Schnell ein paar Kuchen­krü­mel vom Tep­pich gesaugt – doch wo kommt der unan­ge­neh­me Geruch plötz­lich her? Wenn der Staub­sauger stinkt, wird aus dem Sau­ber­ma­cher schon mal ein Ärger­nis. Mit unse­ren Tipps sorgst du wie­der für gute Luft.

Staub­sauger stinkt: Schnel­le Hil­fe gegen üble Gerü­che

Du fragst dich: “War­um stinkt mein Staub­sauger?” In den meis­ten Fäl­len ist der Staub­sauger­beu­tel der Übel­tä­ter. Im Lau­fe der Zeit sam­meln sich dort nicht nur Staub und Schmutz, son­dern auch Mil­ben und Bak­te­ri­en an. Die­se Mikro­or­ga­nis­men ver­ur­sa­chen den Gestank. Lass daher den Beu­tel nicht zu lan­ge im Staub­sauger – spä­tes­tens nach drei Mona­ten soll­test du ihn aus­wech­seln.

Bei einem beu­tel­lo­sen Staub­sauger sam­meln sich Staub und Schmutz im Auf­fang­be­häl­ter. Wird die­ser län­ge­re Zeit nicht aus­ge­kippt, fängt er eben­falls an zu stin­ken. Lee­re den Staub­be­häl­ter in einem ers­ten Schritt aus und wasche ihn gründ­lich mit war­mem Was­ser und eini­gen Trop­fen Spül­mit­tel. Wahl­wei­se kannst du auch einen ande­ren mil­den Rei­ni­ger ver­wen­den. Lass ihn vor der nächs­ten Nut­zung kom­plett trock­nen. Grund­sätz­lich soll­test du den Staub­fang je nach Nut­zungs­ver­hal­ten alle zwei bis vier Wochen lee­ren und säu­bern. Eini­ge Her­stel­ler emp­feh­len sogar nach jeder Nut­zung eine Rei­ni­gung.

Um schnell für einen ange­neh­me­ren Geruch zu sor­gen, kannst du ver­schie­de­ne Düf­te als Gegen­mit­tel ein­set­zen. Hier­für gibt es eine Viel­zahl von klei­nen Hel­fern:

  • Wasch­mit­tel: Sau­ge etwa einen Ess­löf­fel des Pul­vers auf. Anstatt des Gestanks ver­brei­tet sich nun ein fri­scher Duft beim Sau­gen.
  • Deo oder Raum­spray: Nimm die Düse vom Schlauch, stel­le den Staub­sauger auf vol­le Leis­tung, und gib eini­ge Pump­stö­ße direkt in den Schlauch. So ver­teilt der Staub­sauger künf­tig ange­neh­me­re Gerü­che bei der Arbeit.
  • Staub­sauger-Deo: Dro­ge­rien und Super­märk­te haben spe­zi­el­le Deodo­rants für Staub­sauger im Ange­bot. Die Aus­wahl erstreckt sich in der Regel von Duft­stäb­chen, äthe­ri­schen Ölen und Per­len bis hin zu Gra­nu­lat mit Aro­men wie Zitro­ne oder Laven­del. Gib das Pro­dukt dann je nach Ver­pa­ckungs­an­lei­tung direkt in den Staub­sauger­beu­tel.
  • Haus­mit­tel: Auch Kaf­fee­pul­ver ver­treibt schlech­te Gerü­che. Sau­ge dazu ein paar Löf­fel davon auf. Einen eige­nen Geruch ver­strömt das Pul­ver zwar nicht, es neu­tra­li­siert aber den Gestank.
    Für etwas Duft sorgt hin­ge­gen Tee. Lass dei­nen Staub­sauger ein­fach eine Hand­voll von dei­nem Lieb­lings­tee auf­sau­gen. Den Tee­beu­tel soll­test du vor­her zer­schnei­den und nur den Inhalt auf­sau­gen.

Die­se Düf­te kön­nen schlech­te Gerü­che zwar eine Zeit lang über­de­cken, behe­ben aber nicht deren Ursa­che.

Wich­tig: Bist du All­er­gi­ker oder leben All­er­gi­ker im Haus­halt, soll­test du sehr zurück­hal­tend mit künst­li­chen Duft­stof­fen umge­hen. Vor allem bei Asth­ma­ti­kern könn­ten sonst die Atem­we­ge zusätz­lich gereizt wer­den.

Staub­sauger stinkt nach Hund?

Hun­de­be­sit­zer haben oft­mals mit beson­de­ren Duft­no­ten im Staub­sauger zu kämp­fen. Denn Talgabson­de­run­gen sor­gen bei Haus­tie­ren für einen spe­zi­fi­schen Fell­ge­ruch – beson­ders bei Feuch­tig­keit. Die auf­ge­saug­ten Hun­de­haa­re geben den Geruch dann an das Gerät wei­ter. In Ver­bin­dung mit Schmutz bil­det sich so ein per­fek­ter Nähr­bo­den für Mikro­or­ga­nis­men und damit ein­her­ge­hend noch mehr üble Gerü­che.

Vor­beu­gen kannst du, indem du dei­nen nas­sen Hund tro­cken reibst. Es gibt aber auch spe­zi­el­le beu­tel­lo­se Tier­haar­staub­sauger. Die­se bin­den Schmutz und Tier­haa­re ein­fach in einem Was­ser­fil­ter ein. Damit der Staub­sauger nicht nach Hund stinkt, emp­fiehlt sich auch hier eine regel­mä­ßi­ge Rei­ni­gung.

Gründ­li­che Rei­ni­gung des Staub­saugers

Der Staub­sauger stinkt auch noch nach dem Wech­sel des Staub­sauger­beu­tels? Dann bedarf es meist einer gründ­li­chen Rei­ni­gung des Staub­saugers, um wie­der für einen ange­neh­men Duft zu sor­gen. Nutzt du einen Staub­sauger ohne Beu­tel, steht eben­falls eine gründ­li­che Rei­ni­gung an, wenn der üble Geruch nicht ver­schwin­det.

Beson­ders bei beu­tel­lo­sen Staub­saugern ist es sinn­voll, den Staub­be­häl­ter regel­mä­ßig feucht aus­zu­wi­schen und mit Rei­ni­gungs­mit­teln, etwa Spül­mit­tel oder All­zweck­rei­ni­ger, zu säu­bern. So besei­tigst du Kei­me und Gestank. Ach­te dar­auf, alles vor dem nächs­ten Sau­gen voll­stän­dig aus­trock­nen zu las­sen. Andern­falls sorgt die ver­blie­be­ne Feuch­tig­keit erneut für Gestank. Wische bei Staub­saugern mit Beu­tel den Behäl­ter bei jedem Beu­tel­wech­sel gründ­lich aus.

Bevor die ange­saug­te Luft den Staub­sauger wie­der durch das Abluft­git­ter ver­lässt, pas­siert sie einen Fil­ter. Rei­ni­ge auch die­sen regel­mä­ßig. Bei nor­ma­len Ver­schmut­zun­gen reicht es aus, den Fil­ter her­aus­zu­neh­men und über dem Müll­ei­mer aus­zu­klop­fen. Vie­le Staub­sauger ver­fü­gen zudem über einen Hygie­ne­fil­ter. Auch den kannst du ein­fach aus­klop­fen. Bei star­ker Ver­schmut­zung, Feuch­tig­keit oder sicht­ba­rer Schim­mel­bil­dung ist es bes­ser, den Fil­ter aus­zu­wa­schen bezie­hungs­wei­se durch einen neu­en zu erset­zen. Benut­ze zum Aus­wa­schen nur kla­res Was­ser.

Teil­wei­se sam­meln sich bereits im Saug­rohr Ver­un­rei­ni­gun­gen an. Um das zu über­prü­fen, musst du das Rohr vom Staub­sauger abschrau­ben und auch den Bürs­ten­kopf ent­fer­nen. Nun lässt sich das Rohr ein­fach mit hei­ßem Was­ser und etwas Rei­ni­gungs­mit­tel durch­spü­len. Am bes­ten klappt das in der Dusche oder Bade­wan­ne. Danach lässt du das Rohr am bes­ten 24 Stun­den lang gut trock­nen.

War­um stinkt mein Staub­sauger?

Es gibt ver­schie­de­ne Grün­de, war­um sich der Sau­ber­mann in eine Stink­bom­be ver­wan­deln kann. Bei neu­en Staub­saugern kom­men die unan­ge­neh­men Gerü­che meist vom Kunst­stoff, aus dem das Gehäu­se her­ge­stellt ist. Das Mate­ri­al duns­tet noch aus. Mit der Zeit legt sich die­ser Plas­tik-Geruch zum Glück – Hand­lungs­be­darf besteht hier nicht.

Anders sieht es bei Staub­saugern aus, die bereits seit Län­ge­rem im Ein­satz sind. Hier kön­nen die Gerü­che fol­gen­de Ursa­chen haben:

  • ein ver­un­rei­nig­ter Fil­ter.
  • ein vol­ler Staub­sauger­beu­tel.
  • Schim­mel­bil­dung im Inne­ren.
  • ein Defekt am Motor.

Riecht der Staub­sauger ver­brannt?

Auch ein Feh­ler am Gerät kann dazu füh­ren, dass der Staub­sauger stinkt. Etwa dann, wenn der Motor defekt ist und es zu einer erhöh­ten Hit­ze­ent­wick­lung kommt. Dann ver­brennt Staub, oder der Kunst­stoff des Gehäu­ses schmort an. Mehr Infor­ma­tio­nen dazu fin­dest du in die­sem Rat­ge­ber. Hast du aller­dings den Ver­dacht, dass der Motor beschä­digt ist, soll­test du dei­nen Staub­sauger zum Fach­mann brin­gen.

So beugst du schlech­ten Gerü­chen in Zukunft vor

Dass ein Staub­sauger stinkt, muss nicht sein. Die meis­ten Gerü­che las­sen sich ganz ein­fach ver­mei­den. Das Wich­tigs­te: Sau­ge nur tro­cke­nen Schmutz auf. Gelangt Feuch­tig­keit in den Auf­fang­be­häl­ter, schafft das ein per­fek­tes Mikro­kli­ma für Bak­te­ri­en, die dann irgend­wann üble Gerü­che ver­brei­ten. Auch Spei­se­res­te soll­test du nicht auf­sau­gen, da die­se im Inne­ren schim­meln könn­ten.

Wenn du außer­dem noch den Staub­sauger­beu­tel regel­mä­ßig, spä­tes­tens nach drei Mona­ten, wech­selst bezie­hungs­wei­se den Auf­fang­be­häl­ter alle zwei bis vier Wochen aus­leerst, soll­ten sich unan­ge­neh­me Gerü­che in Zukunft sprich­wört­lich in Luft auf­lö­sen.

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