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Haushalt

Beu­tel­lo­se Staub­sauger: Wie gut schla­gen sie sich im Alltag?

Saugroboter, Stielsauger und klassischer Bodenstaubsauger, alle Modelle gibt es mittlerweile auch als beutellose Variante.

Design, Tech­no­lo­gie, Hand­ha­bung: Bei Staub­saugern hat sich in den letz­ten Jah­ren eini­ges getan. Vor allem zwei Trends fal­len auf: Vie­le aktu­el­le Gerä­te sau­gen ohne Beu­tel, eini­ge auch ohne Kabel und Ste­cker – der Strom kommt aus dem Akku. Wel­che Qua­li­tät du von den unter­schied­li­chen Model­len erwar­ten kannst, zeigt unser Praxistest.

Staub­sauger-Ver­gleich: Wel­cher Staub­sauger für wel­che Ansprüche?

Wer sich einen neu­en Staub­sauger anschafft, hat mitt­ler­wei­le die Wahl zwi­schen vie­len unter­schied­li­chen Typen: Da gibt es den klas­si­schen, kabel­ge­bun­de­nen Boden­staub­sauger, der dich rol­lend durch die gan­ze Woh­nung beglei­tet, den Stiel- bezie­hungs­wei­se Stab­sau­ger, der Tech­nik und Auf­fang­be­häl­ter ent­lang des Stiels unter­bringt und so auf den Wagen ver­zich­tet. Und zu guter Letzt gibt es den Saug­ro­bo­ter, der selbst­stän­dig die Woh­nung säu­bert, wäh­rend du ande­re Din­ge erle­digst. Alle die­se Typen gibt es ohne Saug­beu­tel. Aber wel­cher Sau­ger ist nun für wel­che Bedürf­nis­se der rich­ti­ge? Wir haben vier Sau­ger auf den Prüf­stand gestellt.

Dys­on V12 Slim absolute

Die Aus­stat­tung

Der Dys­on V12 Slim abso­lu­te ist ein Akku­sau­ger – und das klingt erst ein­mal nach einer prak­ti­schen Ange­le­gen­heit: Ohne Strom­ka­bel spa­re ich mir gera­de in grö­ße­ren Woh­nun­gen das läs­ti­ge Umstöp­seln des Netz­ste­ckers, wäh­rend ich mich von einem Raum zum nächs­ten vor­ar­bei­te. Und ich zie­he auch nicht kon­ti­nu­ier­lich einen kilo­schwe­ren Wagen hin­ter mir her, der womög­lich an der nächs­ten Kom­mo­de hän­gen bleibt, wäh­rend ich rasant um die Ecke bie­ge. Und noch einen Vor­teil hat so ein Akku­sau­ger: Er braucht weni­ger Stau­raum, denn Akku­sau­ger sind soge­nann­te Stiel­sau­ger, bei denen Motor und Beu­tel an eben jenem Stiel unter­ge­bracht sind. So auch beim Dys­on V12 Slim abso­lu­te. Der 2‑in-1-Sau­ger kommt im soge­nann­ten Inline Design. Das bedeu­tet: Der Motor mün­det senk­recht in den Staub­be­häl­ter, bei­de bil­den eine Linie. Das Wech­seln des Akkus funk­tio­niert ganz ein­fach mit einem Klick.

Ein Detail des Dys­on V12 Slim abso­lu­te ist schon vor dem Aus­pa­cken erkenn­bar: sein futu­ris­ti­sches Design. Eine Eigen­schaft, die er mit vie­len ande­ren beu­tel­lo­sen Akku­sau­gern teilt. Die Ver­wen­dung von trans­pa­ren­tem Kunst­stoff macht den tech­ni­schen Auf­bau sicht­bar, anders als beim han­dels­üb­li­chen Staub­sauger. Am Griff ver­sorgt mich ein run­des Dis­play mit allen wich­ti­gen Infor­ma­tio­nen. Dazu zäh­len die sekun­den­ge­naue Rest­lauf­zeit, War­tungs­mel­dun­gen, der aktu­el­le Saug­mo­dus und die Akku­le­bens­dau­er: Beim Dys­on V12 Slim abso­lu­te beträgt sie im Eco-Modus bis zu 60 Minu­ten, bei mitt­le­rer Leis­tung bis zu 40 Minu­ten und im Tur­bo-Modus sind es ledig­lich acht Minu­ten. Grund­sätz­lich gilt: Je mehr Schmutz und je her­aus­for­dern­der der Boden, des­to mehr Power braucht der Sau­ger – und des­to stär­ker ist der Akku gefor­dert. Die größ­te Her­aus­for­de­rung sind hoch­flo­ri­ge Tep­pi­che mit star­ker Ver­schmut­zung, hier ist der Power-Modus gefor­dert. Für Hart­bö­den mit leich­ter Ver­schmut­zung genügt die Eco-Ein­stel­lung. Um die Akku­lauf­zeit opti­mal zu nut­zen, ist es beim Akku­sau­ger wich­tig, den Saug­mo­dus stets im Auge zu haben und anzupassen.

Im Paket des V12 ste­cken meh­re­re Saug­dü­sen und Bürs­ten: Eine soge­nann­te Slim-Fluffy-Laser-Boden­dü­se für Hart­bö­den und eine Elek­tro­bürs­te, High-Tor­que-Bürs­te genannt, für Tep­pi­che. Die Elek­tro­bürs­ten mit Direkt­an­trieb ver­stärkt die Saug­kraft mit­hil­fe mecha­ni­scher Arbeit: In der Düse rotie­ren Bürs­ten oder mit tuch­ar­ti­gem Stoff bespann­te Rol­len, um den Schmutz vom Boden auf­zu­neh­men. Die Slim-Fluffy-Laser-Boden­dü­se hat zudem Laser­licht an Bord. Damit soll der Staub auf dem Boden gezielt ange­strahlt wer­den. Das hilft, um auch in dunk­len Ecken gründ­lich sau­ber zu machen. Die Bezeich­nung „Stau­berken­nung“ ist aller­dings etwas irre­füh­rend: Erken­nen muss ich den Staub schließ­lich selbst, um die Düse dar­über zu führen.

Bei den rest­li­chen Düsen han­delt es sich um Spe­zia­lis­ten für beson­de­re Ein­sät­ze: Die klei­ne Kom­bi-Zube­hör­dü­se macht sich her­vor­ra­gend, um die Keks­krü­mel des Soh­ne­manns vom Sofa zu sau­gen. Bei emp­find­li­chen, glat­ten Ober­flä­chen wie dem Side­board aus Echt­holz grei­fe ich zur Extra-Soft-Bürs­te. Die Extra-Hart-Bürs­te geht rabia­ter zur Sache, daher ist sie nur auf stra­pa­zier­fä­hi­gen Tep­pich­bö­den, Fuß­mat­ten und ähn­li­chem zu emp­feh­len. Für die Spe­zi­al­ein­sät­ze baue ich den Staub­sauger in einen grif­fi­gen Hand­staub­sauger um – der 2‑in-1-Funk­ti­on sei Dank. Dafür lässt sich der kabel­lo­se Staub­sauger fix umbauen.

Der Pra­xis­test

Den Zusam­men­bau des Sau­gers schaf­fe ich locker ohne Anlei­tung: Düse, Rohr und die Ein­heit mit Motor, Griff und Dis­play sind schnell zusam­men­ge­steckt. Mit 2,4 Kilo­gramm liegt das Gerät gut in der Hand, obwohl alle schwe­ren Ele­men­te, wie Akku und Motor, am obe­ren Ende ver­baut sind. Direkt los­le­gen kann ich aber noch nicht, denn zunächst ein­mal muss der Akku gela­den wer­den. Die Lade­zeit des V12 beträgt laut Her­stel­ler­an­ga­ben vier Stun­den – bei mir ging es etwas schnel­ler. Als ers­tes las­se ich den Dys­on mit der Slim-Fluffy-Laser-Boden­dü­se Zucker vom Par­ket sau­gen. Das funk­tio­niert schon im Eco-Modus her­vor­ra­gend. Die kräf­ti­ge­re High-Tor­que-Bürs­te meis­tert die Auf­ga­be eben­so ohne Pro­ble­me – Hart­bö­den sind für den V12 also ein Leichtes.

Im Eco-Modus leis­tet der Sau­ger sogar auf Tep­pi­chen gute Arbeit, selbst auf mei­nem Hoch­flor­tep­pich, obwohl es bei haa­ri­gen Auf­ga­ben eini­ge Hin- und Her­be­we­gun­gen braucht, um alles zu ent­fer­nen – zum Bei­spiel Hun­de­haa­re. Prak­tisch: Die Haar­dü­se mit konisch ver­lau­fen­der Bürst­wal­ze ist spe­zi­ell für lan­ge Haa­re und Tier­haa­re ent­wi­ckelt – und sie erle­digt ihre Arbeit her­vor­ra­gend. Was auf­fällt: Immer, wenn die elek­tri­sche Bürs­te über den Par­kett­bo­den rollt, bringt das eine gewis­se Geräusch­ent­wick­lung mit sich.

Düsen mit elek­tri­scher Bürs­te benö­ti­gen mehr Ener­gie, um sich durch den Tep­pich zu kämp­fen. Inner­halb von rund einer Minu­te schrumpft bei mei­ner Rei­ni­gungs­mis­si­on die Rest­lauf­zeit von 47 auf 37 Minu­ten. Es sind noch zwei höhe­re Leis­tungs­stu­fen ver­füg­bar, wel­che die Akku­lauf­zeit jedoch noch schnel­ler auf­zeh­ren. Für mehr Power kann man sich einen zwei­ten Akku anschaf­fen, um die­sen wäh­rend des Sau­gens zu wech­seln. Der Dys­on V12 Slim abso­lu­te zeigt sich zudem sehr gelen­kig: Der Stab lässt sich schät­zungs­wei­se um 270 Grad dre­hen und glei­tet so sehr wen­dig über den Boden. Auch an Ecken und Kan­ten sam­melt er den Schmutz her­vor­ra­gend ein. Und er spuckt ihn auch mit Leich­tig­keit wie­der aus: Mit weni­gen Hand­grif­fen löse ich den Behäl­ter und ent­lee­re ihn über mei­nem Müll­ei­mer. Klar, das staubt ein bisschen.

Im Ergeb­nis prä­sen­tiert sich der Dys­on V12 Slim abso­lu­te als all­tags­taug­li­cher Akku­sau­ger – mit eini­gen Ein­schrän­kun­gen. Die betref­fen zum einen die Kapa­zi­tät des Saug­be­häl­ters, zum ande­ren die Akku­lauf­zeit. Was die Saug­kraft angeht, so gibt es aller­dings nichts zu bean­stan­den. Die Aus­stat­tung mit vie­len Zusatz­bürs­ten für spe­zi­el­le Ein­satz­zwe­cke ist hilfreich.

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AEG QX7

Die Aus­stat­tung

Auch der QX7 von AEG ist ein 2‑in-1-Akku-Staub­sauger, soll hei­ßen, ein Akku­sau­ger, der sich sowohl als Stab­staub­sauger als auch als Hand­staub­sauger ein­set­zen lässt. Die zen­tra­le Ein­heit des Sau­gers sieht für mich tat­säch­lich aus wie ein han­dels­üb­li­cher Hand­staub­sauger. Ich kann den klei­nen Hel­fer aber auch in einen Stab ein­span­nen und um eine Boden­dü­se ver­län­gern, um ihn als aus­ge­wach­se­nen Stab­staub­sauger zu ver­wen­den. Am obe­ren Ende des Sta­bes kann ich die Saug­kraft des Gerä­tes ein­stel­len sowie ein- und aus­schal­ten. Außer­dem habe ich die Wahl zwi­schen ver­schie­de­nen Düsen, ins­ge­samt sechs wer­den mit­ge­lie­fert: zwei Boden­dü­sen und vier Rei­ni­gungs­auf­sät­ze. Eine der Boden­dü­sen ist mit einer Bürs­te aus­ge­stat­tet, die ande­re mit einer wei­chen Walze.

Die wei­che Wal­ze soll als Rei­ni­gungs­auf­satz für Hart­bö­den Schmutz­par­ti­kel auf­neh­men, ohne den Boden dabei zu zer­krat­zen. Auf ver­schmutz­ten Tep­pi­chen darf es etwas beherz­ter zur Sache gehen, hier kommt die Bors­ten­bürs­te zum Ein­satz. Die auf der Gerä­te­rück­sei­te inte­grier­te Tele­skop-Fugen­dü­se ist schnell zur Hand und beson­ders hilf­reich für die Rei­ni­gung von schwer zugäng­li­chen Berei­chen vom Boden bis hin zur Decke. Düse, Stab und Sau­ger sind mit weni­gen Klicks mon­tiert. Das fünf­stu­fi­ge Fil­ter­sys­tem soll eine effi­zi­en­te Tren­nung von Schmutz und Staub aus dem Luft­strom und für eine sau­be­re Abluft sor­gen. Zum Auf­la­den wird ein Lade­stän­der mit­ge­lie­fert, in den sich der QX7 ein­set­zen und laden lässt. Beson­de­re Hil­fe beim Sau­gen: Damit ich auch in dunk­len Ecken jedes Staub­korn erwi­sche, sind bei­de Boden­dü­sen mit einem LED-Front­licht aus­ge­stat­tet. Und um gezielt eine klei­ne Flä­che zu rei­ni­gen, kann ich den Hand­staub­sauger aus­klin­ken und als wen­di­gen, klei­nen Sau­ger ein­set­zen. Zum Bei­spiel, um ohne viel Auf­wand und Ver­län­ge­rungs­schnur die Auto­sit­ze zu reinigen.

Der Pra­xis­test

Was auf­fällt: Der QX7 ist leicht und liegt mit sei­nem Gewicht von 2,8 Kilo­gramm gut in der Hand. Das liegt dar­an, dass sich Staub­be­häl­ter und Motor am unte­ren Ende befin­den. So lässt er sich bequem hal­ten und manö­vrie­ren. Mit dem Start schal­tet der QX7 auch gleich sei­ne Front­schein­wer­fer ein – also die LEDs, die beim Auf­fin­den des Schmut­zes hel­fen sol­len. Viel­leicht lie­ße sich ein wenig wert­vol­ler Strom spa­ren, wenn ich die Beleuch­tung abschal­ten könn­te, sepa­ra­te Schal­ter gibt es aber nicht.  

Bestim­men­des The­ma bei Akku-Gerä­ten ist die Saug­kraft, des­we­gen möch­te ich den QX7 etwas ärgern und ver­tei­le rote Lin­sen auf mei­nem Hoch­flor­tep­pich. Das scheint den Sau­ger aber nicht beson­ders her­aus­zu­for­dern – mit eini­gen Vor- und Rück­wärts­be­we­gun­gen sind alle Lin­sen getilgt. Nächs­tes Level: Hun­de­haa­re. Fell­res­te gel­ten gemein­hin als schwie­ri­ge Auf­ga­be, auch für han­dels­üb­li­che Boden­sau­ger mit star­ken Moto­ren. Der QX7 nimmt aller­dings bereits beim ers­ten Gang alles auf. Vie­le Sau­ger mit Bürs­te haben Pro­ble­me mit Tier­haa­ren, da sich die­se um die dre­hen­de Bürs­te wickeln. Um das zu ver­hin­dern, hat der iQX7 einen sepa­ra­ten Schal­ter, den ich per Fuß betä­ti­gen kann. Dann zer­schnei­det eine inte­grier­te Klin­ge Haa­re und Fus­seln, bevor sie direkt ein­ge­saugt wer­den. So muss ich das nicht von Hand erle­di­gen. „BrushRoll­Clean“ nennt AEG das Verfahren.

Etwas hake­lig wird es erst, als ich unterm Sofa sau­gen möch­te: Da die bau­chi­ge Ein­heit aus Saug­be­häl­ter und Motor weit unten sitzt, muss ich den Sau­ger bei­na­he flach auf den Boden legen, um unter dem Sitz­mö­bel sau­gen zu kön­nen. Ich gebe zu: Mit den Lin­sen und den Hun­de­haa­ren habe ich nicht nur die Saug­kraft des QX7 her­aus­ge­for­dert, son­dern auch die Kapa­zi­tät des Auf­fang­be­häl­ters: Mit einem Fas­sungs­ver­mö­gen von 0,3 Litern ist der QX7 nicht gera­de üppig aus­ge­stat­tet. Zum Aus­lee­ren ent­neh­me ich den Hand­sauger und ent­lee­re ihn direkt in mei­nen Müll­ei­mer, erst danach kann ich wei­ter­saugen. Ande­re beu­tel­lo­se Sau­ger bie­ten mehr Fas­sungs­ver­mö­gen, der Dys­on Slim V12 zum Bei­spiel fasst 0,5 Liter. Zum Ver­gleich: Boden­sau­ger mit Beu­tel schlu­cken bis zu vier Liter Schmutz. Nun gut, dafür spa­re ich mir mit mei­nem QX7 die Beu­tel – das schont mein Porte­mon­naie und die Umwelt.

Der QX7 hat zwei Leis­tungs­stu­fen. Um den Akku zu scho­nen, sau­ge ich mög­lichst häu­fig auf nied­ri­ger Stu­fe. Bis zu 50 Minu­ten soll der QX7 in die­sem Modus durch­hal­ten. Auf dem Tep­pich mit maxi­ma­ler Power schafft der Sau­ger aller­dings nur rund 15 Minu­ten. Da der Akku immer­hin über vier Stun­den lädt, ist der Saug­vor­gang hier erst ein­mal been­det. Um den Lade­zu­stand es Akkus anzu­zei­gen, sind am Kor­pus des Sau­gers drei LEDs inte­griert. Das ist tat­säch­lich etwas unge­nau, gera­de wenn es letzt­lich um Minu­ten geht. Ande­re Model­le zei­gen die Rest­lauf­zeit des Akkus in Minu­ten auf dem Dis­play an.  

Ins­ge­samt macht der QX7 einen guten Job, sowohl auf Tep­pich­bo­den als auch auf dem Par­kett. Die Mög­lich­keit, das Gerät bei Bedarf in einen Hand­sauger zu ver­wan­deln ist prak­tisch. Die Boden­dü­sen für Tep­pi­che und Hart­bö­den unter­stüt­zen den Sau­ger mit mecha­ni­scher Arbeit. Auf Hart­bö­den und bei leicht ver­schmutz­ten Böden ist der QX7 eine gro­ße Hil­fe, bei grö­ße­ren Woh­nun­gen aller­dings oder auch schon, wenn in mitt­le­ren Woh­nun­gen groß­zü­gig hoch­flo­ri­ger Tep­pich ver­legt ist, kommt der Akku bald an sei­ne Grenzen.

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Phil­ips Power­Pro Expert FC9747/09

Die Aus­stat­tung

Der Phil­ips Power­Pro Expert ist der ein­zi­ge beu­tel­lo­se Sau­ger im Test, der nicht mit einem Akku betrie­ben wird – und es ist ein Boden­staub­sauger. Damit unter­schei­det er sich also in zwei wesent­li­chen Punk­ten zu den ande­ren Model­len im Test: Den Kon­troll­blick auf die Rest­lauf­zeit kann ich mir spa­ren und auch das Fas­sungs­ver­mö­gen fällt etwas üppi­ger aus: Mit zwei Litern über­trifft der Phil­ips Power­Pro Expert bei­spiels­wei­se den Dys­on v12 Slim um ein Vier­fa­ches. Wie die ande­ren Model­le in unse­rem Ver­gleich ist auch der Power­Pro Expert mit einem gro­ßen Sor­ti­ment an Düsen aus­ge­stat­tet, für alle Arten von Hart- und Tep­pich­bö­den und für Pols­ter­mö­bel. Die Namen klin­gen natür­lich beein­dru­ckend: TriActive+-Düse und CarpetClean-Düse.

Der Power­Pro Expert rollt mit einem Gewicht von 5,48 Kilo­gramm über den Boden, damit han­delt es sich um das schwers­te Modell im Ver­gleich, aller­dings muss ich ihn auch nicht am Stiel füh­ren. Gro­ßen Anteil an dem Gewicht hat der kräf­ti­ge 900-W-Motor. Außer­dem ist der Power­Pro Expert mit einem spe­zi­el­len All­er­gie-Fil­ter ver­se­hen, der bis zu nahe­zu 100 Pro­zent des Fein­stau­bes ein­be­hal­ten soll – inklu­si­ve Haus­staub­mil­ben. Gut für All­er­gi­ker: Der Staub­be­häl­ter ist voll­stän­dig abge­dich­tet und auslaufsicher.

Der Pra­xis­test

Für mei­nen Test ver­tei­le ich zunächst Zucker, dann Lin­sen auf dem Boden. Bei­des bekommt der Staub­sauger mit eini­gen Hin- und Her­be­we­gun­gen her­vor­ra­gend weg. Was auf­fällt, ist die gute TriActive+-Düse: Wo ande­re Model­le Lin­sen­res­te vor sich her­schie­ben, nimmt der Power­Ex­pert Pro sie ohne Pro­ble­me auf. Der Trick: Der Spalt an der Vor­der­sei­te der Düse ist grö­ßer als bei ande­ren Model­len, daher kommt sie auch mit grö­ße­ren Schmutz­par­ti­keln zurecht – und schiebt sie nicht vor sich her. Zudem hat die Düse an bei­den Sei­ten Öff­nun­gen, um die Staub­ent­fer­nung sowohl seit­lich als auch von vorn zu ermög­li­chen. Wei­che Bürs­ten an den Sei­ten rei­ni­gen zudem Wän­de und Möbel. Die Boden­dü­se ist mit LED-Licht aus­ge­stat­tet und unge­mein wen­dig. Dank ihrer Gum­mi­lip­pe ver­mei­det die bürs­ten­lo­se Düse auf­ge­wi­ckel­te Haare.

Auch auf dem Tep­pich läuft es für den Power­Ex­pert Pro rund: Im Hoch­flor­tep­pich blei­ben mit der Car­pet­Clean-Düse schon bei mitt­le­rer Saug­leis­tung kei­ne Lin­sen-Res­te zurück. Aber da es kei­nen Akku zu scho­nen gilt, muss ich nicht so peni­bel auf die Saug­leis­tung ach­ten. Die Car­pet­Clean-Düse arbei­tet ohne Bürs­te und geht beson­ders kraft­voll zur Sache, wenn ich die seit­li­chen Hebel her­un­ter­drü­cke, um die Saug­leis­tung zu erhö­hen. Bei den Hun­de­haa­ren kann die Düse den­noch nicht voll­ends über­zeu­gen.  Wor­an ich mich bei den Stiel­sau­gern aller­dings gewöhnt habe, sind Schal­ter bequem in Griff­wei­te. Möch­te ich beim Power­Ex­pert Pro die Saug­kraft jus­tie­ren, muss ich mich bücken und die Ände­run­gen am Wagen vornehmen.

Der Staub­be­häl­ter mit dem Volu­men von zwei Litern hält durch, wäh­rend ich die kom­plet­te Woh­nung sau­ge. Damit er genug Kraft hat, rei­ni­ge ich ihn nach jedem Durch­gang, denn je weni­ger Staub im Behäl­ter des­to bes­ser ist die Saug­leis­tung. Ab und an soll­te der Staub­be­häl­ter auch mit war­mem Was­ser gerei­nigt oder zumin­dest mit einem Tuch aus­ge­wischt werden.

Ins­ge­samt über­zeugt der Power­Pro Expert als kraft­vol­ler Lang­stre­cken­läu­fer: Der Boden­sau­ger mit viel Power hält dank Strom­an­schluss und gro­ßem Staub­be­häl­ter län­ger durch als jeder ande­re im Test. Auf eine rotie­ren­de Bürs­te in der Boden­dü­se ver­zich­tet das Gerät von Phil­ips und setzt dafür auf einen star­ken Motor mit gleich­blei­ben­der Leis­tung. Die bei­den gro­ßen Boden­dü­sen beein­dru­cken mit unge­wohn­ten Eigen­hei­ten wie bei­spiels­wei­se fle­xi­blen, seit­li­chen Saug­öff­nun­gen. Hin­zu kommt ein umfang­rei­ches Zube­hör­sor­ti­ment. Zudem punk­tet der Power­Pro Expert mit der Ener­gie­ef­fi­zi­enz­klas­se A+. Das H13-Fil­ter­sys­tem kann über 99,9 Pro­zent der Staub­par­ti­kel, Mil­ben und Pol­len auf­sau­gen und filtern.

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iRo­bot Room­ba i7

Die Aus­stat­tung

Auf mein ers­tes Date mit einem Saug­ro­bo­ter war ich tat­säch­lich gespannt – die Aus­sicht dar­auf, nicht selbst den Sau­ger schwin­gen zu müs­sen, ist schließ­lich sehr attrak­tiv.  Wäh­rend ich also ein­kau­fe, arbei­te oder die Kids aus dem Kin­der­gar­ten abho­le, soll die­ser klei­ne Robo­ter bei mir zu Hau­se ordent­lich sau­ber­ma­chen? Klingt fan­tas­tisch! Optisch neh­men sich die meis­ten Saug­ro­bo­ter nicht viel: Mehr oder weni­ger rund in der Grund­form hat der i7 hat einen Durch­mes­ser von 34,2 Zen­ti­me­tern. Im Kor­pus sind zwei Gum­mi­rol­len unter­ge­bracht, die den Saug­me­cha­nis­mus mecha­nisch unter­stüt­zen, indem sie den Schmutz ein­keh­ren, eben­so ein Auf­fang­be­häl­ter, der rund 0,45 Liter Schmutz fasst. 3,38 Kilo­gramm wiegt das Gerät, das ist ganz ordent­lich, aber ich muss mei­nen Saug­ro­bo­ter ja nicht tra­gen, er fährt schließ­lich von selbst.

Ein wenig Sor­gen mache ich mir um die Fuß­leis­ten, mei­ne wei­ßen Zim­mer­tü­ren und die schö­ne Mas­siv­holz­kom­mo­de von Oma: Was ist, wenn der Robo­ter da bei jeder Run­de gegen­stößt? Da ist es gut zu wis­sen: Der Room­ba i7 navi­giert mit einer Kom­bi­na­ti­on aus Infra­rot­sen­sor und Weit­win­kel-Kame­ra. Dadurch kann er sich bes­ser ori­en­tie­ren und nimmt Gegen­stän­de war, wenn er auf sie zufährt, um recht­zei­tig abzu­brem­sen. Zudem ist der i7 vor­ne mit einem Bum­per aus­ge­stat­tet: Berührt er damit Fuß­leis­ten oder ande­re Gegen­stän­de, macht er halt und kehrt um.

Bevor ich star­te, stel­le ich den Robo­ter auf die Lade­sta­ti­on, und wäh­rend er lädt, instal­lie­re ich die zuge­hö­ri­ge App. Mit der App kann ich bei­spiels­wei­se den Ein­satz­plan des Sau­gers ver­wal­ten, vom i7 erstell­te Kar­ten der Räu­me anse­hen, in denen der Room­ba gesaugt hat, und den Räu­men Namen geben. Voll­ge­la­den reicht der Akku für rund 75 Minu­ten. Neigt sich die Akku-Power dem Ende, kehrt der Robo­ter selbst­stän­dig zur Lade­sta­ti­on zurück. Jetzt sind die Akkus voll, es geht los!

Der Pra­xis­test

Auf dem Start­screen zeigt mir die App an, dass der Robo­ter kom­plett gela­den ist. Zum Start habe ich für den iRo­bot eine schö­ne Auf­ga­be: Es ist unser Flur. Mit Sand­krü­meln, die sich von den Pro­fi­len der Kin­der­schu­he gelöst haben sowie ein paar Hun­de­haa­ren, die ich groß­zü­gig ver­streue. Damit der Saug­ro­bo­ter sich nir­gends ver­hed­dert, stel­le ich noch alle Schu­he ordent­lich zur Sei­te und den Fress­napf unse­res Hun­des par­ke ich vor­sichts­hal­ber im Wind­fang. Mein Smart­phone habe ich gera­de nicht parat, also star­te ich den Saug­vor­gang über den But­ton am Gerät. Wenn ich mag, kann ich den flei­ßi­gen Robo­ter sogar per Sprach­be­fehl steu­ern. Dann setzt der Befehl „Ale­xa, star­te die Rei­ni­gung mit Room­ba“ das Gerät ein Gang. Und mit der App kann ich dem Robo­ter sogar von unter­wegs star­ten oder che­cken, wel­che Räu­me er schon gerei­nigt hat.

Der i7 rei­nigt in sys­te­ma­ti­schen Bah­nen von der Mit­te des Rau­mes aus und anschlie­ßend in den Ecken. An einer Stel­le fährt der i7 eini­ge Male vor und zurück – der inte­grier­te Schmutz-Detek­tor hat offen­sicht­lich etwas gefun­den, was gründ­li­che Arbeit erfor­dert. Nach eini­gen Minu­ten mel­det sich mein neu­er Freund bei mir: Der Auf­fang­be­häl­ter ist voll – 450 Mil­li­li­ter sind mehr Fas­sungs­ver­mö­gen, als eini­ge ande­re beu­tel­lo­se Sau­ger bie­ten. Den­noch ist der Bauch des Room­ba i7 auch schnell gefüllt, wenn gro­ber Schmutz auf dem Boden war­tet. Ich ent­lee­re also den Behäl­ter. Beim i7 ist es kon­struk­ti­ons­be­dingt etwas Fum­mel­ar­beit, den Behäl­ter aus dem Gerät zu lösen und zu lee­ren, ohne dabei etwas zu ver­schüt­ten. Falls ich mal nicht zuhau­se bin, gibt es eine Rei­ni­gungs­sta­ti­on, wel­che die Ent­lee­rung für mich über­nimmt. In die­ser Clea­ning Sta­ti­on wird der i7 geleert, danach saugt er mun­ter wei­ter. Die Sta­ti­on muss ich aller­dings sepa­rat anschaf­fen – im i7+-Set ist sie inklu­si­ve. Wenn ich also möch­te, dass der Sau­ger die kom­plet­ten 120 Qua­drat­me­ter saugt, wäh­rend ich abwe­send bin, geht es wahr­schein­lich nicht ohne.

Jetzt, wo der gro­be Schmutz ent­fernt ist, macht der i7 zügig und gründ­lich wei­ter: Ohne wei­te­re Pau­se saugt er, bis alle Krü­mel getilgt sind, wäh­rend ich im Wohn­zim­mer die Nach­rich­ten schaue. Rund zwölf Minu­ten wuselt der Robo­ter durch den Flur mit knapp 20 Qua­drat­me­tern, fünf Schmutz­ereig­nis­se mel­det mir die App, Sand­krü­mel und Hun­de­haa­re. Der fla­che Robo­ter saugt auch unter Omas Kom­mo­de, wo ich mit einem gewöhn­li­chen Sau­ger nicht so gut her­an­kom­me. Mit dem Ergeb­nis kann ich zufrie­den sein: Kurz­flor­tep­pich und Par­kett­bo­den hat der i7 kraft­voll und gut gerei­nigt. Das hört man aller­dings auch: Ganz lei­se ist der i7 nicht, aber auch nicht lau­ter als her­kömm­li­che Staub­sauger. Nach meh­re­ren Durch­gän­gen legt der i7 eine Kar­te jedes Rau­mes mei­ner Woh­nung an, sodass ich ihn noch genau­er steu­ern kann.

Alles in allem ist mir der i7 eine brauch­ba­re Hil­fe beim Rei­ni­gen der Woh­nung. Wie bei jedem neu­en Mit­be­woh­ner muss man sich ein wenig auf­ein­an­der ein­stel­len. Der Saug­ro­bo­ter mag es ger­ne ordent­lich: Kabel, Schu­he, Taschen soll­te ich aus dem Weg räu­men, bevor er sei­ne Arbeit beginnt, damit er unge­hin­dert und zügig sei­ne Bah­nen zie­hen kann. Zudem rei­nigt er ger­ne öfter und regel­mä­ßig, dann fällt es ihm leich­ter. Kommt er sel­ten zum Ein­satz, hat sich womög­lich zu viel Schmutz ange­sam­melt, was die Kapa­zi­tät des Saug­be­häl­ters an ihre Gren­zen bringt. Glei­ches gilt, wenn er grö­ße­re Woh­nun­gen rei­ni­gen muss. Kurz gesagt: Der klei­ne, selbst­stän­di­ge und wen­di­ge Robo­ter nimmt mir eine Men­ge Arbeit ab, auch wenn er einen klas­si­schen Staub­sauger nicht zu 100 Pro­zent erset­zen kann.

Pas­send dazu 

Die beu­tel­lo­sen Staub­sauger holen auf, Leis­tung und Bedien­bar­keit haben sich kon­ti­nu­ier­lich ver­bes­sert. Tier­haa­re, Zucker, Lin­sen, alle Sau­ger im Test haben nicht nur leich­ten Staub, son­dern auch die her­aus­for­dern­den Ver­un­rei­ni­gun­gen des Bodens sehr gut besei­tigt, egal ob Tep­pich oder Hart­bo­den. Ich habe kon­ven­tio­nel­le, güns­ti­ge Sau­ger erlebt, die schlech­ter saugen.

Da alle Sau­ger in unse­rem Ver­gleich ohne Staub­beu­tel arbei­ten, lan­den Schmutz und Dreck bei ihnen in einer Staub­box – das spart die Kos­ten für Staub­beu­tel. Aller­dings sind die Auf­fang­be­häl­ter oft­mals tech­nisch bedingt sehr spar­sam dimensioniert.

Bei der Saug­kraft hel­fen mecha­ni­sche Bürs­ten, wenn die Saug­leis­tung allein nicht reicht. Die moto­ri­sier­ten Bürs­ten und beleuch­te­ten Saug­dü­sen leis­ten einen erfreu­li­chen Bei­trag zum guten bis sehr guten Sau­g­er­geb­nis, ver­kür­zen aber die Saug­dau­er. Nur in der nied­rigs­ten Saug­stu­fe hält ein Gerät lan­ge, maxi­mal 60 Minu­ten, durch, bei eini­gen Gerä­ten lässt sich der Akku tau­schen, sodass ein Zweit­ak­ku Abhil­fe schafft. Erfreu­li­cher­wei­se haben sich die Akku-Lade­­zei­ten in den letz­ten Jah­ren ver­kürzt, zwei bis vier Stun­den rei­chen in der Regel. Akku­be­trie­be­ne Stiel­sau­ger sind vor allem für klei­ne Woh­nun­gen eine gute Lösung. Sie sind schnell zur Hand und fle­xi­bel, wen­dig und sie las­sen sich platz­sparend verstauen.

Eine beson­de­re Form des beu­tel­lo­sen Sau­gers stellt der Saug­ro­bo­ter dar. Ein gro­ßer Vor­teil des Robo­ters ist, dass er mir die Sau­g­ar­beit abnimmt. Am bes­ten lässt man den klei­nen Robo­ter mög­lichst oft durch die Woh­nung sau­gen, damit sich gar nicht erst gro­ße Schmutz­men­gen ansam­meln, denn wenn der klei­ne Auf­fang­be­häl­ter voll ist, stellt der Robo­ter die Arbeit ein. Abhil­fe schafft eine zusätz­li­che Rei­ni­gungs­sta­ti­on. So eig­net sich der Saug­ro­bo­ter vor allem als Unter­stüt­zung bei der täg­li­chen Rei­ni­gung. Oft­mals ist aber ein wei­te­rer Sau­ger im Haus­halt hilfreich.

Wel­cher Sau­ger am bes­ten zu dir passt, kommt daher auf dei­nen per­sön­li­chen Bedarf an. Je nach den Gege­ben­hei­ten vor Ort, also Grö­ße der Woh­nung und Beschaf­fen­heit des Bodens, kann jedes der Gerä­te sei­ne Stär­ken aus­spie­len. Eines aber hat unser Test gezeigt: Beu­tel­lo­se Staub­sauger sau­gen genau­so gründ­lich wie her­kömm­li­che Staub­sauger und müs­sen sich nicht hin­ter ihnen verstecken.

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