Das ist ärger­lich: Du sitzt in einem Café, tippst eine wich­ti­ge E‑Mail und plötz­lich ist der Lap­top-Akku leer. Schnell spei­chern geht gera­de noch, wei­ter arbei­ten aber nicht. Wie du sol­che Situa­tio­nen ver­mei­den, dei­nen Lap­top-Akku scho­nen und aus dei­nem Win­dows-Note­book mehr Akku­lauf­zeit her­aus­ho­len kannst, liest du in die­sen acht Tipps von UPDATED.

1. Bild­schirm­hel­lig­keit anpas­sen: Neben der Fest­plat­te und (falls vor­han­den) dem DVD-Lauf­werk ver­braucht vor allem der Lap­top-Moni­tor viel Strom. Wenn du die Bild­schirm­hel­lig­keit her­un­ter dimmst, bis du die Inhal­te gera­de noch gut erkennst, kannst du daher viel Ener­gie spa­ren und dei­nen Lap­top-Akku scho­nen.

An vie­len Orten, abge­se­hen von son­ni­gen Plät­zen im Frei­en, reicht eine schwä­che­re Leucht­stär­ke des Dis­plays völ­lig aus, um alle Bild­schir­min­hal­te gut zu erken­nen.

In der Regel gibt es auf jeder Lap­top-Tas­ta­tur Funk­ti­ons­tas­ten, mit denen du die Hel­lig­keit bequem regeln kannst. Die­se Tas­ten sind je nach Her­stel­ler ver­schie­den beschrif­tet und gestal­tet – meis­tens ist es ein klei­nes Son­nen­sym­bol.

In der Regel akti­vierst du die­se Tas­ten per Druck auf die Fn-Tas­te. “Fn” steht hier­bei für “Funk­ti­on” oder “Func­tion”. Wie du die Hel­lig­keit an dei­nem Lap­top regelst, kannst du der Bedie­nungs­an­lei­tung ent­neh­men.

2. Exter­ne Daten­trä­ger und Gerä­te abschal­ten: Jedes an den Lap­top ange­schlos­se­ne oder ange­dock­te Gerät erhöht den Strom­ver­brauch. Ent­fer­ne daher, um den Notebook‑Akku zu scho­nen, nicht nur exter­ne Lauf­wer­ke, son­dern zie­he eben­falls USB-Sticks vom Gerät ab, wenn du die­se gera­de nicht benö­tigst. Ein gro­ßer Strom­ver­brau­cher ist auch die Maus, die du unter­wegs ein­fach durch das Touch­pad erset­zen kannst.

3. Intel­li­gen­te­res Laden – so hat dein Rech­ner mehr davon: Ent­ge­gen der weit ver­brei­te­ten Annah­me, dass häu­fi­ges Laden dem Akku scha­den könn­te, ist dies bei moder­nen Lap­tops nicht mehr der Fall. Ein simp­ler, aber effek­ti­ver Tipp ist daher, dein Note­book bei jeder sich bie­ten­den Gele­gen­heit zu laden.

Ver­mei­den soll­test du jedoch, den Akku immer kom­plett mit neu­er Ener­gie zu fül­len. Wenn dein Akku zu 70 Pro­zent gela­den ist, hast du eine gute Lade­mar­ke erreicht. Eben­so ist es ungüns­tig, den Ener­gie­spei­cher auf unter zehn Pro­zent zu lee­ren, weil die Bat­te­rie dadurch auf Dau­er Scha­den neh­men und die Lebens­dau­er ver­kürzt wer­den kann.

Wenn du das Lap­top-Netz­teil per­ma­nent ver­wen­dest, emp­fiehlt es sich, den Akku zu ent­fer­nen, um den Laptop‑Akku im Netz­be­trieb zu scho­nen  – wenn das bei dei­nem Lap­top mög­lich ist – und kühl zu lagern. Uneins sind sich Fach­leu­te dar­über, ob die Ener­gie­zel­len in den Kühl­schrank müs­sen. Aber auch ein küh­ler Kel­ler mit etwa 15 Grad reicht wohl dafür aus, die Alte­rung des Akkus zu ver­lang­sa­men. In jedem Fall soll­test du den Ener­gie­spei­cher fest in eine dich­te Plas­tik­tü­te ein­pa­cken, um die Ent­ste­hung von Kon­dens­was­ser zu ver­hin­dern.

Wenn du das Netz­teil hin­ge­gen am Lap­top ange­schlos­sen lässt, führt dies zu einem leicht erhöh­ten Strom­ver­brauch. Die Lebens­dau­er des Akkus wird dadurch jedoch kaum ver­kürzt — denn die Lithi­um-Ionen-Akkus, die in allen moder­nen Note­books ver­wen­det wer­den, stop­pen den Lade­pro­zess auto­ma­tisch, wenn sie voll sind.

3 Tipps für Fort­ge­schrit­te­ne, um den Lap­top-Akku zu scho­nen

1. Unnö­ti­ge Funk­tio­nen deak­ti­vie­ren: Wenn du abends im Dun­keln auf dem Bal­kon noch einen Brief tip­pen willst, ist eine Hin­ter­grund­be­leuch­tung der Tas­ta­tur prak­tisch – sie ver­braucht aber auch viel Strom.

Soll­te dein Lap­top über eine sol­che Funk­ti­on ver­fü­gen, dann schal­te das Tas­ta­tur­licht ab, um Ener­gie zu spa­ren und den Lap­top-Akku zu scho­nen. Das geht bei Lap­tops mit beleuch­te­ter Tas­ta­tur in der Regel über eine Funk­ti­ons­tas­te, bei Lap­tops von Acer ist dies die F9. Wel­che Tas­te es bei dei­nem Modell ist, ent­neh­me bit­te der Bedie­nungs­an­lei­tung.

Bei nied­ri­gem Akkustand soll­test du eben­falls, sofern nicht benö­tigt, Blue­tooth und WLAN aus­schal­ten. Bei­de Funk­tio­nen ver­su­chen stän­dig, eine Ver­bin­dung zu ande­ren Gerä­ten her­zu­stel­len, und ver­brau­chen dabei eben­falls jede Men­ge Akku­leis­tung.

Das Deak­ti­vie­ren von Blue­tooth oder WLAN geschieht leicht per Funk­ti­ons­tas­te oder in der Sys­tem­steue­rung. Dazu kli­cke fürs WLAN auf Start > Ein­stel­lun­gen > Netz­werk und Inter­net > WLAN und schal­test dort das Funk­netz­werk aus. Um Blue­tooth zu deak­ti­vie­ren, kli­cke auf Start > Ein­stel­lun­gen > Gerä­te > Blue­tooth und betä­ti­ge dort per Klick den Schie­be­schal­ter.

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2. Pro­gram­me im Hin­ter­grund schlie­ßen: Eben­so wie auf Smart­pho­nes lau­fen auch auf dem Lap­top meist zahl­rei­che Pro­gram­me im Hin­ter­grund – oft, ohne dass der Nut­zer dies bemerkt. Teil­wei­se ver­bleibt von Anwen­dun­gen auch nach dem Been­den noch ein Rest aktiv – was den Akku eben­falls belas­ten kann.

Beson­ders Brow­ser sind hier anfäl­lig, weil sie über vie­le Zusatz­pro­gram­me (Add-Ons) ver­fü­gen, die manch­mal auch dann noch lau­fen, wenn Sie eigent­lich den Brow­ser schon längst geschlos­sen haben. Um der­ar­ti­ge Strom­fres­ser auf­zu­spü­ren, ver­wen­de unter Win­dows 10 bei­spiels­wei­se den Task Mana­ger.

So gehst du vor, um Pro­gram­me per Task-Mana­ger zu schlie­ßen:

  1. Hal­ten erst die Tas­ten­kom­bi­na­ti­on Strg+Alt+Entf gleich­zei­tig für einen Moment gedrückt.
  2. Im jetzt sicht­ba­ren Menü kli­cke auf Task-Mana­ger, um das Pro­gramm zu star­ten, in dem du alle Pro­gram­me und Pro­zes­se sehen kannst, die auf dei­nem Com­pu­ter lau­fen.
  3. Soll­te dort eine Anwen­dung auf­tau­chen, die du eigent­lich schon been­det hast, kannst du auch die im Spei­cher ver­blie­be­nen Ele­men­te ent­fer­nen.
  4. Mar­kie­re das Pro­gramm per Maus­klick und kli­cke auf Task been­den. Kei­ne Sor­ge: Pro­gram­me, die dein Note­book drin­gend zum Betrieb benö­tigt oder in denen nicht gespei­cher­te Doku­men­te geöff­net sind, las­sen sich auf die­sem Weg nicht been­den – oder es erscheint eine ent­spre­chen­de War­nung.

Was brin­gen mir die Akku-Spar­plä­ne der Her­stel­ler?

Ver­schie­de­ne Her­stel­ler instal­lie­ren auf ihren Gerä­ten noch bes­ser an die jewei­li­ge Hard­ware ange­pass­te Ener­gie­spar­plä­ne. Bei Leno­vo nennt sich die­ser bei­spiels­wei­se “Ener­gy Saver”, bei Asus “Quiet Office”.

Für dich lohnt es sich in jedem Fall, den Spar­plan zu tes­ten. Erst dann lässt sich – auch bezo­gen auf die jewei­li­ge Nut­zung des Geräts – genau­er ein­schät­zen, wie viel der spe­zi­el­le Her­stel­ler-Modus noch an Akku­lauf­zeit her­aus­kit­zeln kann.

Vor­teil ist in jedem Fall, dass du den Spar­mo­dus in der Regel bequem mit der Funk­ti­ons­tas­te Fn plus der jewei­li­gen Spar-Tas­te erreichst.

3. Ener­gie­spar­plä­ne star­ten und anpas­sen: Win­dows 10 bie­tet auch vor­de­fi­nier­te Ener­gie­spar­plä­ne. Dies sind Ein­stel­lungs­kom­bi­na­tio­nen, bei denen bestimm­te Sys­tem­ein­stel­lun­gen mit­ein­an­der kom­bi­niert wer­den, um den Ener­gie­ver­brauch opti­mal zu regeln. Win­dows 10 ist nor­ma­ler­wei­se mit den drei fol­gen­den Ein­stel­lungs­mög­lich­kei­ten aus­ge­stat­tet:

  • Aus­ba­lan­ciert
  • Ener­gie­spar­mo­dus
  • Höchst­leis­tung

Der Aus­ba­lan­ciert-Modus stellt eine prak­ti­ka­ble Mischung zwi­schen Ein­spa­rung und Leis­tung dar. Das Gerät arbei­tet folg­lich zwar nicht mit aller­höchs­ter Leis­tung und schal­tet sich auch rela­tiv schnell ab, wenn es nicht benutzt wird, aber so wird eben auch Ener­gie gespart.

Beim Ener­gie­spar­mo­dus dros­selt der Rech­ner eini­ge Funk­tio­nen, wie etwa die Hel­lig­keit des Dis­plays und auch die Pro­zes­sor­leis­tung. Vie­le Lap­tops schal­ten auto­ma­tisch immer dann in einen ener­gie­spa­ren­den Modus, wenn sie vom Netz getrennt wer­den. Gut erken­nen lässt sich dies etwa dar­an, dass dann der Bild­schirm plötz­lich dunk­ler wird.

Höchst­leis­tung bedeu­tet schließ­lich auch einen hohen Ener­gie­ver­brauch, du kannst dann aber auch in allen Pro­gram­men mit dem Maxi­mal­tem­po arbei­ten.

Unter Win­dows 10 rufst du die Ener­gie­spar­plä­ne auf über Start > Ein­stel­lun­gen > Sys­tem > Netz­be­trieb und Ener­gie­spa­ren. Dort klickst du dann auf Zusätz­li­che Ener­gie­ein­stel­lun­gen, um das Ein­stel­lungs­me­nü Ener­gie­op­tio­nen in der Sys­tem­steue­rung zu öff­nen.

Jeder die­ser Ener­gie­spar­plä­ne lässt sich sehr detail­liert an die jewei­li­gen Bedürf­nis­se anpas­sen. Die Vor­ein­stel­lun­gen in Win­dows 10 sind prin­zi­pi­ell aber für nor­ma­le Benut­zer aus­rei­chend, Ände­run­gen sind daher meist nicht nötig.

Wer den­noch einen Blick “unter die Hau­be” ris­kie­ren möch­te, klickt dazu im Menü Ener­gie­op­tio­nen auf Ener­gie­plan­ein­stel­lun­gen ändern > Erwei­ter­te Ener­gie­ein­stel­lun­gen ändern und dann auf ein + vor einer spe­zi­el­len Ein­stel­lung.

Hast du ver­se­hent­lich etwas geän­dert und willst die ursprüng­li­che Kon­fi­gu­ra­ti­on wie­der­her­stel­len, geht das per Klick auf Stan­dard­ein­stel­lun­gen wie­der­her­stel­len.

2 Spe­zi­al-Tipps für Kön­ner

1. Hybrid-Gra­fik nur bei Bedarf ein­schal­ten: Man­che Note­books besit­zen zusätz­lich zum fest ein­ge­bau­ten Gra­fik­chip eine beson­de­re Gra­fik­kar­te, auch bekannt als “Hybrid-Gra­fik”. Dadurch brin­gen die Gerä­te etwa bei Spie­len mehr Leis­tung. Wer Strom spa­ren und den Lap­top-Akku scho­nen möch­te, kann auf die­se zusätz­li­che Gra­fik-Power auch ver­zich­ten und die strom­hung­ri­ge zusätz­li­che Gra­fik­kar­te deak­ti­vie­ren.

Bei Pro­duk­ten des Her­stel­lers Nvi­dia etwa geschieht dies über die Nvi­dia-Sys­tem­steue­rung. Wenn du dort die Ein­stel­lung Inte­grier­te Gra­fi­ken wählst, bleibt die Gra­fik­kar­te aus­ge­schal­tet. Du kannst aller­dings Aus­nah­men fest­le­gen. Rade­on-Gra­fik­kar­ten von AMD dage­gen erfor­dern meist eine manu­el­le Deak­ti­vie­rung im Gerä­tema­na­ger der Sys­tem­steue­rung.

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2. Zeit­punkt für Warn­mel­dung bei nied­ri­gem Akkustand ändern: Bei wel­chem Lade­stand dich dein Note­book vor dem Ende der Akku­lauf­zeit warnt, ist unter Erwei­ter­te Ein­stel­lun­gen fest­ge­legt. Um etwas län­ger mit dem Note­book arbei­ten zu kön­nen, lässt sich die­ser Wert ver­än­dern.

Im Abschnitt Akku fin­dest du unter Nied­ri­ge Akku­ka­pa­zi­tät den Pro­zent­wert, bei dem die ers­te War­nung ange­zeigt wird. Du kannst die­sen Wert dei­nen Wün­schen anpas­sen – oder auch die War­nung kom­plett abschal­ten.

Noch wich­ti­ger ist aber der Wert bei Kri­ti­sche Akku­ka­pa­zi­tät. Wenn der Ener­gie­spei­cher nur noch über den dort ange­zeig­ten Wert ver­fügt, löst Win­dows sofort eine ent­spre­chen­de Akti­on aus. Die­se legst du bei Akti­on bei kri­ti­scher Akku­ka­pa­zi­tät fest.

In der Regel ste­hen die Optio­nen Ruhe­zu­stand oder Her­un­ter­fah­ren zur Wahl. Wer etwas mehr Zeit braucht, bevor Win­dows bei nied­ri­gem Akkustand aktiv wird — um bei­spiels­wei­se wich­ti­ge, noch offe­ne Doku­men­te abzu­spei­chern — kann den Wert für die Kri­ti­sche Akku­ka­pa­zi­tät redu­zie­ren.

Es kann sein, dass dies bei eini­gen Note­books nicht funk­tio­niert, weil der Her­stel­ler die­sen Wert auf fünf Pro­zent fest­ge­legt hat. In die­sem Fall kannst du die kri­ti­sche Akku­ka­pa­zi­tät unter Win­dows 10 wie folgt redu­zie­ren:

  1. Kli­cke mit der rech­ten Maus­tas­te auf Start.
  2. Kli­cke auf Ein­ga­be­auf­for­de­rung (Admi­nis­tra­tor).
  3. Wenn du den Wert für das kri­ti­sche Level etwa auf drei Pro­zent ändern willst, gib fol­gen­den Befehl ein: power­cfg ‑setdcva­lu­e­in­dex SCHEME_CURRENT SUB_BATTERY BATLEVELCRIT 3
  4. Nach einem Neu­start des Lap­tops soll­test du nun “3” beim Wert für die kri­ti­sche Akku­ka­pa­zi­tät ein­ge­ben kön­nen. Damit las­sen sich ver­mut­lich immer­hin eini­ge Minu­ten Akku­lauf­zeit gewin­nen.
    Aber Vor­sicht: Wenn du die­sen Wert zu klein ein­stellst, geht das Note­book ein­fach aus, wenn es den Strom auf­ge­braucht hat. Zeit zum Spei­chern bleibt dann nicht mehr.

End­lich mehr Akku­lauf­zeit für den Lap­top

Du fargst dich: “Wie scho­ne ich den Lap­top-Akku bei Win­dows 10?” Wenn du die UPDATED-Tipps zum Ener­gie­spa­ren beher­zi­gen, soll­test du die Akku­lauf­zeit dei­nes Lap­tops deut­lich stei­gern kön­nen. Dann tippst du nicht nur beru­higt dei­ne E‑Mail zu Ende, son­dern hast auch noch genug Ener­gie, um dir im Café die neu­es­ten Face­book-Fotos und ‑Vide­os von dei­nen Freun­den anzu­schau­en.

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