Sie wol­len übers Wochen­en­de weg­fah­ren und müs­sen vor­her drin­gend noch zwei Maschi­nen Wäsche waschen, um Ihre Lieb­lings­sa­chen auch mit­neh­men zu kön­nen. Die ers­te Ladung ist schon ver­staut, doch beim Klick auf den Start­knopf tut sich nichts. Leich­te Panik macht sich bei Ihnen bemerk­bar – doch die­se ist in den meis­ten Fäl­len unbe­grün­det. Bewah­ren Sie Ruhe und suchen Sie nach der Ursa­che. Denn oft haben Sie bloß einen Schutz­me­cha­nis­mus aus­ge­löst und der Feh­ler ist leicht zu behe­ben. UPDATED zeigt Ihnen die fünf gän­gigs­ten Ursa­chen, wenn die Wasch­ma­schi­ne nicht so will, wie Sie wol­len und erklärt Ihnen, was in die­sen Fäl­len zu tun ist.

Wasch­ma­schi­ne zieht kein Was­ser

Es kann vor­kom­men, dass Ihre Wasch­ma­schi­ne kein Was­ser zieht, obwohl die Was­ser­zu­fuhr offen ist. In die­sem Fall ist es auch mög­lich, dass Was­ser in der Über­lauf­wan­ne steht, die in vie­len Gerä­ten über dem Boden ver­baut ist. Bei zu hohem Füll­stand der Boden­wan­ne wird der Wasch­vor­gang blo­ckiert, damit kein Was­ser­scha­den oder gefähr­li­cher Kurz­schluss ver­ur­sacht wird. Um die Wan­ne zu lee­ren, tren­nen Sie das Gerät vom Strom, legen Sie den Boden vor der Wasch­ma­schi­ne groß­zü­gig mit Hand­tü­chern aus nei­gen Sie die Maschi­ne etwa 30 Grad, dann wür­de über­flüs­si­ges Was­ser von allei­ne ablau­fen – doch Vor­sicht, dies kön­nen bis zu drei Liter sein. Ver­mut­lich ist in einem sol­chen Fall eine Dich­tung in der Maschi­ne defekt. Wen­den Sie sich dann an den Kun­den­dienst. Wei­te­re Grün­de, war­um Ihre Wasch­ma­schi­ne kein Was­ser zie­hen könn­te, lesen Sie in die­sem Rat­ge­ber.

Die Wasch­ma­schi­ne bekommt kein Was­ser

Die ers­te Sache, die Sie über­prü­fen soll­ten, wenn die Wasch­ma­schi­ne nicht star­tet, ist die Was­ser­zu­fuhr. Ist die­se abge­dreht, wird das Gerät sei­ner Auf­ga­be nicht nach­kom­men. Auch wenn Sie nicht nach jeder Wäsche das Was­ser abdre­hen, kann es sein, dass ein Fami­li­en­mit­glied den Hahn zuge­dreht hat oder das Ven­til schon seit Län­ge­rem nicht voll­stän­dig geöff­net war. Ab und an arbei­ten auch Hand­wer­ker am Rohr­sys­tem des Wohn­hau­ses und stel­len das Was­ser in der gesam­ten Woh­nung ab. Also prü­fen Sie als ers­tes, ob der Hahn auf­ge­dreht ist: Dre­hen Sie nach links, öff­net sich der Hahn, rechts her­um schlie­ßen Sie ihn wie­der. Genau wie bei einer Was­ser­fla­sche.

Grund­sätz­lich soll­ten Sie den Was­ser­hahn zur Wasch­ma­schi­ne immer schlie­ßen, wenn Sie fer­tig gewa­schen haben, damit der Schlauch nicht unter Druck steht. Bei Gerä­ten mit inte­grier­tem Was­ser­schutz­sys­tem kann die­ser aller­dings offen blei­ben. Soll­te trotz­dem ein Scha­den ent­ste­hen, haf­tet der Her­stel­ler oder eine Ver­si­che­rung tritt ein.

Die Wasch­ma­schi­ne bekommt kei­nen Strom

Der Grund, dass Ihre Wasch­ma­schi­ne nicht star­tet, kann noch all­täg­li­cher sein: Sie ist vom Strom­netz getrennt wor­den. Das pas­siert natür­lich nicht ein­fach so, aber manch­mal gehen Steck­do­sen kaputt. Pro­bie­ren Sie ein ande­res tech­ni­sches Gerät an der Steck­do­se aus, zum Bei­spiel das Lade­ge­rät für Ihr Smart­pho­ne. Soll­te das auch nicht funk­tio­nie­ren, ver­su­chen Sie, das Licht im Raum der Wasch­ma­schi­ne anzu­knip­sen. Funk­tio­niert das eben­falls nicht, liegt der Aus­fall viel­leicht an der Siche­rung. Ansons­ten über­prü­fen Sie das Kabel auf Schä­den wie Kni­cke, Wuls­te oder Defor­ma­tio­nen. Kabel­brü­che kom­men immer mal wie­der vor. Soll­ten Sie optisch nichts fin­den, kön­nen Sie im Bau­markt güns­tig Kabel­such­ge­rä­te erwer­ben. Damit lässt sich auch ein Kabel­bruch durch die Iso­lie­rung fest­stel­len. Sie müs­sen das Gerät ein­fach ans Kabel hal­ten.

Die Wasch­ma­schi­ne ist zu voll bela­den: Fens­ter ras­tet nicht ein

Die meis­ten Wasch­ma­schi­nen sind für eine Wäsche­men­ge von fünf bis acht Kilo­gramm aus­ge­legt. Wenn Sie die letz­ten Klei­dungs­stü­cke aber unbe­dingt noch mit­wa­schen wol­len und in die Trom­mel quet­schen, bekom­men Sie das Fens­ter nur noch mit gro­ßem Druck zu. Das führt ent­we­der dazu, dass die Wäsche beim Dre­hen der Trom­mel nicht mehr wie vor­ge­se­hen bewegt wer­den kann und die Maschi­ne nicht schleu­dert – oder das Gerät gar nicht erst star­tet.

Das kann dar­an lie­gen, dass das Fens­ter auf­grund der Klei­dungs­men­ge nicht rich­tig ein­ge­ras­tet ist. Neh­men Sie ein paar Uten­si­li­en wie­der her­aus und ver­su­chen es erneut. Soll­te sich die Tür immer noch nicht schlie­ßen las­sen, kann das auch an einem defek­ten Tür­re­lais lie­gen. Haben Sie die­sen Ver­dacht, weil Sie zum Bei­spiel erken­nen, dass der Ver­rie­ge­lungs­stift abge­bro­chen ist, machen Sie ein Foto vom Ver­schluss­me­cha­nis­mus und sen­den Sie die­ses an einen Fach­mann. Ein Über­la­den der Maschi­ne auf­grund zu hohen Gewich­tes ist mit Klei­dung hin­ge­gen nicht mög­lich. Die Trom­meln sind voll, bevor das maxi­ma­le Gewicht erreicht wird.

Die Wasch­ma­schi­ne star­tet nicht: Trom­mel blo­ckiert

Auch wenn es eher sel­ten vor­kommt, kann es sein, dass die Trom­mel der Wasch­ma­schi­ne blo­ckiert ist und sich nicht mehr dre­hen lässt. Das pas­siert, wenn seit­lich etwa ein Socken ins Inne­re des Geräts ein­ge­drun­gen ist und die Trom­mel sich ver­klemmt hat. Pro­bie­ren Sie, die Trom­mel per Hand zu bewe­gen. Ist der Wider­stand groß, kann eine Blo­cka­de der Grund sein. Eben­falls ist es mög­lich, dass sich die Trom­mel viel leich­ter als sonst dre­hen lässt, ganz ohne Wider­stand. In die­sem Fall könn­te der Keil­rie­men abge­rutscht oder geris­sen sein. Auch dann quit­tiert die Wasch­ma­schi­ne ihren Dienst.

Um selbst einen Blick ins Innen­le­ben der Maschi­ne wer­fen zu kön­nen, gehen Sie wie folgt vor:

  1. Tren­nen Sie die Wasch­ma­schi­ne vom Strom und stel­len die Was­ser­zu­fuhr ab.
  2. Rücken Sie die Maschi­ne von der Wand ab, sodass Sie Zugang zur Rück­sei­te haben.
  3. Lösen Sie die Schrau­ben, die die Plat­te auf der Rück­sei­te befes­ti­gen, und neh­men Sie die­se ab. Sind Sie unsi­cher, wel­che das sind, wer­fen Sie zuvor einen Blick in Ihr Hand­buch.
  4. Zie­hen Sie sich Arbeits­hand­schu­he über, bevor Sie ins Inne­re der Wasch­ma­schi­ne grei­fen. Soll­ten Sie dort einen Fremd­kör­per wie bei­spiels­wei­se ein Klei­dungs­stück ent­de­cken, zie­hen Sie es vor­sich­tig her­aus.
  5. Ist kein Fremd­kör­per zu sehen, schau­en Sie sich die gro­ße Rie­men­schei­be an, über die der Keil­rie­men läuft. Die­se hat optisch Ähn­lich­keit mit einem Spei­chen­lenk­rad. Falls der Keil­rie­men von der Schei­be nur abge­rutscht ist, kön­nen Sie ihn wie­der in die rich­ti­ge Posi­ti­on brin­gen. Ist er geris­sen, benö­ti­gen Sie ein Ersatz­teil. Die­ses kön­nen Sie ent­we­der selbst nach Hand­buch für Ihr Gerät anbrin­gen oder Sie las­sen die­sen etwas kom­pli­zier­te­ren Schritt von einem Fach­mann vor­neh­men.
  6. Befes­ti­gen Sie nach Abschluss der Maß­nah­men die Rück­wand wie­der an der Maschi­ne und stel­len die Was­ser- und Strom­ver­sor­gung wie­der her.

Die Wasch­ma­schi­ne star­tet nicht: Flu­sen­sieb ver­stopft

Wenn die Wasch­ma­schi­ne nicht mehr star­ten will, soll­ten Sie auch einen Blick in das Flu­sen­sieb des Gerä­tes wer­fen. Hier sam­meln sich los­ge­lös­te Fus­sel und Flu­sen, die die Lau­gen­pum­pe des Geräts ver­stop­fen und kaputt machen könn­ten. Die­se Pum­pe beför­dert die Wasch­lau­ge aus der Maschi­ne. Auch Fremd­kör­per wie Tier­haa­re oder Mün­zen und Knöp­fe aus Hosen­ta­schen hält das Sieb zurück.

Ob das Sieb ver­stopft ist, kön­nen Sie in der Regel an der Unter­kan­te der Front­sei­te Ihrer Wasch­ma­schi­ne fest­stel­len. Dort ist eine Klap­pe ange­bracht, hin­ter der sich das Sieb ver­birgt. Neh­men Sie es her­aus und rei­ni­gen es unter flie­ßen­den Was­ser, vor­zugs­wei­se mit einer Bürs­te oder Ihren Hän­den. Dann füh­ren Sie es wie­der ein und ver­su­chen, die Maschi­ne erneut zu star­ten. Doch Vor­sicht: Durch die Flu­sen­sieb-Öff­nung kann Rest­was­ser aus­tre­ten. Legen Sie also bes­ser ein Hand­tuch unter die Öff­nung. Eine Rei­ni­gung emp­fiehlt sich gene­rell alle sechs Mona­te. Eine genaue Anlei­tung, wie Sie das Flu­sen­sieb rei­ni­gen soll­ten, fin­den Sie hier.

Vie­le Feh­ler kön­nen Sie selbst behe­ben

Anstatt sofort einen Tech­ni­ker zu rufen oder sogar eine neue Wasch­ma­schi­ne zu bestel­len, gehen Sie zunächst selbst auf Feh­ler­su­che, soll­te Ihr Gerät ein­mal nicht star­ten. Vie­le Ursa­chen kön­nen Sie ohne frem­de Hil­fe behe­ben. Neue­re Model­le kön­nen sogar selbst erken­nen und mit­tels Feh­ler­code auf dem Dis­play ange­ben, wel­che Bestand­tei­le defekt sind. Schau­en Sie dann ein­fach ins Hand­buch, dort wird jeder Code erklärt. Wenn kei­ner der Tipps gehol­fen hat, soll­ten Sie einen Fach­mann kon­sul­tie­ren. Erklä­ren Sie das Pro­blem schon am Tele­fon und las­sen sich vor einer Repa­ra­tur einen Kos­ten­vor­anschlag geben – denn eine sol­che kann teu­er und eine Neu­an­schaf­fung mit­un­ter dann die sinn­vol­le­re Lösung sein.

Pas­send dazu

Disclaimer Die OTTO (GmbH & Co KG) übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit, Aktualität, Vollständigkeit, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit der auf updated.de zur Verfügung gestellten Informationen und Empfehlungen. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die offiziellen Herstellervorgaben vorrangig vor allen anderen Informationen und Empfehlungen zu beachten sind und nur diese eine sichere und ordnungsgemäße Nutzung der jeweiligen Kaufgegenstände gewährleisten können.