Ihre Fami­lie und Sie sind sehr kom­mu­ni­ka­tiv. Jeden Tag ist Ihr schnur­lo­ses DECT-Tele­fon über das Fest­netz mehr­mals in Betrieb. Sie wun­dern sich aber, dass Sie in man­chen Räu­men schlech­ten Emp­fang haben, der sich etwa durch Rau­schen, abge­hak­te Gesprä­che und Aus­set­zer bemerk­bar macht. Die Ursa­che liegt in den meis­ten Fäl­len an einem schlech­ten Funk­si­gnal zwi­schen Basis­sta­ti­on und Mobil­teil. UPDATED gibt Tipps zur Kon­fi­gu­ra­ti­on Ihres DECT-Schnur­los­te­le­fons und zeigt, wie Sie einen DECT-Repea­ter als Reich­wei­ten­ver­stär­ker für das Funk­si­gnal ein­bin­den.

Mehr Reich­wei­te durch Ver­än­dern der DECT-Ein­stel­lun­gen

Eine mög­li­che Ursa­che für Ver­bin­dungs­schwie­rig­kei­ten beim Tele­fo­nie­ren kann die Reich­wei­ten­ein­stel­lung Ihres schnur­lo­sen Tele­fons sein. Im Aus­lie­fe­rungs­zu­stand sind Basis­sta­ti­on und Mobil­teil von schnur­lo­sen DECT-Tele­fo­nen in der Regel auf die maxi­ma­le Reich­wei­te und somit auf eine best­mög­li­che Ver­bin­dung vor­ein­ge­stellt.

Unter­stützt Ihr Modell laut Hand­buch die Funk­ti­on ECO DECT, ist es mög­lich, die DECT-Strah­lung in den Gerä­te­ein­stel­lun­gen zu redu­zie­ren – das geht dann aller­dings zu Las­ten der Reich­wei­te. Tele­fo­nie­ren Sie mit einem so ein­ge­stell­ten Mobil­teil in einem ande­ren Stock­werk oder in einem von der Basis­sta­ti­on wei­ter ent­fern­ten Raum, sinkt die Ver­bin­dungs­qua­li­tät und es kann zu Über­tra­gungs­stö­run­gen kom­men.

Über­prü­fen Sie bei Rau­schen oder Gesprächs­aus­set­zern daher die Ein­stel­lun­gen wie im Hand­buch Ihrer DECT-Basis­sta­ti­on beschrie­ben. Das geht bei den popu­lä­ren Giga­set-Tele­fo­nen in den Ein­stel­lun­gen im Menü­punkt „ECO DECT“. Hier soll­te die Opti­on „Max. Reich­wei­te“ akti­viert sein.

Nut­zen Sie Ihre Fritz­box als DECT-Basis kön­nen Sie wie folgt die Ein­stel­lun­gen ändern:

  1. Rufen Sie die Ein­stel­lungs­ober­flä­che in Ihrem Web­brow­ser am PC, Note­book, Smart­pho­ne oder Tablet durch Ein­ga­be von fritz.box oder der IP-Adres­se 192.168.178.1 in die Adress­zei­le auf. Sie sehen dann das Ein­stel­lungs­me­nü der Fritz­box.
  2. Gehen Sie zu DECT und dann zu Basis­sta­ti­on.
  3. Hier scrol­len Sie zum Abschnitt Funk­leis­tung und prü­fen, ob vor DECT-Funk­leis­tung ver­rin­gern ein Haken gesetzt ist – falls ja, ent­fer­nen Sie ihn.
  4. Spei­chern Sie die Ände­run­gen mit einem Klick auf Über­neh­men. Nun funkt die Fritz­box wie­der mit vol­ler DECT-Signal­stär­ke für die höchst­mög­li­che Reich­wei­te.

Den bes­ten Auf­stell­ort für die Basis­sta­ti­on fin­den

Wie in einem draht­lo­sen WLAN-Funk­netz­werk beein­flus­sen die räum­li­chen Gege­ben­hei­ten auch bei DECT-Tele­fo­nen die Funk­leis­tung und damit die Reich­wei­te. Dicke Wän­de, Decken aus Beton und gro­ße Glas­flä­chen ver­rin­gern die Signal­stär­ke. Daher ist es wenig emp­feh­lens­wert, die Basis­sta­ti­on Ihres DECT-Schnur­los­te­le­fons oder die Fritz­box etwa in den Kel­ler zu stel­len, um Tele­fon-Mobil­tei­le dann über meh­re­re Stock­wer­ke hin­weg zu nut­zen. Am DECT-Tele­fon selbst erken­nen Sie meist links oben auf dem Dis­play die Signal­stär­ke in Bal­ken­form – mehr Bal­ken ste­hen für einen bes­se­ren Emp­fang. Kon­trol­lie­ren Sie alle Mobil­tei­le auf die Signal­stär­ke. Bei den am wei­tes­ten ent­fern­ten Mobil­tei­len dürf­te die Signal­qua­li­tät und damit der Emp­fang ent­spre­chend schlecht(er) sein.

Idea­ler­wei­se stel­len Sie die DECT-Basis­sta­ti­on zen­tral in der Mit­te der Woh­nung oder im Haus auf, sofern sich das tech­nisch rea­li­sie­ren lässt und der Tele­fon­an­schluss für die Basis­sta­ti­on bezie­hungs­wei­se den Inter­net-Rou­ter am gewünsch­ten Auf­stell­ort ver­füg­bar ist. Manch­mal hilft schon ein län­ge­res Kabel zwi­schen dem Tele­fon­an­schluss und der Basis­sta­ti­on, einen bes­se­ren Auf­stell­ort zu fin­den.

Alte Fritz­box als DECT-Repea­ter nut­zen

Wer noch eine älte­re unge­nutz­te Fritz­box – etwa die Model­le 7270 v3, 7390 oder 7240 — besitzt, kann sich die Anschaf­fung eines DECT-Repeaters spa­ren. Die genann­ten Fritz­bo­xen kön­nen eben­falls als DECT-Repea­ter fun­gie­ren. Die DECT-Tele­fo­ne mel­den sich dann stets an der Fritz­box an, die eine bes­se­re Signal­stär­ke hat. Zur Ver­bin­dung der bei­den Fritz­bo­xen im Repea­ter-Betrieb gehen Sie wie folgt vor:

  1. Kli­cken Sie in der Benut­zer­ober­flä­che der Basis-Fritz­box auf DECT und schal­ten unter Basis­sta­ti­on die Opti­on DECT Funk­leis­tung ver­rin­gern aus.
  2. Deak­ti­vie­ren Sie im Abschnitt Funk­leis­tung die Opti­on DECT Eco.
  3. Im Abschnitt Anmel­dung ist eine vier­stel­li­ge PIN fest­ge­legt. Mer­ken Sie sich die­se.
  4. In der Fritz­box, die als Repea­ter zum Ein­satz kom­men soll, akti­vie­ren Sie den DECT-Repea­ter-Modus. In der Ober­flä­che gehen Sie zu DECT, Repea­ter.
  5. Akti­vie­ren Sie die Opti­on DECT-Repea­ter aktiv und tra­gen die vier­stel­li­ge PIN der DECT-Basis­sta­ti­on an. Kli­cken Sie zum Spei­chern der Ein­stel­lun­gen auf Über­neh­men.
  6. Nun beginnt die DECT- bezie­hungs­wei­se Info-LED des Repeaters zu blin­ken – der Repea­ter befin­det sich im Anmel­de­mo­dus.
  7. Drü­cken Sie jetzt sechs Sekun­den lang die DECT-Tas­te an der Basis­sta­ti­on. Die DECT-LED beginnt zu blin­ken.
  8. Blin­ken die LEDs an bei­den Gerä­ten nicht mehr, ist der Repea­ter an der Basis­sta­ti­on ange­mel­det und wird im DECT-Moni­tor in der Benut­zer­ober­flä­che der Basis­sta­ti­on unter DECT, DECT-Moni­tor ange­zeigt.
  9. Stel­len Sie den Repea­ter am gewünsch­ten Ort auf. Der Repea­ter erwei­tert nun das DECT-Funk­netz der Basis­sta­ti­on. Neue Tele­fo­ne mel­den Sie stets an der Basis­sta­ti­on an. Am Repea­ter las­sen sich kei­ne Tele­fo­ne anmel­den.

DECT-Reich­wei­te mit einem Repea­ter erhö­hen

Ein Repea­ter (eng­lisch für „Wie­der­ho­ler“) kann die Reich­wei­te des DECT-Funk­net­zes und damit Ihres Schnur­los­te­le­fons erhö­hen. Der Repea­ter ist ein eigen­stän­di­ges Gerät in Form eines klei­nen Käst­chens, das sich mit der Basis­sta­ti­on ver­bin­det und die Reich­wei­te ver­grö­ßert. Mobil­tei­le außer­halb der Funk­reich­wei­te zur Basis­sta­ti­on, aber in Reich­wei­te des Repeaters ver­bin­den sich dann auto­ma­tisch mit ihm und nicht mehr mit der Basis­sta­ti­on. Falls Sie wäh­rend eines Tele­fon­ge­sprächs den Funk­be­reich der Basis­sta­ti­on ver­las­sen, ver­bin­det sich Ihr schnur­lo­ses Tele­fon auto­ma­tisch mit dem Repea­ter, ohne dass dabei Ihr Gespräch unter­bro­chen wird. So kön­nen Sie in allen Wohn­räu­men draht­los tele­fo­nie­ren. Steht Ihre DECT-Basis­sta­ti­on bei­spiels­wei­se im Erd­ge­schoss und soll auch das Tele­fo­nie­ren im Dach­ge­schoss mög­lich sein, emp­fiehlt es sich, den Repea­ter im ers­ten Stock­werk auf­zu­stel­len.

DECT-Repea­ter gibt es von ver­schie­de­nen Her­stel­lern. Spe­zi­ell für die Fritz­box-Model­le mit DECT gibt es vom Her­stel­ler AVM den Fritz!DECT Repea­ter 100, der sich inner­halb weni­ger Minu­ten in Betrieb neh­men lässt – übri­gens auch an Basis­sta­tio­nen ande­rer Her­stel­ler. Es kön­nen bis zu sechs DECT-Repea­ter an einer Fritz­box ange­mel­det wer­den – so kön­nen Sie das gan­ze Haus mit DECT-Signa­len ver­sor­gen. Und so geht‘s:

  1. Gehen Sie zum Auf­stell­ort der DECT-Basis­sta­ti­on oder der Fritz­box und suchen Sie eine Steck­do­se in der Nähe. Ste­cken Sie den Fritz!DECT Repea­ter 100 ein. Auto­ma­tisch beginnt die Leucht­di­ode „DECT“ gleich­mä­ßig zu blin­ken. Andern­falls drü­cken Sie die Tas­te „DECT“ min­des­tens sechs Sekun­den lang, bis die­se blinkt.
  2. Sie haben nun zwei Minu­ten Zeit, die Anmel­dung des Repeaters an der Fritz­box zu star­ten. Drü­cken Sie an der Fritz­box die Tas­te „DECT“ so lan­ge, bis die Leucht­di­ode „Info“ oder „DECT“ am Gehäu­se zu blin­ken beginnt. Bei Basis­sta­tio­nen ande­ren Her­stel­ler akti­vie­ren Sie den DECT-Anmel­de­mo­dus wie in der Gebrauchs­an­lei­tung beschrie­ben.
  3. Auto­ma­tisch ver­bin­den sich nun die Basis­sta­ti­on bezie­hungs­wei­se die Fritz­box und der Repea­ter. Die Funk­ver­bin­dung ist dann erfolg­reich auf­ge­baut, wenn das Signal­lämp­chen „DECT“ am Repea­ter dau­er­haft leuch­tet.
  4. Zie­hen Sie den Repea­ter aus der Steck­do­se und ste­cken Sie ihn dort in eine freie Steck­do­se ein, wo er den Emp­fangs­be­reich des Schnur­los­te­le­fons ver­grö­ßern soll.
  5. Ohne wei­te­res Zutun mel­det sich der Repea­ter auto­ma­tisch wie­der an der Basis­sta­ti­on an. Die Leucht­di­ode „DECT“ leuch­tet per­ma­nent.
  6. Der DECT-Repea­ter ist nun ein­satz­be­reit. Beim Über­schrei­ten der Reich­wei­te der Basis­sta­ti­on mit einem Mobil­teil schal­tet das Funk­te­le­fon auto­ma­tisch auf den Sen­de­be­reich des DECT-Repeaters um – Sie mer­ken davon erfreu­li­cher­wei­se nichts.

Das bedeu­tet die Abkür­zung DECT

Nahe­zu alle schnur­lo­sen Tele­fo­ne fürs Fest­netz basie­ren auf dem digi­ta­len DECT-Stan­dard, der für eine rei­bungs­lo­se Gesprächs­über­tra­gung und gute Ver­stän­di­gung sorgt. Der inter­na­tio­na­le Stan­dard Digi­tal Enhan­ced Cord­less Telecom­mu­ni­ca­ti­ons (kurz DECT) wur­de 1993 ver­ab­schie­det und regelt bei Funk­te­le­fo­nen das Zusam­men­spiel von Sen­der (Basis­sta­ti­on) und Emp­fän­ger (Mobil­teil). Seit Ende 2008 gibt es im Han­del nur noch DECT-Funk­te­le­fo­ne – das hat eine Rei­he von Vor­tei­len für Sie:

  • Bei DECT las­sen sich Mobil­tei­le ver­schie­de­ner Her­stel­ler mit­ein­an­der kom­bi­nie­ren. So haben Sie die freie Wahl und kön­nen ver­schie­de­ne Mobil­tei­le nach Ihrem Geschmack kau­fen.
  • An einer Basis­sta­ti­on las­sen sich in der Regel bis zu sechs Mobil­tei­le ver­wen­den, so erhält jeder in der Fami­lie oder in klei­nen Büros ein eige­nes schnur­lo­ses Tele­fon.
  • In Euro­pa ist für DECT der Fre­quenz­be­reich 1.880 bis 1.900 MHz reser­viert – hier fun­ken kei­ne ande­ren Gerä­te, sodass Ihr DECT-Tele­fon nor­ma­ler­wei­se nicht durch benach­bar­te Gerä­te gestört wer­den kann.
  • Inner­halb von Gebäu­den errei­chen DECT-Tele­fo­ne übli­cher­wei­se eine Reich­wei­te von 30 bis 50 m vom Sen­der zum Emp­fän­ger – das reicht in vie­len Woh­nun­gen aus.
  • Besit­zer eines WLAN-Rou­ters mit DECT wie die belieb­ten AVM-Model­le Fritz­box 7580, 7560, 7490, 7430, 7390, 7330, 6490 und 6430 oder eines Speed­port-Rou­ters der Deut­schen Tele­kom kön­nen das DECT-Mobil­teil direkt mit dem Rou­ter ver­bin­den. Eine eige­ne DECT-Basis­sta­ti­on ist dann nicht erfor­der­lich.

Bes­te Qua­li­tät beim Tele­fo­nie­ren

War­um sich mit hör­ba­rem Rau­schen und schlech­tem Emp­fang beim Tele­fo­nie­ren mit einem Funk­te­le­fon quä­len, wenn Abhil­fe ein­fach ist: Oft reicht es schon, den Auf­stell­ort der Basis­sta­ti­on zu ändern und für mög­lichst freie Stre­cken zwi­schen Sen­der und Emp­fän­ger zu sor­gen. Bringt auch das noch kei­ne Bes­se­rung, ist ein DECT-Repea­ter die Lösung. Er ver­stärkt das DECT-Signal, sodass auch von der Basis­sta­ti­on wei­ter ent­fernt posi­tio­nier­te schnur­lo­se Tele­fo­ne best­mög­li­chen Emp­fang bekom­men.

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