Hamburg von oben: unsere liebsten Eco-Hotspots

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Neun Monate mussten wir bis zum perfekten Moment warten. Nein, keine Schwangerschaft. Aber irgendwie war es schon ein bisschen unser Baby: das größte Foto von Hamburg. Mit der modernsten Kameratechnik hat OTTO in diesem Sommer ein riesiges Panoramabild von Hamburg erstellt, um allen Hanseaten und Hamburg-Fans zu zeigen, wie vielseitig und aufregend unsere Stadt ist. Ausgangspunkt war der Turm der St. Nicolai Kirche, der einen top Rundumblick über die Hansestadt ermöglicht.

Gespickt ist das sogenannte Gigapixel mit Insidertipps aus den Bereichen Sightseeing, Gastronomie, Geheimtipps und Aktivitäten. Wer von euch hat zum Beispiel schon einmal von den Schiffwracks gehört, die am Falkensteiner Ufer liegen? Oder wusstet ihr schon, dass Kaiser Wilhelm II einen persönlichen Einstieg in die Hamburger Kanalisation hatte, weil er von deren Technik so begeistert war? Eben.

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Das Projekt „Hamburg von oben“ zeigt die Hansestadt in einer Rundum-Perspektive – in richtig hoher Auflösung. Man kann über die Dächer schauen und sich ganz nah an die verschiedensten Orte ranzoomen.

Unsere liebsten Eco-Hotspots

Die Mädels von Green Friday haben schon einmal von ihren fünf Eco-Foodie-Oasen in Berlin berichtet. Passend dazu haben wir für euch unsere liebsten Eco-Hotspots in Hamburg herausgesucht. Egal, ob Einkauf, Essen, Klamotten oder Kultur – Hauptsache nachhaltig.

Essen

Leaf: In Altona befindet sich dieses durchweg vegane Restaurant. Hier haben wir uns sogar schon einmal mit unseren re:BLOGGERN getroffen und das fantastische Essen genossen. Die verarbeiteten Lebensmittel sind größtenteils bio-zertifiziert und stammen aus dem Hamburger Umland. Trotzdem sind die Gerichte vielfältig und international.

Hoflieferant: Kennt ja jeder – irgendwie will man saisonal, regional und frisch einkaufen, aber ihr verbringt zu viel Zeit bei der Arbeit und es haut nicht so ganz hin. Dann muss doch der herkömmliche Supermarkt herhalten. Oder man entscheidet sich für den Hoflieferanten. Das ganze Jahr über bekommt ihr regionale Produkte, größtenteils von Bioland– oder Demeter-Höfen aus dem Hamburger Umland.

St. Pauli Nachtmarkt: Wer trotz langer Arbeitszeiten nicht auf das Einkaufserlebnis verzichten will, hat die Chance, jeden Mittwoch von 16 bis 23 Uhr auf dem St. Pauli Nachtmarkt einzukaufen. Der befindet sich auf dem Spielbudenplatz und hat neben Bio-Brot und frischem Gemüse auch einen angeschlossenen Biergarten und eine Live-Musik-Bühne im Programm. Bietet sich also super als After-Work-Treffpunkt an. Erst Bio-Brot, dann Bier.

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Die tanzenden Türme sind der Eingang zur Reeperbahn. In der Richtung befindet sich auch der St. Pauli Nachtmarkt.

Happenpappen: Klein, gemütlich, vegan: das alles ist das Happenpappen in Eimsbüttel. Vorbeikommen kann man zum Mittagstisch und am Wochenende auch zum Frühstück. Ab August ist das Team außerdem mit einer veganen Kochschule am Start. Mehr Infos dazu lest ihr hier.

Peacetanbul: Bock auf Döner? Na sicher! Bei Peacetanbul, auch Mr. Kebab genannt, gibt es alles auch in vegetarisch: Döner, Burger und Tapas. Ganz wichtig: Locker bleiben. Wer siezt, hat hier verloren.

Natur und Kultur

Der Alte Elbtunnel: 426,5 Meter unter der Elbe entlang. Und das zu Fuß oder mit dem Fahrrad sogar for free und rund um die Uhr. Auf der anderen Seite, der Insel Steinwerder, genießt ihr den wohl günstigsten Ausblick auf den Hamburger Hafen.

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Auf der anderen Seite der Elbe, zwischen den grünen Bäumen landet man, wenn man den Alten Elbtunnel durchquert hat.

Wohlwillpark: Der liegt mitten im trubeligen und wuseligen Schanzenviertel. Bringt eure Slackline oder euer Wikinger-Schach mit und gönnt euch eine kleine Auszeit im Grünen.

Schwanenwik: Klaro, an der Alster ist gerade bei gutem Wetter immer ziemlich viel los. Wenn euch das nicht stört, müsst ihr euch auf der Alsterwiese Schwanenwik zumindest einmal den Sonnenuntergang angeschaut haben. Unserer Meinung nach der schönste Hamburgs.

Entenwerder: Kleine Fahrradtour gefällig? Leiht euch einfach ein Hamburger Stadtrad und probiert den Elberadweg aus. Startet an den Deichtorhallen und fahrt erstmal Richtung Veddel. Kurz bevor es über den Oberhafenkanal geht, biegt ihr ab Richtung Rothenburgsort. Dort befindet sich der Elbpark Entenwerder mit riesigen Grünflächen, die definitiv nie, aber auch wirklich nie überfüllt sind. Vor Kurzem hat hier ein Café eröffnet, auf einem Ponton, und zwar das Entenwerder 1.

Park Fiction: Gesellschaftspolitisch und künstlerisch – der Park Fiction wurde geschaffen, um die Bebauung der letzten Freifläche am Hamburger Hafen zu verhindern. Sozusagen Kunst für den öffentlichen Raum, ganz in der Nähe des Fischmarkts. Den Kiez im Rücken, vor sich der Blick auf den Containerhafen und das größte Dock von Blohm & Voss. Das Markenzeichen: Die künstlichen Palmen und eine geschwungene Rasenfläche, die einen fliegenden Teppich darstellen soll.

Knust: Tauschcafés, Bistro, Konzerte, Flohmärkte und im Sommer jeden Mittwochabend Live-Musik umsonst. Das alternativ angehauchte Knust liegt direkt neben dem Millerntor-Stadion, von dem Fußball-Flair herüberweht.

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Direkt am Wasser entlang, durch industriell geprägtes Gebiet schlängelt sich der Radweg nach Entenwerder.

Klamotten

glore: Franziska von Veggie Love hat euch schon einige Eco-Fashion-Shops vorgestellt. Die Auswahl in der Hansestadt ist nicht riesig, aber absolut ausreichend. Das glore (your globally responsible fashion store) ist bundesweit vertreten und da darf Hamburg als Standort natürlich nicht fehlen. Ihr findet glore im Karolinenviertel.

Marlowe nature: Gibt es einmal im Grindelviertel und im Weltladen Ottensen. Hier findet man neben dem Klassiker Armed Angels auch Marken wie recolution und Braintree.

PICK N WEIGHT: Der Name ist Programm. Im PICK N WEIGHT werden Kleidung und Accessoires aus den vergangenen Jahrzehnten nach Kilopreisen verkauft. Mit ein wenig Glück, schnappt man sich dort schon einmal ein Vintage-Teil für fünf Euro.

Love it green: Klein aber fein in Eppendorf. Hier gibt es Fair Fashion für Kinder und Damen und dazu eine richtig nette Beratung. Nach dem Shoppen gönnt ihr euch in der Nachbarschaft Eis, welches aus frischer Hofmilch von Bauer Kruse zubereitet wurde, und zwar bei Eis Schmidt.

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Einfach mal ranzoomen und genießen: der Hamburger Hafen.

Projekte

Viva con Agua: Unsere Hansestadt hat einige sehr coole nachhaltige Projekte und Initiativen am Start. Ein Beispiel ist Viva con Agua. Diese Organisation setzt sich dafür ein, allen Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser zu ermöglichen. Ihr kennt sie auf jeden Fall: Das sind die, bei denen ihr auf Festivals und Konzerten euer Pfandgut spenden könnt.

Gartendeck: Urban Gardening nicht zu Hause, sondern mitten auf St. Pauli. Das macht das Gartendeck möglich. Ein temporärer, urbaner Garten in der Großen Freiheit. 1.100 Quadratmeter Dachfläche, 400 Quadratmeter Grünstreifen, rund 650 Bäckerkisten, ein Container, zwölf Schaufeln, zwei Schubkarren, 172 verschiedene Pflanzensorten, drei Bienenvölker, vier Komposthaufen und eine Wurmkiste. Klingt gut, oder? Einfach vorbeischauen.

Was noch?!

Sagt an, was haben wir vergessen? Habt ihr noch Tipps für uns, wie man Hamburg auf nachhaltigem Wege erleben kann? Was macht man bei schlechtem Wetter? Wo gibt es weitere Eco-Projekte? Lasst es uns wissen und die Liste ergänzen!

Moin, ich bin Marie. Waschechte Hamburgerin und nordisch by nature. Hier bei OTTO halte ich für re:BLOG Ausschau nach spannenden Themen, coolen Eco-Outfits und berichte für euch von den kleinen und großen Schritten, die in Sachen Nachhaltigkeit gemacht werden. Verantwortungsvolles Handeln bedeutet für mich, bewusste Entscheidungen im Sinne einer bunten und vielfältigen Zukunft zu treffen. Das fängt für mich auch schon im Kleinen an: Zum Einkaufen geht’s mit meinen Jutebeutel, auf dem Rad. Im Körbchen liegen dann Bio-Gemüse, recycelte Haushaltstücher und der leckere Schokoriegel mit Fairtrade-Siegel. Während meines Wirtschaftsstudiums lernte ich auch die wissenschaftliche Seite dieses Themas und die globalen Zusammenhänge näher kennen. Gerade Unternehmen wie OTTO können durch nachhaltiges Handeln viel bewegen. Und da kommen Mitarbeitende wie ich ins Spiel. So heißt es für mich: Ein bisschen Öko, viel Leidenschaft.

Letzte Kommentare (1)

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Montag, 7. September 2015, 1:11 Uhr

Super Artikel! Ich liebe es mit dem Stadtrad einmal um die Alster zu radeln! Die kleinen Cafés am Wasser waren früher übrigens mal Toilettenhäusschen – altes Stadtrundfahrtwissen 🙂