Kundenfokus statt Rabattschlachten
Kundenfokus

Kundenfokus statt Rabattschlachten

MACHALKE hat sich mit Premium-Sofas einen Namen gemacht. Und steht nicht auf Rabattschlachten im Stationärhandel, sondern darauf, die Kundenbedürfnisse zu erfüllen. Deshalb gibt’s die Traditionsmarke künftig nur noch online: und zwar auf otto.de. Hubertus Kläs verantwortet als Geschäftsführer von Neofacture Furniture die Geschicke von MACHALKE – und erklärt, wie es zu der exklusiven Partnerschaft mit OTTO kam.

14.1.2019 Von Kathrin Wittig Lesedauer: 3 Minuten
Möbel – die kauft ein Großteil der Deutschen nach wie vor ganz klassisch: nämlich offline, vor Ort im Einrichtungshaus. Online liegt der Anteil noch bei unter 10 Prozent. Tendenz: steigend. Dass Premium-Möbelmarken ausschließlich im Netz zu haben sind und nicht mehr im so genannten Stationärhandel, ist dann doch eher ungewöhnlich. MACHALKE geht jetzt genau diesen Weg: Ab sofort sind die Modelle des Premium-Sofaherstellers und Lederspezialisten ausschließlich online erhältlich. Und zwar beim größten deutschen Online-Player im Möbelmarkt: OTTO.

Möbel nur online anzubieten und das Stationärgeschäft ganz aufzugeben, ist eher ungewöhnlich. Warum haben Sie sich dazu entschlossen?

Ich bin mit ein paar Unterbrechungen seit nahezu 25 Jahren im Möbelmarkt aktiv und beobachte mit großer Sorge und noch größerem Erstaunen den kontinuierlichen Niedergang des stationären Handels … speziell in Deutschland, dem Kernmarkt für MACHALKE.

Warum?

Der stationäre Möbelhandel dreht sich vorzugsweise um sich selbst - die Bedürfnisse des Kunden spielen allem Anschein nach überhaupt keine Rolle mehr. Die inflationären Rabattschlachten bewirken das Gegenteil dessen, was beabsichtigt ist: Diese führen direkt zum Konsumverzicht. Warum soll ein Konsument heute etwas kaufen, das er mit großer Wahrscheinlichkeit morgen preiswerter erwerben kann?

Der stationäre Möbelhandel dreht sich vorzugsweise um sich selbst - die Bedürfnisse des Kunden spielen allem Anschein nach überhaupt keine Rolle mehr.

Hubertus Kläs, Geschäftsführer Neofacture Furniture

Und selbst, wenn man als Hersteller mit großer Leidenschaft neue und innovative Produkte entwickelt, wird dies nicht mehr gewürdigt. Manche der Einkäufer im stationären Handel schauen sich Neuprodukte noch nicht einmal mehr an: Man spricht auch gegenüber den Lieferanten am liebsten nur noch über Rabatte, Konditionen und Preisnachlässe. Und damit möchte ich ganz schlicht meine Zeit nicht mehr verschwenden.

Weshalb fiel die Wahl auf OTTO als Partner?

Ich schätze die „hanseatische Art“ des Geschäftemachens mit OTTO sehr: die Unaufgeregtheit, Gelassenheit und Langfristigkeit jeglichen Handelns imponiert mir.

Hinzu kommt, dass OTTO aus meiner Perspektive im Bereich des Online-Möbelhandels das leistungsfähigste und innovativste Unternehmen ist. Und zu guter Letzt traue ich OTTO am ehesten zu, das Premium-Segment für den Online-Handel neu zu definieren.

OTTO auf der weltgrößten Möbelmesse

Als erfolgreichster Online-Möbelhändler in Deutschland präsentiert sich OTTO in diesem Jahr erneut auf der internationalen Möbel- und Einrichtungsmesse imm cologne (14. bis 20. Januar). Im Fokus stehen modernste Technologien wie Computer Generated Imagery – und der Besuch von Möbel- und Fashion-Designer Guido Maria Kretschmer. Der 215 Quadratmeter große Messestand befindet sich direkt vor Halle 7. Die Publikumstage beginnen ab Freitag (18. Januar). Für Fragen ist Anne Remy die richtige Ansprechpartnerin.

Wie passen MACHALKE und OTTO zusammen?

Beide Marken stehen für die optimale Verbindung aus Tradition und Innovation: Die Wünsche des Kunden stehen im Vordergrund. Und die strategischen Ziele der beiden Marken ergänzen sich: OTTO reklamiert das immer stärker werdende Premium-Segment im Onlinehandel für sich und MACHALKE findet in OTTO den idealen Partner, der binnen kürzester Frist sicherstellen kann, dass die treuen Fans „ihre“ Marke MACHALKE wiederfinden können.

Sie sagten bereits im Rahmen der imm2018 „Nach einem kompletten Neustart ist MACHALKE wieder da” – wie hat sich die Marke im vergangenen Jahr weiterentwickelt?

Wir haben in 2018 erhebliche Anstrengungen im Bereich der Produktentwicklungen unternommen: Die Produktentwicklung findet seit 2017 in unserem Entwicklungszentrum in Wolfsburg statt, in dem über Jahrzehnte technisch innovative Produkte für die Automobilindustrie entwickelt wurden. Und zugleich wurden dort sehr erfahrene Mitarbeiter von führenden deutschen Polstermöbelherstellern eingestellt, die heute diese Produktentwicklung leiten.

Wir haben insgesamt neun neue Produktfamilien entwickelt, die von sämtlichen Fachleuten als „typisch MACHALKE“ eingeschätzt werden.

Machalke (c) Modell "Madison"

Wie definiert sich „typisch MACHALKE“?

Das heißt: MACHALKE beansprucht weiterhin den Titel des „Weltmeisters des Kubismus‘“ für sich.

Werfen wir einen Blick nach vorn: Was erhoffen Sie sich von der Kooperation für dieses Jahr? Und darüber hinaus?

In Phase 1 werden wir dafür Sorge tragen, dass sämtliche MACHALKE-Produktlinien auf otto.de live gehen. In Phase 2 planen wir gemeinsam mit OTTO einen Markenauftritt, der in puncto technischer Innovation neue Standards setzen wird. Und Sie können sicher sein, dass die bereits konzipierten Phasen 3 und 4 nicht minder spannend werden.

Kontakt

Kathrin Wittig
Communications Manager

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