Das knallige Himmelblau, das die Kamera so toll eingefangen hat, wirkt auf dem Monitor zuhause merkwürdig blass? Die Buchstaben lassen sich ab einer gewissen Größe nur noch undeutlich erkennen? Da ist vielleicht der Bildschirm nicht optimal eingestellt! Wie Sie das einfach in Ordnung bringen können, zeigt UPDATED Ihnen hier.

Allgemeine Tipps

Bevor Sie damit beginnen, Ihren Monitor perfekt einzustellen (das Fachwort dafür lautet Kalibrierung), sollten Sie ein paar Dinge beachten, damit das Ergebnis Sie zufriedenstellt.

  • Sorgen Sie für gute, helle Beleuchtung im Raum, damit die Farben gut zur Geltung kommen. In einem zu dunklen oder grell hellen Raum lässt sich das Bild nicht optimal einstellen.
  • Sitzen Sie möglichst gerade und zentral vor dem Bildschirm, ein zu seitlicher, zu erhöhter oder niedriger Blickwinkel kann für Verfälschungen in der Wahrnehmung der Farben sorgen.
  • Der Monitor sollte sauber sein, eventuelle Schlieren auf dem Bildschirm sollten Sie vorher mit dem für den Bildschirm empfohlenen Reinigungsprozess entfernen.
  • Keine Lichtquelle im Raum sollte direkt auf den Monitor gerichtet sein, da Lichtspiegelungen und zu starke Lichteinstrahlung die Farben für die eigene Wahrnehmung deutlich verfälschen können.
Müde Augen als Ursache
Manchmal können Sie noch so lange Ihren Monitor kalibrieren und nichts tut sich. Denn es kann auch einfach an Ihnen liegen: Stundenlanges Arbeiten am Computer führt zu müden Augen, die eben nicht mehr alles genau so sehen, wie es eigentlich ist. Bevor Sie also an der Technik verzweifeln, einfach mal eine Pause einlegen und danach nochmals überprüfen, ob das Problem noch besteht.

Mac-Monitor richtig einstellen

Bei einem Apple-Computer wird das Bild ganz einfach über die Systemeinstellungen optimiert, (mit Wahltaste und Helligkeit erhöhen kommen Sie direkt ins Menü). Da hier alle Teile von Apple stammen und aufeinander abgestimmt sind, können Sie im Gegensatz zum PC inkompatible Hardware als Fehlerquelle ausschließen.

  1. Klicken Sie auf Apple, dann auf Systemeinstellungen.
  2. Wählen Sie Monitore aus und im folgenden Fenster den Punkt Farben.
  3. Klicken Sie jetzt auf Kalibrieren, um den entsprechenden Assistenten zu starten. Dieser führt Sie jetzt Schritt für Schritt durch alle weiteren Punkte bis zum optimal eingestellten Bild.
  4. Wenn Sie mit dem Ergebnis noch nicht zufrieden sind, klicken Sie nach dem Öffnen des Assistenten auf Expertenmodus, um mehr Einstellungsoptionen zu bekommen. Wiederholen Sie jetzt den Vorgang mit den erweiterten Möglichkeiten, bis das Bild optimal für Ihre Bedürfnisse eingestellt ist.
  5. Beim Mac lässt sich diese Einstellung als Profil anlegen, so können Sie unterschiedliche Einstellungsmöglichkeiten abspeichern und bei Bedarf aufrufen, beispielsweise für Räume mit schlechter oder besonders heller Beleuchtung.

PC-Monitor richtig einstellen

Da es bei PCs mehr mögliche Fehlerquellen gibt als beim Mac, müssen Sie hier mehrere Dinge beachten.

Das Kabel, mit dem Computer und Bildschirm verbunden sind, sollte ein DVI- oder ein HDMI-Kabel sein, damit die Daten optimal übertragen werden. Haben Sie das Kabel als Verursacher für Farbunterschiede zwischen Monitor und Druckbild in Verdacht, tauschen Sie es aus und überprüfen Sie, ob die Probleme weiterhin bestehen.

Auch der Gerätetreiber des Bildschirms kann ein Problem sein. Normalerweise erkennt Windows den Monitor eigenständig und sucht aus der eigenen Treiberbibliothek den richtigen heraus. Es kann aber nicht schaden, auf der Webseite des Monitorherstellers nachzusehen, ob es für das Modell vielleicht einen aktuelleren gibt, als der, den Sie benutzen. Sie können den Treiber checken, indem Sie über die Systemeinstellungen den Gerätemanager in Windows aufrufen, auf Monitore gehen und mit einem Rechtsklick auf den eingerichteten Monitor die Eigenschaften aufrufen. Dort finden Sie unter Treiber den aktuell genutzten – samt Datum.

„dccw“ nutzen

Auch Windows verfügt über einen Assistenten, um Ihnen bei der optimalen Einstellung des Monitors zu helfen. Dazu klicken Sie auf das Windows-Symbol und geben im Fenster Programme/Dateien durchsuchen den Begriff dccw ein. Das startet den Assistenten.

Wenn Sie sich für Details zur Kalibrierung interessieren: Dccw hält zu jedem Einstellungspunkt umfangreiche Erklärungen bereit. Möchten Sie nichts davon lesen, klicken Sie einfach auf Weiter.

  1. Die erste Einstellung, die Sie ändern können, ist der Gammawert. Er bestimmt die Gesamthelligkeit des Bildes und sollte in etwa so eingestellt werden, wie der Assistent es vorschlägt.
  2. Helligkeit und Kontrast kann Windows nicht verändern, dazu müssen Sie direkt in die Einstellungsmöglichkeiten des Monitors wechseln. Wie Sie das Menü öffnen, finden Sie im Handbuch des Monitors, die meisten haben heute einen entsprechenden Knopf an der Vorderseite. Dccw gibt Ihnen Beispielbilder an die Hand, um optimale Einstellungen vorzunehmen. Haben Sie hier alles zu Ihrer Zufriedenheit eingestellt, können Sie im Assistenten auf Weiter klicken.
  3. Im nächsten Menü wird die Farbe optimal eingestellt. Dazu müssen Sie sich die grauen Farbbalken genau ansehen. Bemerken Sie dort einen Farbstich ins Grüne, Rote oder Blaue, sollten Sie den entsprechenden Regler verschieben, bis die Farbe nicht mehr zu sehen ist.
  4. Jetzt bietet der Assistent einen Vergleich zwischen der alten und neuen Kalibrierung an, damit Sie die Unterschiede überprüfen können. Sind Sie mit den Einstellungen zufrieden, schließen Sie die Kalibrierung mit Fertig stellen ab. Sie sollten aber unbedingt den Haken bei Clear Type Tuner starten lassen, um im Anschluss die Darstellung von Text zu überprüfen.

Clear Type Tuner nutzen

Nun startet der Clear Type Tuner. Klicken Sie auf Weiter.

Danach präsentiert Ihnen das Programm vier Beispiele mit mehreren Texten. Klicken Sie immer auf den, der für Sie besser lesbar ist.

Mit Fertig stellen beenden Sie nach erfolgter Kalibrierung des Bildschirms auf optimale Textanzeige den Clear Type Tuner.

Ergebnis überprüfen

Wenn Sie mit der Einstellung fertig sind, sollten Sie nochmal ein Bild drucken und das Ergebnis mit dem Bild auf dem Monitor vergleichen. Nun sollte die Farbgebung sich deutlich angeglichen haben. Wenn Sie noch nicht zufrieden sind, können Sie die Prozedur auch noch einmal wiederholen, um ein besseres Ergebnis zu erzielen.

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