Egal, ob Pflas­ter­stei­ne im Hof oder schmut­zi­ges Auto: Ein Hoch­druck­rei­ni­ger kann eine ech­te Hil­fe beim Rei­ni­gen gro­ßer und klei­ner Flä­chen sein. Dumm nur, wenn das Gerät sei­nen Dienst ver­wei­gert. Zum Glück las­sen sich vie­le Ursa­chen für eine Stö­rung leicht selbst behe­ben. UPDATED erklärt, wie du dei­nen Hoch­druck­rei­ni­ger repa­rie­ren kannst.

Die häu­figs­te Stö­rung: Feh­ler beim Druck­auf­bau

Wenn dein Hoch­druck­rei­ni­ger nicht funk­tio­niert, hat das meis­tens mit einem Feh­ler beim Druck­auf­bau zu tun. Denn: Ohne aus­rei­chend Druck kann das Gerät das Was­ser nicht aus dem Tank durch Schlauch und Rohr pres­sen. Zum Glück kannst du auch ohne Fach­wis­sen einen Hoch­druck­rei­ni­ger repa­rie­ren – mit etwas Geschick und den pas­sen­den Tipps.

Ursa­chen für einen Feh­ler beim Druck­auf­bau

Ein Feh­ler beim Druck­auf­bau kann ver­schie­de­ne Ursa­chen haben. Unter ande­rem kön­nen das sein:

  • Ein ver­stopf­ter Was­ser­fil­ter: Schmutz macht den Fil­ter undurch­läs­sig, er soll­te gerei­nigt oder gege­be­nen­falls aus­ge­tauscht wer­den.
  • Ein defek­tes Lauf­rad der Pum­pe: Ist die Pum­pe defekt oder ein­zel­ne Ven­ti­le ver­stopft bezie­hungs­wei­se beschä­digt, führt das zu Stö­run­gen beim Druck­auf­bau.
  • Eine Stö­rung in der Hoch­druck­gar­ni­tur: Die Hoch­druck­gar­ni­tur kann undicht oder ver­stopft sein. Bei­des behin­dert den Druck­auf­bau.
  • Defek­te Ven­ti­le und Dich­tun­gen: Undich­te oder ver­schmutz­te Ven­ti­le und Dich­tun­gen schrän­ken die Funk­ti­ons­tüch­tig­keit dei­nes Hoch­druck­rei­ni­gers ein.
  • Luft im Zufuhr­schlauch: Befin­det sich Luft im Zufuhr­schlauch, kann dein Hoch­druck­rei­ni­ger kein oder nicht aus­rei­chend Was­ser zie­hen.
  • Luft im Hoch­druck­rei­ni­ger: Luft im Hoch­druck­rei­ni­ger sorgt für Bla­sen­bil­dung im Was­ser, was den Was­ser­strahl abschwächt.
  • Zu lan­ger oder ver­stopf­ter Was­ser­schlauch: Ist der Was­ser­schlauch zu lang, braucht dein Hoch­druck­rei­ni­ger zu viel Ener­gie, um Was­ser anzu­sau­gen. Auch Ver­stop­fun­gen durch Schmutz im Schlauch sor­gen für schlech­ten Druck.
  • Zu wenig Was­ser: Ein Hoch­druck­rei­ni­ger kann meist nur dann genug Druck auf­bau­en, wenn der Was­ser­hahn voll auf­ge­dreht ist. Wie viel Was­ser dein Gerät braucht, steht in der Bedie­nungs­an­lei­tung.

So repa­rierst du dei­nen Hoch­druck­rei­ni­ger

Die meis­ten Ursa­chen für einen Feh­ler beim Druck­auf­bau dei­nes Hoch­druck­rei­ni­gers kannst du selbst repa­rie­ren. Wich­tig: Du soll­test das Gerät in jedem Fall zuerst vom Strom neh­men! Beach­te außer­dem immer die Hin­wei­se des Her­stel­lers in der Bedie­nungs­an­lei­tung dei­nes Geräts.

Im Fol­gen­den erläu­tern wir dir, wie du dei­nen Hoch­druck­rei­ni­ger repa­rie­ren kannst. Beach­te: Die Anlei­tung ist all­ge­mein gehal­ten, da das Vor­ge­hen von Modell zu Modell vari­ie­ren kann.

Ist die Ursa­che nicht auf den ers­ten Blick ersicht­lich, soll­test du die ein­zel­nen mög­li­chen Feh­ler­quel­len nach­ein­an­der über­prü­fen. Tes­te dabei nach jeder Feh­ler­op­ti­on, ob dein Hoch­druck­rei­ni­ger wie­der ord­nungs­ge­mäß funk­tio­niert.

So geht’s:

  1. Stel­le sicher, dass der Was­ser­hahn, an den dein Hoch­druck­rei­ni­ger ange­schlos­sen ist, voll auf­ge­dreht ist.
  2. Kon­trol­lie­re dei­nen Was­ser­schlauch auf Beschä­di­gun­gen und Kno­ten.
  3. Ist der Was­ser­schlauch ver­stopft oder zu lang? Rei­ni­ge ihn gege­be­nen­falls bezie­hungs­wei­se kür­ze ihn. Län­ger als 30 Meter soll­te der Schlauch in kei­nem Fall sein.
  4. Um Luft im Zufuhr­schlauch aus­zu­schlie­ßen, tren­ne den Schlauch – sofern noch nicht gesche­hen – von dei­nem Hoch­druck­rei­ni­ger und dre­he das Was­ser auf.
  5. Sobald das Was­ser bla­sen­frei vor­ne aus dem Schlauch kommt, kannst du ihn wie­der anschlie­ßen.
  6. Ist zu viel Luft im Hoch­druck­rei­ni­ger selbst? Hal­te den Abzug eini­ge Minu­ten lang gedrückt, um sie ent­wei­chen zu las­sen.
  1. Ist die Hoch­druck­gar­ni­tur ver­stopft oder beschä­digt? Ver­stop­fun­gen, etwa durch Schmutz oder Kalk, ent­fernst du zum Bei­spiel vor­sich­tig mit einer Nadel.
  2. Hilft Rei­ni­gen nicht, soll­test du die Hoch­druck­gar­ni­tur aus­tau­schen.
  3. Schrau­be den Was­ser­fil­ter aus sei­ner Hal­te­rung und ent­fer­ne mög­li­che Ver­schmut­zun­gen vor­sich­tig.

Tipp: Der Was­ser­fil­ter sitzt meist an der Was­ser­sei­te des Schlauch­an­schlus­ses, also dort, wo das Was­ser in dei­nen Hoch­druck­rei­ni­ger ein­tritt. Genau erfährst du es aus dei­ner Bedie­nungs­an­lei­tung.

  1. Ist der Fil­ter beschä­digt? Dann tau­sche ihn gegen ein pas­sen­des Ersatz­teil aus.
  2. Set­ze den gerei­nig­ten oder neu­en Fil­ter wie­der ein.
  3. Prü­fe das Lauf­rad der Pum­pe. Gibt es Schä­den oder sind die Ven­ti­le ver­stopft? Säu­be­re hier, wenn nötig, bezie­hungs­wei­se tau­sche defek­te Tei­le aus.

Tipp: Die Ven­ti­le sit­zen meist unter Sechs­kant­schrau­ben am Kopf der Pum­pe. Du kannst sie ein­fach her­aus­neh­men und nach der Rei­ni­gung wie­der ein­set­zen.

  1. Kon­trol­lie­re auch die ande­ren Ven­ti­le und Dich­tun­gen an dei­nem Hoch­druck­rei­ni­ger. Säu­be­re sie oder tau­sche sie bei Bedarf aus.

War­um streikt der Hoch­druck­rei­ni­ger? Mög­li­che wei­te­re Ursa­chen und Lösun­gen

Du hast alle oben genann­ten Ursa­chen über­prüft, aber dein Hoch­druck­rei­ni­ger macht wei­ter­hin nicht, was er soll? Dann blei­ben noch die­se drei Stö­rungs­grün­de:

Rest­was­ser im Hoch­druck­rei­ni­ger

Bleibt nach der Benut­zung Rest­was­ser im Hoch­druck­rei­ni­ger ste­hen, kann das dazu füh­ren, dass das Steue­rungs­ven­til rau wird. Dein Gerät kann dann nicht mehr rich­tig arbei­ten. Um das Ven­til selbst zu repa­rie­ren, gehst du wie folgt vor. Ach­tung: Dein Hoch­druck­rei­ni­ger muss wei­ter­hin vom Strom getrennt sein!

  1. Baue den Über­strö­mer aus dei­nem Hoch­druck­rei­ni­ger aus.

Tipp: Der Über­strö­mer sitzt nor­ma­ler­wei­se unter der Druck­ver­stel­lung und kann her­aus­ge­zo­gen wer­den. Genau erfährst du es aus der Bedie­nungs­an­lei­tung.

  1. Besei­ti­ge raue Stel­len vor­sich­tig mit fei­nem Sand­pa­pier.
  2. Fet­te den Über­strö­mer gründ­lich mit Sili­kon­fett ein.
  3. Baue das Teil wie­der in dei­nen Hoch­druck­rei­ni­ger ein.

Ohne Strom geht nichts

Wenn dein Hoch­druck­rei­ni­ger nicht funk­tio­niert, muss der Feh­ler nicht zwangs­läu­fig bei dem Gerät selbst lie­gen. Kon­trol­lie­re daher auch den Strom­an­schluss auf mög­li­che Defek­te.

  • Funk­tio­niert die Steck­do­se? Pro­bie­re aus, ob ande­re Gerä­te an der von dir genutz­ten Steck­do­se funk­tio­nie­ren. Tes­te gege­be­nen­falls einen ande­ren Wand­an­schluss.
  • Ist die Siche­rung intakt? Mög­li­cher­wei­se ist die Siche­rung her­aus­ge­sprun­gen oder defekt. Tau­sche sie aus oder set­ze sie wie­der ein.
  • Ist das Strom­ka­bel unbe­schä­digt? Ein Kabel­bruch oder ande­re Schä­den kön­nen dafür sor­gen, dass dein Hoch­druck­rei­ni­ger kei­ne Ener­gie bekommt. Tau­sche das Kabel auf jeden Fall aus. Du soll­test unter kei­nen Umstän­den mit einem defek­ten Kabel arbei­ten!
  • Nutzt du eine Ver­län­ge­rungs­schnur? Dann soll­test du test­wei­se eine ande­re aus­pro­bie­ren. Unter Umstän­den sind Kabel oder Anschluss dei­ner Ver­län­ge­rungs­schnur kaputt.
Pas­send dazu

Motor­scha­den

Wenn wirk­lich nichts hilft, kön­nen die Pro­ble­me mit dei­nem Hoch­druck­rei­ni­ger noch an einem Motor­scha­den lie­gen. Den soll­test du aller­dings nicht selbst zu repa­rie­ren ver­su­chen, hier ist ein Pro­fi gefragt. Aber: Einen Motor­scha­den zu repa­rie­ren, kann schnell rela­tiv teu­er wer­den und lohnt sich des­halb im Grun­de nur bei einem sehr neu­en oder hoch­prei­si­gen Hoch­druck­rei­ni­ger. Besitzt du ein güns­ti­ge­res Gerät oder ist dein Hoch­druck­rei­ni­ger schon älter, kann eine Neu­an­schaf­fung die sinn­vol­le­re Lösung sein.

Auch Lai­en kön­nen vie­le Defek­te am Hoch­druck­rei­ni­ger repa­rie­ren

Ein Hoch­druck­rei­ni­ger kann eine prak­ti­sche Hil­fe rund um Haus und Gar­ten sein – wenn er denn funk­tio­niert. Beson­ders häu­fig haben die Gerä­te Pro­ble­me mit dem Was­ser­druck. Die Ursa­chen rei­chen von kaput­ten Was­ser­schläu­chen bis hin zu defek­ten Ven­ti­len und Dich­tun­gen. Zum Glück alles Din­ge, die auch Lai­en rela­tiv ein­fach selbst repa­rie­ren kön­nen. Liegt das Pro­blem aller­dings beim Motor, soll­te auf jeden Fall der Pro­fi ran.

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