Dein Lap­top oder Desk­top-PC braucht eine gefühl­te Ewig­keit zum Hoch­fah­ren? Um genau die­ses Pro­blem zu lösen, hat Micro­soft eine ent­spre­chen­de Funk­ti­on in sein Betriebs­sys­tem Win­dows 10 ein­ge­baut. Ob der Schnell­start auf dei­nem Com­pu­ter bereits akti­viert ist und wie du ihn bei Bedarf manu­ell akti­vie­ren oder deak­ti­vie­ren kannst, erfährst du in die­sem UPDATED-Rat­ge­ber.

Wie kann ich den Win­dows-10-Schnell­start akti­vie­ren oder deak­ti­vie­ren?

Hin­weis: Die­se Schritt-für-Schritt-Anlei­tung bezieht sich auf die Ver­si­on 1809 von Win­dows 10. Wel­che Ver­si­on du nutzt, kannst du im Start­me­nü unter Ein­stel­lun­gen > Sys­tem > Info > Ver­si­on her­aus­fin­den.

Wie funk­tio­niert die Schnell­start-Funk­ti­on unter Win­dows 10?

Durch die Schnell­start-Funk­ti­on beim Her­un­ter­fah­ren des Betriebs­sys­tems wer­den wich­ti­ge Daten vor dem Aus­schal­ten des PCs gespei­chert, damit sie beim nächs­ten Sys­tem­start schnell wie­der abge­ru­fen wer­den kön­nen. Das Her­un­ter­fah­ren nimmt eben­falls weni­ger Zeit in Anspruch.

Genau genom­men wird Win­dows nur teil­wei­se her­un­ter­ge­fah­ren, wenn der Schnell­start-Modus akti­viert ist. Ein Teil des Sys­tems wird ledig­lich in eine Art Ruhe­mo­dus ver­setzt. Des­halb wird der Schnell­start auch als Hybrid-Modus bezeich­net.

Wann lohnt es sich, die Schnell­start-Funk­ti­on zu deak­ti­vie­ren?

Im Ide­al­fall star­tet der PC so schnell wie mög­lich. Den­noch gibt es Situa­tio­nen, in denen es sinn­voll sein kann, die Schnell­start-Funk­ti­on von Win­dows 10 zu deak­ti­vie­ren:

  • Mehr als ein instal­lier­tes Betriebs­sys­tem: Wenn du zwei Betriebs­sys­te­me auf dei­nem PC instal­liert hast, kann es zu ver­schie­de­nen Pro­ble­men im Zusam­men­hang mit der Nut­zung der Schnell­start-Funk­ti­on kom­men. Es kann bei­spiels­wei­se pas­sie­ren, dass dein PC lang­sa­mer statt schnel­ler star­tet.
    Auch schwer­wie­gen­de Stö­run­gen wie das Ein­frie­ren des PCs kön­nen auf­tre­ten. Für den erwähn­ten Fall soll­test du die Deak­ti­vie­rung des Win­dows-10-Schnell­starts zumin­dest in Betracht zie­hen.
  • Ver­wen­dung einer SSD: Wenn du Win­dows auf einer SSD (Solid-Sta­te-Disk oder Solid-Sta­te-Dri­ve) instal­liert hast, soll­te dein Lap­top oder Desk­top-PC aus­rei­chend schnell hoch­fah­ren. Den Zeit­ge­winn durch den Schnell­start-Modus von Win­dows 10 kannst du in die­sem Fall ver­nach­läs­si­gen.
    Hin­zu kommt, dass du dei­ne SSD scho­nen kannst und womög­lich deren Lebens­dau­er ver­län­gern, indem du den Schnell­start deak­ti­vierst. Der Grund hier­für liegt in den spe­zi­el­len Eigen­schaf­ten von SSDs. SSDs sind zwar inzwi­schen sehr robust, den­noch hin­ter­las­sen die zahl­lo­sen Schreib­vor­gän­ge mit der Zeit ihre Spu­ren – die SSD ver­schleißt gewis­ser­ma­ßen. Der Schnell­start sorgt bei jedem Her­un­ter­fah­ren für wei­te­re Abnut­zung, indem er Infor­ma­tio­nen, die sich im Arbeits­spei­cher befin­den, auf die Fest­plat­te bezie­hungs­wei­se in die­sem Fall auf die SSD schreibt.
  • Spei­cher­platz-Man­gel: Der Schnell­start-Modus benö­tigt mit­un­ter rela­tiv viel Spei­cher­platz. Eine Deak­ti­vie­rung der Funk­ti­on kann ins­be­son­de­re dann nütz­lich sein, wenn es auf der Fest­plat­te eng wird.

Win­dows 10 schnel­ler machen: 3 Tipps

Neben der Akti­vie­rung des Schnell­starts gibt es noch ein paar Tricks, mit denen du dei­nen Lap­top oder Desk­top-PC beim Hoch- und Run­ter­fah­ren sowie bei allen ande­ren Pro­zes­sen schnel­ler machen kannst. Drei davon stellt dir UPDATET vor.

1. Cache lee­ren: Um Spei­cher­platz frei­zu­ge­ben und den PC schnel­ler zu machen, lohnt es sich, den Cache regel­mä­ßig zu lee­ren. In die­sem wer­den Datei­en zwi­schen­ge­spei­chert, die du aber oft­mals nicht mehr benö­tigst. Gehe zum Lee­ren des Cache wie folgt vor:

  • Gib in die Such­leis­te Daten­trä­ger­be­rei­ni­gung ein und kli­cke die­se an.
  • Wäh­le das Lauf­werk aus, das berei­nigt wer­den soll. Wich­tig: Es soll die Opti­on C aus­ge­wählt sein. Drü­cke dann auf ok.
  • Kli­cke nun in der Lis­te auf Tem­po­rä­re Datei­en und Minia­tur­an­sich­ten und bestä­ti­ge den Lösch­vor­gang mit ok.

2. Unge­nutz­te Apps löschen: Auch unge­nutz­te Pro­gram­me kön­nen dei­nen PC ver­lang­sa­men und soll­ten regel­mä­ßig gelöscht wer­den. So geht’s:

  • Gehe auf das Star­ter­me­nü und kli­cke auf Ein­stel­lun­gen.
  • Wenn du Apps aus­wählst, wer­den die instal­lier­ten Pro­gram­me in einer Über­sicht ange­zeigt. Schaue dir die Lis­te an und lösche unge­nutz­te Apps, indem du die­se anklickst und dann auf deak­ti­vie­ren klickst.

3. Visu­el­le Effek­te abschal­ten: Wenn der PC lang­sa­mer wird, kannst du ihn auch durch das Abschal­ten der visu­el­len Effek­te flot­ter machen. Und zwar so:

  • Gib in der Such­leis­te “Erwei­te­re Sys­tem­ein­stel­lun­gen” ein und kli­cke die­se an.
  • Kli­cke im Feld Visu­el­le Effek­te,  Pro­zes­sor­zeit­pla­nung und Spei­cher­nut­zung und vir­tu­el­ler Spei­cher auf Ein­stel­lun­gen.
  • Wäh­le im Rei­ter Visu­el­le Effek­te den Punkt für opti­ma­le Leis­tung anpas­sen aus und drü­cke dann auf ok.

Schnell­start Win­dows 10 akti­vie­ren oder deak­ti­vie­ren: Vor- und Nach­tei­le

Der Schnell­start-Modus ermög­licht es, sowohl den Sys­tem­start als auch das Her­un­ter­fah­ren dei­nes Betriebs­sys­tems deut­lich zu beschleu­ni­gen. Win­dows 10 wird hier­zu in eine Art Hybrid-Modus ver­setzt. Den­noch ist der Schnell­start nicht unein­ge­schränkt emp­feh­lens­wert. Beim Betrieb von SSDs etwa, die den Sys­tem­start ohne­hin beschleu­ni­gen, kön­nen die Nach­tei­le bezie­hungs­wei­se Risi­ken schnell über­wie­gen. Du kannst die Funk­ti­on aber jeder­zeit über die Ener­gie­op­tio­nen von Win­dows 10 deak­ti­vie­ren oder akti­vie­ren.

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