Das nervt: Mit­ten­drin im Haus­putz lässt Ihr Sau­ger Sie im Stich. Wenn der Staub­sauger über­hitzt und nicht rich­tig funk­tio­niert oder gar ver­brannt riecht, kann das ver­schie­de­ne Ursa­chen haben. Wir nen­nen Ihnen mög­li­che Feh­ler­quel­len und wie Sie sie besei­ti­gen.

Wohin mit einem kaput­ten Staub­sauger?

Wenn der Staub­sauger auf­grund eines Motor­scha­dens oder aus ande­ren Grün­den aus­ge­mus­tert wer­den soll, stellt sich die Fra­ge: Wohin damit? Auf jeden Fall nicht in den Haus­müll. Staub­sauger sind Elek­tro­ge­rä­te, die Sie als Elek­tro­schrott nur über bestimm­te Wege ent­sor­gen dür­fen.

Gro­ße Elek­tro­händ­ler mit einer Ver­kaufs­flä­che von mehr als 400 Qua­drat­me­tern sind grund­sätz­lich ver­pflich­tet, Elek­tro­schrott zurück­zu­neh­men. Eine Aus­nah­me besteht, wenn das Alt­ge­rät län­ger als 25 cm ist und Sie beim Händ­ler kein neu­es, ver­gleich­ba­res Gerät kau­fen.

Wert­stoff­hö­fe sind hin­ge­gen eine zuläs­si­ge Anlauf­stel­le. Sie neh­men kaput­te Staub­sauger kos­ten­los an und haben oft auch eine spe­zi­el­le Sam­mel­stel­le für Elek­tro­schrott. Eine wei­te­re Mög­lich­keit sind gewerb­li­che Schrott­samm­ler, die zum Teil auch einen Abhol­dienst bie­ten.

Staub­sauger gehö­ren zu den Haus­halts­ge­rä­ten, die stän­dig im Ein­satz sind, aber nur sel­ten vom Benut­zer gepflegt oder gewar­tet wer­den. So kann es leicht zu einer Stö­rung kom­men. Oft­mals über­hitzt der Staub­sauger. Das kann ver­schie­de­ne Ursa­chen haben.

Über­hit­zung durch ver­stopf­ten Motor­fil­ter

Elek­tro­mo­to­ren erzeu­gen beim Betrieb Wär­me. Die­se muss auch wie­der abge­führt wer­den, damit der Motor nicht über­hitzt. Staub­sauger sind daher so kon­stru­iert, dass ein Teil der ange­saug­ten Luft der Motor­küh­lung dient. Ein Motor­fil­ter soll ver­hin­dern, dass dabei Schmutz in den Motor gelangt. Doch mit der Zeit ver­stop­fen die ange­saug­ten Schmutz­par­ti­kel die Poren des Fil­ter­ma­te­ri­als. Das ver­rin­gert den Luft­strom und die Küh­lung, und es kommt zu einem Hit­ze­stau.

Tau­schen Sie den Motor­fil­ter ein­fach aus, um das Pro­blem zu behe­ben. Wel­chen Sie genau brau­chen, erfah­ren Sie in der Bedie­nungs­an­lei­tung oder im Inter­net. Wäh­len Sie als Such­wör­ter etwa Mar­ke und Modell des Geräts und den Begriff “Motor­fil­ter”. Infor­ma­tio­nen zur Lage und zum Aus­tausch des Fil­ters fin­den Sie eben­falls in der Bedie­nungs­an­lei­tung. Man­che Fil­ter las­sen sich auch rei­ni­gen. Wir beschrei­ben Ihnen die nor­ma­le Vor­ge­hens­wei­se für Gerä­te mit und ohne Staub­beu­tel.

Motor­fil­ter­wech­sel bei Sau­gern mit Staub­beu­tel

Der Motor­fil­ter befin­det sich bei den meis­ten Model­len an der Rück­sei­te des Staub­beu­tel-Fachs (vor dem Motor­be­reich). Häu­fig ist ein Kunst­stoff­rah­men an das Gehäu­se ange­klickt. Um an ihn her­an­zu­kom­men, gehen Sie wie folgt vor:

  1. Neh­men Sie zunächst den Staub­beu­tel her­aus.
  2. Lösen Sie dann den Fil­ter­rah­men, und zie­hen Sie ihn her­aus.
  3. Ist die Fil­te­r­ein­la­ge dun­kel­grau oder sogar schon schwarz, muss sie getauscht wer­den. Rah­men mit fest ein­ge­bau­tem Fil­ter sind kom­plett zu erneu­ern. Bei aus­tausch­ba­ren Fil­tern klap­pen Sie den Rah­men auf und erset­zen die Ein­la­ge durch ein neu­es Fil­tervlies.
  4. Zum Schluss set­zen Sie den Rah­men und den Staub­beu­tel wie­der ein.

Motor­fil­ter­wech­sel bei Staub­saugern ohne Staub­beu­tel

Soge­nann­te Zyklon-Sau­ger, die ohne Staub­beu­tel aus­kom­men, sind anders kon­stru­iert. Hier befin­det sich der Motor­schutz­fil­ter oft als run­der Lamel­len­fil­ter inner­halb des Staub­be­häl­ters. Ande­re Model­le haben einen Kas­set­ten­fil­ter, der direkt an den Behäl­ter anschließt.

  1. Ent­neh­men Sie die Fil­ter ent­spre­chend der Bedie­nungs­an­lei­tung.
  2. In der Regel sind es Dau­er­fil­ter, die Sie durch Abbürs­ten mit einer wei­chen Bürs­te oder durch Aus­sau­gen rei­ni­gen kön­nen. Stark ver­schmutz­te Fil­ter las­sen sich auch per Hand aus­spü­len, müs­sen aber zur Wei­ter­ver­wen­dung voll­kom­men getrock­net sein.
  3. Set­zen Sie den sau­be­ren Fil­ter wie­der ein.

Über­hit­zung durch ver­stopf­ten Abluft­fil­ter

Ein Hit­ze­pro­blem kann auch ent­ste­hen, wenn die erhitz­te Abluft zu lang­sam oder gar nicht mehr abge­führt wird. Über­prü­fen Sie in die­sem Fall den Zustand des Abluft­fil­ters. Die­ser hat die Auf­ga­be, die ange­saug­ten Luft von Schmutz­par­ti­keln zu rei­ni­gen. Er befin­det sich meis­tens auf der Ober- oder an der Rück­sei­te des Geräts – dort, wo die war­me Abluft aus­tritt.

  1. Öff­nen Sie nach Betriebs­an­lei­tung die War­tungs­klap­pe oder die Fil­ter­hal­te­rung
  2. Prü­fen Sie den Fil­ter­zu­stand auf Ver­fär­bun­gen. In der Anlei­tung erfah­ren Sie, wel­che Art Abluft­fil­ter das Gerät benö­tigt.
  3. Ver­schmutz­te Ein­mal­fil­ter tau­schen Sie aus, den Dau­er­fil­ter rei­ni­gen Sie durch Aus­klop­fen, Aus­bürs­ten oder Absau­gen.

Im Gegen­satz zum Motor­fil­ter gibt es beim Abluft­fil­ter kei­ne grund­sätz­li­chen Kon­struk­ti­ons- oder Lage­un­ter­schie­de bei Sau­gern mit und ohne Staub­beu­tel.

Ver­stop­fun­gen als Ursa­che für Hit­ze­pro­ble­me

Läuft der Staub­sauger heiß, kön­nen Blo­cka­den oder Ver­stop­fun­gen die Ursa­che sein. Die Motor­steue­rung ist so aus­ge­legt, dass je nach ein­ge­stell­ter Leis­tungs­stu­fe ein bestimm­ter Luft­durch­satz erfolgt. Wird die­ser behin­dert, ver­sucht der Motor dies mit einer höhe­ren Leis­tung aus­zu­glei­chen. Mehr Leis­tung heißt dann auch mehr Hit­ze bei weni­ger Kühl­luft.

Mög­li­che Stö­rungs­quel­len sind schnell gefun­den. Kon­trol­lie­ren Sie zunächst den Saug­fuß. Beim Staub­saugen pas­siert es leicht, dass sich grö­ße­re Gegen­stän­de dort ver­klem­men. Kon­trol­lie­ren Sie des­halb beson­ders den Win­kel des Fuß­ge­lenks. Als Nächs­tes lohnt ein Blick in das Saug­rohr und den Saug­schlauch. Ist hier alles frei, kann das Pro­blem eigent­lich nur noch von einem über­vol­len Staubbeutel/Staubbehälter kom­men.

Brand­ge­ruch kann auf Motor­scha­den hin­wei­sen

Dass ein Staub­sauger riecht, kann je nach Fil­ter­zu­stand oder ange­saug­tem Schmutz immer mal vor­kom­men und ist meis­tens kein Pro­blem. Anders ver­hält es sich, wenn das Gerät ver­brannt oder ver­schmort riecht. In die­sem Fall könn­te ein (begin­nen­der) Motor­scha­den vor­lie­gen.

Die Ursa­che ist gera­de bei älte­ren Gerä­ten ein Motor­ver­schleiß, bei­spiels­wei­se durch abge­nutz­te Kon­takt­koh­len oder einen Lager­scha­den. Auch jün­ge­re Sau­ger kön­nen durch Feh­ler des Motor­an­kers, einen Scha­den an der Motor­wick­lung und ähn­li­chen Pro­ble­men bran­dig rie­chen. In dem Fall lohnt sich eine Repa­ra­tur in der Regel nicht. Aus­tausch­mo­to­ren oder Ersatz­tei­le sind oft nicht ver­füg­bar oder sehr teu­er. Die Anschaf­fung eines neu­en Geräts macht meist mehr Sinn.

Die meis­ten Pro­ble­me las­sen sich selbst behe­ben

Ein heiß gelau­fe­ner Staub­sauger kann ver­schie­de­ne Ursa­chen haben. In der Regel sind es aber Klei­nig­kei­ten, wie ver­brauch­te Fil­ter oder Ver­stop­fun­gen im Saug­sys­tem, die den Luft­durch­satz behin­dern. Wir haben Ihnen gezeigt, wo die Ursa­che zu suchen und wie sie zu besei­ti­gen ist. Ledig­lich bei Brand­ge­ruch auf­grund eines Motor­scha­dens kön­nen Sie kaum etwas tun. In die­sem Fall lohnt meist der Kauf eines neu­en Geräts.

 

Disclaimer Die OTTO (GmbH & Co KG) übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit, Aktualität, Vollständigkeit, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit der auf updated.de zur Verfügung gestellten Informationen und Empfehlungen. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die offiziellen Herstellervorgaben vorrangig vor allen anderen Informationen und Empfehlungen zu beachten sind und nur diese eine sichere und ordnungsgemäße Nutzung der jeweiligen Kaufgegenstände gewährleisten können.