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70YEAH: Schon wieder eine Kampagne zum Geburtstag?
Kundenfokus

70YEAH: Schon wieder eine Kampagne zum Geburtstag?

Heimat Berlin über Geburtstagskampagnen, Haltung und Zitrön

30.7.2019 Von Annika Remberg Lesedauer: 2 Minuten
Luftschlangen, Ballons und Konfetti: Einmal im Jahr holen Unternehmen ihre Partytröten heraus und schenken Kund*innen dicke Rabatte zum eigenen Firmengeburtstag. Wie die Jubiläen immer wieder neu verpackt werden, was das jährliche Ereignis trotzdem besonders macht und warum auch die Kampagne zum 70. Geburtstag noch Spaß bringt, erzählt Tim Holtkötter, Management Supervisor und Beratungschef bei Heimat für OTTO

Jetzt mal Butter bei die Fische - Jubiläumskampagnen sind doch irgendwie wie Autohauseröffnungen, oder? Wie sexy ist so ein Anlass für Euch als Kreativagentur?

TIM HOLTKÖTTER: Bei einem Jubiläum erwarten ja erst einmal alle: da gibt es ‘was zu holen. Das ist eine Chance für die Kommunikation, denn es sind doch gerade solche Anlässe, bei denen eine Marke ihren wahren Charakter und ihr wahres Gesicht zeigen kann. Darin liegt auch die Spannung für die Kreation. OTTO gehört zur digitalen Speerspitze in Deutschland und das reflektiert auch die Jubiläumskampagne 70 YEAH: Die Marke OTTO ist mit 70 Jahren moderner und progressiver denn je.

Tim Holtkötter Jubiläen bieten einer Marke die Chance, ihren wahren Charakter zu zeigen.

Tim Holtkötter, Management Supervisor und OTTO-Beratungschef bei Heimat

Bei Jubiläumskampagnen wird oft die Nostalgiekeule geschwungen und Rabatte werden über die Ladentheke gejubelt. Warum steckt im Geburtstag einer Marke aus deiner Sicht aber mehr Potential?

Die Art und Weise wie man Geburtstag feiert, ob als Mensch oder Marke, ist immer auch ein Statement und bringt eine Haltung zum Ausdruck. Im Fall von 70YEAH: OTTO feiert nicht sich selbst, sondern die Vielfalt dessen, was seine Kund*innen feiern. Selbstreferenziell in der eigenen Vergangenheit zu schwelgen, bringt eine Marke nicht weiter, macht sie nicht relevanter. Und das passt – bei allem Stolz auf die eigene Historie – auch nicht zur Vorwärtsgewandtheit von OTTO.

Erst vergangene Woche haben wir Deutschen ein Geschenk von Citroën bekommen: Mit der Umbenennung in "Zitrön" sollen wir die Marke endlich aussprechen können. Ein ganz anderer Ansatz als unsere 70YEAH-Kampagne. Warum seid ihr mit unserer Marke einen anderen Weg gegangen?

Die „Zitrön“-Aktion ist eine schlaue und lustige PR-Einzelspitze. Sie bringt der Marke Awareness und sicher auch Sympathien, da sie sehr nah am Menschen ist. Die OTTO-Jubiläumskampagne ist ganz anders angelegt: als integrierte, fünfmonatige Kampagne, die wir auf ganz unterschiedlichen, vorwiegend digitalen Kanälen ausspielen. 70YEAH zahlt damit sowohl auf die Brand, als auch auf die Performance ein. Die Gemeinsamkeit zur Citroën-Aktion: auch die OTTO Kampagne ist sehr nah am Menschen – aber auf eine andere Art.

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Annika Remberg
Volontärin

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