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Die Baumwoll-Alternative: Cotton made in Africa
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Die Baumwoll-Alternative: Cotton made in Africa

„Hilfe zur Selbsthilfe durch Handel“. Das ist das Credo der Initiative Cotton made in Africa, kurz CmiA

06.02.2020 Autor*in Viktoria Rüpke Lesedauer: 4 Minuten
Von T-Shirts bis zu Sofabezügen – Baumwolle begegnet uns überall. Sie ist weltweit die am häufigsten verwendete Textilfaser. Allerdings ist der konventionelle Baumwollanbau mit großen Herausforderungen für Mensch und Natur verbunden, wie hoher Wasserverbrauch, der Einsatz von Pestiziden und schlechte Arbeitsbedingungen. Wir stellen die Initiative Cotton made in Africa (CmiA) vor, die einen anderen Weg aufzeigt.
Aktualisiert: 30.06.2026
 

Baumwolle ist einer der wichtigsten Rohstoffe in der Textilproduktion – und gleichzeitig mit großen sozialen und umweltbezogenen Herausforderungen verbunden. Deshalb setzen wir bei OTTO seit vielen Jahren auf Baumwolle, die nach anerkannten Standards wie Cotton made in Africa (CmiA) angebaut wird.

Die Initiative wurde 2005 von Prof. Dr. Michael Otto gegründet. Ihr Ansatz ist bis heute klar: Hilfe zur Selbsthilfe durch Handel. Statt auf Spenden setzt Cotton made in Africa darauf, langfristige Nachfrage zu schaffen – und so Kleinbäuer*innen in Subsahara-Afrika bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen zu ermöglichen.

Die Initiative Cotton made in Africa hat sich zum Ziel gesetzt, die Arbeits- und Lebensbedingungen von Kleinbäuer*innen zu verbessern und die Auswirkungen des Anbaus auf die Umwelt zu reduzieren.

Was ist überhaupt nachhaltige Baumwolle?

Baumwolle von Cotton made in Africa verzichtet beispielsweise auf genverändertes Saatgut und wird nicht künstlich bewässert. Um ihre Ernte dennoch vor Schädlingen zu schützen, setzen die Bäuerinnen Pflanzenschutzmittel ein. Die Nutzung ist allerdings gemäß internationalen Konventionen und laut Weltgesundheitsorganisation beschränkt. Das bedeutet, dass die erlaubten Pestizide nur ab einer bestimmten Menge an Schädlingen und unter Verwendung von Schutzkleidung eingesetzt werden dürfen. Darüber hinaus werden die Baumwollbäuerinnen zunehmend im Einsatz von Bio-Pestiziden geschult. Es handelt sich dabei um organische Pflanzenschutzmittel, die beispielsweise aus Kuhurin, in der Natur wachsenden Stechäpfeln oder Molasse gewonnen werden. Dies trägt dazu bei, die gesundheitliche Belastung für die Bäuer*innen zu verringern und die Auswirkungen auf die Umwelt zu reduzieren.

Hier setzt Cotton made in Africa an

CmiA-Baumwolle wird im Wechsel mit anderen Feldfrüchten angebaut – so kommen nach der Baumwolle beispielsweise Mais, Soja oder auch Erdnüsse auf das Feld. Das schont den Boden und erhält die Bodenfruchtbarkeit. Die Baumwollernte wird von den Kleinbäuer*innen weitestgehend per Hand bewältigt. Das ist zeitintensiver, hat jedoch gegenüber der maschinellen Ernte Vorteile: Die Menschen gehen sorgfältiger vor und pflücken nur die Baumwolle, die wirklich reif ist.

Beim Anbau der CmiA-Baumwolle wird nicht nur auf die Einhaltung von umweltbezogenen Kriterien geachtet, sondern gerade soziale Aspekte stehen im Fokus. Cotton made in Africa verbietet Kinderarbeit und setzt sich gemeinsam mit lokalen Partnern durch Sensibilisierungsmaßnahmen und Schulprojekte für die Schulausbildung der Kinder ein. Kleinbäuerinnen werden rechtzeitig entlohnt und in den Fabriken erhalten die Arbeiterinnen für die gleiche Arbeit auch die gleiche Bezahlung – unabhängig vom Geschlecht. Unabhängige Auditor*innen überprüfen regelmäßig, ob die Kriterien von Cotton made in Africa eingehalten werden. Nur wenn die Anforderungen des CmiA-Standards erfüllt sind, kann die Baumwolle unter dem Siegel weiterverkauft werden.

Neue Entwicklungen 

Cotton made in Africa entwickelt sich kontinuierlich weiter – mit Fokus auf Wirkung, Transparenz und Zukunftsfähigkeit:

  • Mehr Transparenz in der Lieferkette: Ausbau von Rückverfolgbarkeit, neuer Standard CmiA HIP für physisch nachvollziehbare Baumwolle.
  • Neue Wege der Produktion: Stärkere Verlagerung von Verarbeitungsschritten nach Afrika, Fokus auf lokale Wertschöpfung.
  • Weiterentwicklung des Standards: Neue Version (CmiA Standard 5.0 2026) mit stärkerem Fokus auf klimarelevante Aspekte, Biodiversität und Menschenrechte.
     

Neue Erkenntnisse zur Umweltwirkung

  • Geringerer CO2-Fußabdruck durch Anbaumethoden, die auf Regenfeldbau basieren.
  • Wasser sparender Anbau mit geringem zusätzlichem Wasserbedarf.

Warum das für unsere Kund*innen wichtig ist

Mit Cotton made in Africa machen wir Baumwolle aus einem geprüften Programm für viele Menschen zugänglich. Produkte mit dem CmiA-Siegel stehen für klar definierte soziale und umweltbezogene Kriterien, nachvollziehbar und unabhängig geprüft. So machen wir das Thema bei unseren Kund*innen sichtbar und jeder Kauf eines Produktes mit Baumwolle von Cotton made in Africa unterstützt die Initiative und ihre Ziele.
 

Aktualisiert 30.6.2026

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