass gleich die rich­ti­ge Aus­spra­che ver­mit­telt wird. Beloh­nun­gen wie das Sam­meln von Ster­nen, inter­ak­ti­ver Ster­nen­glit­zer sowie Spiel- und Mal-Funk­tio­nen sol­len die Lern­mo­ti­va­ti­on unter­stüt­zen.

“Lau­ras Stern – Spra­chen ler­nen” ist kos­ten­pflich­tig für iPhone/iPad und Andro­id erhält­lich.

Das nächs­te Level: Lern- und Wis­sens-Apps mit Vir­tu­al Rea­li­ty

Vom Tip­pen auf einem Dis­play zum “ech­ten” Ein­tau­chen in eine künst­li­che Welt: Es gibt bereits Lern- und Wis­sens-Apps, die Kin­dern mit­tels Vir­tu­al Rea­li­ty (VR) eine zusätz­li­che Dimen­si­on der Wahr­neh­mung anbie­ten. Das geschieht in der Regel über VR-Bril­len, die dem Benut­zer einen räum­li­chen Ein­druck des Gezeig­ten ver­mit­teln. Die­ser ver­än­dert sich zudem ent­spre­chend der Kopf­be­we­gung, so dass man sich in der vir­tu­el­len Welt direkt umse­hen kann. Bei­spie­le für sol­che VR-Apps sind:

Mehr zu AR-Apps kön­nen Sie auch in unse­ren Rat­ge­bern VR-Apps für iOS: Mit dem iPho­ne in die vir­tu­el­le Rea­li­tät und VR-Apps für Andro­id: Mit dem Smart­pho­ne in die vir­tu­el­le Rea­li­tät nach­le­sen.

Die tech­ni­sche und preis­li­che Band­brei­te der VR-Bril­len ist groß. Sie reicht von Pap­pe-Bau­sät­zen zum Ein­le­gen eines Smart­pho­nes für weni­ge Euro bis zu High­tech-Lösun­gen wie Ocu­lus Rift oder HTC Vive für meh­re­re Hun­dert Euro.

Lern-Apps für Natur­wis­sen­schaf­ten

Natur­wis­sen­schaft­li­che Kom­pe­tenz steht heut­zu­ta­ge mehr denn je im Zen­trum des Lehr­plans. Die rich­ti­gen Apps hel­fen dabei, schon früh­zei­tig Inter­es­se dar­an zu ent­wi­ckeln.

“Toca Lab Ele­ments”: Mit Expe­ri­men­ten das Peri­oden­sys­tem der Ele­men­te ken­nen­ler­nen

Wenn es zischt und raucht, knallt und bro­delt, dann wird der Che­mie-Unter­richt erst rich­tig inter­es­sant. Die­ser Auf­fas­sung sind offen­bar auch die Ent­wick­ler der “Toca Lab Elements”-App. Kin­der im emp­foh­le­nen Alter von 6 — 8 Jah­ren bekom­men hier das Peri­oden­sys­tem mit allen 118 Ele­men­ten nahe­ge­bracht. Dafür wird ihnen ein vir­tu­el­les Labor zur Ver­fü­gung gestellt, in dem sie bei­spiels­wei­se Fol­gen­des tun kön­nen:

  • Stof­fe mit Reagen­zi­en mischen
  • Ele­men­te in der Zen­tri­fu­ge tes­ten
  • Stof­fe erhit­zen, küh­len oder magne­ti­sie­ren

So ler­nen die zukünf­ti­gen Natur­wis­sen­schaft­ler nicht nur, wel­che Ele­men­te es gibt, son­dern eben­so, dass jedes sei­ne spe­zi­el­len Eigen­schaf­ten und Beschaf­fen­hei­ten hat.

“Toca Lab Ele­ments” ist kos­ten­pflich­tig für iPhone/iPad und Andro­id erhält­lich.

“Pet­ters­sons Erfin­dun­gen”: Krea­tiv mit Phy­sik und Mecha­nik ler­nen

Pet­ters­son, die belieb­te Figur aus den Büchern über Pet­ters­son und Fin­dus, ist ein krea­ti­ver Kopf, dem immer wie­der etwas Neu­es ein­fällt. Die App “Pet­ters­sons Erfin­dun­gen” gibt Kin­dern zwi­schen 6 und 8 Jah­ren die Mög­lich­keit, mit Krea­ti­vi­tät 27 sei­ner Maschi­nen nach­zu­bau­en. Dafür müs­sen ver­schie­de­ne Funk­ti­ons­ele­men­te und Bau­tei­le so mit­ein­an­der kom­bi­niert wer­den, bis die Maschi­ne funk­tio­niert. Die Kin­der erwer­ben dabei spie­le­risch Kennt­nis­se über Din­ge wie das Ursa­che-und-Wir­kung-Prin­zip oder Mecha­nik und schu­len ihr logi­sches Ver­ständ­nis. Fal­sche Bau­tei­le kön­nen auf Wunsch den Bau der Maschi­ne noch kniff­li­ger machen.

Als Beloh­nung für eine gelun­ge­ne Erfin­dung gibt es Zahn­rä­der mit wel­chen eine beson­de­ren Maschi­ne gebaut wer­den kann: Die­se kata­pul­tiert die Kat­ze Fin­dus ins Welt­all.

“Pet­ters­sons Erfin­dun­gen” gibt es in meh­re­ren Vari­an­ten kos­ten­pflich­tig für iPhone/iPad und Andro­id.

“Con­ni Mathe 1. Klas­se”: Spie­lend Mathe­ma­tik begrei­fen

Bei “Con­ni Mathe 1. Klas­se” wird eine wei­te­re popu­lä­re Figur eines Kin­der­bu­ches benutzt, um Kin­der zum Ler­nen zu ani­mie­ren. Die blon­de Con­ni mit dem berühm­ten roten Haar­band bie­tet in der App ver­schie­de­ne Lern­spie­le zu grund­le­gen­den Rechen­fä­hig­kei­ten für 6- bis 8‑jährige Kin­der an:

  • Zäh­len und Zah­len­fol­gen
  • Plus-/Mi­nus-Auf­ga­ben
  • Ver­glei­chen und Zah­len zer­le­gen
  • Tausch-/Um­kehr­auf­ga­ben und Zeh­ner­über­gän­ge

Die Übungs­spie­le wer­den nach­ein­an­der bei Erfolg frei­ge­schal­tet und dabei anspruchs­vol­ler. So erwei­tern sich Stück für Stück die mathe­ma­ti­schen Fähig­kei­ten des Spie­lers. Lern­tipps, Audio-Hil­fe­stel­lun­gen von Con­ni und ein mehr­stu­fi­ges Moti­va­ti­ons­sys­tem, bei dem Abzei­chen für den Lern­fort­schritt gesam­melt wer­den, unter­stüt­zen das erfolg­rei­che Ler­nen mit der App.

Sie ist kos­ten­pflich­tig für iPhone/iPad und Andro­id.

Uni­ver­sel­le Lern-Apps

Wenn Sie sich für Lern-Apps inter­es­sie­ren, die the­ma­tisch brei­ter auf­ge­stellt sind, gibt es auch dafür ent­spre­chen­de Ange­bo­te.

“Lern­er­folg Grund­schu­le Mathe, Deutsch & Eng­lisch”: Wis­sen im Paket

Der Name ist hier Pro­gramm: Die App rich­tet sich an Grund­schü­ler aller Klas­sen, um ihren Lern­er­folg in den Haupt­fä­chern Deutsch, Mathe und Eng­lisch zu unter­stüt­zen. Die ein­heit­li­che Benut­zer­ober­flä­che ist auch geeig­net für den jahr­gangs­über­grei­fen­den Unter­richt: Wenn Schü­ler zum Üben Auf­ga­ben einer nied­ri­ge­ren Klas­sen­stu­fe wie­der­ho­len wol­len, ist das pro­blem­los mög­lich.

Kur­ze Lern­ein­hei­ten, 24 ver­schie­de­ne Kon­zen­tra­ti­ons­übun­gen sowie ein Beloh­nungs­sys­tem mit Bonus­spie­len sor­gen dafür, dass die Kin­der den Spaß und die Kon­zen­tra­ti­on beim Ler­nen behal­ten.

Die kos­ten­pflich­ti­ge App ist spe­zi­ell für iPad und Andro­id-Tablets kon­zi­piert.

Frag doch mal … die Maus: Spiel- und Quiz-App für gemein­sa­mes Ler­nen

Seit Jahr­zehn­ten ist “Die Sen­dung mit der Maus” ein Klas­si­ker des öffent­lich-recht­li­chen Wis­sens- und Bil­dungs-Fern­se­hens für Kin­der. Inzwi­schen hat es die Car­toon-Figur mit einer Quiz- und Game-Show sogar in das Abend­pro­gramm geschafft. An die­ses For­mat lehnt sich die gleich­na­mi­ge App an. Bei “Frag doch mal … die Maus” kön­nen bis zu 6 Spie­ler in drei Teams gegen­ein­an­der antre­ten und sich im Beant­wor­ten von Fra­gen oder bei Mini­spie­len mes­sen. Das Ange­bot der App umfasst unter ande­rem:

  • Über 1.000 Fra­gen aus 30 The­men­be­rei­chen in drei Schwie­rig­keits­stu­fen
  • Video-Clips mit Sach­ge­schich­ten
  • Audio-Erklä­run­gen von “Maus”-Moderator Armin Mai­wald
  • Ani­ma­tio­nen mit den Maus‑, Ente- und Ele­fant-Figu­ren

Wie das Vor­bild ist auch die App so kon­zi­piert, dass Erwach­se­ne und Kin­der ver­schie­de­ner Alters­stu­fen (ab 6 Jah­re emp­foh­len) gemein­sam und mit viel Spaß neu­es Wis­sen erwer­ben kön­nen. “Frag doch mal … die Maus” kommt zudem voll­kom­men ohne Wer­bung oder In-App-Käu­fe aus.

Die App ist kos­ten­pflich­tig für iPhone/iPad und Andro­id erhält­lich.

Mit Tip­pen und Wischen zu mehr Wis­sen

Gerä­te mit Touch­screens las­sen sich durch Tipp- und Wisch­be­we­gun­gen intui­tiv bedie­nen – selbst Klein­kin­der begrei­fen schnell die Steue­rung. Gera­de Tablets mit ihrem grö­ße­ren Dis­play sind des­we­gen prä­de­sti­niert, über ent­spre­chen­de Apps dem Nach­wuchs Wis­sen zu ver­mit­teln.

Die Bei­spie­le unse­rer Lern-Apps für Kin­der zei­gen, dass den Mög­lich­kei­ten kaum Gren­zen gesetzt sind. Ob Lesen, Schrei­ben, Natur­wis­sen­schaf­ten oder Spra­chen, logi­sches Den­ken oder vir­tu­el­le che­mi­sche Expe­ri­men­te: Für jedes The­ma und jeden Anspruch lässt sich in den ein­schlä­gi­gen App-Stores ein Ange­bot fin­den.

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