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Win­dows 10 Creators Update – Ver­füg­bar­keit, Down­load, Neuerungen

Das umfangreiche Creators Update für Windows 10 rückt die Themen 3D, Mixed-Reality und Gaming in den Fokus.

Sie hören immer wie­der vom soge­nann­ten Creators Update und fra­gen sich, womit Sie es da eigent­lich zu tun haben? Das Creators Update von Micro­soft ist das drit­te gro­ße Aktua­li­sie­rungs­pa­ket für Win­dows 10. Ganz gleich, ob Sie ein Win­dows-Tablet – das soge­nann­te Sur­face –, einen Lap­top oder einen klas­si­schen Rech­ner benut­zen, das Update bringt vie­le klei­ne­re Ver­bes­se­run­gen und eini­ge grö­ße­re Neue­run­gen für Win­dows 10 mit. Wel­che das im Ein­zel­nen sind und was das für Sie bedeu­tet, erfah­ren Sie in die­sem UPDATED-Ratgeber.

Was ist das Creators Update?

Das Creators Update (auch “Red­stone 2” genannt) ist die drit­te gro­ße Aktua­li­sie­rung von Win­dows 10 und für Nut­zer des Betriebs­sys­tems kos­ten­los. Dem Creators Update vor­aus­ge­gan­gen sind das soge­nann­te “Novem­ber Update” von Ende 2015 und das “Anni­ver­s­a­ry Update” Mit­te 2016. Im Grun­de han­delt es sich dabei jeweils um eine Zusam­men­fas­sung klei­ne­rer Aus­bes­se­run­gen und neu­er Funk­tio­nen zu einem gro­ßen Paket. Micro­soft hat Anfang April 2017 damit begon­nen, das Creators Update suk­zes­si­ve an Sys­te­me mit Win­dows 10 aus­zu­lie­fern, die dar­auf­hin mit der Win­dows-Ver­si­on 1703 lau­fen – daher auch der alter­na­ti­ve Name “Build 1703”.

Her­un­ter­la­den und instal­lie­ren: So kom­men Sie an Build 1703

Wich­tig: Bevor Sie die fol­gen­den Schrit­te durch­füh­ren, um Ihr Win­dows 10 mit dem Creators Update aus­zu­stat­ten, soll­ten Sie in Betracht zie­hen, ein Sys­tem-Back­up zu erstel­len. Eine sol­che Siche­rung erlaubt es Ihnen spä­ter, Ihr Sys­tem auf den Zeit­punkt des Back­ups zurück­zu­set­zen, falls das Creators Update Schwie­rig­kei­ten berei­ten soll­te. Zu Pro­ble­men im Rah­men der Aktua­li­sie­rung kann es bei­spiels­wei­se durch die Nut­zung eines Anti­vi­ren­pro­gramms von einem Dritt­an­bie­ter kommen.

Wie Sie ein Sys­tem-Back­up erstel­len, erfah­ren Sie im Ratgeber
Fest­plat­ten-Back­up: War­um und wie Sie Ihre Daten sichern soll­ten.

Haben Sie ein Back­up erstellt, soll­ten Sie zunächst über­prü­fen, ob Ihre Win­dows-10-Ver­si­on das Creators Update even­tu­ell bereits beinhal­tet. Das kön­nen Sie fol­gen­der­ma­ßen herausfinden:

  1. Öff­nen Sie die Ein­stel­lun­gen von Win­dows 10. Die­se errei­chen Sie, indem Sie das Start­me­nü öff­nen und anschlie­ßend in der Navi­ga­ti­ons­leis­te ganz links auf das Zahn­räd­chen über dem Ein/Aus-Sym­bol klicken.
  2. Kli­cken Sie auf Sys­tem.
  3. Scrol­len Sie im lin­ken Bereich des Fens­ters nach unten und kli­cken Sie dort auf Info.
  1. Bei Ver­si­on kön­nen Sie nun die genaue Ver­si­ons­num­mer Ihres Betriebs­sys­tems able­sen. Steht dort die Num­mer 1607, nut­zen Sie noch das soge­nann­te Anni­ver­s­a­ry Update. Dabei han­delt es sich um das vor­an­ge­gan­ge­ne gro­ße Update für Win­dows 10. Das Creators Update hin­ge­gen besitzt die Ver­si­ons­num­mer 1703.

Wur­de das Update noch nicht auf Ihrem Sys­tem instal­liert, kön­nen Sie ver­su­chen, es manu­ell anzu­sto­ßen. Dazu soll­ten Sie zunächst in jedem Fall alle ver­füg­ba­ren vor­be­rei­ten­den Updates durchführen:

  1. Rufen Sie die Ein­stel­lun­gen von Win­dows 10 auf.
  2. Kli­cken Sie nun zunächst auf Update & Sicher­heit und anschlie­ßend auf Nach Updates suchen auf der rech­ten Sei­te des Fens­ters. Ver­füg­ba­re Aktua­li­sie­run­gen wer­den dar­auf­hin her­un­ter­ge­la­den und installiert.

Wenn Ihnen dar­auf­hin ange­zeigt wird, dass sich Ihr Sys­tem auf dem neu­es­ten Stand befin­det, unter Ein­stel­lun­gen > Sys­tem > Info > Ver­si­on aber wei­ter­hin die Ver­si­ons­num­mer 1607 (statt 1703) erscheint, kön­nen Sie Fol­gen­des tun:

  1. Rufen Sie die­se Sei­te von Micro­soft auf.
  2. Kli­cken Sie auf Jetzt aktua­li­sie­ren und fol­gen Sie den Anwei­sun­gen des Installationsassistenten.

Hin­weis: Der But­ton erscheint nur, wenn Sie Win­dows 10 bereits instal­liert haben. Soll­ten Sie eine älte­re Ver­si­on ver­wen­den, dann füh­ren Sie zunächst ein Update auf Win­dows 10 durch.

Game Mode, Paint 3D, Win­dows The­mes und Co.: Die wich­tigs­ten Neuerungen

Zu den bedeu­tends­ten Neue­run­gen des Creators Updates zählen:

Paint 3D: Micro­soft rückt das The­ma 3D nun deut­lich mehr in den Vor­der­grund. Das beweist vor allem Paint 3D. Genau genom­men han­delt es sich dabei um eine Erwei­te­rung der bereits in Win­dows 10 ver­füg­ba­ren Paint-App. Wie der Name schon ver­mu­ten lässt, kön­nen Sie mit Paint 3D nun auch drei­di­men­sio­na­le Bil­der erstellen.

3D Creator App: Mit­hil­fe der 3D Creator App kön­nen Sie mit der Kame­ra Ihres Smart­pho­nes drei­di­men­sio­na­le Bil­der erstel­len und in 3D-Objek­te ver­wan­deln. Die­se Model­le las­sen sich anschlie­ßend mit Paint 3D direkt wei­ter bearbeiten.

Mit Remix 3D hat Micro­soft übri­gens auch gleich eine eige­ne Com­mu­ni­ty ins Leben geru­fen, in der Sie sich mit ande­ren Nut­zern über 3D-Model­le aus­tau­schen können.

Mixed-Rea­li­ty: Micro­soft gibt Ihnen die Mög­lich­keit, die Gren­zen zwi­schen der vir­tu­el­len und der phy­si­schen Rea­li­tät auf­zu­wei­chen. In Ver­bin­dung mit einem ent­spre­chen­den Head­set kön­nen Sie bei­spiels­wei­se meh­re­re vir­tu­el­le Bild­schir­me für ver­schie­de­ne Anwen­dun­gen gleich­zei­tig in Ihrer Umge­bung ein­blen­den (zum Bei­spiel an den Wän­den des Wohn­zim­mers), etwa einen gestream­ten Film auf dem einen und ein Xbox-Spiel auf dem ande­ren Bild­schirm. Das vol­le Poten­zi­al lässt sich dabei mit der eigens von Micro­soft ent­wi­ckel­ten soge­nann­ten Holo­Lens aus­schöp­fen. Wei­te­re kom­pa­ti­ble VR-Head­sets von Dritt­an­bie­tern sol­len nach und nach folgen.

Spei­cher­op­ti­mie­rung: Mit dem Creators Update hält eine Funk­ti­on Ein­zug, mit der Sie kom­for­ta­bel nicht mehr benö­tig­te tem­po­rä­re Datei­en los­wer­den. Die­ser Daten­müll kann Ihren PC somit nicht län­ger aus­brem­sen. Das Menü zur Spei­cher­op­ti­mie­rung errei­chen Sie über Ein­stel­lun­gen > Sys­tem > Spei­cher.

Nacht­mo­dus: Blau­es Licht, das von Bild­schir­men aus­ge­strahlt wird, kann sich nega­tiv auf den Hor­mon­zy­klus und Ihren Schlaf aus­wir­ken. Mit der Funk­ti­on Nacht­mo­dus redu­zie­ren Sie die Aus­strah­lung von kal­tem blau­em Licht. Statt­des­sen wird wär­me­res Licht abge­ge­ben. Den Nacht­mo­dus kön­nen Sie unter Ein­stel­lun­gen > Sys­tem > Bild­schirm > Ein­stel­lun­gen für den Nacht­mo­dus konfigurieren.

Win­dows-The­mes: Infol­ge des Creators Updates kön­nen Sie zahl­rei­che Win­dows-Designs direkt über den Win­dows Store her­un­ter­la­den und instal­lie­ren. Den ent­spre­chen­den Link fin­den Sie in Ein­stel­lun­gen > Per­so­na­li­sie­rung > Designs. Im Designs-Menü pas­sen Sie dann mit­hil­fe der bereits instal­lier­ten Designs die opti­sche Erschei­nung von Win­dows Ihren eige­nen Vor­stel­lun­gen an. Haupt­be­stand­teil der Win­dows-The­mes sind kunst­voll insze­nier­te Hin­ter­grund­bil­der. Wenn Ihnen die mit­ge­lie­fer­ten Desk­top-Hin­ter­grün­de nicht zusa­gen, kön­nen Sie aber auch wei­ter­hin manu­ell Hin­ter­grund­bil­der her­un­ter­la­den und ein­rich­ten.

Neu­es Sicher­heits­cen­ter: Das Win­dows Defen­der Secu­ri­ty Cen­ter wird zur neu­en Sicher­heits­zen­tra­le von Win­dows 10, in der alle wich­ti­gen Werk­zeu­ge für die Sicher­heit zusam­men­ge­fasst sind (Viren­ab­wehr, Fire­wall, Fami­li­en­op­tio­nen etc.). Sogar Sicher­heits­lö­sun­gen von Dritt­an­bie­tern wer­den hier mit ein­ge­bun­den, sodass Sie alles auf einen Blick ein­se­hen kön­nen. Das neue Sicher­heits­cen­ter von Win­dows 10 rufen Sie über Ein­stel­lun­gen > Update und Sicher­heit > Win­dows Defen­der auf.

Wei­te­re Neue­run­gen: Zu den sons­ti­gen Ände­run­gen im Zuge der Aktua­li­sie­rung zäh­len die Anpas­sung des Start­me­nüs, ein über­ar­bei­te­ter Edge Brow­ser, eine ver­bes­ser­te Bar­rie­re­frei­heit sowie die Mög­lich­keit, Updates für bis zu 35 Tage aus­zu­set­zen (ab Win­dows 10 Pro). Die Aus­wir­kun­gen unzäh­li­ger klei­ne­rer Anpas­sun­gen und Feh­ler­be­he­bun­gen dürf­ten im All­tag hin­ge­gen kaum spür­bar sein.

War­um wer­den gro­ße Updates nicht an alle Nut­zer gleich­zei­tig ausgespielt?

Micro­soft stellt umfang­rei­che Aktua­li­sie­run­gen wie das Creators Update bewusst nicht direkt für jedes Sys­tem mit Win­dows 10 zur Ver­fü­gung. Das hat ver­schie­de­ne Grün­de: Zum einen kön­nen Sie es als eine Art beson­de­re Sicher­heits­vor­keh­rung ver­ste­hen. Soll­ten noch unent­deck­te Feh­ler auf­tre­ten, sind so nicht direkt alle Nut­zer des Betriebs­sys­tems betrof­fen.

Zum ande­ren redu­ziert Micro­soft durch ein all­mäh­li­ches Ver­tei­len des Update-Pakets die Gefahr einer Über­las­tung der Download-Server.

Pro­ble­me mit fer­ti­gen Updates sind übri­gens kei­ne Sel­ten­heit. Immer wie­der zeig­te sich in der Ver­gan­gen­heit, dass sich mit­un­ter zahl­rei­che Feh­ler in bereits ver­öf­fent­lich­ten Ver­sio­nen ver­ste­cken kön­nen. Den­noch brau­chen Sie sich kei­ne all­zu gro­ßen Sor­gen zu machen, immer­hin hat Micro­soft das gro­ße Update-Paket im Rah­men des soge­nann­ten Win­dows-Insi­der-Pro­gramms bereits aus­gie­big getestet. 

Game Mode nut­zen: Was bringt der Spielemodus?

Wenn Sie Ihren PC zum Spie­len nut­zen, soll­ten Sie Ein­stel­lun­gen > Spie­len > Spiel­mo­dus auf­ru­fen und unter Spiel­mo­dus ver­wen­den den Game Mode aktivieren.

Der Game Mode dient in ers­ter Linie dem Ziel, für Spie­le die best­mög­li­che Leis­tung bereit­zu­stel­len. Um das zu errei­chen, wird ein Groß­teil der Rechen­leis­tung für das jeweils akti­ve Spiel reser­viert. Außer­dem wer­den Pro­zes­se, die nor­ma­ler­wei­se im Hin­ter­grund lau­fen und plötz­lich Rechen­leis­tung bean­spru­chen könn­ten, beschränkt. Auf die­se Wei­se soll aus­ge­schlos­sen wer­den, dass es zu zwi­schen­zeit­li­chen Frame­ra­te-Ein­brü­chen kommt – bei­spiels­wei­se durch Updates oder Viren­scans im Hintergrund.

Der Game Mode beein­flusst aber nicht aus­schließ­lich die Per­for­mance Ihres Sys­tems beim Spie­len, er bringt auch wei­te­re nütz­li­che Funk­tio­nen mit. Prak­ti­scher Bestand­teil des Game Mode ist unter ande­rem die inte­grier­te Hin­ter­grund­auf­zeich­nung. Je nach Ein­stel­lung wer­den die letz­ten 30 Sekun­den bis 10 Minu­ten der aktu­el­len Gaming-Ses­si­on auf­ge­zeich­net. Pas­siert Ihnen dann im Spiel etwas beson­ders Span­nen­des oder Unge­wöhn­li­ches, kön­nen Sie die ent­spre­chen­de Sequenz per Tas­ten­druck spei­chern und spä­ter erneut anschau­en und bear­bei­ten. Die Auf­nah­me­funk­ti­on kon­fi­gu­rie­ren Sie über die soge­nann­te Spiel­leis­te. Die Spiel­leis­te rufen Sie auf, indem Sie wäh­rend des Spiels die Kom­bi­na­ti­on aus Win­dows-Tas­te und G auf Ihrer Tas­ta­tur drücken.

Beam ist im Zusam­men­hang mit dem Game Mode eben­falls erwäh­nens­wert. Per Beam kön­nen Sie nahe­zu in Echt­zeit Spie­le strea­men und so ande­re an Ihrem Gaming-Erleb­nis teil­ha­ben las­sen. Die Instal­la­ti­on oder der Start zusätz­li­cher Soft­ware ist dafür dank Beam nicht erfor­der­lich. Die Funk­ti­on ist direkt in den Game Mode inte­griert und lässt sich über das ent­spre­chen­de Sym­bol in der Spiel­leis­te (Win­dows-Tas­te + G) auf­ru­fen. Ähn­lich wie beim Strea­ming-Dienst Twitch kön­nen Zuschau­er dank Beam mit dem Spie­ler kom­mu­ni­zie­ren und interagieren.

Win­dows 10: Dank Creators Update fit für die Zukunft

Win­dows 10 bleibt auch nach dem Creators Update zu gro­ßen Tei­len wei­ter das gewohn­te Betriebs­sys­tem. Den­noch macht Micro­soft Win­dows 10 mit dem Update und The­men wie 3D und Mixed-Rea­li­ty fit für die Zukunft. Ins­be­son­de­re lei­den­schaft­li­che Gamer, aber auch Gele­gen­heits­spie­ler wer­den den spe­zi­el­len Gaming-Modus zu schät­zen wis­sen, der mit dem Creators Update in Win­dows 10 Ein­zug hält.

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