Viele Kinder finden elektronische Geräte wie Smartphones oder Tablets faszinierend und spannend. Da ist es gut, wenn ihr als Eltern die richtigen, kinderfreundlichen Apps installiert habt. Diese zehn App-Empfehlungen machen Spaß – und fördern gleichzeitig die Kreativität deines kleinen Technikfans.

Welche Apps für Kinder sind zu empfehlen von ein bis drei Jahren?

1. Für kleine Seemänner – die „Fiete“-App

Was lässt sich wohl mit einem Baum voller reifer Äpfel alles anstellen? Eine ganze Menge, wie der aufgeweckte Seemann Fiete beweist: Die Früchte können entweder ordentlich in einen Korb gelegt werden – eignen sich aber auch ganz prima zu einem Weitwurf oder anderem Schabernack.

In insgesamt 19 Leveln erledigen die kleinen Spieler kurze Aufgaben, helfen zum Beispiel auch dabei, Schiffe zu beladen, Spiegeleier zu braten oder Luftballons zum Platzen zu bringen. Langweilig wird es mit dem kleinen Seemann Fiete, der auf einer Insel mitten im Meer lebt, ganz sicher nie.

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Das schön gestaltete Spiel trainiert logisches Denken und Feinmotorik. Da es auf Text verzichtet und intuitiv bedient werden kann, ist es bereits für Kinder von ein bis drei Jahren geeignet. Auf Grundlage der App gibt es nun auch ein Buch: „Fiete – Das versunkene Schiff“.

Die App ist kostenpflichtig und für iOS und Android erhältlich.

2. Für Naturentdecker – die „Kapus Wald“-App

Glühwürmchen im Dunkeln leuchten lassen, Vögel füttern oder Fliegen mit dem Hüpffrosch fangen: Im Abenteuerspiel „Kapus Wald“ gibt es für die Kleinen viel zu erleben. Die App ist liebevoll gestaltet und engt das Kind nicht mit Levels oder Punkteständen ein.

„Kapus Wald“ fördert die Fantasie und das logische Denken. Ebenfalls sehr praktisch: Die Spielzeit kann vorher bestimmt werden. Nach der einmal festgelegten Dauer schaltet die App automatisch ab. In-App-Käufe oder Werbung gibt es nicht. Geeignet ist „Kapus Wald“ für Kinder von ein bis drei Jahren.

Die App ist kostenpflichtig und für iOS und Android erhältlich, eine Demo-Version ist allerdings kostenlos.

3. Für kleine Tierliebhaber – die „Streichelzoo“-App

Was macht ein Elefant in der Badewanne? Und wie tanzt ein Dackel Breakdance? 21 handgezeichnete Tiere lassen sich durch eine einfache Berührung mit dem Finger auf die verrücktesten Arten animieren, gummiartig dehnen und verändern. Streichelzoo mal anders.

Das Spiel eignet sich für Kinder von ein bis drei Jahren und schult die Feinmotorik. Außerdem macht es Lust auf einen richtigen Zoobesuch.

Die App ist kostenpflichtig und für iOS und Android erhältlich.

Welche Apps für Kinder sind passend von vier bis sechs Jahren?

1. Für Sprachtalente – „Busuu“ zum Englisch lernen

Kunterbunte Blumenwelten statt Schulbücher – „Busuu“ bringt kleinen Kindern Englisch bei. Die App setzt weniger auf Text als auf lustige Animationen. Muttersprachler sprechen die Vokabeln vor, die vom Kind dann wiedererkannt und den entsprechenden Bildern zugeordnet werden müssen.

Hübsche Note: Zur Motivation wird der Lernprozess bildlich dargestellt. Sobald eine Übung abgeschlossen wurde, wächst eine Blume im Sprachgarten des Kindes.

Die App richtet sich an Kinder ab vier Jahren. In 30 Einheiten werden 150 Wörter gelernt.

Die App ist in der Grundversion mit drei Lerneinheiten kostenlos. Die restlichen Lektionen können zusätzlich erworben werden. Erhältlich für iOS und Android.

2. Für Leseratten – die „Arche Noah“-App

Die berühmte Bibelgeschichte kindgerecht aufbereitet: Auf 16 interaktiven Buchseiten entdecken kleine Leser mit dieser Kinder-App eine originelle Interpretation der Arche Noah. Die Kleinen können entweder selbst lesen oder sich die Geschichte vorlesen lassen.

Letzteres übernimmt Jürgen Kluckert, Synchronsprecher und Stimme von Benjamin Blümchen, SpongeBob und Morgan Freeman. Zusätzlich zur Buchfunktion gibt es viel zu entdecken: In insgesamt 261 Animationen lassen die Tiere zum Leben erwecken.

Die App eignet sich für Kinder ab drei Jahren. Die Geschichte kann in deutscher oder englischer Sprache gelesen und gehört werden.

Erhältlich ist die kostenlose App für iOS und Android.

3. Für kleine Künstler – „Squiggle Fish“

Die App „Squiggle Fish“ verbindet moderne Technik mit dem guten alten Malblock: Die Kinder malen ihre Fische zunächst auf Papier und lassen ihrer Fantasie dabei freien Lauf. Mit der App wird das Bild dann einfach abfotografiert – und schon planschen die eben noch statischen Fische lustig animiert durchs Aquarium.

Das Spiel richtet sich an Kinder ab drei Jahren und macht auch in der Gruppe Spaß. Es trainiert die motorischen Fähigkeiten und die Vorstellungskraft des Kindes.

Erhältlich ist die kostenpflichtige App für iOS.

Welche Spiele-Apps für Kinder begeistern ab sieben Jahren?

1. Für monsterhaften Programmierspaß – „The Foos“

Nullen, Einsen und kleine Monster? Bei „The Foos“ dreht sich alles um das Programmieren – und um die Foos. Das sind kleine niedliche Wesen, mit denen die Spieler lustige Abenteuer erleben. Um diese zu bestehen, brauchen die Foos ganz genaue Befehle.

Denn genau wie Computer machen die Kleinen nur das, was ihnen gesagt wird. Während die Spieler einen Donut-Dieb verfolgen, verschwundene Hündchen retten oder Gourmetspeisen servieren, erlernen sie ganz nebenbei die Grundzüge des Programmierens. Entwickelt wurde „The Foos“ mit Professoren der renommierten US-Universität Princeton sowie dem Harvey Mudd College.

An „The Foos“ haben Kinder ab sechs Jahren Spaß. Das Spiel fördert logisches Denken und bringt die grundlegenden Konzepte der Informatik und des Programmierens bei. Die Benutzeroberfläche kommt ohne Text aus. In den Jahren 2015 und 2016 gewann die App bereits zahlreiche Preise, unter anderem die 2015 „Parents’ Choice“-Goldmedaille.

Die kostenlose App gibt es für iOS und Android.

2. Für zeitreisende Schleckermäulchen – „Cut the Rope“

Om Noms Familie liebt Bonbons. Doch das kleine grüne Monster braucht Hilfe, um seine Verwandten mit Süßigkeiten zu füttern – und sich selbst den Bauch vollzuschlagen. Die begehrte Zuckerbombe hängt zunächst an einem Seil, das der Spieler mit einem Fingerwischen durchtrennen kann.

Doch der Weg in die kleinen Monstermäuler wird durch verschiedene Objekte, etwa Luftballons, Luftblasen oder Laser, versperrt. Wer die kleinen Schleckermäuler füttern will, muss also zuerst einige Physik-Rätsel lösen.

Die App ist bunt, niedlich und bringt den Kleinen Physik und Geschichte auf spielerische Art und Weise näher. Immerhin begeben sie sich mit Om Nom nicht nur auf Futtersuche, sondern reisen auch durch die Zeit: Unter anderem geht es in das Mittelalter, das alte Ägypten oder den Wilden Westen. “Cut the Rope” ist für Kinder ab sechs Jahren geeignet.

Die App ist kostenpflichtig und für iOS und Android erhältlich.

3. Für kleine Opernsänger – „Opera Maker“

Vorhang auf für kleine Opernsänger! Spielen, singen, inszenieren – beim “Opera Maker” führen die Kinder selbst Regie. Sie suchen Kostüme und Bühnenbilder aus und können den Charakteren sogar das eigene Gesicht oder die eigene Stimme geben. Inspiration für ihre eigene Oper holen sich die Nachwuchs-Komponisten dabei von Klassikern wie Hänsel und Gretel, Wilhelm Tell oder der Zauberflöte.

Die App fördert die musikalische Entwicklung der Kleinen, bringt aber vor allem viel Spaß. Empfohlen wird sie für Kinder ab acht Jahren.

Die kostenlose App kann auf dem iPad/iPhone und im Browser gespielt werden.

4. Für Trickfilm-Regisseure – „Easy stop-motion Studio“

Trickfilme sind für dein Kind das Größte? Dann lass es doch einmal seinen eigenen machen. Neben Vorlagen und Lernprogrammen bietet die App “Easy stop-motion Studio” jede Menge Platz für Kreativität und Vorstellungskraft. Bilder können zum Leben erweckt werden, mittels Keyboard oder Mikrophon entsteht der eigene Soundtrack.

Die App richtet sich an Kinder ab sechs Jahren und ist frei von Werbung. Das Spiel fördert Kreativität und abstraktes Denkvermögen.

Erhältlich ist die App für iPhone/iPad. Für Android gibt es eine ähnliche App: „Drawing Cartoons“. Beide Apps sind kostenpflichtig.

Apps für Kinder: Gemeinsam mit den Kleinen Großes entdecken

An Apps für Kinder herrscht kein Mangel – auch nicht an solchen, die nicht nur Spaß machen, sondern auch die Fähigkeiten deiner Liebsten fördern. Bei aller Vielfalt ist die Auswahl wichtig: Die aufgelisteten Apps richten sich an bestimmte Altersklassen – das solltest du bei der Entscheidung für oder gegen eine App berücksichtigen.

Ansonsten lautet das Motto: Probiere einfach zusammen mit deinem Nachwuchs aus, welche Spiele Spaß machen und mit welchen die Kleinen vielleicht noch über- oder schon unterfordert sind. Aber Vorsicht! Beim Spielen können auch Erwachsene schnell die Zeit vergessen – einige Apps entwickeln auch für Eltern ein hohes Suchtpotenzial.

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