Manch­mal soll­te es schnell gehen: Sie haben kei­ne sau­be­re Bett­wä­sche mehr im Schrank, bekom­men aber Besuch und wol­len das Gäs­te­bett noch am sel­ben Abend bezie­hen. Somit kön­nen Sie nicht tage­lang war­ten, bis es auf der Lei­ne voll­stän­dig getrock­net ist. Zum Glück gibt es Wäsche­trock­ner, die Ihre Wäsche schon inner­halb einer Stun­de oder weni­ger schranktro­cken bekom­men – vor­aus­ge­setzt, sie funk­tio­nie­ren ein­wand­frei. Falls Ihre Wäsche nicht dem ein­ge­stell­ten Pro­gramm ent­spre­chend aus dem Trock­ner kommt, son­dern noch zu feucht ist oder das Gerät gar nicht mehr star­tet, brau­chen Sie nicht zwangs­wei­se den Tech­ni­ker ins Haus holen. UPDATED ver­rät Ihnen, wel­che Ursa­chen ein defek­ter Wäsche­trock­ner haben kann und wel­che Lösun­gen es für die­ses Pro­blem gibt, die Sie selbst in Angriff neh­men kön­nen.

Wäsche­trock­ner trock­net nicht – haben Sie eine fal­sche Ein­stel­lung gewählt?

Kon­trol­lie­ren Sie als Aller­ers­tes, ob die man­geln­de Tro­cken­wir­kung viel­leicht an der Ein­stel­lung liegt. Ein Trock­ner hat in der Regel ver­schie­de­ne Tro­cken­stu­fen, dar­un­ter “Bügel­feucht”, “Schranktro­cken” und “Extra­t­ro­cken”. Um Ener­gie zu spa­ren, kann es Sinn machen, eine kür­ze­re Trock­nungs­zeit zu wäh­len, doch dann kann es vor­kom­men, dass die Wäsche nach Been­di­gung des Vor­gangs noch klamm ist. Die Bezeich­nung “Schranktro­cken” ist dabei manch­mal ein wenig ver­wir­rend, da die Klei­dung auf die­ser Stu­fe oft noch ein wenig feucht ist, sodass Sie die­se zwar beden­ken­los in den Schrank legen kön­nen, aber eben noch nicht anzie­hen möch­ten. Prü­fen Sie also zunächst, ob die gewünsch­ten Ergeb­nis­se schon mit einer höhe­ren Tro­cken­stu­fe erreicht wer­den kön­nen.

Wäsche­trock­ner trock­net nicht – sind Wäsche­flu­sen Schuld?

Wenn Ihr Wäsche­trock­ner Ihre Klei­dung gar nicht mehr oder nicht in dem gewünsch­ten Maße trock­net, obwohl die Ein­stel­lun­gen stim­men, heißt das nicht zwangs­wei­se, dass etwas an dem Gerät kaputt ist. Im Lau­fe der Zeit sam­meln sich Wäsche­flu­sen im Trock­ner, die das Sieb ver­stop­fen kön­nen oder sich vor Sen­so­ren ver­fan­gen und somit die Funk­ti­on des Wäsche­trock­ners ein­schrän­ken. So gehen Sie vor, um zu prü­fen, ob Flu­sen der Grund für die man­geln­de Tro­cken­wir­kung des Geräts sind und um die­se zu ent­fer­nen.

1. Flu­sen­sieb rei­ni­gen

Das Flu­sen­sieb des Wäsche­trock­ners soll­te regel­mä­ßig gerei­nigt wer­den, spä­tes­tens nach drei Trock­nungs­vor­gän­gen – und nicht erst, wenn der Trock­ner anzeigt, dass das Sieb voll ist. So gehen Sie vor:

  1. Sie fin­den das Sieb bei nahe­zu allen Model­len unter­halb der Trock­ner­tür im Rah­men inner­halb der Maschi­ne. Sel­te­ner ist es direkt in die Tür inte­griert. Zie­hen Sie das Sieb ein­fach her­aus und klap­pen es auf, soll­te Ihr Modell über eine Klapp­vor­rich­tung ver­fü­gen.
  2. Zum Rei­ni­gen kön­nen Sie eine wei­che Bürs­te oder ein­fach Ihre Hän­de benut­zen, die Sie vor­her leicht anfeuch­ten soll­ten – dann ver­fan­gen sich die Flu­sen bes­ser an Ihren Fin­gern.
  3. Kon­trol­lie­ren Sie das Sieb im Anschluss auf Löcher oder Brü­che im Rah­men. Soll­ten Sie Beschä­di­gun­gen vor­fin­den, tau­schen Sie das Flu­sen­sieb gegen ein neu­es aus dem Fach­han­del aus.
  4. Ach­ten Sie abschlie­ßend auch auf den Tür­rah­men und die Tür­dich­tung. Hier ver­fan­gen sich eben­falls ger­ne Wäsche­flu­sen.

2. Tem­pe­ra­tur­füh­ler rei­ni­gen

Der Tem­pe­ra­tur­füh­ler ist für die Über­mitt­lung der rich­ti­gen Tem­pe­ra­tur an den Trock­ner ver­ant­wort­lich. Soll­ten sich Wäsche­flu­sen an ihm ver­fan­gen haben, kann es sein, dass der Trock­ner den Trock­nungs­vor­gang vor­zei­tig abbricht. Sie fin­den den Füh­ler zumeist im vor­de­ren Teil des Geräts in der Nähe des Flu­sen­siebs. Suchen Sie hier nach einer metal­le­nen Erhe­bung, die in Kunst­stoff ein­ge­fasst ist und oft einer Knopf­bat­te­rie ähn­lich sieht. Es emp­fiehlt sich, den Füh­ler mit einem wei­chen Lap­pen zu rei­ni­gen.

3. Kon­den­sa­tor rei­ni­gen

Soll­ten Sie einen Kon­den­s­trock­ner besit­zen, der im Gegen­satz zum Abluft­trock­ner mit einer Tech­nik zum Sam­meln des Was­sers aus­ge­stat­tet ist, ist es wich­tig, ab und zu den Kon­den­sa­tor zu rei­ni­gen. Die­ser ver­birgt sich zumeist hin­ter einer Klap­pe im unte­ren Bereich der Vor­der­sei­te. Wenn Sie die­se Klap­pe auf­drü­cken oder ‑schrau­ben (je nach Mecha­nis­mus), kön­nen Sie den Kon­den­sa­tor ohne wei­te­re Hilfs­mit­tel her­aus­zie­hen und die Lamel­len ent­we­der mit einem Fön auf stärks­ter Stu­fe oder mit­hil­fe von Was­ser in der Bade­wan­ne von Wäsche­flu­sen befrei­en.

Wäsche­trock­ner zu voll bela­den?

Jedem Trock­ner liegt eine Bedie­nungs­an­lei­tung bei, auf der die maxi­ma­le Bela­dungs­men­ge an feuch­ter Wäsche ver­merkt ist. Die­se liegt in der Regel zwi­schen drei und neun Kilo. Die­se soll­ten Sie auf kei­nen Fall über­schrei­ten, sonst kann es dazu kom­men, dass die Wäsche trotz eines lan­gen Tro­cken­vor­gangs noch klamm ist, denn die hei­ße Luft im Inne­ren der Trom­mel kann nicht so zir­ku­lie­ren wie es nötig wäre. Außer­dem ent­steht ein wei­te­rer unlieb­sa­mer Neben­ef­fekt: Die Wäsche wird fal­ti­ger, wenn sie in der Trom­mel nicht genug Platz hat, um sich im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes zu ent­fal­ten.

Hat sich der Wäsche­trock­ner über­hitzt?

Wenn Sie meh­re­re Trock­nungs­vor­gän­ge hin­ter­ein­an­der vor­neh­men, kann es sein, dass die Maschi­ne über­hitzt und im Anschluss nicht mehr rich­tig trock­net. Haben Sie die­se Befürch­tung, da sich das Gerät schon durch die Ver­klei­dung hin­durch hei­ßer als sonst anfühlt, schal­ten Sie den Trock­ner aus und war­ten Sie drei Stun­den, bis das Gerät wie­der völ­lig erkal­tet ist. Ver­su­chen Sie dann, einen neu­en Vor­gang zu star­ten.
Liegt kei­ne Ver­bes­se­rung vor, kon­trol­lie­ren Sie auch, ob eine Siche­rung des Trock­ners durch­ge­brannt ist. Die­se lie­gen meist hin­ter der Trom­mel, der Platz vari­iert aber von Gerät zu Gerät. Schau­en Sie also in Ihre Bedie­nungs­an­lei­tung, wo sich die Siche­run­gen befin­den, neh­men Sie den Trock­ner vom Strom und tau­schen Sie bei Bedarf die defek­te Siche­rung aus.

Hat der Wäsche­trock­ner einen tech­ni­schen Defekt?

Wenn die bis­he­ri­gen Maß­nah­men kei­ne Ver­bes­se­run­gen gebracht haben, prü­fen Sie, soweit es Ihnen mög­lich ist, ob ein tech­ni­scher Defekt vor­lie­gen könn­te. So kön­nen Sie leicht selbst mög­li­che Feh­ler­quel­len prü­fen:

Neh­men Sie den Wäsche­trock­ner zuerst vom Strom­netz, bevor Sie wei­ter­ge­hen­de Unter­su­chun­gen vor­neh­men.

  • Tes­ten Sie, ob sich die Trom­mel voll­stän­dig dre­hen lässt. Das ist wich­tig, sonst lässt die Tro­cken­wir­kung nach oder das Pro­gramm star­tet gar nicht erst. Falls die Trom­mel klemmt, hat sich viel­leicht ein Gegen­stand dahin­ter ver­hakt. Die­sen kön­nen Sie ent­fer­nen, wenn Sie die Schrau­ben der Ver­klei­dung lösen und die Trom­mel von Außen betrach­ten. Schau­en Sie dafür in die Betriebs­an­lei­tung des Gerä­tes. Auch der Keil­rie­men könn­te beschä­digt sein. Die­sen kön­nen Sie mit­hil­fe der Gebrauchs­an­wei­sung eben­falls sel­ber wech­seln, das erfor­dert jedoch hand­werk­li­ches Geschick.
  • Besit­zen Sie einen Abluft­trock­ner, kon­trol­lie­ren Sie, ob der Abluft­schlauch an der Rück­sei­te des Gerä­tes beschä­digt oder stark ver­schmutzt ist und tau­schen Sie ihn not­falls aus. Die­sen kön­nen Sie in der Regel ein­fach aus dem Trock­ner her­aus­dre­hen und ihn in ent­ge­gen­ge­setz­ter Rich­tung auch wie­der hin­ein­dre­hen. Ver­schmut­zun­gen las­sen sich gut ent­fer­nen, indem Sie das Rohr Ihres Staub­saugers in den Schlauch hal­ten und Flu­sen­knäu­el oder ähn­li­che Din­ge her­aus sau­gen.

    Was darf in den Wäsche­trock­ner und was nicht?

    Nicht jede Art von Klei­dung eig­net sich für den Wäsche­trock­ner. Ob Sie ein Klei­dungs­stück beden­ken­los trock­nen kön­nen, erfah­ren Sie auf dem Pfle­ge­eti­kett Ihrer Tex­ti­li­en. Dort fin­den Sie einen Kreis, der in ein Qua­drat gedruckt wur­de. Das ist das gene­rel­le Trock­ner­sym­bol. Wenn die­ses mit einem Kreuz durch­ge­stri­chen ist, soll­ten Sie das Klei­dungs­stück nur auf der Wäsche­lei­ne an der Luft trock­nen. Befin­det sich ein Punkt in dem Kreis, soll­ten Sie die Wäsche im Schon­gang bei nied­ri­ger Tem­pe­ra­tur trock­nen. Bei zwei Punk­ten im Kreis kön­nen Sie Ihr Out­fit beden­ken­los im Wäsche­trock­ner trock­nen.

  • Kon­trol­lie­ren Sie eben­falls die Tür­dich­tung, die Sie erken­nen kön­nen, ohne den Trock­ner in sei­ne Ein­zel­tei­le zu zer­le­gen. Wenn wäh­rend des Trock­nungs­vor­gangs Was­ser oder Hit­ze aus der Tür aus­tritt oder die­se auf­grund einer ver­form­ten Dich­tung schlecht schließt, ist dies ein untrüg­li­ches Zei­chen dafür, dass die Tür­dich­tung beschä­digt ist. Zur Instal­la­ti­on einer neu­en Sicht­fens­ter­dich­tung hal­ten Sie sich an die Gebrauchs­an­wei­sung Ihres Gerä­tes.

Falls der Trock­ner gar kei­ne Wär­me mehr abgibt, kann ein Heiz­ele­ment kaputt sein oder die Elek­tro­nik weist eine Stö­rung auf. Bei sol­chen Defek­ten kann oft nur ein Fach­mann wei­ter­hel­fen.

Defek­te las­sen sich oft wie­der behe­ben

Wenn Ihr Wäsche­trock­ner nicht mehr rich­tig trock­net, muss das noch lan­ge kei­ne Neu­an­schaf­fung nach sich zie­hen. Denn meis­tens hat das Gerät nur ein Pro­blem, das sich wie­der behe­ben lässt. Die fal­sche Ein­stel­lung, ein vol­les Flu­sen­sieb, eine zu vol­le Bela­dung oder eine Über­hit­zung sind die gän­gigs­ten Ursa­chen. Um dem Pro­blem auf die Schli­che kom­men zu kön­nen, soll­ten Sie sich Zeit neh­men, die Sym­pto­me an der Maschi­ne zu beob­ach­ten. Das kann im End­ef­fekt viel Geld spa­ren.

 

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