Das strah­len­de Him­mel­blau, das die Kame­ra so toll ein­ge­fan­gen hat, wirkt auf dem Moni­tor zu Hau­se merk­wür­dig blass? Hel­lig­keit und Kon­trast schei­nen nicht zu stim­men und beim Sur­fen durchs Web kannst du Text nur noch schlecht lesen? Dann ist es an der Zeit, dei­nen Moni­tor rich­tig ein­zu­stel­len. UPDATED erklärt, wie das bei Mac und PC geht, was du bei der Kali­brie­rung beach­ten soll­test und wel­che Tools dir zur Ver­fü­gung ste­hen.

Wie stel­le ich mei­nen Moni­tor rich­tig ein? Tipps vor dem Start

Bevor du mit der Kali­brie­rung dei­nes Moni­tors los­legst, soll­test du ein paar grund­le­gen­de Din­ge beach­ten. Damit du ein opti­ma­les Ergeb­nis erzielst, sorgst du im ers­ten Schritt für eine gute Arbeits­um­ge­bung. So geht’s:

  • Hel­lig­keit: Ach­te dar­auf, dass dein Zim­mer gut und gleich­mä­ßig aus­ge­leuch­tet ist. In einem zu dunk­len oder zu hel­len Raum lässt sich das Bild nicht rich­tig ein­stel­len.
  • Beleuch­tung: Stel­le zugleich sicher, dass kei­ne Licht­quel­le im Raum direkt auf den Moni­tor gerich­tet ist. Licht­spie­ge­lun­gen und zu star­ke Licht­ein­strah­lung kön­nen die Far­ben in dei­ner per­sön­li­chen Wahr­neh­mung deut­lich ver­fäl­schen.
  • Blick­win­kel: Sit­ze mög­lichst gera­de vor dem Bild­schirm. Ein zu seit­li­cher, zu erhöh­ter oder zu nied­ri­ger Blick­win­kel kann eben­falls zu einer ver­fälsch­ten Farb- und Hel­lig­keits­wahr­neh­mung füh­ren.
  • Sau­ber­keit: Der Moni­tor soll­te sau­ber sein, damit Ver­schmut­zun­gen dei­ne Sicht nicht trü­ben. Even­tu­el­le Schlie­ren und Staub auf dem Bild­schirm soll­test du vor­ab mit einem für den Bild­schirm emp­foh­le­nen Rei­ni­gungs­mit­tel ent­fer­nen.

Kon­trol­lie­re zudem fol­gen­de Ein­stel­lun­gen an PC und Moni­tor:

  • Set­ze die Ein­stel­lun­gen für dei­nen Moni­tor nach Mög­lich­keit auf die Stan­dard-Ein­stel­lun­gen zurück, um frisch zu star­ten.
  • Deak­ti­vie­re den Strom­spar­mo­dus an dei­nem PC.

Müde Augen ver­zer­ren die Wahr­neh­mung

Du ver­suchst, dei­nen Moni­tor zu kali­brie­ren, aber mit dem Ergeb­nis bist du nicht zufrie­den? Stun­den­lan­ges Arbei­ten am Com­pu­ter strengt die Augen an und sorgt für eine ver­zerr­te Wahr­neh­mung. Die Lösung: Leg zwi­schen­durch Pau­sen ein und prü­fe danach, ob die Pro­ble­me mit dem Moni­tor wei­ter­hin bestehen.

Mac-Moni­tor rich­tig ein­stel­len

Bei einem Apple-Com­pu­ter wird der Moni­tor ganz ein­fach über die Sys­tem­ein­stel­lun­gen opti­miert. So geht’s Schritt für Schritt:

  1. Kli­cke auf das Apfel-Sym­bol oben links auf dem Bild­schirm und öff­ne die Sys­tem­ein­stel­lun­gen.
  2. Wäh­le Moni­to­re aus.
  3. Kli­cke im fol­gen­den Fens­ter auf den Punkt Far­ben.
  4. Kli­cke auf Kali­brie­ren, um den Assis­ten­ten zu star­ten. Die­ser führt dich Schritt für Schritt durch alle Ein­stel­lungs­mög­lich­kei­ten, bis du dei­nen Moni­tor ange­passt hast.
  5. Wenn du mit dem Ergeb­nis noch nicht zufrie­den bist, öff­ne den Assis­ten­ten erneut.
  6. Kli­cke dies­mal auf Exper­ten­mo­dus, um mehr Ein­stel­lungs­op­tio­nen zu erhal­ten.
  7. Wie­der­ho­le den Vor­gang mit den erwei­ter­ten Mög­lich­kei­ten, bis du den Moni­tor rich­tig ein­ge­stellt hast.

Mac-Moni­tor: Farb­pro­fi­le spei­chern und wech­seln

Das neu erstell­te Farb­pro­fil wird auto­ma­tisch für dei­nen Moni­tor gespei­chert. Wenn du möch­test, kannst du unter­schied­li­che Pro­fi­le abspei­chern und bei Bedarf auf­ru­fen – je nach­dem, in wel­cher Umge­bung du gera­de arbei­test. So wech­selst du Farb­pro­fi­le beim Mac:

  1. Kli­cke auf das Apfel-Sym­bol oben links auf dem Bild­schirm und gehe zu Sys­tem­ein­stel­lun­gen > Moni­to­re > Far­ben.
  2. Wäh­le ein Farb­pro­fil aus der Lis­te auf der lin­ken Sei­te aus.
  3. Wenn du alle Farb­pro­fi­le anse­hen möch­test, deak­ti­vierst du die Opti­on Nur für die­sen Moni­tor pas­sen­de Pro­fi­le anzei­gen. Beden­ke jedoch, dass die dar­auf­hin ange­zeig­ten Farb­pro­fi­le even­tu­ell nicht für dei­nen Moni­tor geeig­net sind.

Apple-Bild­schirm opti­mie­ren: Wei­te­re Tipps

Mit dem Assis­ten­ten und den Farb­pro­fi­len ist das Poten­zi­al dei­nes Moni­tors noch nicht kom­plett aus­ge­schöpft. Unter ande­rem kannst du die­se Opti­mie­run­gen vor­neh­men:

  • Hel­lig­keit anpas­sen: Dass du Far­ben und Sym­bo­le nicht gut erken­nen kannst, hängt nicht immer mit der Kali­brie­rung des Moni­tors zusam­men. Even­tu­ell musst du nur die Bild­schirm­hel­lig­keit anpas­sen. Nut­ze dafür ein­fach die Mac-Tas­ten für “hel­ler” und “dunk­ler”. Die ent­spre­chen­den Sym­bo­le sehen aus wie eine klei­ne bzw. eine gro­ße Son­ne.
  • Stör­quel­len besei­ti­gen: Wenn dein Bild­schirm fla­ckert, kann es sein, dass exter­ne Gerä­te das Signal stö­ren. Stel­le sicher, dass du zur Ver­bin­dung von Mac und Moni­tor ein qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ges Kabel benutzt. Ent­fer­ne gege­be­nen­falls Mikro­wel­len, Radi­os und Co. aus der Umge­bung.

PC-Moni­tor rich­tig ein­stel­len: So geht’s

Wenn der Moni­tor an dei­nem PC Bild und Text nicht opti­mal dar­stellt, kann das meh­re­re Ursa­chen haben. Über­prü­fe die Hard­ware und den Gerä­te­trei­ber. Nut­ze zudem die Tools “dccw” und “Clear­Ty­pe”, um dei­nen Moni­tor rich­tig ein­zu­stel­len. So gehst du Schritt für Schritt vor.

Schritt 1: Hard­ware und Gerä­te­trei­ber kon­trol­lie­ren

Zunächst soll­te das Kabel, mit dem Com­pu­ter und Bild­schirm ver­bun­den sind, ein gutes DVI- oder HDMI-Kabel sein, damit die Daten zuver­läs­sig über­tra­gen wer­den. Hast du das Kabel als Ver­ur­sa­cher für Farb­un­ter­schie­de in Ver­dacht, tauschst du es aus und über­prüfst, ob die Pro­ble­me wei­ter­hin bestehen.

Auch der Gerä­te­trei­ber des Bild­schirms kann bei der Dar­stel­lung ein Pro­blem sein. Nor­ma­ler­wei­se erkennt Win­dows den Moni­tor eigen­stän­dig und sucht aus der eige­nen Biblio­thek den rich­ti­gen Trei­ber her­aus. Den­noch soll­test du auf der Web­sei­te des Moni­tor­her­stel­lers nach­zu­se­hen, ob es für das Modell einen aktu­el­le­ren Trei­ber gibt, den du instal­lie­ren kannst.

Du weißt nicht, wel­chen Bild­schirm­trei­ber dein PC benutzt? So über­prüfst du den Trei­ber:

  1. Öff­ne die Sys­tem­ein­stel­lun­gen.
  2. Wäh­le den Gerä­te-Mana­ger aus.
  3. Kli­cke auf Moni­to­re und öff­ne mit einem Rechtsklick auf den ein­ge­rich­te­ten Moni­tor die Eigen­schaf­ten.
  4. Dort fin­dest du unter Trei­ber den aktu­ell genutz­ten Gerä­te­trei­ber inklu­si­ve Details wie dem Datum der genutz­ten Ver­si­on.

Schritt 2: Wie funk­tio­niert das Anpas­sungs­tool “dccw“?

Auch Win­dows ver­fügt über einen Assis­ten­ten, um dir bei der rich­ti­gen Ein­stel­lung des Moni­tors zu hel­fen. Dazu gibst du in der Suche dccw ein. Auf die­se Wei­se star­test du den Assis­ten­ten.

Tipp: “Dccw” hält zu jedem Ein­stel­lungs­punkt umfang­rei­che Erklä­run­gen bereit. Die­se kannst du dir durch­le­sen, wenn du dich für die Details der Moni­tor-Kali­brie­rung inter­es­sierst. Möch­test du die Hin­wei­se nicht lesen, klickst du ein­fach auf Wei­ter.

  1. Zie­he das Fens­ter mit dem Assis­ten­ten ggf. auf den Moni­tor, den du ein­stel­len möch­test. Kli­cke auf Wei­ter.
  2. Die ers­te Ein­stel­lung, die du ändern kannst, ist der Gam­ma­wert. Stel­le den Schie­be­reg­ler so ein, dass das Bild dem vor­ge­schla­ge­nen Gam­ma Ok mög­lichst gut ent­spricht.
  3. Um den Moni­tor rich­tig ein­zu­stel­len, fol­gen nun Hel­lig­keit und Kon­trast. Auf die­se hat “dccw” kei­nen Zugriff, du musst direkt in die Ein­stel­lun­gen des Moni­tors wech­seln. Wie du das Menü öff­nest, liest du im Hand­buch des Moni­tors nach. Die meis­ten Moni­to­re haben einen ent­spre­chen­den Knopf an der Vor­der­sei­te.
  4. “Dccw” gibt dir Bei­spiel­bil­der an die Hand, um opti­ma­le Ein­stel­lun­gen vor­zu­neh­men. Hast du hier alles zu dei­ner Zufrie­den­heit ein­ge­stellt, kannst du im Assis­ten­ten auf Wei­ter kli­cken.
  5. Im nächs­ten Menü wird die Far­be­dar­stel­lung ange­passt. Dazu musst du dir die grau­en Farb­bal­ken genau anse­hen. Bemerkst du dort einen Stich ins Grü­ne, Rote oder Blaue, soll­test du den ent­spre­chen­den Reg­ler ver­schie­ben, bis der Farb­stich nicht mehr zu sehen ist.
  6. Jetzt bie­tet der Assis­tent einen Ver­gleich zwi­schen der alten und der neu­en Kali­brie­rung an, damit du die Unter­schie­de über­prü­fen kannst. Bist du mit den Ein­stel­lun­gen zufrie­den, schließt du die Kali­brie­rung mit einem Klick auf Fer­tig­stel­len ab.
    Tipp: Las­se den Haken bei Clear­Ty­pe Tuner star­ten ste­hen, um im Anschluss die Dar­stel­lung von Text zu über­prü­fen.

Schritt 3: Mit “Clear­Ty­pe“ Text­dar­stel­lung opti­mie­ren

Im Anschluss an “dccw” star­tet nun das Pro­gramm “Clear­Ty­pe”. Es sorgt dafür, dass du Text auf dei­nem Bild­schirm gut lesen kannst. So geht’s:

  1. Falls das Tool sich nicht auto­ma­tisch öff­net, gibst du Clear­Ty­pe Text-anpas­sen in die Suche ein und klickst auf das Icon, um den Assis­ten­ten zu star­ten.
  2. Kli­cke nach dem Start des Pro­gramms auf Wei­ter.
  3. Danach prä­sen­tiert dir das Pro­gramm meh­re­re Text­bei­spie­le. Kli­cke immer auf den Text­ab­schnitt, der für dich am bes­ten les­bar ist.
  4. Mit Fer­tig­stel­len been­dest du die Kali­brie­rung.

Schritt 4: Ergeb­nis über­prü­fen

Wenn du mit der Ein­stel­lung des Moni­tors fer­tig bist, soll­test du ein Bild auf dei­ner Kame­ra betrach­ten und mit dem Bild auf dem Moni­tor ver­glei­chen. Die Farb­ge­bung soll­te sich deut­lich ange­gli­chen haben. Wenn du noch nicht zufrie­den bist, kannst du die genann­ten Schrit­te noch ein­mal wie­der­ho­len, um ein noch bes­se­res Ergeb­nis zu erzie­len.

Moni­tor rich­tig ein­stel­len: Mit weni­gen Klicks erle­digt

Wenn du mit der Farb­wie­der­ga­be dei­nes Moni­tors nicht zufrie­den bist, kannst du die Dar­stel­lung sowohl beim Mac als auch beim PC schnell und unkom­pli­ziert anpas­sen. Farb­pro­fi­le erstellst du beim Mac ganz ein­fach über die Sys­tem­ein­stel­lun­gen. Ein Kali­brie­rungs-Assis­tent führt dich durch die nöti­gen Ein­stel­lun­gen.

Auch ein PC bie­tet Tools, mit denen du die Dar­stel­lung auf dei­nem Moni­tor schnell opti­mie­ren kannst. “Dccw” und “Clear­Ty­pe” sor­gen unter Win­dows für die pas­sen­de Bild- und Text­dar­stel­lung. Unter ande­rem passt du mit “dccw” bei der Moni­tor-Ein­stel­lun­gen Hel­lig­keit und Kon­trast opti­mal an.

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