Haushalt

Wasch­ma­schi­ne läuft aus – was tun? Ursa­chen und Lösungen

Die Waschmaschine läuft aus? Die Ursachen dafür lassen sich häufig leicht beheben.

Erst ein plitsch-platsch beim Gang über die Flie­sen, dane­ben ein durch­näss­ter Tep­pich. Ver­dammt, die Wasch­ma­schi­ne läuft aus! Wie konn­te das pas­sie­ren? Bevor wir an die Ursa­chen den­ken, muss das Mal­heur zuerst besei­tigt und der Scha­den beho­ben wer­den. UPDATED gibt Ihnen in die­sem Rat­ge­ber Hil­fe­stel­lung und zeigt mög­li­che Ursa­chen auf.

Was Sie als Aller­ers­tes tun sollten

Wenn Sie fest­stel­len: Ihre Wasch­ma­schi­ne läuft aus – dann gibt es zwei Maß­nah­men, die Sie als Ers­tes ergrei­fen sollten.

  1. Wenn die Maschi­ne noch läuft, dre­hen Sie die Was­ser­zu­fuhr ab, um den Scha­den mög­lichst gering zu hal­ten. Dafür dre­hen Sie den Haupt­hahn zu, der sich in der Regel unter der Spü­le, in man­chen Woh­nun­gen auch im Bade­zim­mer, befindet.
  2. Tren­nen Sie die Wasch­ma­schi­ne vom Strom­netz, indem Sie den Netz­ste­cker zie­hen. So ver­hin­dern Sie einen Stromschlag.
  3. Ent­fer­nen Sie dann alle wei­te­ren strom­füh­ren­den Gerä­te aus der Nähe, zum Bei­spiel Lam­pen oder Steck­do­sen­leis­ten. Kein strom­füh­ren­des Kabel darf mit Was­ser in Berüh­rung kom­men. Alter­na­tiv kön­nen Sie auch am Siche­rungs­kas­ten den Strom für die gesam­te Küche abstellen.
  4. Dar­auf­hin soll­ten Sie den Scha­den doku­men­tie­ren. Foto­gra­fie­ren Sie den Boden und alle betrof­fe­nen Gegen­stän­de in der Umge­bung. Das ist hilf­reich, falls es zu einer Aus­ein­an­der­set­zung mit der Ver­si­che­rung kommt oder wenn sich die Wasch­ma­schi­ne noch in der Garan­tie­zeit befin­det und ein Gerä­te­feh­ler vorliegt.

Erst dann soll­ten Sie begin­nen, Tep­pi­che oder Vor­le­ger zum Trock­nen auf­zu­hän­gen und das Was­ser vom Boden auf­zu­wi­schen. Den­ken Sie auch dar­an, even­tu­ell vor­han­de­nes Rest­was­ser aus der Wasch­ma­schi­ne zu ent­fer­nen. Das funk­tio­niert über das Flu­sen­sieb. Wie das funk­tio­niert, lesen Sie in der Gebrauchs­an­wei­sung Ihrer Wasch­ma­schi­ne oder in unse­rem Ratgeber
Flu­sen­sieb der Wasch­ma­schi­ne rei­ni­gen – so geht’s

Anschlie­ßend kön­nen Sie die fol­gen­den Punk­te prü­fen, um dem Scha­den auf die Spur zu kom­men und ihn zu behe­ben. Haben Sie dabei einen Scha­den gefun­den und konn­ten ihn behe­ben, star­ten Sie einen Test­lauf und prü­fen Sie, ob wei­ter­hin Was­ser aus­tritt. Läuft wie­der alles ein­wand­frei – pri­ma. Falls nicht, gehen Sie zum nächs­ten Punkt.

Ist das Flu­sen­sieb undicht?

Ein Flüch­tig­keits­feh­ler, der fata­le Fol­gen haben kann: Viel­leicht haben Sie nach der Rei­ni­gung das Flu­sen­sieb nicht wie­der ein­ge­setzt bezie­hungs­wei­se nicht wie­der fest genug ein­ge­dreht. So ärger­lich der Feh­ler ist, so ein­fach kön­nen Sie ihn behe­ben. Dre­hen Sie das Flu­sen­sieb wie­der fest hin­ein. Prü­fen Sie es auch auf Beschä­di­gun­gen. Ist es undicht, erhal­ten Sie beim Her­stel­ler Ihrer Wasch­ma­schi­ne ein Ersatzteil.

Ist die Wasch­mit­tel­schub­la­de verstopft?

Das zulau­fen­de Was­ser wird in der Wasch­ma­schi­ne zunächst durch die Wasch­mit­tel­schub­la­de gelei­tet. Ist hier der Weg durch alte Wasch­mit­tel­res­te oder ande­re Rück­stän­de ver­stopft, fließt das Was­ser statt­des­sen nach außen. Rei­ni­gen Sie in die­sem Fall die Schub­la­de und auch den Zugangs­schacht, in den die Schub­la­de ein­ge­führt wird. Fes­te Ver­krus­tun­gen ent­fer­nen Sie mit einer Drahtbürste.

Wasch­ma­schi­ne läuft aus beim Abpum­pen – Sind die Schläu­che und Dich­tun­gen defekt?

Die Wasch­ma­schi­ne pumpt nach dem Ein­schal­ten so viel Was­ser in die Maschi­ne, bis die nöti­ge Men­ge zum Waschen erreicht ist. Ist jedoch die Dich­tung am Was­ser­an­schluss defekt oder der Zulauf­schlauch, kommt kei­ne aus­rei­chen­de Men­ge bei der Maschi­ne an und sie pumpt immer wei­ter, wäh­rend immer mehr Was­ser auf den Boden strömt. Ursa­chen für die Beschä­di­gun­gen kön­nen Kalk­ab­la­ge­run­gen, Ver­schleiß oder Kni­cke in den Schläu­chen sein. Sie erken­nen einen defek­ten Zulauf dar­an, dass die Dich­tung oder der Zulauf­schlauch feucht sind oder an einer Stel­le Was­ser aus­tritt. Prü­fen Sie dabei auch gleich den Ablauf­schlauch, aus dem Was­ser aus­tre­ten kann. Tau­schen Sie ein beschä­dig­tes Teil aus. Ersatz­tei­le bekom­men Sie im Fach­han­del oder im Baumarkt.

Was­ser tritt beim Bull­au­ge aus – Ist die Tür­man­schet­te gerissen?

Damit beim Bull­au­ge das Was­ser nicht aus­tritt, ist hier eine Gum­mi­dich­tung ein­ge­baut – die soge­nann­te Man­schet­te. Durch Haar­span­gen, BH-Bügel oder ande­re metal­li­sche Gegen­stän­de kann das Gum­mi ein­ge­ritzt und dadurch undicht wer­den. Sie erken­nen Beschä­di­gun­gen an den Ris­sen im Gum­mi. In die­sem Fall muss die Man­schet­te aus­ge­tauscht wer­den. Wenn Sie das selbst über­neh­men wol­len, fin­den Sie ent­spre­chen­de Anlei­tun­gen im Inter­net, andern­falls über­las­sen Sie die­se Auf­ga­be einem Techniker.

Mög­li­che inne­re Ursa­chen für einen Was­ser­scha­den an der Waschmaschine

Wie funk­tio­niert der Aquastop?

Die meis­ten moder­nen Wasch­ma­schi­nen sind mit Aquas­top aus­ge­rüs­tet bezie­hungs­wei­se kön­nen leicht damit nach­ge­rüs­tet wer­den. Das Sys­tem ver­hin­dert im Scha­dens­fall, dass wei­te­res Was­ser aus­tritt, indem es die Was­ser­zu­fuhr unterbricht.

Neben elek­tro­ni­schen und elek­tri­schen gibt es zwei mecha­ni­sche Sys­te­me. Zum einen ein Spe­zi­al­ven­til, in dem sich eine Feder auto­ma­tisch schließt, sobald durch einen geplatz­ten Schlauch der Was­ser­druck stark abfällt. Zum ande­ren ein Sys­tem mit einem zwei­ten Schlauch, der den was­ser­füh­ren­den Schlauch umman­telt. Bei einem Scha­den dringt Was­ser in den äuße­ren Schlauch. Erreicht das Was­ser im äuße­ren Schlauch das Ven­til bei der Was­ser­zu­fuhr, wird die­ses geschlossen.

Sie haben das Flu­sen­sieb, alle Dich­tun­gen, Schläu­che sowie die Wasch­mit­tel­schub­la­de geprüft und kei­nen Defekt fest­stel­len kön­nen? Dann liegt der Scha­den womög­lich im Inne­ren der Wasch­ma­schi­ne. Hier kom­men meh­re­re Ursa­chen infra­ge. Am bes­ten wen­den Sie sich in die­sem Fall an einen Techniker.

Wol­len Sie sich selbst ein Bild machen, tren­nen Sie die Wasch­ma­schi­ne unbe­dingt vom Stromnetz!

Lösen Sie den Deckel Ihrer Wasch­ma­schi­ne. Dann sehen Sie die Schläu­che, die zur Wasch­mit­tel­schub­la­de und von dort zur Trom­mel füh­ren. Prü­fen Sie, ob die Schläu­che tro­cken sind. Falls nein, müs­sen sie aus­ge­tauscht wer­den. Falls ja, prü­fen Sie, ob Was­ser in der Maschi­ne steht. Denn dann sind die Magnet­ven­ti­le kaputt. Auch für ihren Aus­tausch fin­den Sie Anlei­tun­gen im Internet.

Schließ­lich kann die Ursa­che noch bei den inne­ren Ablauf­schläu­chen der Wasch­ma­schi­ne lie­gen, die bei einem offe­nen Gerät von vorn gut zu erken­nen sind. Da das Ent­fer­nen der Front­blen­de jedoch eini­gen Auf­wand bedeu­tet, kön­nen Sie auch zunächst die Rück­sei­te der Maschi­ne abschrau­ben und mit der Hand nach­füh­len, ob alle Schläu­che dicht sind. Falls ja, haben Sie alle Ursa­chen aus­ge­schlos­sen bezie­hungs­wei­se beho­ben, die von außen fest­zu­stel­len sind. Dann soll­ten Sie sich an einen Tech­ni­ker oder den Kun­den­dienst des Her­stel­lers wenden.

Vie­le mög­li­che Ursa­chen, vie­le ein­fa­che Lösungen

Zu erken­nen, die Wasch­ma­schi­ne läuft aus, ist äußerst ärger­lich. Doch nach dem ers­ten Schre­cken soll­te die Suche nach der Scha­dens­ur­sa­che schnell vor­an­ge­hen. Denn in der Regel liegt der Grund in den mecha­ni­schen Tei­len, die beschä­digt und leicht aus­zu­tau­schen sind. Bei den Kos­ten für die Repa­ra­tur und die ent­stan­de­nen Schä­den lohnt ein Blick in die Her­stel­ler­ga­ran­tie bezie­hungs­wei­se in die Unter­la­gen von Haus­rat- und Haftpflichtversicherung.

Sind der Scha­den an der Maschi­ne beson­ders gra­vie­rend und der Repa­ra­tur­auf­wand groß, soll­ten Sie über einen Neu­kauf nach­den­ken. Vor allem, wenn Sie eine älte­re Wasch­ma­schi­ne von zehn Jah­ren und mehr besit­zen, sind die Ener­gie­ein­spa­run­gen durch ein effi­zi­en­tes Neu­ge­rät häu­fig höher als die Anschaf­fungs­kos­ten. Und ein Was­ser­scha­den durch ver­kalk­te oder ver­schlis­se­ne Ein­zel­tei­le dürf­te Sie auch nicht mehr so schnell erei­len. So kom­men Sie wie­der tro­cke­nen Fußes zur Wasch­ma­schi­ne und freu­en sich über eine fri­sche, sau­be­re Wäsche.

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